I'll Never Get Out of This World Alive

 
 
Karl Blessing Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. August 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06807-3 (ISBN)
 
Ein Roman voller uralter Weisheiten und unvergesslicher Figuren, bittersüß wie ein Countrysong

Doc war einmal ein erfolgreicher Arzt, jetzt schlägt er sich ohne Zulassung in San Antonio, Texas, mit illegalen Abtreibungen durch. Seit sein enger Freund und berühmtester Patient Hank Williams, der größte Countrymusiker aller Zeiten, mit einer Mischung aus Alkohol und Morphium im Blut auf dem Rücksitz seines Cadillacs aus dem Leben glitt, plagen Doc schwere Schuldgefühle und ein hartnäckiger Begleiter: Hanks zänkischer und ruheloser Geist, der ständig seine ungeteilte Aufmerksamkeit fordert.

Als das Mädchen Graciela in Docs Leben tritt, ist Hank also überhaupt nicht begeistert. Zudem passieren, seit sie da ist, seltsame Dinge: Prostituierte, die zu Docs besten Kundinnen gehören, geben ihren Beruf auf, Wunden heilen wie von selbst. Doch damit wird Doc mehr öffentliches Interesse zuteil, als er sich wünschen kann ...

"I'll Never Get Out of This World Alive" ist ein so ergreifender wie komischer Roman, und die außergewöhnliche Aufarbeitung eines legendären Stücks Musikgeschichte.

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Blessing
  • 0,76 MB
978-3-641-06807-3 (9783641068073)
364106807X (364106807X)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"XVI (S. 182-183)

Father Padraig Killen rutschte in einem furchtbar unbequemen, schwarzen Ledersessel im Foyer der Erzdiözese von San Antonio herum. Er wartete schon fast eine Stunde, nachdem er eine halbe Stunde zu früh zu seinem 14-Uhr-Termin erschienen war und die Uhr an der Wand hinter der Rezeption jetzt kurz vor halb drei anzeigte. Die Situation erinnerte ihn an die unzähligen Stunden, die er als Junge vor dem Rektorenzimmer verbracht hatte. Das Schlimmste an der Strafe war immer das Warten gewesen.

Wenn es schließlich so weit war, dass die leitende Nonne oder der leitende Priester das Lineal oder den Riemen zum Einsatz brachte, war die Anspannung längst abgeklungen, und er stellte fest, dass der physische Schmerz die Aufregung nicht wert gewesen war. Wenn Schwester Mary-Margaret oder Father Cudahy ihn jetzt nur sehen könnten. Sie war überzeugt davon, und das hatte sie ihm schließlich bei diversen Gelegenheiten versichert, dass er auf dem Weg in die Hölle einen großen Teil seines Lebens im Gefängnis verbringen würde, und er hatte keine Gelegenheit ausgelassen, ihn öffentlich zu demütigen.

»An deiner Stelle, Paddy Killen, würde ich keine so hohen Ansprüche stellen«, hatte Father Cudahy ihm gesagt, als er sich während des Unterrichts nach den Voraussetzungen für das Priesterseminar erkundigte. »Dafür sind deine Noten einfach nicht gut genug.« Tja, denen hatte er es gezeigt. Er war ins Priesterseminar eingetreten und dort zum Priester geweiht worden. Jetzt war er Pfarrer mit einer eigenen Gemeinde und wartete darauf, dass der Bischof ihn empfing. Natürlich nicht der Erzbischof persönlich, aber einer seiner beiden Mitarbeiter, die, wie er annahm, hinter den massiven Eichentüren residierten, die sich rechts und links vom Zimmer ihres Vorgesetzten befanden.

Der Brief, mit dem Father Killen in die Erzdiözese bestellt worden war, trug die Unterschrift des Weihbischofs Thomas Meriwether, dessen Name auch auf dem Messingschild an der rechten Tür stand. Der Priester war angenehm überrascht gewesen, als er nicht einmal eine Woche nach seinem förmlichen Gesuch um eine Audienz eine Antwort erhalten hatte. In der Nacht nach seinem schicksalhaften Zusammentreffen mit der jungen Mexikanerin hatte er stundenlang an seinem langen Brief gesessen, staubige Folianten mit kanonischem Wissen gewälzt und nach allen möglichen, scheinbar noch so unbedeutenden Hinweisen gesucht, die seinen – mittlerweile unerschütterlichen – Glauben an ihre Kräfte erhärteten.

Das Mal an ihrem Handgelenk hatte er mit eigenen Augen gesehen. Sie hatte seine Hand berührt, worauf sämtliche Spuren seines schändlichen Zorns ausgelöscht worden waren. Das war ganz eindeutig ein Zeichen! Ohne jeden Zweifel. Sein Blick war auf die drei Türen gerichtet, daher schrak er überrascht auf, als ihn jemand von hinten ansprach."

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