Die Kinder von Teheran

Eine lange Flucht vor dem Holocaust
 
 
wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (Verlag)
  • erschienen am 28. April 2021
  • |
  • 440 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8062-4318-5 (ISBN)
 
»Tehran Children« - so nannte man die jüdischen Kinder, die aus dem von den Nazis besetzten Polen über Russland, Usbekistan und Khasachstan in den Iran flohen und schließlich das von Großbritannien kontrollierte Palästina erreichten; eine Gruppe, zu der auch Mikhal Dekels Vater gehörte. 13.000 Meilen lang ist die Flucht des kleinen Jungen aus Polen. Und sie gehört zu einer viel größeren Geschichte: Weit über eine Million polnische Juden fliehen 1939 Richtung Osten durch die Sowjetunion. Viele finden Zuflucht in muslimischen Ländern. Dieser Aspekt der Judenverfolgung ist bisher nie vollständig erzählt worden.
Mit literarischer Eleganz präsentiert »Die Kinder von Teheran« eine einzigartige Erzählung aus den Zeiten des Holocaust in deren Mittelpunkt nicht das Konzentrationslager, sondern der Flüchtling steht und dessen Schauplatz nicht Europa, sondern Zentralasien und der Nahe Osten ist.
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Mikhal Dekel ist Professorin für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft am City College und am Graduate Center der City University of New York. Sie wurde in Haifa, Israel, als Tochter eines Holocaust-Flüchtlings und einer Israeli geboren, absolvierte ihren obligatorischen siebenjährigen Militärdienst, bevor sie nach New York auswanderte und Literaturwissenschaften studierte.


Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann (*1947) ist Professorin (em.) für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Neben zahlreichen Arbeiten zur englischen Literatur und zur Archäologie der literarischen Kommunikation beschäftigt sie sich besonders mit der Thematik der Erinnerung und des Vergessens. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Ägyptologen Jan Assmann, prägte sie den Begriff des kulturellen Gedächtnisses. 2018 wurden Aleida und Jan Assmann mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Einleitung - New York City, 2007 7
1 "Hier fühlen sich alle wie neu geboren" - Iran, August 1942 22
2 Eine liberale Familie - Ostrów Mazowiecka (Polen), 1939 49
3 Über die Grenze - Von Hitler zu Stalin 71
4 Ukasniks in der Sowjetunion - Als Zwangsarbeiter in Archangelsk und Komi 97
5 "Ich bin Jude" - "Ich bin Usbeke" 141
6 Polnische Exilanten und jüdische Hilfsaktionen - London, New York und die UdSSR 209
7 Samarkand - Die Stadt voller Flüchtlinge 256
8 Polen und Juden in Teheran - Zwei Nationen erfinden sich 287
9 Die Kinder Israels - Im Kibbuz En Charod 372
Die Welt mit den Augen der Flüchtlinge sehen Nachwort von Aleida Assmann 429
Anhang 435
Dank 435
Anmerkungen 439
Archive 453
Literatur 453
Filme und Videos 457
Interviews 457
Abbildungsnachweis 458
Register 458

»Dekels Buch ist in vielerlei Hinsicht beeindruckend. [.] [Sie] hat ihrem Vater ein würdiges literarisches Denkmal gesetzt, dem man zahlreiche Leserinnen und Leser wünscht.« Süddeutsche Zeitung

»Mit ihrem Buch erhellt Mikhal Dekel eine unterbelichtete Stelle in der Holocaustforschung. 'Die Kinder von Teheran' überführt die Vergangenheit in die Gegenwart, erkundet Fragen um nationale Identität, ist beeindruckend fundiert, anschaulich und gefühlvoll geschrieben. Mehr als ein Sachbuch und nicht weniger als Sonderklasse.« Deutschlandfunk, Buchkritik

»Ein unbedingt lesenswertes Buch.« Deutschlandfunk Andruck (Matthias Bertsch)

»Dies ist ein Geschichtsbuch, wie es sich gehört, mit vielen Fußnoten und Quellenhinweisen. Aber Mikhal Dekel ist es gelungen, daraus mit einer ganz eigenen Prosasprache ein fesselndes Buch zu machen, beileibe keinen Roman, und noch dazu ein Reisewerk, dessen Schauplätze in Haifa und New York, Polen, Russland, Iran und Usbekistan liegen - und in vielen Archiven.« taz

»Mehr als ein Sachbuch und nicht weniger als Sonderklasse: Mikhal Dekels >Die Kinder von Teheran< ist das Ergebnis einer langen Recherche.« Deutschlandfunk Kultur, Mikhal Dekel im Interview

»[D]iese unglaubliche Fluchtgeschichte [.], beruhend auf Fakten, die sie [Mikhal Dekel] minutiös und gegen Widerstände ankämpfend recherchiert hat.« NDR Kultur

»Im Buch geht es darum, die historische Wahrheit zu erkennen und von dort aus weiterzugehen. Ich will wegkommen von diesen Vereinfachungen, den Dämonisierungen des Iran und auch Israels.« Mikhal Dekel im Interview mit der Jüdischen Allgemeine

»Mein Vater erzählte uns gar nichts über seine Flucht, wir wussten gar nichts, außer, dass er zur Gruppe der sogenannten 'Iran-Kinder' gehörte.« Mikhal Dekel im Interview mit rbb, Kowalski & Schmidt

»Elegant beherrscht Mikhal Dekel das Spiel mit den verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen und macht so das Schicksal der Flüchtlingskinder intellektuell und emotional erfahrbar.« General-Anzeiger

»Das Buch kann aber gleichzeitig auch als ein Schlüsseltext für unsere Gegenwart gelesen werden. Für mich ist es ein Geschenk, weil es auf höchstem Niveau Recherche und Reflexion mit persönlichen Fragen der Identitätsbildung und Empathie zusammenbringt.« Aleida Assmann

»... nicht einfach ein weiteres Detail zur Geschichte des Holocaust, sondern eine Frage andauernder existenzieller, psychologischer und moralischer Reflexion.« New York Times

»Auf der Grundlage ihrer fast achtjährigen Forschung über die verschlungene 13.000-Meilen-Odyssee von Dekels Vater stützt sich das Buch auf Archive in Russland, Polen und Zentralasien, die erst im letzten Jahrzehnt geöffnet wurden, sowie auf Unterlagen, die in Israel, Großbritannien und vom Roten Kreuz aufbewahrt werden. Das Ergebnis ist ein Buch, das sowohl eine faszinierend persönliche, journalistische Erinnerung als auch eine unschätzbare Ergänzung der Geschichte des Holocaust darstellt.« The Guardian

»Diese aufregende und berührende Geschichte, die die Autorin aus dem Vergessen zurückgeholt hat und die sie Schritt für Schritt rekonstruiert, ist nicht nur eine Sensation für Historiker sondern auch ein großes Geschenk für die Leser*innen, die sie auf ihre Entdeckungsreise mitnimmt. Sie hat dabei eine Form der dichten Geschichtsschreibung erfunden, in der die Familiengeschichte aufs Engste mir der großen Geschichte verbunden ist. Persönliche Empfindungen und Gedanken ergänzen sich hier in idealer Weise mit historischer Recherche und eigenständiger Reflexion. Das Ergebnis ist ein sehr berührendes und eminent lesbares Geschichtsbuch, das allen Lesern zum Thema Holocaust neue Erfahrungen, Einsichten und Perspektiven eröffnet.« Aleida Assmann

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