Mit dem Fahrrad ins Büro

Alles, was Fahrradpendler wissen sollten
 
 
Delius Klasing (Verlag)
  • erschienen am 29. April 2020
  • |
  • 176 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-667-11996-4 (ISBN)
 
Das Fahrradpendler-ABC

Auto, ÖPNV oder Fahrrad - wie kommen Pendler morgens zur Arbeit? Rund vier Millionen Menschen in Deutschland beantworten diese Frage mit: Am liebsten mit dem Fahrrad! Was für die Dänen und Niederländer mit ihrem gut ausgebauten Radwegenetz schon selbstverständlich ist, setzt sich auch bei uns immer mehr durch. Und das aus guten Gründen: E-Bike oder Fahrrad fahren ist umweltfreundlich, gesund und auf Strecken bis fünf Kilometer ist man schneller als mit Auto, Bus oder Bahn.

Der kompakte Ratgeber "Mit dem Fahrrad ins Büro" beantwortet auf 160 Seiten alle wichtigen Fragen von Fahrradpendlern:

Das richtige Fahrrad finden: Orientierung im komplexen Fahrradmarkt
Test: Welcher Radtyp passt zu mir?
Fahrrad fahren bei jedem Wetter mit der passenden Ausrüstung
Wissenswertes zur Fahrradtechnik und Tipps zu Wartung und Pflege
Index & Glossar mit den wichtigsten Rad-Fachbegriffen
Jobrad, Leasing & Co: Finanzierungsmodelle für Radpendler

So satteln Sie um - mit dem Fahrrad zur Arbeit

Wer mit dem Fahrrad ins Büro fährt, hat schon einmal für den ersten Sport des Tages gesorgt. Überzeugte Fahrradpendler erzählen, wie sie ihren Weg zur Arbeit organisieren und welche Lösungen sie für Probleme von "die richtige Packtasche finden" bis "wie schütze ich meine Bürokleidung auf dem Fahrrad" gefunden haben.

Ob Klimaschutz, Trainingseffekt oder Zeitersparnis - umsatteln lohnt sich! Das Buch "Mit dem Fahrrad ins Büro. Alles, was Fahrradpendler wissen sollten" hilft Ihnen dabei!

1. Auflage 2020
  • Deutsch
  • Bielefeld
  • |
  • Deutschland
  • 126
  • |
  • 126 Abbildungen
  • 9,98 MB
978-3-667-11996-4 (9783667119964)
weitere Ausgaben werden ermittelt

SCHLÜSSELBAUTEILE DES FAHRRADS


HÄLT ALLES ZUSAMMEN: DER RAHMEN


Der Rahmen bildet das Grundgerüst eines jeden Fahrrads. An ihm sind alle wichtigen Teile des Fahrrads wie Laufräder, Lenker, Bremsen und Schaltung befestigt. Beim Fahren wirken große Kräfte auf ihn. Gleichzeitig ist der Rahmen häufig das beständigste Teil des Fahrrads. Er kann viele Jahre halten und mehrere Generationen von Reifen, Felgen, Ketten oder auch komplette Neuaufbauten »überleben«. Damit dies auch beim Pendeln der Fall ist, sollte Ihr Rahmen möglichst robust und zuverlässig sein. Pendler fahren viele Kilometer und sind bei fast jedem Wetter unterwegs. Auch fällt das Rad bei täglicher Nutzung garantiert einmal um, oder es ereignet sich im Laufe der Jahre sogar der eine oder andere Sturz. Bei der Wahl eines Rahmens für ein Pendlerfahrrad sollten Sie vor allem auf die folgenden Punkte achten.

