Dieses Buch macht dich wahnsinnig ... kreativ und glücklich

Wie du deine Ängste überwindest und endlich loslegst
 
 
Ullstein Taschenbuchverlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. April 2020
  • |
  • 304 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8437-2290-2 (ISBN)
 
Lass dich ein auf eine abenteuerliche Reise zu deiner eigenen Kreativität: Begleitet von deinem jüngeren Selbst erinnerst du dich endlich wieder an das, was dich wirklich begeistert und inspiriert. Du lernst einzigartige Strategien, um die Feinde jeder kreativen Mission zu vertreiben: Angst, Hemmungen, Prokrastination, Perfektionismus und Neid. Unterwegs gibt's zahlreiche Gelegenheiten, einfach mal albern zu sein und Spaß zu haben. So eroberst du dir Schritt für Schritt den Raum für fantasievolle Experimente und lebst dein wahres Ich aus ¿ im Buch und in der echten Welt.
weitere Ausgaben werden ermittelt
Felicia Day kann anscheinend alles: Sie arbeitet als Schauspielerin, produziert virale und preisgekrönte YouTube-Videos, und ihr erstes Buch, das Memoir "You're Never Weird on the Internet", hat es auf Anhieb in die "New York Times"-Bestseller-Liste geschafft. Mit ihrer ehrlichen und ein bisschen verrückten Art begeistert sie nicht nur den Erschaffer des "Game of Thrones"-Universums, sondern auch Millionen Fans in ihrer Online-Community. Dabei überwindet sie immer wieder ihre eigenen Ängste und wagt sich an die unterschiedlichsten kreativen Projekte. Wie das geht, kann man jetzt ihrem Mitmachbuch selber lernen.

WOZU KREATIVITÄT?

Ich will niemanden in Verlegenheit bringen, aber weißt du eigentlich, warum du hier bist? Oder hast du dich vielleicht irreführen lassen in der Annahme, ich sei lustig, und aufs Beste gehofft? (Wenn ja, <Witz einfügen>!)

Schreib zehn Wörter, die zum Ausdruck bringen, welche Gefühle du mit »Kreativität« verbindest.

 

 

 

Wahrscheinlich fallen dir auch irgendwelche negativen Wörter ein. Das ist nicht nur okay so, sondern prima! Sie sind der Stoff, an dem wir arbeiten können. Eine Runderneuerung ist nicht mehr nötig, wenn wir uns mit dem Instagram-Filter schon perfektioniert haben.

Ein Ziel ins Auge zu fassen motiviert und verleiht uns das Gefühl, »ganz bei uns zu sein«. Wir wollen fitter werden. Wir wollen besser organisiert sein. Wir wollen fünf Fremdsprachen lernen, tausend Videogames spielen und jede Konditorei der Welt besuchen, um jede einzelne Nascherei zu probieren. (Ups, das ist meine Liste. Und wenn ich jetzt darüber nachdenke, passt die Nascherei nicht so recht zu meinem Wunsch nach Fitness, Mist!)

In den meisten Belangen unseres Alltags sind wir auf andere angewiesen, die uns zurechtweisen. In der Schule mit Noten, am Arbeitsplatz mit Terminen. Wir entwickeln eine Idee von unseren langfristigen Zielen, die so fluffig sind wie Schlagsahne und doch mindestens so fest sein sollten wie Baiser. (Sorry, ich bin immer noch in Gedanken in der Konditorei.) Das Problem ist, es gibt keinen direkten Weg, dem wir folgen können. Vielmehr müssen wir uns Gründe zurechtlegen, um etwas Spezifisches, Machbares und WICHTIGES in Angriff nehmen zu können.

Wir sind hier, um unsere schräge, kreative Seite aufzuschließen. Das bedeutet, dass wir uns gestatten müssen, ein bisschen egoistisch zu sein, um einem so selbstbezogenen Anliegen Vorrang einzuräumen. Ja, ich gebe uns allen die Erlaubnis, ein bisschen egoistisch zu sein. Ich weiß, uns wurde eingetrichtert, das sei eine schlechte Eigenschaft. Und so muss ich mit meiner kleinen Tochter die leckeren Kroketten teilen, die ich doch viel lieber ganz für mich allein hätte. Es besteht aber nun einmal ein großer Unterschied zwischen der Priorisierung einer persönlichen Vorliebe für gebackene Kartoffeln und deren Beschlagnahme mit der Begründung, dass die doofen Babys doch schließlich auch einfach Brei essen können. (Hier, du kannst ruhig all meine Kroketten haben, ich liebe dich.)

Uns frei zu machen und kreativ zu werden ist tatsächlich eine Form von Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Das sollten wir uns schuldig sein und unsere besten Möglichkeiten zur Entfaltung bringen, was nebenbei auch glücklich macht. Wir müssen sie spüren, diese Möglichkeiten, tief in unseren Knochen, um ans Werk zu gehen. Wie? Nun, für den Anfang sei gesagt .

Unsere Stimme ist einzigartig

Schreib ein paar Sätze über eine Katze. Eine Katze, die du persönlich kennst, oder eine frei erfundene. Schildere, wie sie aussieht und wie sie sich verhält, ihre Vorlieben und Abneigungen.

 

 

 

Wirklich und wahrhaftig: Noch nie ist eine Katze exakt so beschrieben worden wie soeben von dir. In der ganzen Menschheitsgeschichte nicht. Und sie wird es nie wieder. Ist das nicht erstaunlich? Wir sind genetisch darauf programmiert, Katzen jeweils anders zu beschreiben. Wieso hat uns die Evolution an diesen Punkt gebracht? (Das Universum wird doch wohl nicht von Katzen beherrscht!? Hmm .)

Wenn ich in einer Geschichte, die jemand anders geschrieben hat, lesen würde, dass da ein Mensch am Strand steht, ohne Kopfbedeckung, mit Sand zwischen den Zehen und drauf und dran, ins Meer zu springen, würde ich mit Sicherheit denken . Hm? Warum schützt er sich nicht vor der Sonne? Hat er keine Angst vor Hautkrebs? Und was sucht er da überhaupt am Strand? Sand ist schrecklich. Und das Meer keine Badewanne. Es ist kalt und voller Delfinurin. Wieso versetzt der Autor seinen Helden ausgerechnet dorthin und nicht in einen schönen Raum mit Klimaanlage? Ich würde so nur einen Erzschurken einführen. Und das Buch trüge bei mir den Titel Verhängnisvoller Strand. Total normale Gedanken.

Aber der Witz des Ganzen ist, dass ich im Verlauf der Lektüre womöglich meine Meinung über Strände ändern würde. Oder wenn ich mich mit anderen darüber unterhielte, auch sie davon überzeugen könnte, dass Sand etwas Schreckliches ist. (Das günstigere Ergebnis.) Kurz, was auch passieren mag, es passiert, weil man seine kreativen Gedanken mit JEMANDEM teilt. Was für ein schöner Grund, die eigene Stimme zu erheben! (Jetzt weißt du auch, warum ich noch nie über den Strand von Los Angeles gegangen bin, obwohl ich fünfzehn Jahre lang in der Nähe gewohnt habe.)

Kreativität verhilft uns zu einem besseren Selbstverständnis. Wie unsere Fingerabdrücke oder musikalischen Vorlieben ist unsere Kreativität unverwechselbar. Die Welt hat ein Anrecht darauf, unsere Stimme zu hören, solange wir über diesen Erdball gehen. Ich will keinem ein schlechtes Gewissen machen (okay, ein bisschen vielleicht), wenn ich sage, dass wir die Welt um eine einzigartige Perspektive bringen, wenn wir nicht kreativ werden. Was hält uns davon ab?

Wir sind schon dabei

Es macht mich ganz krank, wenn ich jemanden sagen höre: »Ich bin nicht kreativ.« Am liebsten würde ich ihn in den Arm nehmen und ihm ins Ohr flüstern: »Bitte, denk noch mal darüber nach. Ich habe keinen Zweifel daran, dass du etwas Schönes zustande bringen kannst, wenn du es nur versuchst. Ich wette, du hast heute schon mindestens fünf kreative Akte vollzogen, die du aber nicht wertschätzt. Wenn ich Zeit hätte, würde ich mich mit dir zusammensetzen und im Einzelnen darüber austauschen. Aber die Umarmung dauert mir nun doch ein bisschen zu lange. Ich muss jetzt loslassen.«

