Crossfire. Offenbarung

Band 2 Roman
 
 
Heyne (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. März 2013
  • |
  • 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-09943-5 (ISBN)
 
Abgründig und sexy, berauschend und romantisch

Schon seit ein paar Wochen sind die junge attraktive Eva und der erfolgreiche Geschäftsmann Gideon Cross ein Paar. Eva liebt seine dominante Art und findet in der Unterwerfung Geborgenheit und sexuelle Erfüllung. Noch nie konnte sie einem Mann so vertrauen. Doch dann verändert Gideon sich, er will sie immer stärker kontrollieren, und auch die alten Dämonen aus seiner Vergangenheit belasten Eva. Denn Gideon schweigt nach wie vor darüber, was ihm zugestoßen ist. Eva weiß: Ihre Beziehung hat nur eine Zukunft, wenn es keine Geheimnisse und keine Tabus zwischen ihnen gibt ...

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Heyne
  • 0,42 MB
978-3-641-09943-5 (9783641099435)
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Die Nummer-1-Bestsellerautorin Sylvia Day stand mit ihrem Werk an der Spitze der New York Times-Bestsellerliste sowie 28 internationaler Listen. Sie hat über 20 preisgekrönte Romane geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Weltweit werden ihre Romane millionenfach verkauft.

1

Ich liebte New York mit einer verrückten Leidenschaft, die ich sonst nur für eine einzige Sache in meinem Leben empfand. Die Stadt war ein Mikrokosmos aus den unbegrenzten Möglichkeiten der Neuen Welt und den traditionellen Werten der Alten Welt. Hier lebten streng Konservative auf Tuchfühlung mit liberalen Bohemiens. Kurios Schräges teilte sich die Bühne mit unbezahlbar Exklusivem. Die pulsierende Energie der Stadt belebte internationale Geschäfte und lockte Menschen aus allen Ecken der Erde hierher.

Und der Mann, der diese vibrierende Lebensgier, diesen unstillbaren Ehrgeiz und diese weltumspannende Macht wie kein anderer in sich vereinte, hatte mich eben zu zwei markerschütternden Orgasmen gevögelt.

Während ich barfuß zu seinem riesigen begehbaren Kleiderschrank lief, warf ich einen kurzen Blick auf das vom Sex zerwühlte Bett von Gideon Cross, und die Erinnerung an die dort erlebte Lust ließ mich erschauern. Meine Haare waren noch feucht vom Duschen, und ich trug nichts anderes als ein Handtuch um meinen Körper. In anderthalb Stunden musste ich allerdings im Büro sein, und ich hatte keine Zeit zu trödeln. Wollte ich die ewige Hetzerei vermeiden, würde ich künftig wohl genügend Zeit für Sex in meiner morgendlichen Routine einplanen müssen. Schließlich war Gideon beim Aufwachen sofort bereit, die Welt zu erobern, und am liebsten begann er seine Machtdemonstrationen gleich bei mir.

Was für ein Glück ich doch hatte.

Da mit den ersten Julitagen die Temperaturen in New York in die Höhe gingen, entschied ich mich für eine schmal geschnittene Hose aus reinem Leinen und ein ärmelloses Oberteil aus Popeline, dessen heller Grauton gut zu meinen Augen passte. Zum kunstvollen Frisieren fehlte mir das Talent, daher band ich meine langen blonden Haare nur in einen schlichten Pferdeschwanz zurück, bevor ich mich schminkte. Sobald ich vorzeigbar war, verließ ich das Schlafzimmer.

Schon im Flur hörte ich Gideons Stimme. Ein feines Kribbeln durchfuhr mich, denn sein ruhiger, knapper Ton verriet mir, dass er wütend war. Eigentlich reagierte er nur selten gereizt – es sei denn, ich versetzte ihn in Rage. Ich brachte ihn ohne Probleme dazu, seine Stimme zu heben, zu fluchen oder sich mit beiden Händen durch die traumhaften schulterlangen pechschwarzen Haare zu fahren.

In der Regel jedoch war Gideon die gezügelte Macht in Person. Warum auch sollte er jemanden anbrüllen, wenn die Leute bereits bei einem kurzen Blick oder einem scharf gesprochenen Wort von ihm zusammenzuckten?

Er stand mit dem Rücken zur Tür in seinem Arbeitszimmer. An seinem Ohr klemmte ein Bluetooth-Headset, und er blickte mit verschränkten Armen aus den Fenstern seines Fifth-Avenue-Penthouses. Gideon wirkte in diesem Moment wie ein Einzelgänger, völlig losgelöst von der Welt um ihn herum, doch zugleich imstande, diese zu beherrschen.

Ich lehnte mich an den Türrahmen und genoss den Anblick. Meine Sicht auf die Skyline war zweifellos berauschender als seine, denn für mich verwob sich seine Gestalt mit der gigantischen Hochhauslandschaft dahinter, und er strahlte mindestens ebenso viel Kraft aus wie diese eindrucksvolle Stadt. Er hatte schon geduscht, bevor ich mich überhaupt aus dem Bett gekämpft hatte. Mittlerweile steckte dieser süchtig machende Körper in der Hose und der Weste eines maßgefertigten Dreiteilers, wofür ich im Übrigen ebenfalls eine unleugbare Schwäche hegte. Darunter zeichneten sich ein perfekt geformter Arsch, breite Schultern und ein muskulöser Rücken ab.

An der Wand hing eine umfangreiche Fotosammlung von uns als Paar und eine sehr intime Aufnahme, die er von mir gemacht hatte, als ich schlief. Die meisten Bilder stammten von den Paparazzi, die ihm auf Schritt und Tritt folgten. Schließlich war er Gideon Cross von Cross Industries, der im unfassbaren Alter von achtundzwanzig bereits zu den fünfundzwanzig reichsten Menschen der Welt zählte. Ihm gehörte vermutlich ein beträchtlicher Teil von Manhattan, und mit absoluter Sicherheit war er der heißeste Typ auf diesem Planeten. An all seinen Arbeitsplätzen hatte er Fotos von mir aufgestellt, als wäre ich auch nur annähernd ein so scharfer Anblick wie er.

Elegant drehte er sich um die eigene Achse und musterte mich aus eisblauen Augen. Natürlich hatte er gewusst, dass ich dort stand und ihn beobachtete. Ein gewisses Knistern lag in der Luft, sobald wir uns nahe waren, eine Art erwartungsvolle Spannung, ähnlich der aufgeladenen Stille vor einem Gewitterdonner. Wahrscheinlich hatte er bewusst einen Moment gewartet, bevor er sich umdrehte, um mir Gelegenheit zu geben, ihn ausgiebig mit Blicken zu verschlingen. Er wusste nur zu gut, wie gern ich ihn ansah.

Dunkel und Gefährlich. Und ganz und gar mein.

Gott! Diese Gesichtszüge schlugen mich jedes Mal aufs Neue in ihren Bann. Hohe Wangenknochen, schwungvolle schwarze Brauen, dichte Wimpern über blauen Augen und dann diese Lippen … perfekt geformt, zugleich sinnlich, aber auch bedrohlich. Ich liebte es, wenn sie mich voller Begierde einladend anlächelten, und ich zitterte, wenn sie sich zu einer strengen Linie zusammenpressten. Doch sobald er diese Lippen auf meinen Körper presste, entbrannte ich vor Lust.

O Mann, wenn dich jemand hören könnte. Wie sehr hatten mich die schmalzigen Lobeshymnen meiner Freundinnen auf das gute Aussehen ihrer Partner immer angeödet. Ich verzog genervt den Mund. Und jetzt war ich diejenige, die sich der Faszination dieses komplizierten, anstrengenden, in vielerlei Hinsicht beschädigten und verboten scharfen Mannes nicht entziehen konnte. Meine Liebe zu ihm wurde mit jedem Tag stärker.

Während wir uns ansahen, blieb seine Miene zwar unvermindert finster, und er redete weiter auf den armen Kerl am anderen Ende der Leitung ein, aber die eisige Wut in seinen Augen wich nach und nach einer feurigen Glut.

Im Grunde hätte ich mich inzwischen daran gewöhnen können, dass mein Anblick eine derartige Verwandlung in ihm auslöste, aber es brachte mich noch immer völlig aus der Fassung. Sein Blick enthüllte, wie sehr und unbedingt er mich ficken wollte – was er bei jeder sich bietenden Gelegenheit tat –, und für einen winzigen Moment blitzte seine ungebändigte, rücksichtslose Willenskraft auf. Stärke und Kontrolle bildeten den Kern von allem, was Gideon im Leben tat.

»Wir sehen uns Samstag um acht«, sagte er abschließend, riss sich das Headset vom Ohr und schleuderte es auf den Schreibtisch. »Komm her, Eva.«

Der Tonfall, in dem er meinen Namen aussprach, jagte mir einen weiteren Schauer über den Rücken. Mit derselben gebieterischen Schärfe befahl er mir: Komm jetzt, Eva!, wenn ich unter ihm lag … erfüllt von ihm … hoffnungslos verloren in meinem Orgasmus für ihn …

»Keine Zeit mehr, Ace.« Ich trat zurück in den Flur, weil ich bei ihm sofort schwach wurde. Das raue Knurren in seiner sanften, eleganten Stimme trieb mich schon beim bloßen Zuhören fast zum Orgasmus. Wenn er mich dann noch berührte, war ich verloren.

Rasch machte ich mich auf den Weg in die Küche, um Kaffee aufzusetzen.

Er brummte etwas vor sich hin, folgte mir aus der Tür und holte mich mit langen Schritten schnell ein. Erregend muskulöse Einmeterneunzig nagelten mich gegen die Wand im Flur.

»Du weißt doch, was passiert, wenn du wegläufst, mein Engel.« Gideon biss mir leicht in die Unterlippe und linderte den Schmerz sofort mit einer zärtlichen Liebkosung seiner Zunge. »Ich fang dich wieder ein.«

Mein Körper genoss seine Nähe, und irgendwo in meinem Innern regte sich bereits ein wohliger Seufzer süßer Kapitulation. Ich begehrte ihn ständig und mit solcher Gewalt, dass es physisch schmerzte. Ich empfand pure Lust, aber es ging auch noch weitaus tiefer. Zwischen uns existierte etwas sehr Kostbares, weshalb Gideons hitziges Drängen nicht die gleiche Reaktion auslöste, wie es bei einem anderen Mann der Fall gewesen wäre. Hätte ein anderer versucht, mich mit seiner Körpermasse gefügig zu machen, wäre ich ausgerastet. Bei Gideon jedoch war es noch nie ein Problem gewesen. Er wusste, was ich brauchte und wie weit er gehen durfte.

Als er mich plötzlich angrinste, setzte mein Herzschlag für einen Moment aus. Der Anblick seiner fein geschnittenen Gesichtszüge, umrahmt von glänzend schwarzem Haar, verursachte mir weiche Knie. Er war so elegant und weltmännisch – abgesehen von der dekadenten Länge dieser seidenweichen Haare.

Er rieb seine Nase an meiner. »Du kannst mich doch nicht einfach so ansehen und dann verschwinden. Sag schon, was ging dir durch den Kopf, als ich telefoniert habe?«

Ich lächelte gequält. »Wie wunderschön du bist. Es ist beängstigend, dass mir das so häufig durch den Kopf geht. Ich muss mir das unbedingt abgewöhnen.«

Er packte die Rückseite meines Oberschenkels, zog mich dichter an sich heran und reizte mich, indem er seine Hüfte spielerisch leicht an meiner rieb. Er war unverschämt gut im Bett – und er wusste es. »Das werde ich ganz bestimmt nicht zulassen.«

»Oh?« Sengende Hitze schoss durch meine Adern, und mein gieriger Körper konnte sie nicht ignorieren. »Mister Bloß-keine-übertriebenen-Erwartungen kann mir doch nicht erzählen, dass er gerne noch eine weitere verzückte junge Dame um sich haben will.«

»Ich sag dir, was ich will«, raunte er, legte seine Hand an mein Kinn und strich mit dem Daumen über meine Unterlippe. »Ich will, dass du zu beschäftigt damit bist, an mich zu denken, um Gedanken an andere verschwenden zu können.«

Ich atmete langsam und...

"Ich liebe ihren Stil, die sexuelle Spannung, die heißen Liebesszenen und die spannende Story."

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