Umweltethik interdisziplinär

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. März 2016
  • |
  • 238 Seiten
 
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978-3-16-154029-5 (ISBN)
 
Die Beiträge dieses Sammelbandes gehen aus einer Ringvorlesung im Frühjahrssemester 2013 an der Universität Basel hervor. Die Herausgeberinnen und Herausgeber, tätig in der Bioethik, der Philosophie, der Theologie und in der Rechtswissenschaft, konnten Kolleginnen und Kollegen aus Basel und anderen Universitäten aus diesen und weiteren Fächern, wie der Wirtschaftswissenschaft oder der Religionswissenschaft, zur Teilnahme an der Ringvorlesung gewinnen. Die vielfältige Themenpalette der Beiträge reicht von philosophischen Fragen der Verbindung von Ethik und Ästhetik im Zusammenhang mit dem Umweltschutz über die Umweltökonomie und theologische und religionswissenschaftliche Bezüge auf eine Schöpfungsbewahrung bis hin zur kontroversen Debatte darüber, wem gegenüber der Mensch moralisch verantwortlich sei: nur dem Menschen (Anthropozentrismus) oder auch gegenüber nichtmenschlichen Lebewesen mit Empfindungsfähigkeit (Pathozentrismus) oder allen lebenden Wesen (Biozentrismus) oder sogar gegenüber der Natur insgesamt (Holismus). Die theoretischen Reflexionen zu diesen und weiteren Themen finden hierbei einen Rückbezug auf ihre praktischen Anwendungsbereiche - (etwa) von der Biodiversität über Landschaftsschutz und Städtebau bis zum Heimatgefühl.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 3,94 MB
978-3-16-154029-5 (9783161540295)
10.1628/978-3-16-154029-5
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Inhalt [Seite 6]
3 - Vorwort [Seite 8]
4 - Bruno Baur: Wer trägt die Verantwortung für die Erhaltung der Biodiversität? [Seite 12]
4.1 - I. Biodiversität als Konzept [Seite 12]
4.2 - II. Artenvielfalt im Laufe der Erdgeschichte [Seite 13]
4.3 - III. Biodiversität ist bedroht [Seite 14]
4.4 - IV. Argumente für den Schutz der Biodiversität [Seite 16]
4.5 - V. Ethischer Wert der Biodiversität [Seite 20]
5 - Andreas Brenner: Das große Wesen achten. Ecocid-Act und Gaia-Theorie [Seite 24]
5.1 - 1. Auf der Erde wandern [Seite 24]
5.2 - 2. Das Ganze erkennen [Seite 26]
5.3 - 3. Die Erde schützen [Seite 30]
5.4 - 4. Weiter wandern [Seite 33]
5.5 - 5. Leben wahrnehmen [Seite 35]
6 - Hartmut Leser: Herren und Meister der Natur und Umwelt: Maßlosigkeit oder Zukunftssicherung? - Dargestellt am Beispiel der sogenannten "Zwischenstadt" [Seite 38]
6.1 - 1. Worum geht es? [Seite 38]
6.2 - 2. Umwelt und Verantwortung und Geographie [Seite 41]
6.3 - 3. Was ist Umwelt? Was ist Landschaft? [Seite 44]
6.4 - 4. Agglomeration, Politik, Planung [Seite 47]
6.5 - 5. Architektur, Städtebau und Stadtplanung - wer war's? [Seite 54]
6.6 - 6. Wandel in Zwischenstadt und Stadt: Wie weiter? [Seite 58]
6.7 - 7. Noch einmal: Begriffe - Lösung des Problems? [Seite 60]
6.8 - 8. Zusammenfassung [Seite 64]
7 - Georg Pfleiderer: Natur als "Schöpfung"? Zu Problematik und Produktivität theologischer Umweltethik [Seite 66]
7.1 - 1. Christentum und Umwelt - neuere Diskurse zu einem als spannungsvoll empfundenen Verhältnis [Seite 66]
7.2 - 2. Natur und Umwelt in der Bibel [Seite 67]
7.3 - 3. Zur religiösen (Sub-)Kodierung umweltethischer Grundbegriffe [Seite 72]
7.4 - 4. Natur als Schöpfung - Zum christlichen Konzept der Schöpfung als Heilsgeschichte [Seite 75]
7.5 - 5. Folgerungen für die Umweltethik [Seite 77]
7.5.1 - 5.1. Christlicher Physiozentrismus [Seite 78]
7.5.2 - 5.2. Christlicher Bio- und Pathozentrismus [Seite 79]
7.5.3 - 5.3. Christlicher Anthropozentrismus [Seite 80]
7.6 - 6. Anhang: "Deus artifex" [Seite 81]
8 - Dietmar von der Pfordten: Naturschutz jenseits des Menschen [Seite 82]
8.1 - I. Normativer Individualismus [Seite 82]
8.2 - II. Die entscheidenden Eigenschaften der Individuen: Ziele, Wünsche, Bedürfnisse, Strebungen (Belange bzw. Interessen) [Seite 85]
8.3 - III. Pluralismus des Bezugs der Wertungen und Verpflichtungen [Seite 86]
8.4 - IV. Notwendigkeit eines Abwägungs- bzw. Zusammenfassungsprinzips [Seite 87]
8.5 - V. Das Abwägungsprinzip der relativen Individual- und Gemeinschaftsbezogenheit der Individualbelange [Seite 87]
8.6 - VI. Welche Individuen sind ethisch zu berücksichtigen? [Seite 89]
8.7 - VII. Sind nur empfindungsfähige Lebewesen zu berücksichtigen? [Seite 90]
8.8 - VIII. Sind Naturkollektive wie Arten oder Ökosysteme zu berücksichtigen? [Seite 93]
8.9 - IX. Sind die Lebewesen alle gleich oder ungleich zu berücksichtigen? [Seite 96]
9 - Silvia Tobias, Corinna Jung, Franz Conen, Christine Alewell: Kreislaufwirtschaft im Bodenverbrauch: Ein richtiger Weg zur nachhaltigen Bodennutzung [Seite 102]
9.1 - 1. Einleitung [Seite 102]
9.2 - 2. Konzepte starker und schwacher Nachhaltigkeit [Seite 104]
9.3 - 3. Konzeptionelle Fallbeispiele [Seite 106]
9.4 - 4. Starke und schwache Nachhaltigkeit aus Sicht der Raumplanung [Seite 108]
9.5 - 5. Starke und schwache Nachhaltigkeit aus Sicht des Bodenschutzes [Seite 109]
9.6 - 6. Starke und schwache Nachhaltigkeit aus gesellschaftlicher Sicht [Seite 114]
9.7 - 7. Fazit [Seite 115]
9.8 - Quellen [Seite 116]
10 - Markus Vogt: Ökologische Humanität. Elemente einer Grundlegung der Umweltethik [Seite 118]
10.1 - 1. Zur Fragestellung [Seite 118]
10.2 - 2. Humanökologie in der Epoche des Anthropozän: Wissenschaftstheoretische Annäherung [Seite 121]
10.2.1 - 2.1 Entstehung der Humanökologie [Seite 121]
10.2.2 - 2.2 Humanökologie als Schlüsseldisziplin in der erdgeschichtlichen Epoche des Anthropozän? [Seite 123]
10.3 - 3. Die Entdeckung des Raumes als Grundlage einer humanökologischen Ethik [Seite 124]
10.3.1 - 3.1 "Spatial turn" in der christlichen Sozialethik [Seite 124]
10.3.2 - 3.2 Die erhöhten Anforderungen an Raumaneignung im Zeitalter der Globalisierung [Seite 126]
10.3.3 - 3.3 Transformationen der Raumbezüge als Thema humanökologischer Ethik [Seite 127]
10.3.4 - 3.4 Humanökologie und kontextuelle Sozialethik [Seite 128]
10.4 - 4. Von der Humanökologie zur "ökologischen Humanität" [Seite 128]
10.4.1 - 4.1 Die ambivalente Rolle des Konzeptes "Humanökologie" in der Katholischen Soziallehre [Seite 128]
10.4.2 - 4.2 "Ökologische Humanität": ein Brückenschlag zwischen Personalität und Nachhaltigkeit [Seite 130]
10.5 - 5. Resümee: Konzeptionelle Konsequenzen für die Umweltethik [Seite 132]
11 - Carl Friedrich Gethmann: Naturveränderung und Natur-Heimatrecht. Normative Fragen der Strukturveränderung des ländlichen Raumes [Seite 136]
11.1 - 1. Mensch und Natur [Seite 137]
11.2 - 2. Grenzen des Abwägens [Seite 140]
11.3 - 3. Die Vertrautheit mit der natürlichen Umgebung [Seite 143]
12 - Angelika Krebs: "Und was da war, es nahm uns an". Landschaft, Stimmung und Heimat [Seite 148]
12.1 - I. Eine Landkarte der Naturethik [Seite 149]
12.1.1 - 1. Der instrumentelle Wert der Natur [Seite 149]
12.1.2 - 2. Der moralische Eigenwert der Natur [Seite 150]
12.1.3 - 3. Der eudaimonistische Eigenwert der Natur [Seite 151]
12.1.3.1 - 3.1. Schönheit [Seite 151]
12.1.3.2 - 3.2. Identität [Seite 152]
12.1.3.3 - 3.3. Heiligkeit [Seite 152]
12.2 - II. Schöne Landschaft [Seite 154]
12.2.1 - 1. Der Begriff der Landschaft [Seite 154]
12.2.1.1 - 1.1. Größere räumliche Einheit in der Natur [Seite 155]
12.2.1.2 - 1.2. Größere naturräumliche Einheit in ästhetischer Betrachtung [Seite 155]
12.2.1.3 - 1.3. Größere naturräumliche Einheit in autonomer ästhetischer Betrachtung [Seite 155]
12.2.2 - 2. Der Begriff der Stimmung [Seite 156]
12.2.2.1 - 2.1. Harmonie [Seite 156]
12.2.2.2 - 2.2. Befindlichkeit [Seite 156]
12.2.2.3 - 2.3. Atmosphäre [Seite 157]
12.2.3 - 3. Wie kommt Stimmung in die Landschaft? [Seite 158]
12.2.3.1 - 3.1. Kausales Modell [Seite 158]
12.2.3.2 - 3.2. Assoziatives Modell [Seite 158]
12.2.3.3 - 3.3. Animistisches Modell [Seite 158]
12.2.3.4 - 3.4. Expressives Modell [Seite 159]
12.2.4 - 4. Vier Modi der Landschaftserfahrung [Seite 160]
12.2.4.1 - 4.1. Wahrnehmung [Seite 160]
12.2.4.2 - 4.2. Empathie [Seite 160]
12.2.4.3 - 4.3. Sympathie [Seite 161]
12.2.4.4 - 4.4. Ansteckung [Seite 161]
12.2.5 - 5. Die ästhetische Erfahrung schöner Landschaft als Heimat [Seite 162]
12.2.5.1 - 5.1. Michael Donhausers "Gärten" [Seite 162]
12.2.5.2 - 5.2. Immersion in der Landschaft [Seite 163]
12.3 - III. Ästhetische Erziehung [Seite 167]
12.4 - Literatur [Seite 172]
13 - Andreas Dietrich: Der Garten - heilig oder profan? Zur Kulturgeschichte eines exemplarischen Stücks Landschaft in umweltethischer Perspektive [Seite 176]
13.1 - 1. Was ist Landschaft? [Seite 176]
13.2 - 2. Zur Modellierung von Landschaftswahrnehmung in kulturhistorischer Perspektive [Seite 179]
13.3 - 3. Der Garten als exemplarisches Stück Landschaft. Kultur- und religionsgeschichtliche Beobachtungen [Seite 182]
13.3.1 - 3.1. Antike Gärten [Seite 182]
13.3.2 - 3.2 Der Klostergarten [Seite 184]
13.3.3 - 3.3 Vom Garten zur Landschaft [Seite 186]
13.3.4 - 3.4 Zur Zukunft der Landschaft [Seite 189]
14 - Daniela Demko: "Eigenwert der Natur" und "Würde" als Fragen der Umweltethik [Seite 192]
14.1 - I. Der "Eigenwert der Natur" [Seite 192]
14.1.1 - 1. Eigenwert - Begriff und Begriffsunklarheiten [Seite 192]
14.1.2 - 2. Die Suche nach Bedeutungsaspekten des Eigenwertbegriffs [Seite 195]
14.1.3 - 3. Erweiterungsstufen der Ethik mit Blick auf die Eigenwertträger: Die Moralgemeinschaften im Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Biozentrismus und Holismus [Seite 198]
14.1.4 - 4. Die Begründung eines holistischen Eigenwertbegriffs und die Grundlinien seiner Begründungsstruktur [Seite 202]
14.1.5 - 5. Zwischenergebnis zum "Eigenwert der Natur" [Seite 204]
14.2 - II. Die "Würde" und ihr Bedeutungsverhältnis zum Eigenwertbegriff [Seite 204]
14.2.1 - 1. Der Würdebegriff und sein Ein- und Ausgrenzungscharakter in der Ideengeschichte [Seite 204]
14.2.1.1 - a) Der Ein- und Ausgrenzungscharakter beim Menschenwürdebegriff [Seite 206]
14.2.1.2 - b) Der Ein- und Ausgrenzungscharakter beim Begriff der kreatürlichen Würde [Seite 207]
14.2.2 - 2. Die Begründung eines biozentrischen Würdebegriffs [Seite 209]
14.2.2.1 - a) Der Würdebegriff im Spannungsverhältnis zwischen Anthropozentrismus ,Pathozentrismus, Biozentrismus und Holismus [Seite 210]
14.2.2.2 - b) Das "Lebendig-Sein" in der Ideengeschichte der Philosophie sowie der Bio- und Umweltethik [Seite 211]
14.3 - III. Zusammenfassung und Ausblick auf zukünftige Forschungen [Seite 214]
14.3.1 - 1. Der biozentrische Würdebegriff und die biozentrische Lebenswürde-Ethik [Seite 214]
14.3.2 - 2. Die Ausformung eines umfassenden und aus mehreren Ebenen zusammengesetzten Schutzes [Seite 214]
15 - Autorenverzeichnis [Seite 218]
16 - Personenregister [Seite 222]
17 - Sachregister [Seite 228]
Warengruppensystematik 2.0

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