MATERIAL: VON STAHL BIS BAMBUS

Fahrradrahmen werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Am verbreitetsten ist Aluminium. Stahl, früher fast ausschließlich genutzt, ist aktuell wieder im Aufwind. Carbon findet sich vor allem an sportlichen Rädern. Als auffällige und ökologische Alternative gilt Bambus. Für das Pendeln ist von den letzten beiden Materialien jedoch abzuraten. Carbon ist zwar leicht und steif, aber auch teuer und empfindlich. Ein Rahmen aus Kohlenfaser verzeiht keine Stürze und erlaubt es beispielsweise nicht, einen Kindersitz zu befestigen. Bereits durch Montage und Nutzung eines Gepäckträgers können Belastungen entstehen, die den Rahmen beschädigen. Bambusrahmen sind zwar robuster und auch relativ haltbar, die Auswahl an Modellen und Größen ist aber gering. Der Naturstoff kann zu Asymmetrien im Rahmen führen, und auch die Herstellung ist durch wetterfesten Kleber, Transport etc. nicht so nachhaltig, wie es auf den ersten Blick scheint. Bambusrahmen sind außerdem sehr auffällig und werden gerne entwendet. Aus Vernunftsicht bleiben Pendlern also Aluminium und Stahl als Rahmenmaterial zur Auswahl. Stahl wirkt im Fahrgefühl häufig etwas gedämpfter und komfortabler, dafür ist er aber auch etwas schwerer und kann rosten. Aluminium ist leichter und steifer, kann aber als hart und unbequem empfunden werden.

TIPP Stahlrahmen


Insbesondere bei gebrauchten Stahlrahmen sollten Sie auf Rost achten und diesen ggf. entfernen. Auch ist es sinnvoll, die Steifigkeit des Rahmens zu prüfen - ist ein Steg hinter dem Tretlager verbaut, hat dies oft einen positiven Effekt auf die Stabilität.

TIPP Alurahmen


Einfache und günstige Abhilfe bei einem zu harten Aluminiumrahmen schaffen breite Reifen oder Federungselemente (etwa in der Sattelstütze oder Gabel).

FORM: VON TIEFEINSTIEG BIS SLOPING

Es existiert eine große Vielfalt von Rahmenformen. Die klassische ist das Dreieck (sog. Diamantrahmen), es gibt aber auch Trapezrahmen (zweite, parallel zum Unterrohr verlaufende Stange), verschiedene Tiefeinsteiger, Fahrräder mit leicht abfallendem Oberrohr (»Sloping«) oder spezielle Rahmen mit Y-Form (häufig in Kombination mit einer Rahmenfederung). Für Pendelnde wichtig zu wissen ist, dass die klassische, dreieckige Rahmenform die stabilste und leichteste ist. Insbesondere von extremen Tiefeinsteigern mit nur einem Unterrohr ist abzuraten, da diese Rahmen bauartbedingt sehr schwer sind und bei höheren Geschwindigkeiten oder größerem Gepäck zu »flattern« beginnen, d. h. instabil werden. Wer einen Tiefeinsteiger benötigt, sollte auf ein kurzes Verstärkungsrohr über dem Tretlager achten und den Rahmen unbedingt Probe fahren. Alternativ bieten sich für Damen Trapezrahmen oder Männerrahmen in kleiner Größe an. Ein abfallendes Oberrohr erleichtert das Auf- und Absteigen und ermöglicht einen sicheren Stand.

GRÖSSE: VON XS BIS XL

Die Größe des Rahmens ist wichtig, sollte aber nicht überbewertet werden. Der Rahmen sollte grob zur Körpergröße des Pendlers bzw. seinen Proportionen (z. B. kurze oder lange Beine) passen. Das ermöglicht eine gute Kraftübertragung und verhindert Fehlbelastungen. Es muss aber kein Maßrahmen sein, da es Anbauteile wie Sattelstütze und Vorbau in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Winkeln gibt und sich der Körper auch bis zu einem gewissen Grad an die Maße eines Fahrrads gewöhnt. Grundsätzlich sollten Sie es aber vermeiden, einen zu großen Rahmen zu fahren. Das erschwert das Auf- und Absteigen und kann auch während der Fahrt zu gefährlichen Situationen führen. Ein etwas zu kleiner Rahmen ist hingegen meist unproblematisch. Er macht das Fahrrad wendiger und bietet ein einfacheres Handling. Eine Probefahrt zeigt Ihnen schnell, ob ein Fahrradrahmen passt - nämlich dann, wenn Sie sich auf Anhieb oder nach einigen Nachjustierungen auf dem Rad wohlfühlen und nicht zu gekrümmt, zu aufrecht oder gestreckt sitzen. Das bedeutet aber auch, dass es problematisch ist, einen Rahmen oder ein ganzes Fahrrad zu kaufen, ohne vorher damit gefahren zu sein. Machen Sie sich diesen Punkt bewusst, bevor Sie ein Rad im Internet bestellen!

