Schmerzlinderung durch Triggerpunkt-Therapie

Das Selbsthilfebuch
 
 
Junfermann (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 27. August 2014
  • |
  • 416 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | PDF ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-87387-991-1 (ISBN)
 
Ein Leben mit Schmerzen? - Das muss nicht sein!
Hunderte von Menschen, die unter Schmerzen litten und von anderen Ärzten keine eindeutige Diagnose erhalten konnten, hat Valerie Delaune bereits erfolgreich behandelt. Mit der Triggerpunkt-Therapie hat sie ihren Patienten auf schonende und nicht medikamentöse Weise geholfen. In diesem Buch gibt die Akupunkteurin und Therapeutin Anleitung zur Selbsthilfe. Sie erklärt, was Triggerpunkte sind, wie sie entstehen und wie sie effektiv (eigenständig) gelindert werden können. Auch hilfreiche Schritte zur Rückfallprävention kommen nicht zu kurz. Die Übungen im Buch werden mit zahlreichen Farbabbildungen illustriert und von medizinischen Hintergrundinformationen begleitet.
weitere Ausgaben werden ermittelt
Valerie Delaune ist Akupunkteurin und Therapeutin für neuromuskuläre Erkrankungen. Sie hat mehrere Bücher über Akupunktur und Triggerpunkt-Therapie verfasst und gibt Seminare zu diesen Themen.
1 - Cover [Seite 1]
2 - Inhalt [Seite 6]
3 - Danksagung [Seite 18]
4 - Einfu?hrung [Seite 20]
5 - Teil 1: Triggerpunkte - Definition und Entstehung [Seite 24]
5.1 - 1. Triggerpunkte und chronische Schmerzen [Seite 26]
5.1.1 - 1.1 Anatomie und Physiologie eines Muskels [Seite 26]
5.1.2 - 1.2 Die Physiologie von Triggerpunkten: Kontraktion und Entzu?ndung [Seite 27]
5.1.3 - 1.3 Sensibilisierung des zentralen Nervensystems, Triggerpunkte und chronische Schmerzen [Seite 27]
5.1.4 - 1.4 Wie können Sie erkennen, ob Sie Triggerpunkte haben? [Seite 29]
5.1.5 - 1.5 Was verursacht und chronifiziert Triggerpunkte? [Seite 31]
5.2 - 2. Chronifizierende Faktoren: Ergonomie, Körperhaltung und Bewegungsabläufe, Kleidung [Seite 32]
5.2.1 - 2.1 Ergonomie [Seite 32]
5.2.2 - 2.2 Körperhaltung und Bewegungsabläufe [Seite 35]
5.2.3 - 2.3 Kleidung [Seite 37]
5.2.4 - 2.4 Fallstudie: Beseitigung eines haltungsbedingten chronifizierenden Faktors [Seite 38]
5.3 - 3. Chronifizierende Faktoren: Ernährung, Speisen und Getränke [Seite 40]
5.3.1 - 3.1 Unzureichende Ernährung [Seite 40]
5.3.2 - 3.2 Falsche Ernährung [Seite 49]
5.4 - 4. Chronifizierende Faktoren: Gesundheitliche Probleme [Seite 51]
5.4.1 - 4.1 Verletzungen [Seite 51]
5.4.2 - 4.2 Probleme mit der Wirbelsäule und andere skelettbedingte Faktoren [Seite 52]
5.4.3 - 4.3 Schlafstörungen [Seite 54]
5.4.4 - 4.4 Emotionale Faktoren [Seite 56]
5.4.5 - 4.5 Akute oder chronische, durch Viren, Bakterien oder Parasiten ausgelöste Infektionen [Seite 57]
5.4.6 - 4.6 Allergien [Seite 60]
5.4.7 - 4.7 Störungen des Hormonhaushalts [Seite 61]
5.4.8 - 4.8 Organstörungen und -erkrankungen [Seite 61]
6 - Teil 2: Druck- und Stretching-Techniken zur Behandlung von Triggerpunkten [Seite 66]
6.1 - 5. Triggerpunkte finden und behandeln: Allgemeine Richtlinien [Seite 68]
6.1.1 - 5.1 Wo fängt man an? [Seite 68]
6.1.2 - 5.2 Andere Aspekte, die man bedenken sollte [Seite 69]
6.1.3 - 5.3 Allgemeine Richtlinien fu?r das Anwenden von Druck bei Selbstbehandlungen [Seite 70]
6.1.4 - 5.4 Allgemeine Richtlinien fu?r Stretching- und Konditionierungsu?bungen [Seite 72]
6.1.5 - 5.5 Allgemeine Richtlinien fu?r den sorgsamen Umgang mit Ihrer Muskulatur [Seite 73]
6.1.6 - 5.6 Durchbrechen des Schmerzzyklus: andere Therapien [Seite 74]
6.2 - 5.7 Jetzt kann's losgehen! [Seite 74]
6.3 - 6. Triggerpunkt-Karten [Seite 75]
6.3.1 - 6.1 Blanko-Körperskizze [Seite 75]
6.3.2 - 6.2 Schmerzen in Kopf-, Hals- und Nackenmuskulatur [Seite 77]
6.3.3 - 6.3 Schmerzen in Oberkörper- und Oberarmmuskulatur [Seite 78]
6.3.4 - 6.4 Schmerzen in Unterkörper- und Oberschenkelmuskulatur [Seite 80]
6.3.5 - 6.5 Schmerzen in Ellenbogen-, Unterarm- und Handmuskulatur [Seite 82]
6.3.6 - 6.6 Schmerzen in Knie-, Unterschenkel-, Knöchel- und Fußmuskulatur [Seite 84]
6.4 - 7. Schmerzen in Kopf-, Hals- und Nackenmuskulatur [Seite 86]
6.4.1 - 7.1 Falsche Atmung und Triggerpunkte [Seite 86]
6.4.2 - 7.2 Vorgebeugte Haltung und Triggerpunkte [Seite 87]
6.4.3 - 7.3 Kraniomandibuläre Dysfunktion und Triggerpunkte [Seite 88]
6.4.4 - 7.4 Kopfschmerz, Migräne und Triggerpunkte [Seite 90]
6.5 - 8. Trapezmuskel [Seite 91]
6.5.1 - 8.1 Häufige Symptome [Seite 91]
6.5.2 - 8.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 93]
