Tiefe Sehnsucht - stärker als alle Vernunft

 
Kathie Denosky (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 13. August 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-204-5 (ISBN)
 
'Auf gar keinen Fall!' Melissa Jarrod lehnt Shanes Heiratsantrag ab - sie will keine Ehe, die nur auf Pflichtgefühl beruht. Schließlich hatten sie nur einen unbeschwerten Sommer in Aspen - auch wenn es sehr schön war, in Shanes Armen einzuschlafen, an seiner Seite aufzuwachen ... Von einer Beziehung oder gar Ehe war nie die Rede. Und bloß weil ich jetzt schwanger bin, ziehe ich auch nicht auf seine Luxus-Ranch, denkt Melissa. Nein, dafür müsste es die große Liebe sein. Shane kann zwar wunderbar küssen, aber er scheint kein Mann zu sein, der diese tiefe Sehnsucht teilt ... Oder?
Baccara Romane | 1681
Deutsch
0,25 MB
978-3-86349-204-5 (9783863492045)
3863492048 (3863492048)

1. KAPITEL

"Nein, nicht schwanger, bitte alles, nur das nicht!", murmelte Melissa Jarrod vor sich hin und kniff die Augen fest zusammen. Es durfte einfach nicht sein, und wenn sie es sich stark genug wünschte, dann zeigte das Stäbchen in ihrer zitternden Hand vielleicht an, was sie wollte.

Nachdem sie schließlich ihren ganzen Mut zusammengenommen und die Augen geöffnet hatte, starrte sie wie hypnotisiert auf den Schwangerschaftstest. Das war doch unmöglich. Aber deutlicher konnte die Anzeige nicht sein. POSITIV! Sie war tatsächlich schwanger.

"Das gibt's doch nicht." Ungläubig starrte sie ihr Spiegelbild an. "Wir haben immer aufgepasst." Doch während sie den Blick auf ihren flachen Bauch richtete, wurde ihr klar, dass es nicht nur möglich, sondern sogar ziemlich wahrscheinlich war. Seit zwei Monaten, nämlich praktisch von dem Augenblick an, als sie nach Aspen zurückgekehrt war, hatte sie eine heiße Liebesbeziehung mit Shane McDermott. Aber hatten sie nicht immer verhütet? Sie seufzte tief auf. Eigentlich schon, aber in der einen Nacht, kurz nachdem sie sich wiedergetroffen hatten, war alles so schnell gegangen, und die Leidenschaft hatte sie jede Vorsicht vergessen lassen.

Wie hoch war denn die Fehlerquote dieses Tests? Hoffnungsvoll griff sie nach der Schachtel und las die Gebrauchsanweisung noch einmal durch. Nein, sie hatte alles richtig gemacht. Und da der Test zu neunundneunzig Prozent zuverlässig sein sollte, war es sehr unwahrscheinlich, dass gerade in ihrem Fall ein Fehler aufgetreten war.

Langsam ging sie ins Schlafzimmer und ließ sich auf die Bettkante sinken. Was sollte sie bloß tun? Und wie, in aller Welt, sollte sie es Shane sagen? Von Anfang an hatte er sehr deutlich klargemacht, dass er an keiner ernsten Beziehung interessiert war. Und das war Melissa nur recht gewesen. Als sie nach dem Tod ihres Vaters nach langer Zeit wieder nach Aspen zurückgekommen war, weil sein Testament verlesen werden sollte, war sie sowieso nicht sicher gewesen, wie lange sie bleiben würde. Aber dann hatte sich herausgestellt, dass sie die große Ferienanlage Jarrod Ridge zusammen mit ihren Brüdern und der kurz zuvor aufgetauchten Halbschwester Erica weiterführen musste. Zumindest ein Jahr lang, andernfalls würden sie keinen Cent erben. Dennoch war Melissa ziemlich sicher, dass sie nach diesem Jahr wieder nach Kalifornien zurückkehren würde. Es wäre also unsinnig, irgendetwas Ernstes mit einem Mann anzufangen.

Aber jetzt, da sie schwanger war, sah alles ganz anders aus. Nicht nur der Spaß an unbeschwertem Sex verband sie und Shane. Sie würden ein Kind zusammen haben. Und das war nun wirklich eine ernste Angelegenheit. Zumindest Melissa empfand das so. Doch wie würde Shane reagieren, wenn er erfuhr, dass er in etwa sieben Monaten Vater wurde?

Melissa war so in Gedanken versunken, dass sie zusammenfuhr, als ihr Handy klingelte. Während sie es vom Nachttisch nahm, warf sie schnell einen Blick auf das Display. Es war Rita, die im Wellness-Center arbeitete. "Was ist denn jetzt schon wieder los?", fragte Melissa leicht gereizt. Seit sie den Managerposten des Centers übernommen hatte, gab es fast jeden Tag eine Krisenmeldung von Rita, die als Assistentin eigentlich selbstständiger arbeiten sollte. Aber heute war Melissa fast froh, dass der Anruf sie aus ihren quälenden Gedanken riss.

"Entschuldigen Sie, Ms Jarrod, dass ich Sie störe, aber die Yogalehrerin hat heute Morgen angerufen und sich krankgemeldet. Leider habe ich bisher keinen Ersatz finden können, und nun sind die Gäste schon hier eingetroffen, und wir haben niemanden, der den Unterricht übernehmen kann. Was soll ich nur tun?" Rita klang weinerlich. Offenbar war sie von der Situation vollkommen überfordert.

"Immer mit der Ruhe, Rita. Nun atmen Sie erst mal tief durch." Melissa zog eine der Kommodenschubladen auf und nahm einen Gymnastikanzug heraus. "Und dann führen Sie die Gäste an die Vitaminbar und geben einen Saft aus, auf Kosten des Hauses."

"Und dann?" Rita klang schon etwas gefasster.

Wie Rita es geschafft hatte, zu einem solch verantwortungsvollen Posten zu kommen, würde Melissa nie begreifen. Die Assistentin war zwar nett und freundlich, aber vollkommen unfähig, wenn es darum ging, Entscheidungen zu treffen. "Ich übernehme den Unterricht", Melissa blickte kurz auf die Uhr, "und bin in zehn Minuten da."

Das hatte ihr gerade noch gefehlt. Sie hatte den Vormittag nutzen wollen, um sich eine Strategie zurechtzulegen, um Shane die große Neuigkeit beizubringen. Doch Melissa hatte keine Wahl. In dieser 5-Sterne-Anlage war der Gast König, und dementsprechend musste sie handeln. Die Wünsche der Gäste hatten absoluten Vorrang.

Schnell fasste sie das lange blonde Haar zu einem Pferdeschwanz zusammen, stopfte ihre Sachen in die Sporttasche, griff nach den Autoschlüsseln, die auf dem Küchentisch lagen, und stürzte zur Tür hinaus. Seit ihrer Rückkehr nach Aspen wohnte sie in Willow Lodge, einem sehr gemütlichen Cottage auf dem väterlichen Besitz. Sie hätte auch eine Suite im Haupthaus beziehen können, aber das war für Melissa nie infrage gekommen. Zwar war sie in Jarrod Manor aufgewachsen, doch das Riesenhaus war für sie immer eher ein Gefängnis als ein Zuhause gewesen. Seit ihrem Wechsel aufs College war sie sehr selten hierher zurückgekehrt, und das war immerhin schon acht Jahre her. Auch nach dem Tod ihres Vaters fühlte sie sich im Haupthaus nicht besonders wohl.

Während sie den Wagen vor dem Eingang des Wellness-Centers parkte, musste sie an ihre eher traurige Kindheit denken, verdrängte die traurigen Erinnerungen dann jedoch und öffnete die Fahrertür. Den kurzen Weg von Willow Lodge hätte sie auch zu Fuß zurücklegen können. Allerdings wollte sie nach dem Unterricht gleich zu Shanes Ranch fahren, um ihn über die Neuigkeit zu informieren. Das hieß, wenn sie die Ranch fand. Bisher war Melissa nur einmal auf der Rainbow Bend Ranch gewesen, und das lag schon Jahre zurück. Wenn sie sich richtig erinnerte, befand sich die Ranch ein paar Meilen von der Hauptstraße entfernt in einem abgelegenen Tal.

Als sie ausstieg, blieb sie wie angewurzelt stehen. Ein paar Meter weiter stand Shanes Wagen! Shane hatte Melissa den Rücken zugedreht und reichte seine Autoschlüssel gerade einem der jungen Männer, die die Autos für die Gäste parkten. Mann, sah er sexy aus! Groß und schlank, in seinen schwarzen Stiefeln und mit dem obligatorischen schwarzen Cowboyhut, entsprach er genau dem Typ Mann, für den Melissa schon immer geschwärmt hatte. Und wohl nicht nur sie - wenn sie die Mienen der weiblichen Gäste richtig interpretierte, die Shane McDermott unverblümt anstarrten.

Jetzt drehte er sich um, lächelte, als er Melissa erkannte, und kam auf sie zu. Ihr Herz schlug wie verrückt. "Guten Morgen, Ms Jarrod", begrüßte er sie und nahm mit einer galanten Verneigung den Hut ab. Dabei fuhr ihm eine leichte Brise durchs Haar, das so zerzaust aussah wie nach einer stürmischen Liebesnacht .

Melissa holte tief Luft. "Guten Morgen, Mr McDermott", brachte sie relativ gefasst heraus und reichte dem jungen Mann ihre Schlüssel.

"Ich dachte, Freitag ist Ihr freier Tag."

"Das stimmt auch." Sie griff nach ihrer Tasche und ging schnell in Richtung Eingang. Doch er war sofort an ihrer Seite. "Die Yogalehrerin hat sich krankgemeldet", fuhr sie hastig fort. "Da muss ich für sie einspringen."

"Und was ist nach dem Unterricht, wenn all Ihre Gäste die quälenden Verrenkungen hinter sich haben? Haben Sie dann frei?"

"Ja." Was hatte er vor? Da sie Klatsch unter den Angestellten vermeiden wollten und einige der sehr konservativen Investoren des Resorts ihre Art der Beziehung sicher nicht gutheißen würden, hatten sie bisher sehr darauf geachtet, ihr Verhältnis geheim zu halten. Selbst ihre Familie hatte keine Ahnung. In der Öffentlichkeit zeigten sie sich sehr selten zusammen, sodass jeder vermuten konnte, sie wären nur Bekannte. Aus diesem Grund hatten sie auch noch nie eine ganze Nacht miteinander verbracht. Denn wenn jemand beobachtete, dass Shane morgens Willow Lodge verließ .

Was also dachte er sich dabei, jetzt neben ihr herzugehen und ihr Fragen zu stellen? Wenn er so weitermachte, würde schon am Abend die Gerüchteküche brodeln, und am nächsten Tag würde die ganze Stadt Bescheid wissen. Außerdem fiel es ihr schwer, sich zusammenzunehmen und ihm nicht gleich an den Kopf zu werfen, dass sie schwanger von ihm war! Aber mit eiserner Disziplin gelang es ihr - was sie sicher ihrem Vater zu verdanken hatte. Unverbindlich lächelte Melissa ihn an.

"Ich komme dann später zu dir", sagte er und zwinkerte ihr zu. "Ich muss unbedingt mit dir sprechen, Lissa."

"Könntest du vielleicht etwas leiser reden?", zischte sie ihm zu und sah sich hastig um. Immer wenn er Lissa zu ihr sagte, durchfuhr es sie heiß, denn er war der Einzige, der diesen Kosenamen benutzte. "Ich muss auch etwas mit dir besprechen. Aber ich glaube nicht, dass jetzt ." Sie schwieg, als sie sah, dass einer der beiden Hotelpagen sie länger als nötig ansah. Als er sich schließlich abwandte, fuhr sie fort: "Haben Sie nicht heute das Geschäftsessen mit den anderen Investoren, Mr McDermott?"

"Ja." Er lächelte sie fröhlich und unbeschwert an.

Nicht mehr lange. Warte, bis du gehört hast, was ich...

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