Unwiderstehliches Begehren

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. Mai 2020
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-2618-8 (ISBN)
 
Smart, elegant und unwiderstehlich selbstbewusst! Als Layla auf der Suche nach ihrer besten Freundin in einem Luxushotel in Las Vegas dem verboten attraktiven Max Kendrick begegnet, glaubt sie zu träumen. So muss sich Liebe auf den ersten Blick anfühlen - daran hat sie keinen Zweifel! In seiner glamourösen Penthouse-Suite verwöhnt Max sie mit prickelnden Küssen und gibt ihr das Gefühl, für ihn die aufregendste Frau der Welt zu sein. Doch am nächsten Morgen erlebt Layla eine böse Überraschung ...
Barbara Dunlop hat sich mit ihren humorvollen Romances einen großen Namen gemacht. Schon als kleines Mädchen dachte sie sich liebend gern Geschichten aus, doch wegen mangelnder Nachfrage blieb es stets bei einer Auflage von einem Exemplar. Das änderte sich, als sie ihr erstes Manuskript verkaufte: Mittlerweile haben die Romane von Barbara Dunlop weltweit eine begeisterte Leserschaft gefunden.

1. KAPITEL

Dürfte ich mir eine Schwester aussuchen, würde ich Brooklyn wählen.

Sie bringt mich zum Lachen.

Und noch besser: Sie bringt mich zum Nachdenken. Wenn es in der Vergangenheit schlecht lief - und das tat es oft -, dann legte sie sich zu mir auf mein blaues Sofa und hörte mir stundenlang zu. Sie wusste immer, was half: Anfangs war es meist Eiscreme, später manchmal auch Tequila.

Sie war intelligent. Schon in der Grundschule hatte sie immer nur die besten Noten gehabt. Ich dagegen war eher eine Zweier-Schülerin. Aber ich konnte gut zuhören. Und ich konnte Brooklyns langes blondes Haar zu einem französischen Zopf flechten.

Seit unserer Kindheit verbrachten wir die Sommer am Strand von Lake Washington. Zuerst hatten es uns die Schaukeln und der Kletterwald angetan. Später schwammen wir zu dem kleinen Ponton im Schwimmerbereich, sprangen von dort aus ins Wasser und ließen uns nach dem Baden auf unseren Handtüchern von der Sonne trocknen. Als Teenager hingen wir gern an der Snackbar herum, flirteten mit den Jungen und brachten sie dazu, uns Milchshakes zu spendieren.

Ich hatte keine Gelegenheit, mir eine Schwester auszusuchen, aber Brooklyn sollte dennoch ein Teil meiner Familie werden.

In zwei Wochen würde sie meinen großen Bruder James heiraten.

"Ich kann die Golden Gate Bridge sehen", verkündete Sophie Crush vom Beifahrersitz des Taxis aus.

Ich saß auf dem Rücksitz, eingequetscht zwischen Brooklyn und Nat Remington. Das hatte man davon, wenn man unbedingt einen Hybrid-Wagen haben wollte!

"Glaubt ihr, dass wir von unseren Zimmern aus einen schönen Ausblick haben?", überlegte Nat laut.

"Ich hätte gern einen Ausblick auf den Whirlpool." Brooklyn seufzte. "Ich meine, aus dem Whirlpool heraus."

"Dein Wort in Gottes Ohr!", pflichtete ich ihr bei.

Ich freute mich auf eine Hot-Stone-Massage. Einmal hatte ich dieses Vergnügen bisher gehabt und hätte es nur zu gern wiederholt.

"Ich möchte eine Pediküre", sagte Sophie.

"Und ich eine Gesichtsmaske." Das kam von Nat.

"Ich will in die Sauna." Das war Brooklyns nächster Wunsch.

"Ich spüre schon, wie sich meine Muskeln entspannen", meinte ich seufzend.

Ein Besuch in der Sauna war eine gute Idee. Eine Gesichtsmaske auch. Schließlich war ich Trauzeugin und wollte so gut wie möglich aussehen.