Wir sind TAGTÄGLICH kreativ. Kreativität bedeutet nicht, einen Picasso zu malen (das konnte nur Picasso); vielmehr ermöglicht sie uns, Tag für Tag auf einzigartige Weise durch unsere Welt zu navigieren. Wir stellen ein Outfit zusammen. Wir planen einen Urlaub. Wir wählen die Füllung für unsere Tacos. (Ich bevorzuge ein Ranch-Dressing auf Chicken-Fajitas und SCHÄME MICH NICHT DAFÜR!) Das sind alles kleine Stempel mit der Aufschrift »Ich«, die wir der Welt um uns herum aufdrücken, und jedes Mal ist eine Prise Kreativität gefragt. Wir wenden sie unbewusst an. Ein wundersamer Vorgang, aber völlig unterbewertet. Warum?

»Verrückt! Seltsam! Bizarr! Exzentrisch! Schrullig! Sonderbar!« Ich sehe meine kleine Tochter aufwachsen, werde vertraut mit ihrer Sicht auf die Welt um sie herum und stelle fest, dass sie sich besonders für Anomalien interessiert, sie ist fasziniert davon. Sie zeigt auf ein Auto ohne Dach. Fragt sich, warum das eine Häschen in ihrem Bilderbuch einen Zylinder trägt und das andere nicht. Sie will wissen, warum Mama so viele Bilder von sich im Haus hat, und wenn ich ihr erkläre, dass es sich um Geschenke handelt von Leuten, die mich gemalt haben - was an sich schon ziemlich ungewöhnlich ist -, und dass mir diese Geschenke lieb und teuer sind, nickt sie bloß und spielt wieder mit ihren Legosteinen. Ihr fallen Unterschiede auf, nicht etwa weil sie Anstoß daran nähme (das tue ich, wenn ich darauf hinweise, dass Pommes, die auf dem Gehweg liegen, NICHT mehr zum Verzehr geeignet sind), sondern weil sie ihre Welt verstehen will.

Wenn wir aber älter werden, verwandelt sich diese offenherzige Faszination durch Dinge oder Personen, die anders sind, irgendwie in Geringschätzung. Wir kleben dem Andersartigen, der aus der Norm fällt, das Etikett »komischer Kauz« oder »verrückter Typ« auf. Und grenzen ihn aus. Der Betroffene hat einiges auszuhalten. Niemand will ausgesondert sein. Stell dir vor, du gehst in eine Varietéveranstaltung und der Zauberer ruft dich aus dem Publikum auf die Bühne. Schrecklich, nicht? Ein Albtraum. Wenn ich allein daran denke, wird mir flau. Es ist kein Wunder, dass wir, dermaßen unter Druck gesetzt, nicht wahrhaben wollen, dass wir einzigartig sind. Wir fühlen uns wohler in der Herde. Mäh mäh, hab ich recht?

Gestatten wir uns aber anzuerkennen, dass wir in unserem Sosein und weil wir nun einmal EXISTIEREN unabdingbar einzigartig sind, dürfte es auch nicht mehr schwer sein einzusehen, dass wir von Natur aus kreativ sind. Ergo, seien wir doch froh, die Fähigkeit zu besitzen, alles Mögliche zu schaffen. Ipso facto haben wir zur Verwirklichung unserer kreativen Träume, seien sie groß oder klein, schon alles, was wir brauchen. Carpe diem et cetera pp.

Schreib ins obere Kästchen, auf welche Weise du gestern kreativ gewesen bist, ohne diesen kreativen Akt als solchen wertgeschätzt zu haben.

Nichts ist so gering, dass es nicht zu würdigen wäre!

Ins untere Kästchen trage ein großes kreatives Vorhaben ein, an das du dich noch nicht herangetraut hast.

Beides mag noch so weit voneinander entfernt sein, trotzdem lassen sich die Kästchen über die gepunktete Linie miteinander verbinden.

Tus! Na bitte. Du hast es getan.

(So einfach ist es IN WIRKLICHKEIT natürlich nicht. Aber das tut nichts zur Sache. Es kommt einzig darauf an zu erkennen, dass es MÖGLICH ist.)

Zusammen werden wir eine Brücke zu schlagen lernen zwischen dem, was leicht zu schaffen ist, und dem, was außerhalb unserer Möglichkeiten zu liegen scheint. Ziehen...

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

10,99 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen