Der Highlander und die Diebin

 
 
books2read (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Dezember 2016
  • |
  • 176 Seiten
 
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978-3-7337-8584-0 (ISBN)
 
Keiner Frau ist es bisher gelungen, Alistair MacKays Interesse für mehr als eine Nacht zu halten. Keiner, außer der jungen Diebin Malina, die ihn vor zwei Jahren um seinen Besitz erleichterte - und dabei unbewusst sein Herz stahl. Nun steht er ihr erneut als Zeuge einer Straftat gegenüber. Nachdem sie einem skrupellosen Laird mehr als nur einen Beutel voll Geld gestohlen hat, will dieser ihren Tod . und Alistair muss sich entscheiden: Geht er das Wagnis ein, ihr zur Flucht zu verhelfen? Oder bringt er sich in höchste Gefahr für die Frau, die seine Leidenschaft geweckt hat?
  • Deutsch
  • Hamburg
  • 1,33 MB
978-3-7337-8584-0 (9783733785840)

2. KAPITEL

Es roch äußerst penetrant nach Fisch. Das war das erste, was Alistair an Wick auffiel. Doch der Gedanke daran, heute Nacht wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können, ließ ihn selbst diesen Gestank ertragen. In den letzten beiden Nächten hatten sie ihr Lager abends außerhalb der wenigen Dörfer, die sie passiert hatten, aufgeschlagen.

"Ich mache mich auf den Weg zu MacCane. Ich nehme an, ihr beide wollt euch direkt auf die Suche nach einem Quartier für die Nacht machen?", wandte Monroe sich an Alistair und Bryce, während er sein Pferd zum Stehen brachte.

Alistair nickte und sah sich auf den Straßen Wicks um.

"Wir treffen uns später bei der Kirche, schlage ich vor." Alistair deutete auf den Turm, der hinter einigen Dächern vor ihnen aufragte.

"Gut, dann sehen wir uns später. Ach, und Alistair, sei so gut und bring meinen kleinen Bruder nicht auf dumme Gedanken, wenn ihr auf die erstbeste Schankmaid trefft." Monroe grinste und wandte sein Pferd von den anderen beiden ab, um den Weg zurück aus dem Stadttor und in Richtung von Wick Castle einzuschlagen.

"Cait betont immer wieder, dass man auf Monroe nicht hören solle. Wenn es also irgendetwas gibt, dass ich über Frauen lernen sollte, böte sich das jetzt sicher an."

Alistair warf seinem Knappen einen kurzen Blick zu, ehe er sein Pferd im Schritt weiterlaufen ließ.

"Ich glaube, in dieser einen Angelegenheit stimmt Cait eurem Bruder zu. Und ich auch! Du bist viel zu jung, um dir über Frauen den Kopf zu zerbrechen, lern erst einmal, anständig mit dem Schwert umzugehen."

"Ich bin dreizehn!", protestierte Bryce und ließ sein Pferd Alistair folgen.

"Wie gesagt, viel zu jung."

"Wie alt warst du, als du damit angefangen hast, dich mit Frauen auseinanderzusetzen?"

Alistair dachte kurz nach, räusperte sich dann und schüttelte den Kopf.

"Ich bin niemand, den du dir zum Vorbild nehmen solltest." Alistair sah, wie die Augen seines Knappen sich weiteten.

"Wieso nicht? Es gibt keine Frau, die deinem Charme nicht erliegen würde. Wieso sollte man dem nicht nacheifern?"

"Weil dein Vater vielleicht nicht so mildtätig über derlei Kapriolen hinwegsehen wird, wie Ramsay es bei mir tut. Und weil nicht jede Frau empfänglich für diesen Charme ist, auch wenn du dies nicht glauben magst."

Bryce zuckte mit den Schultern. "Umso besser. Ich würde eh keine Frau heiraten wollen, die sich einfach so um den Finger wickeln lässt. Wenn sie es bei mir tut, tut sie es auch bei anderen Männern."

"Du wirst die Frau heiraten, die dein Vater für dich vorsieht, da wirst du nicht viel dazu sagen können, ob du sie um den Finger wickeln kannst oder nicht."

