Autorschaft

Positionen und Revisionen. DFG-Symposion 2001
 
 
J.B. Metzler (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. Februar 2016
  • |
  • XVI, 608 Seiten
 
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978-3-476-05568-2 (ISBN)
 
Die Auseinandersetzung um den "Tod des Autors", seine Umwertung oder Rückkehr ist in den vergangenen Jahren zunehmend lebhaft geführt worden. Mittlerweile ist der theoretische Prozess von Nietzsches "Ich als Wortspiel" zu Barthes' "mort de l'auteur" seinerseits zum Gegenstand theoretischer Reflexionen geworden, die nicht nur einen vertrauten Terminus betreffen, sondern eine grundlegende Kategorie hermeneutischen Textverstehens. Das in diesem Band dokumentierte Symposion hat, eine Generation nach Barthes' Proklamation, theoretische Prämissen, literarische Inszenierungen und Formen des literaturwissenschaftlichen und öffentlichen Umgangs mit "Autorschaft" interdisziplinär erörtert. Dabei reichen die Fallbeispiele von der Epoche der Empfindsamkeit bis zur Autorschaft im Internet.
  • Deutsch
  • Stuttgart
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  • Deutschland
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Bibliographie
  • 3,19 MB
978-3-476-05568-2 (9783476055682)
10.1007/978-3-476-05568-2
weitere Ausgaben werden ermittelt
Heinrich Detering, Professor für Neuere deutsche Literatur und Neuere skandinavische Literaturen, Universität Kiel
  • Intro
  • Inhalt
  • Heinrich Detering (Kiel/Berlin): Vorbemerkung
  • I. Der autonome und der heteronome Autor
  • Heinrich Detering (Kiel/Berlin): Einführung
  • Joachim Jacob (Gießen): Briefe aus dem Jenseits. Der Tod des Autors in der Empfindsamkeit
  • Frauke Berndt (Frankfurt/M.): Die Erfindung des Genies. F. G. Klopstocks rhetorische Konstruktion des Au(c)tors im Vorfeld der Autonomieästhetik
  • Christian Begemann (Bayreuth): Der Körper des Autors. Autorschaft als Zeugung und Geburt im diskursiven Feld der Genieästhetik
  • Anne Bohnenkamp (München): Autorschaft und Textgenese
  • Martin Stingelin (Basel): »er war im Grunde der eigentliche Schriftsteller, während ich bloss der Autor war«. Friedrich Nietzsches Poetologie der Autorschaft als Paradigma des französischen Poststrukturalismus (Roland Barthes, Gilles Deleuze, Michel Foucault)
  • Friedhelm Marx (Wuppertal): Heilige Autorschaft? Self-Fashioning-Strategien in der Literatur der Moderne
  • Bernhard Teuber (München): Sacrificium auctoris. Die Anthropologie des Opfers und das postmoderne Konzept der Autorschaft
  • Dirk von Petersdorff (Saarbrücken): Die Freiheit und ihr Schatten. Friedrich Nietzsches Subjektkritik
  • Daniela Langer (Kiel): Diskussionsbericht
  • II. Der Eine und das Kollektiv
  • Ernst Osterkamp (Berlin): Einführung
  • Franz-Josef Deiters (Tübingen): Das Volk als Autor? Der Ursprung einer kulturgeschichtlichen Fiktion im Werk Johann Gottfried Herders
  • Jutta Osinski (Marburg): Homer-Bilder im 19. Jahrhundert
  • Claudia Stockinger (Karlsruhe): Tod und Auferstehung des Autors im Architext. Clemens Brentanos philologisch-poetische Gründung Prags
  • Alexander Kosenina (Berlin): »Der wahre Brief ist seiner Natur nach poetisch«. Vom Briefschreiber zum Autor - am Beispiel Hofmannsthals
  • Cornelia Blasberg (Tübingen): Adolf Hitler / George Tabori: »Mein Kampf«. Über Autorschaft auf der Bühne (der Geschichte)
  • Michael Wetzel (Kassel/Bonn): Der Autor zwischen Hyperlinks und Copyrights
  • Wolfgang Struck (Kiel): Vom Shootout der Autoren. Autorschaftsmodelle im populären Film
  • Andrea Polaschegg (Berlin): Diskussionsbericht
  • III. Der erforschte und der fingierte Autor
  • Walter Erhart (Greifswald): Einführung
  • Simone Winko (München): Autor-Funktionen. Zur argumentativen Verwendung von Autorkonzepten in der gegenwärtigen literaturwissenschaftlichen Interpretationspraxis
  • Tom Kindt/Hans-Harald Müller (Hamburg): Was war eigentlich der Biographismus - und was ist aus ihm geworden? Eine Untersuchung
  • Matías Martínez (Mainz/Bremen): Das lyrische Ich. Verteidigung eines umstrittenen Begriffs
  • Norbert Christian Wolf (Berlin): Wie viele Leben hat der Autor? Zur Wiederkehr des empirischen Autor- und Werkbegriffs in der neueren Literaturtheorie
  • Steffen Martus (Berlin): Der Autor als Verbrecher
  • Barbara Schaff (München): Der Autor als Simulant authentischer Erfahrung. Vier Fallbeispiele fingierter Autorschaft
  • Sigrid Nieberle (Greifswald): Diskussionsbericht
  • IV. Der abwesende und der öffentliche Autor
  • Christine Lubkoll (Gießen/Erlangen): Einführung
  • Gerhard Lauer (München): Offene und geschlossene Autorschaft. Medien, Recht und der Topos von der Genese des Autors im 18. Jahrhundert
  • Britta Herrmann (Gießen): »So könnte ja dies am Ende ohne mein Wissen und Glauben Poesie sein?« Über >schwache< und >starke< Autorschaften
  • Barbara Thums (Gießen): Wandernde Autorschaft im Zeichen der Entsagung: Goethes Wanderjahre
  • Dirk Niefanger (Göttingen): Der Autor und sein >Label<. Überlegungen zur »fonction classificateure« Foucaults (mit Fallstudien zu Langbehn und Kracauer)
  • Fotis Jannidis (München): Zwischen Autor und Erzähler
  • Anke-Marie Lohmeier (Saarbrücken): Schriftstellers »Verantwortung« und Autors »Tod«. Autorkonzepte und offene Gesellschaft am Beispiel des deutsch-deutschen Literaturstreits
  • Albert Meier (Kiel): Irony Is Over. Der Verzicht auf Selbstreferenzialität in der neuesten Prosa
  • Stephanie Waldow (Gießen): Diskussionsbericht
  • Register

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