Schuld und Strafe

Eine strafrechtsphilosophische Untersuchung des Schuldprinzips
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. Februar 2016
  • |
  • 201 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-154379-1 (ISBN)
 
Das strafrechtliche Schuldprinzip, also das Zusprechen von persönlicher Schuld im richterlichen Urteil zur Legitimation der Strafsanktion, ist ein vieldiskutiertes und umstrittenes Thema innerhalb der Strafrechtswissenschaft. Im Kontext der Diskussion um die Frage nach der Freiheit des Willens, die von manchen als Voraussetzung für Schuldfähigkeit angesehen wird, ist das Thema auch für die Philosophie von Relevanz.
Kritiker betrachten das Schuldprinzip als irreführend und ineffektiv für die Legitimation von Strafe. Sie fordern die Umgestaltung des Schuldstrafrechts zu einem Maßregelrecht, das auf die Bedürfnisse der gesellschaftlichen Kriminalprävention ausgerichtet ist. Julia Maria Erber-Schropp zeigt, weshalb das Schuldprinzip eine elementare Bedeutung im Strafrecht hat und dass dieses nicht durch die Willensfreiheitsdebatte angreifbar ist.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 3,12 MB
978-3-16-154379-1 (9783161543791)
10.1628/978-3-16-154379-1
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kapitel 1: Einleitung
  • 1.1 Überblick über die folgenden Kapitel
  • 1.2 Der strafrechtliche Schuldbegriff
  • 1.3 Überblick über den Forschungsstand
  • Kapitel 2: Die Legitimation der Institution Strafe
  • 2.1 Ein kurzer Blick in die Entwicklung der Diskussion
  • 2.2 Die Rolle des Schuldprinzips und der Konflikt mit dem Präventionsgedanken
  • 2.3 Die Kritik an der Vergeltungstheorie und am Schuldprinzip
  • 2.4 Das Verhältnis von Schuldprinzip, Vergeltungsdenken und Präventionstheorie
  • 2.4.1 Die rechtshistorische Bedeutung des Schuldprinzips
  • 2.4.2 Die Kritik am Schuldprinzip: das strikte Präventionsmodell Barbara Woottons
  • 2.4.3 Die Kritik an den Präventionstheorien
  • 2.4.3.1 Die negative Generalprävention
  • 2.4.3.2 Die positive Generalprävention
  • 2.4.3.3 Die Spezialprävention
  • 2.4.3.4 Die Bewertung der Präventionstheorien nach ihrer empirisch nachweisbaren Wirksamkeit
  • 2.4.4 Die unübersteigbare Schranke der Kriminalpolitik
  • 2.4.5 Ein anderes maß-gebendes Prinzip strafrechtlicher Haftung
  • 2.4.6 Resümee (1)
  • 2.5 Vereinigungstheorien zur Legitimation von Strafe
  • 2.5.1 Die Konzeption Herbert L. A. Harts
  • 2.5.2 Die Konzeption Claus Roxins
  • 2.5.3 Resümee (2)
  • 2.5.4 Die freiheitstheoretische Vergeltungstheorie Michael Pawliks
  • 2.5.5 Resümee (3)
  • Kapitel 3: Schuldstrafrecht und Willensfreiheit
  • 3.1 Die Diskussion um Determinismus und Indeterminismus
  • 3.2 Die Kritik (1): Neuro-Determinismus
  • 3.2.1 Willensfreiheit als normatives Postulat
  • 3.2.2 Willensfreiheit als realer Freiheitsspielraum
  • 3.2.3 Willensfreiheit als Freiheitsbewusstsein
  • 3.2.4 Das Erklärungsmodell von Peter F. Strawson
  • 3.2.5 Die Rezeption von Strawsons Ansatz
  • 3.3 Resümee (1)
  • 3.4 Die Dimensionen des Schuldprinzips
  • 3.5 Das positive Schuldmerkmal
  • 3.6 Die negativen Schuldmerkmale
  • 3.6.1 Der entschuldigende Notstand
  • 3.6.2 Der Verbotsirrtum
  • 3.6.3 Die Schuldunfähigkeit
  • 3.7 Die Kritik (2): Verantwortung ohne persönliche Schuld
  • 3.8 Resümee (2)
  • Kapitel 4: Das Schuldprinzip in der Strafrechtspraxis
  • 4.1 Drei Urteile zum § 20 aus den Jahren 1955-2008
  • 4.1.1 Erstes Beispiel: ein Urteil von 1955 - das "Ungewöhnliche" und das "Krankhafte"
  • 4.1.2 Zweites Beispiel: ein Urteil von 1983 - "seelische Abartigkeit" oder "bloßer Charaktermangel"
  • 4.1.3 Drittes Beispiel: ein Urteil von 2008 - die "Spielarten des menschlichen Wesens"
  • 4.2 Die Kontroversen um die Beurteilung der Schuldunfähigkeit
  • 4.3 Resümee
  • Kapitel 5: Das strafrechtliche Schuldprinzip als Grundnorm der Institution Strafe
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Personenregister
  • Sachregister

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