"Ich bin der vierte Sohn. Monroe und Logan sind noch unverheiratet. Vater wartet ungeduldig auf Dermids Rückkehr, vorher will er keine weiteren Hochzeiten absprechen. Bis er bei mir ankommt, wird er keine großen Clans mehr haben, mit denen er Allianzen schmieden muss."

"Du bist ein Sinclair, Bryce. Näher kann man dem Königshaus kaum noch kommen, ohne in die königliche Familie selbst einzuheiraten. Vertrau mir, du wirst noch genug heiratswillige junge Damen und ihre allianzhungrigen Väter treffen, wenn deine Zeit gekommen ist."

"Dann hoffe ich, dass Vater mir mehrere zur Wahl stellt. Dann nehme ich die, die mich am wenigsten leiden mag."

Alistair schüttelte erneut den Kopf. Der Junge hatte äußerst ungewöhnliche Ansichten über die Ehe. Es war nur gut, dass er noch einige Jahre Zeit hatte, um seine Meinung zu ändern.

Als sie das Gasthaus erreichten, nahm Bryce die Pferde und brachte sie in den Stall, wo er sich um die Tiere kümmerte, während Alistair das Wirtshaus betrat und nach zwei Zimmern für die Nacht fragte.

Das Haus war jetzt zur Mittagszeit gut besucht, stellte Alistair fest. Er bestellte sich einen Krug Met und hielt nach einem freien Tisch Ausschau, um auf Bryce zu warten. Die Leute, die an den einzelnen Tischen saßen, aßen, tranken und lachten, nahm er dabei kaum zur Kenntnis. Er überflog ihre Gesichter, wohl wissend, dass er hier keine Bekannten zu erwarten hatte.

Ein brauner Lockenkopf ließ ihn kurz innehalten. Alistair schimpfte sich selbst einen Narren und trank einen großen Schluck. So langsam könnte er die kleine Diebin doch wirklich vergessen. Zwei verdammte Jahre war es her, dass sie ihn um sein Geld erleichtert hatte, und noch immer spukte sie ihm im Kopf herum. Bei jedem Paar grüner Augen, bei jedem dunklen Schopf, den er sah, musste er an sie denken. Schlimmer noch, er konnte an keine andere Frau mehr denken. Mochten die Männer auf Varrich Castle ihn auch necken, so viel sie wollten, Alistair hatte die letzten beiden Jahre regelrecht zölibatär verbracht. Eine Tatsache, die er tunlichst für sich behielt. Welche Scherze er über sich ergehen lassen müsste, wenn seine Narretei bekannt würde, konnte er sich nur zu gut vorstellen. Nein, besser, sie glaubten ihn den Schürzenjäger wie eh und je und trieben damit ihre Späße.

Alistair riss sich vom Anblick der dunkelhaarigen Frau los und zwang sich, seinen Blick zur Tür zu richten. Von Bryce war noch nichts zu sehen. Vielleicht sollte er lieber hinausgehen und dem Jungen helfen, anstatt hier zu sitzen und sich Hirngespinsten hinzugeben. Er leerte den Krug und wollte sich gerade auf den Weg machen, als sein Blick erneut von der fremden Frau angezogen wurde. Alistair schalt sich schon einen Narren, als er beobachtete, wie ihre Hand in die Geldkatze des neben ihr sitzenden Mannes griff, ohne, dass dieser es bemerkte. Alistairs Herz begann schneller zu schlagen. Seine Hand schloss sich fester um den leeren Krug, und er wünschte sich sehnlichst, er hätte noch etwas übriggelassen.

Die Frau flüsterte dem Mann etwas ins Ohr, worauf dieser purpurrot anlief und eifrig nickte. Mit katzenhaften Bewegungen schlüpfte die Diebin von der Bank und wandte sich zum Gehen. Endlich konnte Alistair ihr Gesicht sehen. Zwei verdammte Jahre aber diese grünen Augen würde er überall wiedererkennen.

Sie ging zielstrebig auf die Tür des Wirtshauses zu, ohne je den Blick davon abzuwenden.

