Zimmer 69

Erotische Hotelgeschichten
 
Justine Elyot (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 31. Mai 2011 | 352 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05712-1 (ISBN)
 
Zimmerservice gefällig im Hotel der Lust?
Kurze Begegnungen in der Bar, Verführen am Pool oder ein heißes Spiel im Fahrstuhl? Welcher Ort wäre dafür geeigneter als ein Hotel, in dem fremde Männer und Frauen aufeinandertreffen? Männer und Frauen, die nicht im Alltag gefesselt sind, sondern für eine Nacht, für eine Stunde oder nur für einen langen Blick ihre Fantasie ausleben können. Alles ist möglich in Zimmer 69.
Deutsch
0,54 MB
978-3-641-05712-1 (9783641057121)
3641057124 (3641057124)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Gesundheit und Fitness (S. 130-131)

Er ist wieder auf der Pirsch. Die Reihen von Fahrrädern, Laufbändern und Steppern könnten ebenso gut gar nicht existieren. Und auch die ununterbrochen laufenden Musikvideos sollten sich eigentlich von selbst ausschalten. Die Aufmerksamkeit der Besucher wird nämlich sowieso bei etwas völlig anderem liegen. Bänke zum Gewichtheben und Klimmzugstangen sind nur ein Teil der Verführungs-Werkzeuge in diesem Fitnessstudio. Außer dem armen Kerl, der gerade Lincolns Spezialeinführung über sich ergehen lassen muss, sind nur Lincoln und ich hier. Ich genehmige mir ein nostalgisches Lächeln und denke daran, wie ich mich Lincolns Spezialeinführung unterzog. Wir haben sie alle hinter uns – einige sogar mehr als ein Mal – und eine Zeit lang war sie der Stoff, aus dem in der Hotelbranche Legenden gestrickt sind.

Und diese Legende geht ungefähr so. Neues Mädchen taucht im Fitnessstudio auf und fragt nach einer Einführungsstunde. Neues Mädchen ist sofort geplättet von Lincolns geschliffener, männlicher Perfektion. Sie taucht zur Einführungsstunde in einem neu erworbenen, möglichst schmeichelhaften Lycra-Outfit auf. Vierzig verschwitzte Minuten später liegt das Lycra-Outfit auf dem Boden der Dusche, während Lincoln dem neuen Mädchen eine ganz neue Welt von aerobischen Übungen zeigt. Das ist natürlich nur eine äußerst grobe Fassung des Vorgangs. Eigentlich gehört noch viel mehr dazu.

Zum Beispiel die Art, wie dieser Mount Everest von einem Mann breitbeinig und mit verschränkten Armen dasteht und mit einem engen weißen Unterhemd und Turnhose bekleidet zuschaut, wie man in einem plötzlich viel zu engen Trikot und Jogginghosen aus der Umkleidekabine kommt. Das unerwartet jungenhafte Grinsen und die erwartungsgemäß samtene Stimme – Kultiviertheit und Abenteuerlust im Körper eines Gottes vereint. Und wer könnte so jemandem schon widerstehen? Die meisten Frauen sind schon verloren, noch bevor er auch nur den ersten Gang seines Flirt-Motors einlegt.

So wie der Widerstand der Rudermaschine immer größer wird, so sehr steigt auch seine Flirtbereitschaft. Es gibt leise gesprochene Komplimente und die fast-aber-eben-nicht-wirklich zweideutigen Bemerkungen. Und dann die Ermutigungen. Dieses »glaub an dich selbst, glaub daran, dass du die Beste bist«, das noch jeder neuen Besucherin weismacht, er würde sie für etwas ganz Besonderes halten. Und richtig, sie ist auch etwas Besonderes – aber nur für diesen einen Tag.

Bei der nächsten Stufe geht er schon dazu über, sie anzufassen. Seine Hände auf ihren Waden, das Massieren ihrer Schultern und die taktile Demonstration der Arbeitsweise ihrer Muskeln. Sie spürt, wie steinhart sein Körper ist und fragt sich allmählich, ob dieser stählerne Koloss wohl jemals im Feuer der Leidenschaft dahinschmelzen könnte. Sie merkt deutlich, wie gern sie eine Antwort auf diese Frage hätte. Und wenn sie dann ein wenig zu lange in seine goldgesprenkelten, schokoladenbraunen Augen schaut, dann weiß er, dass er gewonnen hat.

»Es gibt da noch eine andere Art von Workout, das ich dir gerne mal zeigen möchte, Baby«, wird er dann vielleicht sagen. Und je nach dem, zu wem er diese Worte spricht, wird er ein Kichern, einen koketten Blick oder auch unumwundene Zustimmung ernten. Dann wird er seinen Hauptschlüssel holen und sie in die Sauna mit Dusche führen, die er für die nächste halbe Stunde natürlich abschließt. Die Dusche ist eine Art Nasszelle, die sehr groß und schwarz gekachelt ist. Er wird zwei Turnmatten auf den gummierten Boden werfen, sie mit einem seiner enormen Arme umfassen und dann zu seiner Brust ziehen."

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