WICHTIGE DETAILS: VOM GABELMASS BIS ZUM GEPÄCKTRÄGERGEWINDE

Neben Material, Form und Größe lohnt es sich, bei der Rahmenwahl auch auf die Ausstattung zu achten. So legen spezifische Details wie Bohr- und Gewindemaße fest, welche Bremsen, Schaltungen und Anbauteile Sie nutzen können. Wer beispielsweise Scheibenbremsen fahren möchte, braucht einen Rahmen, der entsprechende Befestigungsmöglichkeiten an der Gabel und am Hinterbau hat. Der Standard an den meisten Rahmen sind Bohrungen für Felgenbremsen. Und Rahmen unterscheiden sich auch dahingehend, ob sie für Kettenschaltungen (Montagemöglichkeit für ein Schaltauge am Ausfallende) oder Nabenschaltungen bzw. als Single Speed ausgelegt sind (waagerechte Ausfallenden zum Spannen von Hinterrad und Kette). Wer als Antrieb einen Carbonriemen nutzen möchte, benötigt zwingend einen Rahmen mit Öffnung am Hinterbau, da Riemen nicht teilbar sind und nur am Stück verbaut werden können. Nicht zuletzt hängen auch Reifenbreite und Reifengröße vom Rahmen ab: Wer dicke Reifen fahren will, benötigt eine breite Gabel und einen breiten Hinterbau. Für 29 Zoll große Reifen sind andere Rahmenmaße nötig als für 26-Zöller. Bei Schutzblechen und dem Gepäckträger ist die Ausstattung des Rahmens ebenfalls wichtig, aber nicht ganz so entscheidend. Passende Gewinde erleichtern die Montage, alternativ kann hier aber auch mit Schellen gearbeitet werden.

Durch die Rahmenwahl legen Sie eine wichtige Grundlage dafür, wie robust Ihr Pendlerfahrrad wird, wie gut es zu Ihrem Körper passt und was für ein Fahrradtyp es werden wird. Um Ihre Vorstellungen von einem perfekten Pendlerfahrrad zu realisieren, sollten Sie also bereits beim Rahmen gut überlegen und genau hinschauen. So können Sie ein individuelles Fahrrad realisieren und sich bei Bedarf auch von den üblichen Radtypen lösen. Beispielsweise ist es möglich, ein robustes Rennrad mit Scheibenbremsen aufzubauen, das auch einen Kindersitz tragen kann und fest montierte Schutzbleche hat. Oder Sie entscheiden sich für ein schnelles und leichtes Cityrad, das aber dennoch über eine aufrechte Sitzposition verfügt.

BRINGEN DIE DINGE INS ROLLEN: LAUFRÄDER UND REIFEN


Wenn der Rahmen als Grundgerüst das statische und stabile Element eines Fahrrads ist, dann sind die Laufräder und Reifen der dynamische Teil. Gemeinsam mit dem Antrieb sorgen sie für die Fortbewegung und stellen den Kontakt zum Boden her. Entsprechend stark wirken sie sich auf das Vorankommen und das Fahrgefühl aus. Tritt ein Problem in diesem Bereich auf - sei es durch entweichende Luft, gebrochene Speichen oder einen gerissenen Mantel -, ist die Fahrt schnell vorbei, oder es wird eine längere Reparaturpause erforderlich.

Pendelnde wollen aber vor allem eins: zuverlässig und pünktlich ankommen. Einen Defekt an so wichtigen Bauteilen wie den Laufrädern und Reifen gilt es daher zu vermeiden. Auch sollten die Reifen bei möglichst jeder Witterung guten »Grip«, also Bodenkontakt haben, damit das Fahrrad nicht wegrutscht. Ihre Wahl sollte also auf zuverlässige und sichere Laufräder und Reifen fallen. Folgende Punkte gilt es dabei zu beachten.

LAUFRADGRÖSSE

26 Zoll, 27,5 Zoll, 28 Zoll oder 29 Zoll - die Auswahl bei der Laufradgröße ist erheblich und geht mit unterschiedlichen Fahreigenschaften, Einsatzzwecken und Fahrradtypen einher. Die Größe 26 Zoll findet sich bei Reiserädern und älteren Mountainbikes, 27,5 Zoll bei modernen Mountainbikes, 28 Zoll bei City-, Touren- und...

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