6.5.3 - 8.3 Selbsthilfetechniken [Seite 94]
6.5.4 - 8.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 97]
6.6 - 9. Nackenmuskulatur [Seite 98]
6.6.1 - 9.1 Häufige Symptome [Seite 100]
6.6.2 - 9.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 102]
6.6.3 - 9.3 Selbsthilfetechniken [Seite 104]
6.6.4 - 9.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 106]
6.7 - 10. Kopfwender [Seite 107]
6.7.1 - 10.1 Häufige Symptome [Seite 107]
6.7.2 - 10.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 109]
6.7.3 - 10.3 Selbsthilfetechniken [Seite 110]
6.7.4 - 10.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 112]
6.8 - 11. Schläfenmuskel [Seite 113]
6.8.1 - 11.1 Häufige Symptome [Seite 114]
6.8.2 - 11.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 115]
6.8.3 - 11.3 Selbsthilfetechniken [Seite 116]
6.8.4 - 11.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 117]
6.9 - 12. Gesichts- und Kopfschwartenmuskulatur [Seite 118]
6.9.1 - 12.1 Häufige Symptome [Seite 119]
6.9.2 - 12.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 122]
6.9.3 - 12.3 Selbsthilfetechniken [Seite 123]
6.9.4 - 12.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 125]
6.10 - 13. Kaumuskel [Seite 126]
6.10.1 - 13.1 Häufige Symptome [Seite 126]
6.10.2 - 13.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 128]
6.10.3 - 13.3 Selbsthilfetechniken [Seite 130]
6.10.4 - 13.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 131]
6.11 - 14. Innerer Flu?gelmuskel [Seite 132]
6.11.1 - 14.1 Häufige Symptome [Seite 132]
6.11.2 - 14.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 133]
6.11.3 - 14.3 Selbsthilfetechniken [Seite 134]
6.11.4 - 14.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 134]
6.12 - 15. Äußerer Flu?gelmuskel [Seite 135]
6.12.1 - 15.1 Häufige Symptome [Seite 136]
6.12.2 - 15.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 136]
6.12.3 - 15.3 Selbsthilfetechniken [Seite 137]
6.12.4 - 15.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 138]
6.13 - 16. Zweibäuchiger Kiefermuskel [Seite 139]
6.13.1 - 16.1 Häufige Symptome [Seite 140]
6.13.2 - 16.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 140]
6.13.3 - 16.3 Selbsthilfetechniken [Seite 141]
6.13.4 - 16.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 142]
6.14 - 17. Schmerzen im Rumpf [Seite 144]
6.15 - 18. Autochthone Ru?ckenmuskulatur [Seite 147]
6.15.1 - 18.1 Häufige Symptome [Seite 148]
6.15.2 - 18.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 151]
6.15.3 - 18.3 Selbsthilfetechniken [Seite 152]
6.15.4 - 18.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 155]
6.16 - 19. Schulterblattheber [Seite 156]
6.16.1 - 19.1 Häufige Symptome [Seite 156]
6.16.2 - 19.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 157]
6.16.3 - 19.3 Selbsthilfetechniken [Seite 159]
6.16.4 - 19.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 159]
6.17 - 20. Rautenmuskeln [Seite 160]
6.17.1 - 20.1 Häufige Symptome [Seite 161]
6.17.2 - 20.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 162]
6.17.3 - 20.3 Selbsthilfetechniken [Seite 162]
6.17.4 - 20.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 163]
6.18 - 21. Unterer Teil (Pars posterior) des hinteren Sägemuskels [Seite 164]
6.18.1 - 21.1 Häufige Symptome [Seite 165]
6.18.2 - 21.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 165]
6.18.3 - 21.3 Selbsthilfetechniken [Seite 166]
6.18.4 - 21.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 167]
6.19 - 22. Hu?ftlendenmuskel [Seite 168]
6.19.1 - 22.1 Häufige Symptome [Seite 169]
6.19.2 - 22.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 170]
6.19.3 - 22.3 Selbsthilfetechniken [Seite 171]
6.19.4 - 22.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 173]
6.20 - 23. Großer Brustmuskel und Unterschlu?sselbeinmuskel [Seite 174]
6.20.1 - 23.1 Häufige Symptome [Seite 174]
6.20.2 - 23.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 178]
6.20.3 - 23.3 Selbsthilfetechniken [Seite 179]
6.20.4 - 23.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 181]
6.21 - 24. Brustbeinmuskel [Seite 182]
6.21.1 - 24.1 Häufige Symptome [Seite 182]
6.21.2 - 24.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 183]
6.21.3 - 24.3 Selbsthilfetechniken [Seite 183]
6.21.4 - 24.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 184]
6.22 - 25. Bauchmuskulatur [Seite 185]
6.22.1 - 25.1 Häufige Symptome [Seite 185]
6.22.2 - 25.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 190]