Im Gegensatz zu anderen Bräuten - egoistischeren Bräuten, die selbst am besten aussehen wollten - hatte Brooklyn wunderschöne Kleider für ihre Brautjungfern ausgesucht. Sie waren knielang, schulterfrei und hatten eng anliegende Oberteile aus azurblauem Chiffon, der zum Saum hin heller wurde.

Der Ton meines rotbraunen Haars war immer schwierig zu kombinieren, aber in diesem Fall passte er. Für eine Singlefrau von sechsundzwanzig Jahren war eine Hochzeit eine gute Gelegenheit, neue Männer kennenzulernen.

Diesmal war ich jedoch im Nachteil, weil die Hälfte der Gäste meine eigenen Verwandten waren. Brooklyns Freunde und Verwandte hatte ich im Laufe der Jahre auch schon alle kennengelernt. Aber vielleicht gab es ja noch den einen oder anderen bisher unentdeckten entfernten sexy Cousin im passenden Alter. Eine Frau sollte keine Chance ungenutzt lassen.

Das Taxi hielt vor einer Glastür inmitten einer riesigen Fensterfront, die einen Blick in die Lobby gewährte. An einer Marmorsäule war in goldenen Buchstaben der Name des Hotels angebracht: The Archway Hotel and Spa.

Drei Männer in stahlgrauen kurzärmligen Uniformjacken rissen gleichzeitig die Wagentüren auf.

"Willkommen im Archway", sagte einer von ihnen zu Brooklyn. Kurz verweilte sein Blick bei ihren blauen Augen, bevor er sich mir zuwandte.

Er hatte ein freundliches Lächeln. Überhaupt war er süß, aber mein Interesse hielt sich in Grenzen. Nicht, dass ich etwas gegen Hotelbedienstete gehabt hätte. Wahrscheinlich machte er den Job nur, um sein Studium zu finanzieren. Oder aber er lebte gern in der Nähe des Strandes und schätzte flexible Arbeitszeiten.

Er reichte mir seine Hand. Sie war kräftig, leicht schwielig und unverkennbar gebräunt. Vielleicht war er ein Surfer.

Ich bin kein Snob, was Berufe angeht. Selbst bin ich Mathematiklehrerin an einer Highschool, und das ist nun wirklich kein prestigeträchtiger Job. Ich bin offen für Menschen aus allen Bereichen.

Er hatte schöne braune Augen, ein kräftiges Kinn und ein strahlendes Lächeln.

Ich verließ den Wagen, und er trat einen Schritt zurück.

"Wir kümmern uns um das Gepäck", versicherte er mir und ließ seinen Blick dabei etwas länger als nötig auf mir verweilen.

Ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass er auf ein Trinkgeld wartete.

Fast hätte ich laut über mich selbst gelacht. Er flirtete nicht mit mir - zumindest nicht in romantischer Absicht. Vermutlich verhielt er sich gegenüber jedem ankommenden Gast des Hotels so. Wahrscheinlich finanzierte er damit sein neues Surfbrett.

Ich kramte in meiner Tasche nach einem Fünfdollarschein und reichte ihn dem Mann. Dabei rief ich mir in Erinnerung, dass dies ein reines Verwöhnwochenende sein sollte, bei dem Geld keine Rolle spielte. Die perfekte Schwägerin bekam man schließlich nur ein Mal im Leben.

Zwei Pagen brachten unser Gepäck in die Lobby, und wir folgten ihnen.

"Wir könnten uns männliche Stripper ansehen", schlug Nat vor.

Leicht angewidert verzog Brooklyn das Gesicht. "Kein Bedarf."

Ich lächelte, denn ich wusste, dass Nat nur Spaß gemacht hatte. Wäre der Vorschlag von Sophie gekommen, hätte ich ihn schon ernster genommen.

"Sei nicht zu voreilig", mischte Sophie sich prompt ein. "Was glaubst du, was James und die anderen gerade machen?"

"Du glaubst, sie sehen sich männliche Stripper an?", fragte Brooklyn verblüfft, während wir uns an einer Fontäne vorbei zur Rezeption begaben.

