De Vita

Über das Leben
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. Juni 2020
  • |
  • 120 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-2755-0 (ISBN)
 
Maximilian Drimalski hat als Titel "De Vita" gewählt und der Name ist Programm. Beschäftigt er sich doch mit nichts weniger als mit den zutiefst menschlichen und unser Leben begleitenden Themen Glück, Zeit, Liebe, Familie, Freundschaft, Seele, Tod und Religion. Dabei gewinnt Maximilian Drimalski diesen Motiven durchaus neue und interessante Erkenntnisse ab. So führt er zum Beispiel aus, dass zwischen Glück und Dankbarkeit ein untrennbarer Zusammenhang herrscht oder dass die Zeit und das Setzen von Zielen sehr viel miteinander zu tun haben.
Ein Buch, das den Leser nachhaltig dazu anregt, über das Leben nachzudenken.

Maximilian Drimalski
De Vita
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,61 MB
978-3-7519-2755-0 (9783751927550)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Maximilian Alexander Drimalski wurde am 28.10.1997 in Fulda, Hessen, geboren und lebt heute größtenteils in Würzburg. Nach seinem Abitur begann er das Studium an der Julius-Maximilians Universität Würzburg. Dort studierte er zunächst zwei Semester Rechtswissenschaften. Nach einem Jahr stellte er sich grundlegende Fragen bezüglich seines weiteren Lebens. Der Autor verarbeitete seine persönlichen Konflikte und Gedanken, in dem er sich mit dem Leben im Allgemeinen auseinandersetzte. Seine Erkenntnisse schrieb er in "De Vita" nieder. Zu diesem Zeitpunkt hatte er keinerlei Erfahrung als Autor gesammelt. Das Buch "De Vita" stellt sein literarisches Debüt dar. Aktuell studiert der Autor Politik- und Sozialwissenschaften sowie Öffentliches Recht. Außerdem belegt er Seminare der Philosophie.

Kapitel 1:


Aller Anfang zum Glück ist schwer


Jeder Tag ist wie eine neue Seite, auf der man nur selbst diktiert, was das Leben für einen schreibt. Das Leben lässt sich ein bisschen wie ein Buch vorstellen und jeder ist sein eigener Autor. Was das Leben für einen bereithält und wie es zum Besten verbracht wird, muss jeder für sich selbst entscheiden und davon abhängig machen, was einen glücklich macht. Sicherlich ist das Glück eines der am wenigsten greifbaren Worte, da es keine allgemeingültige wissenschaftliche Definition gibt und Glück nicht direkt gemessen werden kann. Dennoch ist es das, wonach das meiste menschliche Handeln ausgerichtet ist. Denn mit jeder Entscheidung, die getroffen wird, wird sich entweder für andere oder für sich selber erhofft, etwas Gutes zu bewirken und somit anderen, beziehungsweise sich selbst, entweder in diesem Moment oder zu einem späteren Zeitpunkt, zu mehr Glück zu verhelfen.

Was ist Glück überhaupt?

Es gibt hunderte, womöglich gar tausende gute Ansätze und Definitionen. Am häufigsten wird mit Glück eine besonders gute Fügung des Schicksals assoziiert und somit ein besonders günstiger Zufall. Aber ist Glück wirklich Zufall? Die klassischen Sprichwörter wie, jeder ist seines Glückes Schmied oder Glück muss man erobern, geben zumindest Anlass, darüber nachzudenken, inwieweit jeder selbst Einfluss auf das eigene Glück hat. Jede Kultur hat ihre eigenen Sprichwörter zum Thema Glück. So lautet ein arabisches Sprichwort, Glück besteht in der Kunst, sich nicht zu ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern sich zu freuen, dass der Dornenstrauch Rosen trägt. Oder ein südamerikanisches, wer dem Glück nachläuft, kann es selten einholen. In allen Sprichworten steckt die Wahrheit. Die eine Definition gibt es allerdings nicht. Letztendlich hat wohl jeder seine persönliche.

Glück im positiven Sinne ist genauso wie Unglück im negativen Sinne allgegenwärtig. Affirmativ ist Glück wohl irgendwie als die Summe aus allem Positiven im Leben anzusehen. Manche haben viel und sind unglücklich, andere haben wenig und sind trotzdem glücklich. Glück ist somit etwas Individuelles. Es steckt in vielen Kleinigkeiten, nur müssen auch die kleinen Dinge und Momente geschätzt werden. Je dankbarer ein Mensch ist, desto glücklicher ist er möglicherweise auch. Leider ist es unmöglich, das Glück permanent als solches wahrzunehmen, da Vieles im Leben zu selbstverständlich ist.

Beim Sport das entscheidende Tor zu erzielen und das Team zum Sieg zu führen, lässt einen glücklich sein. Dies ist auch berechtigt! Aber was, wenn in der Woche darauf die Mannschaft zwar gewinnt, aber ein anderer Mitspieler den entscheidenden Treffer erzielt? Sicher wird sich über den Sieg gefreut. Aber wird das Glück in gleichem Maße wie zuvor empfunden und wirklich die gleiche Zufriedenheit?

Jeder Mensch möchte für sich selbst das größtmögliche Glück. Jedoch kann das maximale Glück nie erreicht werden. Das maximale Glück ist gleich das absolute Glück. Das absolute Glück ist eine theoretische Marke, die in der Unendlichkeit liegt. Es umfasst alles Glück der Welt oder gar des Universums. Um es zu erreichen müsste der Mensch im Einklang mit der Natur und allem Leben sein und alles nach dem eigenen Willen laufen. Er müsste sozusagen die Geschicke anderer und der Natur lenken können, um sich selbst alles Glück der Welt zu bereiten. Dies ist nicht möglich, da kein Mensch allmächtig ist.

Selbst wenn, ist dies überhaupt erstrebenswert?

Denn oftmals entsteht erst an einem Punkt, der einen verzweifeln lässt, oder in einem Moment, in dem geglaubt wird, nicht weiterzuwissen, ein späteres größeres Glück, zu welchem es ohne vorheriges Unglück nie gekommen wäre. Daher stellt sich die Frage, ob zu viel Glück womöglich nicht zu Unglück führt? In Bezug auf das Glück ist es im Menschen leider zu sehr verankert, nach mehr zu streben. Wie Johann Wolfgang von Goethe bereits in Faust schrieb, »es irrt der Mensch, solange er strebt«.

Doch »Irren ist menschlich.«

- Römisches Sprichwort -

Das Glück ist groß, klein ist nur unser Leben.

Aufgrund der Tatsache, dass das Leben nur kurz ist und jederzeit vorbei sein kann, ist es beim Thema Glück elementar zu bedenken, dass man sterblich ist und einem nur eine begrenzte Zeit bleibt. Daher ist es umso wichtiger, das Glück in jedem Detail als solches wahrzunehmen. Glück ist zwar nicht mathematisch messbar, aber dennoch lässt sich zumindest eine Theorie aufstellen. Unter der Voraussetzung das Glück unendlich viel vorhanden, das Leben aber nur begrenzt ist, so wäre die Folge, dass niemand das absolute Glück je erreichen kann. Das Ergebnis ist, dass niemand vor dem Tod glücklich geworden ist. Somit streben Menschen nach etwas, das sie nie erreichen können, nämlich nach dem absoluten Glück. Es ist in gewisser Weise die Ironie der menschlichen Existenz, dass man immer mehr Glück möchte, sich dabei aber immer wieder selbst im Wege steht, weil nie genug vom Glück bekommen wird, wodurch der Mensch in der Konsequenz wieder unglücklicher wird.

