Vorvertragliche Pflichten der Kreditinstitute im Kreditgeschäft und im Wertpapiergeschäft

Eine vergleichende Betrachtung unter Berücksichtigung des Wertpapierhandelsgesetzes
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 28. Mai 2015
  • |
  • 297 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-54682-4 (ISBN)
 
Stefan Einbock untersucht, ob es de lege lata geboten ist, die vorvertraglichen Aufklärungspflichten von Kreditinstituten gegenüber Kreditnehmern an die entsprechenden Pflichten gegenüber Wertpapieranlegern anzugleichen. Ein Vergleich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie des Entwicklungsstands der vorvertraglichen Aufklärungspflichten beider Geschäftsfelder ergibt Parallelen hinsichtlich der Wertungen, mit denen die Pflicht zur anleger- und objektgerechten Information begründet wird. Nach Ablehnung einer Analogie zu den Wohlverhaltensregeln des WpHG untersucht und bejaht der Verfasser im Wege des Typenvergleichs und anhand der Theorie des Wertungstransfers im Ergebnis die Übertragbarkeit des für das Effektengeschäft entwickelten Richterrechts bzw. der diesem zugrunde liegenden Ordnungsgrundsätze auf vergleichbare Konstellationen im Kreditgeschäft. Rechtsänderungen infolge von MiFID, Verbraucherkreditrichtlinie und der Richtlinie über Wohnimmobilienkreditverträge wurden berücksichtigt.
 
'Lender Liability and Liability of Financial Advisors'

The author compares German law principles of lender liability with the standard of care of financial advisors. While the German Securities Trading Act and judicial precedent established a banker's duty to know his customer and know his product when providing investment services, no comparable principles exist in the field of lending. After analysing the similarities and differences of both business types, the author considers whether a lender's duties should follow equivalent standards.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2014
  • |
  • Universität Leipzig
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 1,85 MB
978-3-428-54682-4 (9783428546824)
10.3790/978-3-428-54682-4
weitere Ausgaben werden ermittelt
Stefan Einbock studierte von 1995 bis 2000 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig und absolvierte in den Jahren 2000 bis 2002 sein Rechtsreferendariat beim LG Dresden. Als zugelassener Rechtsanwalt war er von 2003 bis 2006 in der Leipziger Kanzlei e/s/b Buck Rechtsanwälte mit Tätigkeitsschwerpunkt Bank- und Kapitalmarktrecht tätig, bevor er 2007 am King's College London ein Master of Laws Studium im Bereich Banking and Finance Law abschloss. Seit 2007 arbeitet er als Syndikusanwalt der DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank in Frankfurt am Main.
1. Wirtschaftliche Bedeutung, Problemstellung und Gang der Untersuchung

Wirtschaftliche Bedeutung vorvertraglicher Aufklärungspflichten im Kreditgeschäft - Problemaufriss - Gang der Untersuchung

2. Abgrenzung der Themenbereiche und Erläuterung der Terminologie

Themenabgrenzung - Terminologie

3. Rechtsgrundlagen der zivilrechtlichen Aufklärungs- und Beratungspflichten

Kodifizierte Informationspflichten - Rechtsgrundlage der ungeschriebenen Informationspflichten

4. Aufklärungs- und Beratungspflichten im Effektengeschäft

Die richterrechtlich entwickelten Pflichten - § 31 WpHG

5. Aufklärungs- und Beratungspflichten im Kreditgeschäft

Aufklärungspflichten bei Verbraucherdarlehensverträgen - Aufklärungspflichten bei sonstigen Darlehensverträgen - Besondere Pflichten bei einzelnen Kreditformen

6. Kreditfinanziertes Wertpapiergeschäft (§ 2 Abs. 3a Nr. 2 WpHG)

Zivilrechtliche Pflichten - Aufsichtsrechtliche Pflichten - Rechtslage nach MiFID II

7. Übertragbarkeit der Grundsätze anleger- und objektgerechter Information auf das Kreditgeschäft

Methodische Herleitung der Verpflichtung zu kreditnehmer- und objektgerechter Aufklärung bei Anbahnung von Kreditgeschäften - Fehlen einer Pflicht zur kunden- und produktgerechten Aufklärung bei Darlehensanbahnung - Gleichbehandlung von Kredit- und Wertpapiergeschäften wertungsmäßig geboten? - Kollision zwischen Aufklärungs- und Geheimhaltungspflichten - Systemgerechtigkeit erweiterter Aufklärungspflichten

8. Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesen

Literatur- und Stichwortverzeichnis

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

79,90 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen