Testtheorie und Testkonstruktion

 
 
Hogrefe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Juni 2014
  • |
  • 437 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8409-2161-2 (ISBN)
 
Was ist ein psychologischer Test? Wie kann man einen Test optimal konstruieren? Wie kann man die Güte eines Tests bestimmen? Die Beantwortung dieser Fragen ist zentral für viele Grundlagen- und Anwendungsbereiche der Psychologie. Das vorliegende Buch gibt eine verständliche und anwendungsorientierte Einführung in die testtheoretischen Grundlagen der Testkonstruktion und -analyse. Einleitend werden die grundlegenden Ideen des Testens in der Psychologie und seine Bedeutung für die Psychodiagnostik behandelt sowie die Gütekriterien und internationalen Standards, an denen sich die Testkonstruktion und -analyse orientieren. Die zentralen Schritte der Testkonstruktion werden anschaulich dargestellt und die wichtigsten Itemformate mit ihren Vor- und Nachteilen beschrieben.
Die weiteren Kapitel stellen ausführlich die bedeutendsten psychometrischen Modelle für dichotome, ordinale und metrische Antwortvariablen nach einem einheitlichen Schema vor: Zu jedem Modell werden die definierenden Annahmen, die Methoden der Parameterschätzung und der Überprüfung der Modellgültigkeit sowie die Implikationen für die Testkonstruktion behandelt. Jedes Modell wird zudem anhand eines inhaltlichen Beispiels aus der Psychologie illustriert. Im Zentrum stehen das Rasch-Modell und seine Erweiterungen, das Partial-Credit-Modell sowie die Modelle der Klassischen Testtheorie. Ein Überblick über mehrdimensionale Modelle und die Normierung schließt das Buch ab. Verständnisfragen zu jedem Kapitel helfen bei der Vertiefung der Inhalte und erleichtern die Prüfungsvorbereitung.
Auf der Webseite zum Buch stehen als ergänzende Materialien u.a. ein Skript zur Einführung in die Analyse testtheoretischer Modelle mit R, Datensätze zum Nachrechnen der Anwendungsbeispiele und eine Formelsammlung bereit.
1. Auflage 2014
  • Deutsch
  • Göttingen
  • |
  • Deutschland
  • 14,44 MB
978-3-8409-2161-2 (9783840921612)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Testtheorie und Testkonstruktion [Seite 1]
2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 9]
3 - Vorwort [Seite 17]
4 - Kapitel 1 Grundfragen der Testtheorie und Testkonstruktion [Seite 21]
4.1 - 1.1 Was sind psychologische Messungen? [Seite 23]
4.2 - 1.2 Grundidee psychometrischer Modelle am Beispiel des Rasch-Modells [Seite 27]
4.3 - 1.3 Was ist ein psychologischer Test? [Seite 31]
4.4 - 1.4 Grundlegende Annahmen und Eigenschaften psychometrischer Modelle [Seite 32]
4.5 - 1.5 Unterscheidungsmerkmale testtheoretischer Modelle [Seite 36]
4.6 - Zusammenfassung [Seite 42]
4.7 - Fragen [Seite 43]
5 - Kapitel 2 Wesentliche Schritte der Konstruktion psychologischer Tests [Seite 45]
5.1 - 2.1 Festlegung des zu erfassenden Konstrukts [Seite 48]
5.2 - 2.2 Erstellung eines Itempools: Testkonstruktionsprinzipien und Validitätsfacetten [Seite 58]
5.3 - 2.3 Auswahl eines Antwortformats: Objektivität und Präzision [Seite 67]
5.4 - 2.4 Gu?tekriterien der Itemauswahl [Seite 69]
5.5 - 2.5 Testanalyse [Seite 72]
5.6 - 2.6 Skalierung und Normierung [Seite 73]
5.7 - 2.7 Testdokumentation [Seite 76]
5.8 - 2.8 Weitere Untersuchungen zur Gu?te [Seite 76]
5.9 - Zusammenfassung [Seite 77]
5.10 - Fragen [Seite 78]
6 - Kapitel 3 Itemkonstruktion [Seite 79]
6.1 - 3.1 Noch Fragen? - Konstruktion des Itemstamms [Seite 81]
6.2 - 3.2 "Ja"-"Nein"-"Äh ."-"Kommt ganz drauf an": Antwortformate [Seite 99]
6.3 - 3.3 Von der Antwort zur Variablen: Itemkodierung [Seite 126]
6.4 - Zusammenfassung [Seite 128]
6.5 - Fragen [Seite 128]
7 - Kapitel 4 Eindimensionale Modelle fu?r dichotome Antwortvariablen [Seite 131]
7.1 - 4.1 Dichotome Variablen [Seite 132]
7.2 - 4.2 Univariate Verteilung dichotomer Antwortvariablen [Seite 133]
7.3 - 4.3 Unabhängigkeit dichotomer Antwortvariablen [Seite 135]
7.4 - 4.4 Zusammenhang dichotomer Variablen [Seite 137]
7.5 - 4.5 Das Rasch-Modell [Seite 146]
7.6 - 4.6 Weitere Modelle fu?r dichotome Antwortvariablen [Seite 205]
7.7 - 4.7 Benötigte Stichprobengröße [Seite 214]
7.8 - 4.8 Computerprogramme [Seite 216]
7.9 - 4.9 Weitere Ansätze [Seite 216]
7.10 - Zusammenfassung [Seite 221]
7.11 - Fragen [Seite 223]
8 - Kapitel 5 Eindimensionale Modelle fu?r Antwortvariablen mit geordneten Antwortkategorien [Seite 225]
8.1 - 5.1 Antwortvariablen mit geordneten Antwortkategorien [Seite 226]
8.2 - 5.2 Univariate Verteilung kategorialer Variablen mit geordneten Antwortkategorien [Seite 226]
8.3 - 5.3 Unabhängigkeit und Zusammenhang von Antwortvariablen mit geordneten Antwortkategorien [Seite 230]
8.4 - 5.4 Das Partial-Credit-Modell [Seite 232]
8.5 - 5.5 Weitere Modelle [Seite 255]
8.6 - 5.6 Benötigte Stichprobengröße [Seite 256]
8.7 - 5.7 Computerprogramme [Seite 256]
8.8 - 5.8 Weitere Ansätze [Seite 256]
8.9 - Zusammenfassung [Seite 257]
8.10 - Fragen [Seite 258]
9 - Kapitel 6 Eindimensionale Modelle fu?r metrische Antwortvariablen [Seite 259]
9.1 - 6.1 Metrische Variablen [Seite 260]
9.2 - 6.2 Univariate Verteilung metrischer Antwortvariablen [Seite 262]
9.3 - 6.3 Unabhängigkeit und Zusammenhang von metrischen Antwortvariablen [Seite 263]
9.4 - 6.4 Grundzu?ge der Klassischen Testtheorie [Seite 267]
9.5 - 6.5 Das Modell essenziell ?-äquivalenter Variablen [Seite 275]
9.6 - 6.6 Modell ?-kongenerischer Variablen [Seite 314]
9.7 - 6.7 Vergleich der verschiedenen Modelle [Seite 327]
9.8 - 6.8 Benötigte Stichprobengröße [Seite 332]
9.9 - 6.9 Computerprogramme [Seite 334]
9.10 - 6.10 Analyse von Reaktionszeiten [Seite 334]
9.11 - 6.11 Weitere Ansätze [Seite 335]
9.12 - 6.12 Klassische Testtheorie und Testkonstruktion [Seite 336]
9.13 - Zusammenfassung [Seite 337]
9.14 - Fragen [Seite 340]
10 - Kapitel 7 Einfu?hrung in mehrdimensionale Testmodelle [Seite 343]
10.1 - 7.1 Mehrdimensionale Modelle und Testvalidierung [Seite 344]
10.2 - 7.2 Multikomponentenmodelle [Seite 348]
10.3 - 7.3 Faktorenanalytisches Modell [Seite 351]
10.4 - 7.4 Faktorenanalyse fu?r ordinale Variablen [Seite 355]
10.5 - Zusammenfassung [Seite 359]
10.6 - Fragen [Seite 360]
11 - Kapitel 8 Interpretation und Normierung von Testwerten [Seite 361]
11.1 - 8.1 Vergleich der Testergebnisse mit den Ergebnissen anderer Personen einer Bezugsgruppe (Normpopulation) [Seite 362]
11.2 - 8.2 Vergleich der Testergebnisse derselben Person in mehreren Tests (Profilanalyse) [Seite 385]
11.3 - 8.3 Vergleich der Testergebnisse derselben Person in demselben Test zu einer anderen Messgelegenheit [Seite 387]
11.4 - 8.4 Kriteriumsorientierte Interpretation von Testwerten [Seite 388]
11.5 - Zusammenfassung [Seite 394]
11.6 - Fragen [Seite 395]
12 - Anhang [Seite 397]
12.1 - Literatur [Seite 399]
12.2 - Griechisches Alphabet [Seite 413]
12.3 - Glossar [Seite 414]
12.4 - Sachregister [Seite 431]
Kapitel 1 Grundfragen der Testtheorie und Testkonstruktion

Eine der wesentlichen Aufgaben der psychologischen Diagnostik besteht darin, die Merkmalsausprägungen von Menschen zu erfassen . Dies ist notwendig, um wichtige diagnostische Fragen beantworten und Entscheidungen treffen zu können (Eid & Petermann, 2006) . Wenn z . B . ein Kind in einer schulpsychologischen Beratungsstelle vorgestellt wird, da es den Unterricht wiederholt stört, geht es im Wesentlichen zunächst darum, die Ursachen dieses Verhaltens festzustellen . Eine mögliche Ursache könnte eine unterdurchschnittliche Intelligenz sein, die zu einer Überforderung führt, oder aber eine überdurchschnittliche Intelligenz, aufgrund derer das Kind unterfordert ist und sich langweilt . In beiden Fällen wäre die Störung des Unterrichts ein Ausdruck der Bewältigung der emotionalen Belastung, die sich durch die Unterbzw . Überforderung ergibt . Um geeignete Maßnahmen wie z . B . Nachhilfe oder die Empfehlung, eine Klasse zu überspringen, auswählen zu können, ist es entscheidend, die Ursache zu kennen . Deswegen würde die Schulpsychologin die Intelligenz des Kindes feststellen (diagnostizieren) wollen .

Da das Ergebnis der Intelligenzdiagnostik weitreichende Folgen für die Zukunft des Kindes haben kann, wird die Psychologin alles daran geben, das beste Verfahren zur Erfassung der Intelligenz auszuwählen . Doch wodurch zeichnet sich das beste Verfahren aus und wie kann die Psychologin in ihrem Gutachten belegen, dass sie auf das beste Verfahren zurückgegriffen hat und daher bei der Auswahl des Verfahrens keinen Fehler begangen hat? Hierzu muss sie auf Qualitätskriterien zurückgreifen, die ihr erlauben, aus der Vielzahl der verfügbaren Instrumente dasjenige auszuwählen, das für ihre Fragestellung am geeignetsten ist und die Gütekriterien erfüllt, die sich in der Wissenschaft und Praxis bewährt haben und allgemein anerkannt sind (Kersting, 2008; Kersting, Häcker & Hornke, 2011) . So sollte dieses Instrument auch wirklich die Intelligenz erfassen und nicht ein anderes Merkmal wie z . B . die Testängstlichkeit . Ob ein Instrument wirklich das erfasst, was es erfassen soll, und ob Schlussfolgerungen, die wir aus den Ergebnissen in Bezug auf das zu erfassende Merkmal ziehen, auch wirklich zutreffend und damit gültig sind, betrifft die Frage der Validität, dem zentralen Gütekriterium der Diagnostik (Messick, 1989) . Schlüsse, die aufgrund der Messungen mit einem Erhebungsinstrument getroffen werden, sollten daher über eine hohe Validität verfügen .

Das Erhebungsinstrument sollte darüber hinaus ermöglichen, die Intelligenz des Kindes zuverlässig zu erfassen . Wenn das Kind in .

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