Wie schaffen es Menschen aber nun, glücklich zu sein und ein zufriedenes Leben zu führen? Denn schließlich ist jeder Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt glücklich gewesen. Diese Art von temporärem Glück ist als relatives Glück zu bezeichnen. Sei es ein gemütlicher Abend im Kreise seiner Familie, ein kleiner Erfolg im Beruf, mit Freunden abzuhängen und Späßchen zu machen, oder insbesondere die Liebe. Dies alles sind angenehme Augenblicke, die zwar temporär sind, sich aber im Laufe des Lebens immer wieder auf jede erdenkliche Weise wiederholen.

Daher ist das relative Glück für Menschen wichtiger als das absolute Glück. Denn während das absolute Glück nur eine theoretische Barriere ist, die irgendwo in der Unendlichkeit liegt, ist das relative Glück das, was das Leben lebenswert macht und wodurch die Aussage, dass niemand vor dem Tod glücklich geworden sei, falsifiziert werden kann.

Die Problematik des Glücks kann exemplarisch anhand einer im Leben unverzichtbaren Sache deutlich gemacht werden, nämlich der Nahrung.

Im Kontext Nahrung bedeutet das relative Glück satt zu sein und keinen Hunger zu leiden. Für viele Menschen wäre dies in ihrer Vorstellung wohl leider auch das absolute Glück. Den meisten Menschen reicht es aber nicht aus, satt zu sein, sie möchten das verzehren, was ihnen schmeckt und worauf sie Lust haben. Daraus resultierend folgt, dass es nicht nur genügt, keinen Hunger zu haben und satt zu sein, sondern es immer mehr darum geht, zu essen, was einem mundet. Heute Brot, morgen Fleisch und übermorgen Hummer. Wenn sich erst einmal an etwas gewöhnt worden ist, möchte niemand einen Schritt zurückgehen. Im Gegenteil, immer mehr und Besseres haben. Es ist der klimatische Aufbau des Glücks, der einen unglücklicher werden lässt. Eigentlich wird zwar keiner wirklich unglücklicher, sondern ab einem gewissen Punkt nur nicht mehr, mehr glücklich.

Wie kann das relative Glück erkannt und es geschafft werden, das relative Glück für einen selbst als absolutes wahrzunehmen?

Dafür sollte sich zunächst eingestanden werden, dass jenes absolute Glück, im Sinne der Unendlichkeit, nie erreicht werden kann. Außerdem ist es unerlässlich zu akzeptieren, dass es Glück nicht nur im positiven Sinne, sondern auch Unglück im negativen Sinn gibt. Unglück meint, alles Schlechte, alles, was sich so nicht so vorgestellt worden ist, alles, was einem das Leben schwerer macht.

Ein sehr bekanntes Sprichwort ist, des einen Glück ist des anderen Leid. Leid ist nicht als körperliches Leid zu verstehen. Im Kontext meint das Sprichwort lediglich, wo es Gewinner gibt, da gibt es auch Verlierer. Da mal gewonnen und mal verloren wird, so hat jeder auch mal Glück und mal Unglück. Wenn es einem Menschen gerade sehr gut geht und alles nach Plan läuft, ist es einfach zufrieden und glücklich zu sein. Entscheidender ist es, auch aus dem unausweichlich Negativen, was das Leben bereithält, und somit aus dem eigentlichen Unglück noch das Positive mitzunehmen.

Glück lässt sich wie eine Waage vorstellen, die immer hin und her schwenkt zwischen Glück und Unglück. Gelegentlich besteht nicht einmal ein Einfluss darauf, auf welche Seite die Waage ausschlägt. Auf viele Faktoren können wir als Mensch selbst gar nicht einwirken, sei es aufgrund des Verhaltens oder der Entscheidung anderer Menschen, die vielleicht wiederum selbst in Abhängigkeiten von anderen Menschen sind, aufgrund der Natur, eines Zufalls oder wegen Schicksalsschlägen.

Im Umgang mit den Schattenseiten des Lebens, die nun einmal dazugehören, trifft jeder für sich die Entscheidung darüber, wie man damit umzugehen vermag. Es ist möglich, das Gewicht der...

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