Innenansichten

Zum professionellen Umgang mit Religion im Pfarramt
 
 
Evangelische Verlagsanstalt
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Dezember 2017
  • |
  • 356 Seiten
 
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978-3-374-05118-2 (ISBN)
 
Das Pfarramt nimmt eine Schlüsselstellung in der Organisation des kirchlichen Alltags ein, aber in den letzten Jahrzehnten sind seine institutionsspezifischen Belastungen durch den gesellschaftlichen Wandel erheblich gewachsen. Dennoch gibt es bisher keine methodisch gesicherten empirischen Erhebungen darüber, wie diese Situation von den Pfarrerinnen und Pfarrern wahrgenommen wird. Diese Studie nun stellt eine mit Methoden der qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschung arbeitende Untersuchung über die »Innenansichten« vor, die die Interviewten von ihrer Pfarramtsrealität haben. Die Ergebnisse basieren auf einer methodisch aufwändigen Analyse von 26 narrativen Interviews. In ihnen kommen Pfarrerinnen und Pfarrer unterschiedlichen Alters aus Stadt und Land zu Wort, die Auskunft über die elementaren Strukturen ihres aktuellen Berufsverständnisses geben. Begleitende Aufsätze des Forschungsteams , das aus Sozialwissenschaftlern und Theologen besteht, interpretieren und vergleichen die Ergebnisse der Auswertung dieser Interviews und stellen sie in einen soziologischen und theologischen Kontext.

[Inner Views. On the Professional Handling of Religion in Parish Ministry]
The parish ministry has a key role regarding the organisation of everyday ecclesial life. Its challenges have increased strongly in the last decades due to religious and specifically institutional demands in the context of social change. It is surprising that there exists so far no methodically secure empirical insight how pastors perceive this situation. This volume presents a qualitative social science research project on the »inner views« of the interviewed persons regarding their parish ministry reality. The results are based on the methodically elaborate analysis of 26 narrative interviews. Pastors of different ages from rural and urban areas give access to the elementary structures of their present understanding of vocation. Accompanying articles by the research team, comprising social scientists and theologians, discuss and analyze the results of theses interviews and put it in a sociological and theological context.
  • Deutsch
  • Leipzig
  • |
  • Deutschland
  • Höhe: 23 cm
  • |
  • Breite: 15.5 cm
  • 4,94 MB
978-3-374-05118-2 (9783374051182)
3374051189 (3374051189)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Bernhard Dressler, Dr. phil., Jahrgang 1947, ist Professor für Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik am Fachbereich Ev. Theologie der Philipps-Universität Marburg. Er war Religions- und Politiklehrer an einer Integrierten Gesamtschule in Hannover, arbeitete von 1991-2003 erst als Dozent, von 1995 bis 2003 Rektor am Religionspädagogischen Institut Loccum der Ev.-luth. Landeskirche Hannover
1 - Cover [Seite 1]
2 - Titel [Seite 5]
3 - Impressum [Seite 6]
4 - Vorwort [Seite 7]
5 - Inhaltsverzeichnis [Seite 9]
6 - I. Einleitung [Seite 13]
6.1 - Religion und Biographie im Pfarramt (Bernhard Dressler/Andreas Feige) [Seite 15]
6.1.1 - 1. Ausgangslage und Forschungshypothese [Seite 15]
6.1.2 - 2. Zum Forschungsinstrument [Seite 18]
6.1.3 - 3. Gewinnen der Interviewpartner [Seite 20]
6.1.4 - 4. Zusammenfassung [Seite 21]
6.1.5 - Literatur [Seite 22]
7 - II. Kurzfassungen der 26 Fallanalysen [Seite 23]
7.1 - 1. Die Desintegriertheit von privater Religion und professionellem Umgang mit Religion. Pfarrer Albert Anders (Bernhard Dressler/Interview: Albrecht Schöll) [Seite 25]
7.2 - 2. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Pfarrerin Beate Berger (Albrecht Schöll/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 32]
7.3 - 3. Botschaft der Kirche -oder Kirche als Botschaft? Pfarrer Christian Courant (Andreas Feige/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 38]
7.4 - 4. Kirche als Ort eschatologischer Offenheit fu?r Menschen unterschiedlicher sozialer und religiöser Orientierung. Pfarrerin Doris Degen (Dietlind Fischer/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 44]
7.5 - 5. Pietistische Frömmigkeit und lutherische Positionalität im volkskirchlichen Umfeld. Pfarrer Ernst Eisenbach (Bernhard Dressler/Interview: Andreas Feige) [Seite 47]
7.6 - 6. »Feuer gefangen, was Kirche angeht« die frömmigkeitsfundierte Bereitschaft, religiös den Menschen in ihrer eigenen Symbolik zu begegnen Pfarrer Franz Falck (Andreas Feige/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 53]
7.7 - 7. »Kirche als Heimat« hat kein Monopol mehr. Das Bemu?hen, eine soziale Relevanz von Kirche erkennbar zu halten. Pfarrer Gerhard Griese (Dietlind Fischer/Interview: Andreas Feige) [Seite 58]
7.8 - 8. Das Verhältnis von Theologie und gemeindlicher Praxis als spannungsvolle Verschränkung von Theorie und Praxis. Pfarrer Hans Holtmann (Albrecht Schöll/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 61]
7.9 - 9. Kirche fu?r das ganze Dorf - Symbolort fu?r das, was die heimische Kultur ästhetisch und inhaltlich als eine christliche identifizieren lässt. Pfarrerin Irene Imhof (Andreas Feige/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 66]
7.10 - 10. Der Pfarrer in der Volkskirche als Vermittler zwischen kirchendistanzierter Öffentlichkeit und kerngemeindlicher Frömmigkeit. Pfarrer Jonas Jäger (Bernhard Dressler/Interview: Albrecht Schöll) [Seite 71]
7.11 - 11. Weitergabe des eigenen religiösen Brennens: schöne Gottesdienste als Lobpreis der Schöpfung. Pfarrer Karl Kampe (Dietlind Fischer/Interview: Albrecht Schöll) [Seite 76]
7.12 - 12. Vom Reden u?ber gesellschaftliche Verhältnisse zum Reden u?ber und mit Menschen. Pfarrer Lukas Langer (Albrecht Schöll/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 79]
7.13 - 13. Der Pfarrer als öffentlicher Intellektueller - die Kirche als kultureller Raum öffentlicher Sprachpflege. Pfarrer Max Meese (Bernhard Dressler/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 87]
7.14 - 14. Das Scheitern einer Pfarrerin an ländlich-kirchlichen Machtstrukturen und an der Enge dörflichen Konventionschristentums. Pfarrerin Nina Nagel (Bernhard Dressler/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 93]
7.15 - 15. Die Theologie des Gebens, das Geschehen am Altar und die Erwartungen der Gemeinde. Pfarrer Olaf Obermann (Albrecht Schöll/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 98]
7.16 - 16. Pfarrerin in drei Gemeinden - Modi des Umgangs mit den Folgen des Strukturwandels der Kirchengemeindearbeit in der ländlichen Fläche. Pfarrerin Paula Pape (Andreas Feige/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 105]
7.17 - 17. Der Pfarrberuf als Dienst an einer lebendigen und offenen Kirche - Religion als Dienst zum Besten der Stadt. Pfarrer Quinn Quest (Bernhard Dressler/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 111]
7.18 - 18. Zwischen konservativer >Kerngemeinde-Kirche<, gottesdienstlichen Öffnungsbemu?hungen und wachsender Aufgabenfu?lle. Pfarrer Roland Richter (Dietlind Fischer/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 115]
7.19 - 19. »[.] und ich bin meinen Weg gegangen, habe es dann auch durchgezogen«. Pfarrerin Sabine Scheffler (Albrecht Schöll/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 119]
7.20 - 20. Vermittlung und Darstellung. Inszenierung des Gottesdienstes als Gottesbegegnung. Pfarrerin Tina Tillner (Dietlind Fischer/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 126]
7.21 - 21. Das Leiden des konservativgeschichtsbewussten Pfarrers am Verschwinden der sonntäglichfrommen Glaubensgemeinschaft. Pfarrer Udo Uhlhorn (Andreas Feige/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 129]
7.22 - 22. Religion einfach leben. Pfarramt als Vermittlung der Normalität von Religion in der Volkskirche. Pfarrer Volker Voß (Dietrich Korsch/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 135]
7.23 - 23. Personale Präsenz in der Vielfalt volkskirchlicher Arbeitsformen und Arbeitsfelder. Pfarrerin Waltraud Wessel (Bernhard Dressler/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 139]
7.24 - 24. Auf die Probe gestellt. Theologie und Pfarramt als grenzu?berschreitendes Selbstexperiment. Pfarrer Xaver Xander (Dietrich Korsch/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 143]
7.25 - 25. Transzendenz durchfu?hlen, durchleben, durchdenken. Pfarrerin Yvonne Ypsilanti (Dietrich Korsch /Interview: Albrecht Schöll) [Seite 147]
7.26 - 26. »Ich werde alles, nur nicht Pfarrerin« - vom professionell nachhaltigen Ergebnis einer tiefenwirksamen Pfarrhaus-Sozialisation. Pfarrerin Zita Zumbrock (Andreas Feige/Interview: Dietlind Fischer) [Seite 150]
8 - III. Vergleich der Fallanalysen unter ausgewählten Aspekten der Religionskompetenz [Seite 157]
8.1 - 1. Pastorale Praxiskonzepte in professionssoziologischer Analyse. Schwerpunktsetzungen bei der Realisierung von Religionskompetenz (Andreas Feige/Albrecht Schöll) [Seite 159]
8.2 - 2. Personale Präsenz im Pfarramt. Professionstheoretische Überlegungen und Beobachtungen (Bernhard Dressler) [Seite 191]
8.3 - 3. Beruf: Religion. Zwischen Religionsbu?rokratie und Verku?ndigung (Dietrich Korsch) [Seite 214]
8.4 - 4. Geschlechterverhältnisse - Transformationen und Reproduktionen im Pfarrberuf (Dietlind Fischer) [Seite 229]
8.5 - 5. Praktische Perspektiven (Dietrich Korsch) [Seite 244]
9 - IV. Zur Anschauung: Vier Portraits von Pfarrern und Pfarrerinnen. Langfassungen der Fallanalysen. [Seite 247]
9.1 - 1. Konzept einer >Kirche fu?r's ganze Dorf< - Versammlungsort fu?r die gottesdienstgemeindlich aktiven Kirchenmitglieder und Symbolort dafu?r, was die heimische Kultur ästhetisch wie inhaltlich als eine christliche identifizieren lässt. Pfarrerin Irene Imhof (Andreas Feige/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 249]
9.2 - 2. Vom Reden u?ber gesellschaftliche Verhältnisse zum Reden u?ber und mit Menschen. Pfarrer Lukas Langner (Albrecht Schöll/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 282]
9.3 - 3. Der Pfarrberuf als Dienst an einer lebendigen und offenen Kirche - Religion als Dienst zum Besten der Stadt. Pfarrer Quinn Quest (Bernhard Dressler/Interview: Dietrich Korsch) [Seite 310]
9.4 - 4. »Gut mit Menschen in Kontakt stehen und als Kirche mitten im Ort sein.« Pfarrerin Tina Tillner (Dietlind Fischer/Interview: Bernhard Dressler) [Seite 336]

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