6.22.3 - 25.3 Selbsthilfetechniken [Seite 191]
6.22.4 - 25.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 193]
6.23 - 26. Vorderer Sägemuskel [Seite 194]
6.23.1 - 26.1 Häufige Symptome [Seite 194]
6.23.2 - 26.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 195]
6.23.3 - 26.3 Selbsthilfetechniken [Seite 196]
6.23.4 - 26.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 197]
6.24 - 27. Zwischenrippenmuskeln und Zwerchfell [Seite 198]
6.24.1 - 27.1 Häufige Symptome [Seite 198]
6.24.2 - 27.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 199]
6.24.3 - 27.3 Selbsthilfetechniken [Seite 201]
6.24.4 - 27.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 202]
6.25 - 28. Quadratischer Lendenmuskel und Iliolumbalband [Seite 203]
6.25.1 - 28.1 Häufige Symptome [Seite 204]
6.25.2 - 28.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 205]
6.25.3 - 28.3 Selbsthilfetechniken [Seite 206]
6.25.4 - 28.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 209]
6.26 - 29. Birnenförmiger Muskel [Seite 210]
6.26.1 - 29.1 Häufige Symptome [Seite 211]
6.26.2 - 29.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 212]
6.26.3 - 29.3 Selbsthilfetechniken [Seite 213]
6.26.4 - 29.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 215]
6.27 - 30. Großer Gesäßmuskel [Seite 216]
6.27.1 - 30.1 Häufige Symptome [Seite 217]
6.27.2 - 30.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 218]
6.27.3 - 30.3 Selbsthilfetechniken [Seite 219]
6.27.4 - 30.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 220]
6.28 - 31. Mittlerer Gesäßmuskel [Seite 221]
6.28.1 - 31.1 Häufige Symptome [Seite 222]
6.28.2 - 31.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 223]
6.28.3 - 31.3 Selbsthilfetechniken [Seite 224]
6.28.4 - 31.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 225]
6.29 - 32. Beckenbodenmuskulatur [Seite 226]
6.29.1 - 32.1 Häufige Symptome [Seite 227]
6.29.2 - 32.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 229]
6.29.3 - 32.3 Behandlungsverfahren (fu?r den behandelnden Arzt) [Seite 230]
6.29.4 - 32.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 230]
6.30 - 33. Schmerzen in Schulter, Oberarm und Ellenbogen [Seite 232]
6.30.1 - 33.1 Fibröse Schultersteife [Seite 232]
6.30.2 - 33.2 Verletzungen der Rotatorenmanschette [Seite 233]
6.30.3 - 33.3 Schultergu?rtelkompressionssyndrom (Skalenus-anterior-Syndrom, Thoracic-outlet-Syndrom) [Seite 233]
6.30.4 - 33.4 Tennisarm [Seite 234]
6.31 - 34. Obergrätenmuskel [Seite 235]
6.31.1 - 34.1 Häufige Symptome [Seite 235]
6.31.2 - 34.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 237]
6.31.3 - 34.3 Selbsthilfetechniken [Seite 237]
6.31.4 - 34.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 238]
6.32 - 35. Untergrätenmuskel [Seite 239]
6.32.1 - 35.1 Häufige Symptome [Seite 239]
6.32.2 - 35.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 240]
6.32.3 - 35.3 Selbsthilfetechniken [Seite 241]
6.32.4 - 35.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 243]
6.33 - 36. Oberer Teil (Pars superior) deshinteren Sägemuskels [Seite 244]
6.33.1 - 36.1 Häufige Symptome [Seite 244]
6.33.2 - 36.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 245]
6.33.3 - 36.3 Selbsthilfetechniken [Seite 246]
6.33.4 - 36.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 246]
6.34 - 37. Unterschulterblattmuskel [Seite 247]
6.34.1 - 37.1 Häufige Symptome [Seite 247]
6.34.2 - 37.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 248]
6.34.3 - 37.3 Selbsthilfetechniken [Seite 249]
6.34.4 - 37.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 250]
6.35 - 38. Breiter Ru?ckenmuskel [Seite 251]
6.35.1 - 38.1 Häufige Symptome [Seite 251]
6.35.2 - 38.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 252]
6.35.3 - 38.3 Selbsthilfetechniken [Seite 253]
6.35.4 - 38.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 254]
6.36 - 39. Kleiner Rundmuskel [Seite 255]
6.36.1 - 39.1 Häufige Symptome [Seite 255]
6.36.2 - 39.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 256]
6.36.3 - 39.3 Selbsthilfetechniken [Seite 257]
6.36.4 - 39.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 258]
6.37 - 40. Großer Rundmuskel [Seite 259]
6.37.1 - 40.1 Häufige Symptome [Seite 259]
6.37.2 - 40.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 260]
6.37.3 - 40.3 Selbsthilfetechniken [Seite 260]
6.37.4 - 40.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 261]
6.38 - 41. Trizeps und Knorrenmuskel [Seite 262]
6.38.1 - 41.1 Häufige Symptome [Seite 262]