"Nein, aber vielleicht Stripperinnen."

Es gab keine Schlange. Drei Empfangsdamen schienen nur auf uns gewartet zu haben. Nett.

Brooklyn warf sich ihre Tasche über die Schulter. "Die Männer gönnen sich sicher einen Baseball-Abend."

"Hinterher vielleicht", beharrte Sophie.

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass James zu einer Strip-Show ging - dafür war er einfach nicht der Typ -, aber Brooklyn hatte plötzlich einen ganz merkwürdigen Gesichtsausdruck, so als hielte sie es tatsächlich für möglich.

"Möchten Sie einchecken?", erkundigte sich eine der jungen Rezeptionistinnen.

"Wir haben reserviert." Nat zog eine Kopie der Bestätigung aus ihrer Tasche.

Ich blieb mit Brooklyn etwas zurück und fragte sie leise: "Du machst dir doch keine Sorgen wegen James, oder?"

Brooklyn zuckte nur die Schultern und trat an die Rezeption. "Brauchen Sie meine Kreditkarte?"

"Nur zum Check-in", sagte die Frau. "Wenn Sie das Hotel verlassen, kann jeder die Kosten für sich übernehmen, falls Sie es möchten."

Ich trat zu Brooklyn und raunte ihr zu: "Ganz bestimmt sieht er sich keine Stripperin an." Ich verstand nicht, wie sie James so etwas zutrauen konnte.

Mein Bruder hatte einen Master in Wirtschaftswissenschaften und arbeitete bei einer der großen Beratungsfirmen in Seattle. Er sprach nur in ganzen Sätzen und wachte über seine Auftritte in den sozialen Netzwerken, als ginge es um die Zugangscodes für Nuklearwaffen. Niemals würde er sich in einem Striplokal sehen lassen. Das Risiko, dass jemand ihn dort sah und ein Foto von ihm online stellte, wäre ihm viel zu groß. Natürlich hatte er nichts gegen nackte Frauen, aber Tänzerinnen mussten ihn nicht interessieren, weil Brooklyn mit Abstand die schönste Frau weit und breit war.

Sie arbeitete als Einkäuferin für eine Modekette in Seattle, aber sie hätte auch ein Filmstar oder ein Supermodel sein können. Sollte James sich für eine andere Frau interessieren, konnte er nur eine schlechtere Wahl treffen.

"Was ist los?", fragte ich sie.

Lächelnd sah sie mich an. "Was soll denn los sein?"

Es war etwas in ihrem Blick. Ich konnte es nicht benennen.

"Hat James irgendwas getan?", fragte ich.

"Nein."

"Bist du sauer auf ihn?"

"Nein."

"Was ist es dann?"

"Nichts", versicherte Brooklyn. "James ist perfekt. Und ich buche jetzt einen Termin im Spa." Sie griff nach einem Prospekt, der auf der Rezeption auslag.

"Ich kann Ihnen gern dabei helfen", versicherte die junge Frau ihr, nachdem sie Nat die Kreditkarte zurückgegeben hatte.

"Vielleicht etwas mit Aromatherapie", sagte Brooklyn.

Ihre Lässigkeit überzeugte mich nicht hundertprozentig, aber bei dem Gedanken an wohltuende heiße Steine, die langsam in meinen eingeölten Rücken gedrückt wurden, beschloss ich, dass alles andere warten konnte.

Nach der Massage, geduscht und umgezogen, entdeckte ich Sophie an der Bar in der Lounge. Im Hintergrund spielte ein Jazz-Trio, auf den kleinen Glastischen flackerten Kerzen. Die Sessel waren mit weißem Leder bezogen, und hinter der Bar zierte ein großes Glasmosaik die Wand.

Ich trug High Heels zu meinem silberfarbenen Cocktailkleid. Es tat gut, sich auf den Barhocker neben Sophie zu setzen und die Füße auszuruhen.

"Was trinkst du?", fragte ich sie.

"Wodka Martini."

Der Barkeeper...

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