Unvermittelt griff Alistair nach ihrem Arm, als sie an ihm vorbeiging, und hielt sie zurück.

"Mary, so sieht man sich wieder."

Langsam drehte sie sich zu ihm um. Ihre Augen weiteten sich. Sie erkannte ihn, daran hegte Alistair keinen Zweifel.

"Es tut mir leid, Sie müssen mich mit jemandem verwechseln", sagte sie jedoch und versuchte, ihm ihren Arm zu entziehen. Alistairs Griff wurde fester, und er trat einen Schritt auf sie zu. Zwei Jahre hatte er auf diesen Augenblick gewartet. Er würde sie nicht einfach so gehen lassen.

"Ich vergesse ganz sicher nicht die Frau, die mir mein Geld gestohlen hat."

"Wirklich, Ihr müsst mich verwechseln", versicherte sie ihm und versuchte erneut, sich ihm zu entziehen. Ihr Blick huschte zwischen der Tür und dem Mann, neben dem sie eben gesessen hatte, hin und her.

"Mein Geld!", schrie da der Mann, dem sie die Börse erleichtert hatte. Den Moment der Ablenkung nutzte das Mädchen aus, riss sich von Alistair los rannte auf die Straße hinaus. Alistair beeilte sich, hinter ihr herzukommen, doch nach wenigen Schritten war sie bereits im Menschengetümmel der Stadt verschwunden.

***

Der Diener, der Alec MacCane von Monroes Ankunft berichten sollte, war nun schon eine ganze Weile verschwunden. Monroe konnte sich lebhaft vorstellen, worauf der Mann hoffen musste, sobald er hörte, dass einer von Irvine Sinclairs Söhnen ihn aufsuchte. In einem seiner Briefe hatte Dermid seinen Vater wissen lassen, dass Alec MacCane auf eine Verbindung ihrer Häuser hoffte und dabei äußerst klug vorging. MacCane war nicht vermessen genug, eine Hochzeit zwischen seiner Tochter und Dermid vorzuschlagen, wohl wissend, dass Irvine Sinclair für seinen Erstgeborenen und Erben mächtigere Bündnisse anstrebte. Für einen Zweit- oder Drittgeborenen hingegen kam MacCanes Tochter durchaus in Frage. Monroe war bereit, sein Pferd darauf zu verwetten, dass er diese Tochter gleich kennenlernen würde, ob er wollte oder nicht.

"Ah, verzeiht, dass wir euch haben warten lassen."

Monroe drehte sich herum und sah sich einem Mann mittleren Alters gegenüber, der sich mit der rechten Hand auf einen Stock stützte, während er an der linken von einer jungen Frau gestützt wurde. Alec MacCane und seine Tochter, nahm Monroe an.

"Alec MacCane?", erkundigte er sich dennoch, woraufhin der Mann nickte.

"Und Ihr seid einer von Irvine Sinclairs Söhnen, Dermid Sinclairs Bruder. Was für eine Freude, Euch kennenzulernen. Darf ich Euch meine Tochter Fenella vorstellen? Aber bitte, nehmt doch Platz."

Monroe folgte den beiden zum Kamin, vor dem sie Platz nahmen.

"Ich hoffe, Ihr verzeiht, dass wir Euch haben warten lassen, Mylord. Wie Ihr seht habe ich mit dem Gehen momentan ein paar Probleme."

"Ich hoffe, es ist nichts Ernstes."

"Ach, pure Unachtsamkeit. Ich habe vergessen, meinem Pferd zu sagen, dass ich hinter ihm stehe, als es von einer Katze erschrocken wurde. Mein Fuß war der Leidtragende. In ein, zwei Wochen sollte er aber wieder verheilt sein, meinte der Arzt. Nun aber zu Euch, Mylord. Was führt euch so weit in den Norden?"

"Ich bin im Auftrag meines Vaters hier. Wie wir aus Briefen meines Bruders erfuhren, hat er viel Zeit mit euch am französischen Hof verbracht. Wir haben seit Monaten nichts von ihm gehört und hofften, er hätte Euch gegenüber...

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