6.38.2 - 41.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 264]
6.38.3 - 41.3 Selbsthilfetechniken [Seite 264]
6.38.4 - 41.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 265]
6.39 - 42. Skalenusmuskeln [Seite 266]
6.39.1 - 42.1 Häufige Symptome [Seite 267]
6.39.2 - 42.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 268]
6.39.3 - 42.3 Selbsthilfetechniken [Seite 270]
6.39.4 - 42.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 272]
6.40 - 43. Kleiner Brustmuskel [Seite 273]
6.40.1 - 43.1 Häufige Symptome [Seite 274]
6.40.2 - 43.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 275]
6.40.3 - 43.3 Selbsthilfetechniken [Seite 276]
6.40.4 - 43.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 276]
6.41 - 44. Deltamuskel [Seite 277]
6.41.1 - 44.1 Häufige Symptome [Seite 277]
6.41.2 - 44.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 279]
6.41.3 - 44.3 Selbsthilfetechniken [Seite 279]
6.41.4 - 44.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 281]
6.42 - 45. Hakenarmmuskel [Seite 282]
6.42.1 - 45.1 Häufige Symptome [Seite 283]
6.42.2 - 45.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 283]
6.42.3 - 45.3 Selbsthilfetechniken [Seite 284]
6.42.4 - 45.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 285]
6.43 - 46. Bizeps oder zweiköpfiger Armmuskel [Seite 286]
6.43.1 - 46.1 Häufige Symptome [Seite 286]
6.43.2 - 46.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 287]
6.43.3 - 46.3 Selbsthilfetechniken [Seite 288]
6.43.4 - 46.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 288]
6.44 - 47. Schmerzen im Unterarm, in Handgelenk und Hand [Seite 290]
6.44.1 - 47.1 Karpaltunnelsyndrom [Seite 290]
6.44.2 - 47.2 Eingeklemmter kleiner Brustmuskel [Seite 291]
6.45 - 48. Handstrecker, Oberarm-Speichen-Muskel und Fingerstrecker [Seite 293]
6.45.1 - 48.1 Häufige Symptome [Seite 294]
6.45.2 - 48.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 295]
6.45.3 - 48.3 Selbsthilfetechniken [Seite 296]
6.45.4 - 48.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 297]
6.46 - 49. Auswärtsdreher [Seite 298]
6.46.1 - 49.1 Häufige Symptome [Seite 298]
6.46.2 - 49.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 299]
6.46.3 - 49.3 Selbsthilfetechniken [Seite 300]
6.46.4 - 49.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 300]
6.47 - 50. Langer Hohlhandmuskel [Seite 301]
6.47.1 - 50.1 Häufige Symptome [Seite 302]
6.47.2 - 50.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 302]
6.47.3 - 50.3 Selbsthilfetechniken [Seite 303]
6.47.4 - 50.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 303]
6.48 - 51. Hand- und Fingerbeuger [Seite 304]
6.48.1 - 51.1 Häufige Symptome [Seite 304]
6.48.2 - 51.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 306]
6.48.3 - 51.3 Selbsthilfetechniken [Seite 307]
6.48.4 - 51.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 308]
6.49 - 52. Vorderarmbeuger [Seite 309]
6.49.1 - 52.1 Häufige Symptome [Seite 309]
6.49.2 - 52.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 310]
6.49.3 - 52.3 Selbsthilfetechniken [Seite 311]
6.49.4 - 52.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 311]
6.50 - 53. Daumenanzieher und -gegensteller [Seite 312]
6.50.1 - 53.1 Häufige Symptome [Seite 312]
6.50.2 - 53.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 313]
6.50.3 - 53.3 Selbsthilfetechniken [Seite 313]
6.50.4 - 53.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 315]
6.51 - 54. Zwischenknochenmuskeln der Hand und Kleinfingerspreizer [Seite 316]
6.51.1 - 54.1 Häufige Symptome [Seite 317]
6.51.2 - 54.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 318]
6.51.3 - 54.3 Selbsthilfetechniken [Seite 318]
6.51.4 - 54.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 319]
6.52 - 55. Schmerzen in Bein, Knie oder Fuß [Seite 320]
6.52.1 - 55.1 Fersensporn [Seite 320]
6.52.2 - 55.2 Schiefziehe und Entzu?ndung des Großzehenballens [Seite 321]
6.52.3 - 55.3 Shin Splints (Schienbeinkantensyndrom odermediales Tibiakantensyndrom) [Seite 321]
6.52.4 - 55.4 Engpass- oder Kompartment-Syndrom [Seite 322]
6.53 - 56. Ru?ckseitige Oberschenkelmuskeln [Seite 324]
6.53.1 - 56.1 Häufige Symptome [Seite 325]
6.53.2 - 56.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 326]
6.53.3 - 56.3 Selbsthilfetechniken [Seite 326]
6.53.4 - 56.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 328]
6.54 - 57. Kniekehlenmuskel [Seite 329]
6.54.1 - 57.1 Häufige Symptome [Seite 329]
6.54.2 - 57.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 330]
6.54.3 - 57.3 Selbsthilfetechniken [Seite 331]
6.54.4 - 57.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 331]
6.55 - 58. Zwillingswadenmuskel [Seite 332]
6.55.1 - 58.1 Häufige Symptome [Seite 333]
6.55.2 - 58.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 333]
6.55.3 - 58.3 Selbsthilfetechniken [Seite 335]
6.55.4 - 58.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 337]
6.56 - 59. Schollenmuskel und Fußsohlenmuskel [Seite 338]
6.56.1 - 59.1 Häufige Symptome [Seite 339]
6.56.2 - 59.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 341]
6.56.3 - 59.3 Selbsthilfetechniken [Seite 342]
6.56.4 - 59.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 343]
6.57 - 60. Hinterer Schienbeinmuskel [Seite 344]
6.57.1 - 60.1 Häufige Symptome [Seite 345]
6.57.2 - 60.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 345]
6.57.3 - 60.3 Selbsthilfetechniken [Seite 346]
6.57.4 - 60.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 346]
6.58 - 61. Lange Zehenbeuger [Seite 347]
6.58.1 - 61.1 Häufige Symptome [Seite 348]
6.58.2 - 61.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 349]
6.58.3 - 61.3 Selbsthilfetechniken [Seite 349]
6.58.4 - 61.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 350]
6.59 - 62. Kleiner Gesäßmuskel [Seite 351]
6.59.1 - 62.1 Häufige Symptome [Seite 352]
6.59.2 - 62.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 353]
6.59.3 - 62.3 Selbsthilfetechniken [Seite 354]
6.59.4 - 62.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 356]
6.60 - 63. Oberschenkelfaszienspanner [Seite 357]
6.60.1 - 63.1 Häufige Symptome [Seite 358]
6.60.2 - 63.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 359]
6.60.3 - 63.3 Selbsthilfetechniken [Seite 359]
6.60.4 - 63.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 361]
6.61 - 64. Wadenbeinmuskeln [Seite 362]
6.61.1 - 64.1 Häufige Symptome [Seite 363]
6.61.2 - 64.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 363]
6.61.3 - 64.3 Selbsthilfetechniken [Seite 365]
6.61.4 - 64.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 366]
6.62 - 65. Vierköpfiger Schenkelstrecker [Seite 367]
6.62.1 - 65.1 Häufige Symptome [Seite 368]
6.62.2 - 65.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 371]
6.62.3 - 65.3 Selbsthilfetechniken [Seite 372]
6.62.4 - 65.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 375]
6.63 - 66. Schneidermuskel [Seite 376]
6.63.1 - 66.1 Häufige Symptome [Seite 376]
6.63.2 - 66.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 377]
6.63.3 - 66.3 Selbsthilfetechniken [Seite 378]
6.63.4 - 66.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 378]
6.64 - 67. Hu?ftgelenksadduktoren [Seite 379]
6.64.1 - 67.1 Häufige Symptome [Seite 379]
6.64.2 - 67.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 381]
6.64.3 - 67.3 Selbsthilfetechniken [Seite 381]
6.64.4 - 67.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 383]
6.65 - 68. Kammmuskel [Seite 384]
6.65.1 - 68.1 Häufige Symptome [Seite 384]
6.65.2 - 68.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 385]
6.65.3 - 68.3 Selbsthilfetechniken [Seite 386]
6.65.4 - 68.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 386]
6.66 - 69. Vorderer Schienbeinmuskel [Seite 387]
6.66.1 - 69.1 Häufige Symptome [Seite 387]
6.66.2 - 69.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 388]
6.66.3 - 69.3 Selbsthilfetechniken [Seite 389]
6.66.4 - 69.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 390]
6.67 - 70. Lange Zehenstreckermuskeln [Seite 391]
6.67.1 - 70.1 Häufige Symptome [Seite 392]
6.67.2 - 70.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 393]
6.67.3 - 70.3 Selbsthilfetechniken [Seite 394]
6.67.4 - 70.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 395]
6.68 - 71. Intrinsische Fußmuskulatur, obere Schicht [Seite 396]
6.68.1 - 71.1 Häufige Symptome [Seite 397]
6.68.2 - 71.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 398]
6.68.3 - 71.3 Selbsthilfetechniken [Seite 399]
6.68.4 - 71.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 401]
6.69 - 72. Intrinsische Fußmuskulatur, tiefe Schicht [Seite 402]
6.69.1 - 72.1 Häufige Symptome [Seite 403]
6.69.2 - 72.2 Triggerpunkt-Ursachen, chronifizierende Faktoren und Lösungen [Seite 404]
6.69.3 - 72.3 Selbsthilfetechniken [Seite 404]
6.69.4 - 72.4 Andere möglicherweise betroffene Muskeln [Seite 405]
7 - Literatur [Seite 406]
8 - Index [Seite 408]
9 - Muskelverzeichnis [Seite 412]
10 - Über die Autorin [Seite 416]

1. Triggerpunkte und chronische Schmerzen


1.1 Anatomie und Physiologie eines Muskels


Ein Muskel besteht aus einer Vielzahl von Muskelzellen oder Muskelfasern, die durch Bindegewebe gebündelt werden und davon umgeben sind. Jede Faser enthält zahlreiche Myofibrillen (Muskelfibrillen). In den meisten Skelettmuskeln finden sich etwa ein- bis zweitausend Myofibrillen, und jede Myofibrille besteht aus einer Kette von Sarkomeren (Muskelfasersegmenten), die an ihren Enden miteinander verbunden sind. Vermittels dieser Sarkomere finden die Muskelkontraktionen statt (s. Abb. 1.1).

Eine Muskelspindel (lat. Fusus neuromuscularis) ist ein sensorischer Rezeptor im Muskelbauch. Muskelspindeln sind dort konzentriert, wo ein Nerv in den Muskel eintritt, und auch rings um die Nerven innerhalb des Muskels. Jede Spindel enthält drei bis zwölf intrafusale Muskelfasern, die jede Längenveränderung des betreffenden Muskels registrieren. Wenn die Körperhaltung sich verändert, werden entsprechende Informationen über die Fortsätze sensorischer Nervenzellen an das zentrale Nervensystem übertragen und im Rückenmark, gegebenenfalls auch im Gehirn, verarbeitet. Je nach Bedarf schüttet die motorische Endplatte – die Schnittstelle (Synapse) zwischen Nerven- und Muskelfaser – Acetylcholin aus, einen Neurotransmitter (Botenstoff), der das sarkoplasmatische Retikulum (die muskuläre Version des jeder Zelle eigenen „Versorgungsapparats“) dazu veranlasst, Calciumionen auszuschütten, woraufhin sich extrafusal gelegene Muskelfasern zusammenziehen. Ist die Kontraktion der Muskelfasern nicht länger notwendig, hört die Endplatte auf, Acetylcholin auszuschütten, und das Calcium wird ins sarkoplasmatische Retikulum zurückgepumpt. Diesen durch die sensorischen Signale der Muskelspindeln angestoßenen Automatismus der Muskeltätigkeit bezeichnet man als skeleto-fusimotorisches System. Der reibungslose Ablauf dieser Choreographie ist von entscheidender Bedeutung für ein gesundes Spannungs-Entspannungsverhalten des Muskelgewebes.

1.2 Die Physiologie von Triggerpunkten: Kontraktion und Entzündung


Eine der aktuellen Theorien über den Mechanismus, der die Bildung von Triggerpunkten bewirkt, ist als „Integrierte Triggerpunkt-Hypothese“ bekannt. Wenn eine Verletzung stattgefunden hat oder die Acetylcholin-Ausschüttung der motorischen Endplatten erheblich zunimmt, kann durch das sarkoplasmatische Retikulum zu viel Calcium ausgeschüttet werden. Dadurch wird ein Muskelsegment maximal kontrahiert, was zu einem erheblichen Energiebedarf und zur Beeinträchtigung der lokalen Durchblutung führt. Wenn die Durchblutung gestört ist, bekommt die Calciumpumpe nicht den Treibstoff und den Sauerstoff, den sie benötigt, um Calcium wieder ins sarkoplasmatische Retikulum zurückzupumpen, sodass die Muskelfaser weiterhin kontrahiert bleibt. Daraufhin werden sensibilisierende Botenstoffe ausgeschüttet, die Schmerzen verursachen und das autonome Nervensystem reizen, und dieser Prozess mündet in eine positive Rückkopplung: Die motorische Endplatte schüttet weiterhin zu viel Acetylcholin aus und die Sarkomere in ihrer Umgebung bleiben dauerhaft kontrahiert.

Eine andere aktuelle Theorie ist die „Muskelspindel-Hypothese“, nach der die Hauptursache für die Entstehung eines Triggerpunkts weniger in einer Funktionsstörung der motorischen Endplatte als vielmehr in entzündlichen Prozessen innerhalb der Muskelspindel zu suchen ist (Partanen, Ojala & Arokoski, 2010). Bei anhaltender Überlastung eines Muskels aktivieren demnach Schmerzrezeptoren über den mit den Muskelspindeln verknüpften Reflexbogen in der Wirbelsäule die entsprechenden Einheiten des skeleto-fusimotorischen Systems. Durch den anhaltenden Schmerz kommt es zu fortgesetzter Kontraktion und Ermüdung, einer Erstarrung in einer Art „stummem Krampf“ der Extrafusalfasern. Dies wiederum führt zur Bildung eines „Muskelhartspanns“, den man als Triggerpunkt wahrnimmt. Da die Muskelspindel selbst kaum blutversorgt ist, sammeln sich die entzündlichen Metabolite (Stoffwechselzwischenprodukte) an und führen zu einer anhaltenden Entzündung.

In einer bahnbrechenden Studie gelang es Shah et al. (2008), in Triggerpunkten und dem umgebenden Gewebe erhöhte Konzentrationen von elf biochemischen Substanzen zu messen, darunter Entzündungsmediatoren, Neuropeptide, Catecholamine und Zytokine (hauptsächlich sensibilisierende Stoffe und biochemische Substanzen des Immunsystems). Darüber hinaus lag der pH-Wert der Proben im Vergleich zu anderen Partien des Körpers im stark sauren Bereich. Im Rahmen einer von Issbener, Reeh und Steen (1996) durchgeführten Studie wurde festgestellt, dass ein lokal verminderter (im Sauren angesiedelter) pH-Wert die Schmerzempfindlichkeitsschwelle von Sinnesrezeptoren senkt, auch wenn dabei nicht notwendigerweise eine akute Schädigung des Muskels zu verzeichnen ist. Das bedeutet: Je saurer der pH-Wert in einem bestimmten Bereich der Muskulatur ist, desto mehr Schmerzen wird der Betroffene im Vergleich zu anderen Menschen empfinden. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Frage zu beantworten, ob ein verminderter pH-Wert und erhöhte Konzentrationen der oben erwähnten Stoffe bei betroffenen Personen eine Prädisposition für die Entwicklung von Triggerpunkten bewirken. Die Mechanismen der Entstehung von Triggerpunkten und ihre Physiologie sind demnach alles andere als geklärt.

1.3 Sensibilisierung des zentralen Nervensystems, Triggerpunkte und chronische Schmerzen


Das autonome Nervensystem steuert die Ausschüttung von Acetylcholin und unwillkürliche Körperfunktionen, etwa die Funktionen von Blutgefäßen und Drüsen. Ängste und nervöse Spannungen erhöhen die Aktivitäten des autonomen Nervensystems, wodurch normalerweise Triggerpunkte und die sie begleitenden Symptome verschlimmert werden.

Das zentrale Nervensystem besteht aus Gehirn und Rückenmark, und seine Funktion ist es, sämtliche Aktivitäten und Reaktionen des Körpers zu integrieren und zu koordinieren. Akute Stressreaktionen schützen uns, indem sie uns zum Beispiel veranlassen, die Finger von einer heißen Herdplatte wegzuziehen, aus einer gefährlichen Situation zu flüchten oder einen verletzten, schmerzenden Körperteil ruhen zu lassen. Wenn jedoch emotionaler oder körperlicher Stress anhält, und sei es nur für ein paar Tage, kommt es zu einer fehlangepassten Reaktion des zentralen Nervensystems, insbesondere des Sympathikus (Teil des autonomen Nervensystems, der unter anderem die Durchblutung und die Funktion der inneren Organe beeinflusst) und der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA). Dieses Phänomen wird als Sensibilisierung des Nervensystems bezeichnet.

Schmerz veranlasst bestimmte Arten von Nervenrezeptoren, Informationen an Neuronen zu übermitteln, die sich in einem bestimmten Bereich der grauen Substanz in der Wirbelsäule und im Hirnstamm befinden. Der Schmerz wird dort verstärkt und dann an andere Muskeln weitergeleitet, wodurch der schmerzende Bereich über die ursprünglich betroffene Region hinaus ausgedehnt wird. Hartnäckige Schmerzen führen zu lange anhaltenden oder gar permanenten Veränderungen in diesen Neuronen, die über Neurotransmitter auch benachbarte Neuronen in Mitleidenschaft ziehen. (Als Neurotransmitter bezeichnet man chemische Botenstoffe, die von Neuronen produziert, an den Synapsen ausgeschüttet und an die jeweilige Partnerzelle übermittelt werden, wodurch diese erregt oder gehemmt wird.)

Wenn das zentrale Nervensystem sensibilisiert worden ist, werden diverse Stoffe freigesetzt: Histamin (ein Gewebshormon, das unter anderem die Erweiterung und Durchlässigkeit von Blutgefäßen steuert), Serotonin (ein Neurotransmitter, der ebenfalls auf das Gefäßsystem wirkt), Bradykinin (ein Gewebshormon, das Blutgefäße weitet, deren Durchlässigkeit erhöht und an der Schmerzentstehung beteiligt ist) und Substanz P (ein Neuropeptid, das bei der Regulierung der Schmerzschwelle eine Rolle spielt). Diese Stoffe regen das Nervensystem an, lokal noch mehr Acetylcholin freizusetzen, wodurch zur Chronifizierung von Triggerpunkten beigetragen wird.

Die Sensibilisierung des zentralen Nervensystems kann dazu führen, dass derjenige Teil des Nervensystems, der Schmerzen entgegenwirkt, versagt und seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. Dadurch können schon bei geringer körperlicher und emotionaler Belastung leichter Schmerzen ausgelöst werden, und diese Schmerzen können stärker sein und länger anhalten. Einerseits können lang anhaltende, durch die Sensibilisierung des zentralen Nervensystems ausgelöste Schmerzen zu emotionalen und körperlichen Belastungen führen, andererseits können länger anhaltende Belastungen – sowohl emotionale als auch körperliche – aber auch zu einer Sensibilisierung des zentralen Nervensystems führen und anschließend Schmerzen verursachen. Schon die stressbedingten Veränderungen des zentralen Nervensystems können ihre eigene Chronifizierung bewirken und auch in Abwesenheit der ursprünglichen oder eventuell zusätzlichen Stressoren Schmerzen verursachen und so in einen Teufelskreis aus Schmerz und Triggerpunkt-Entstehung münden.

Wenn das zentrale Nervensystem erst einmal durch Sensibilisierung in Mitleidenschaft gezogen ist, können immer weiter neue Triggerpunkte entstehen und bereits vorhandene reaktiviert werden – und zwar auch dann, wenn die ursprünglichen, Triggerpunkte verursachenden chronifizierenden Faktoren beseitigt wurden. Je länger also solche Schmerzen...

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: ohne DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "glatten" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Ein Kopierschutz bzw. Digital Rights Management wird bei diesem E-Book nicht eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Dateiformat: PDF
Kopierschutz: ohne DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Ein Kopierschutz bzw. Digital Rights Management wird bei diesem E-Book nicht eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

35,99 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB ohne DRM
siehe Systemvoraussetzungen
PDF ohne DRM
siehe Systemvoraussetzungen
Hinweis: Die Auswahl des von Ihnen gewünschten Dateiformats und des Kopierschutzes erfolgt erst im System des E-Book Anbieters
E-Book bestellen