John Sinclair - Folge 1734

Hexenhand
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 4. Oktober 2011
  • |
  • 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1323-6 (ISBN)
 
Es war Nacht, und ich hatte einen Albtraum. Einen der seltenen Träume, aus denen ich schweißgebadet erwachte. Dennoch wollte ich wissen, wie der Albtraum endete, und als mir die Augen wieder zufielen, ging der Horror weiter. So intensiv, als würde ich die schrecklichen Szenen wirklich erleben -
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • 0,84 MB
978-3-8387-1323-6 (9783838713236)
3838713230 (3838713230)
(S. 9-10)

Ich träumte, und ich sah dabei die Frau in der zerfetzten Kleidung sehr deutlich. Ich erlebte ihre Schwäche und sah auch ihr Gesicht, das geschwollen war, sodass ich nicht erkannte, wie es tatsächlich aussah. Nur die braunen Haare fielen mir auf, die allerdings struppig aussahen, als wären sie mit einem Messer abgeschnitten worden. Sie hatte keine Chance mehr, ihr Leben zu retten, man wollte ihren Tod, und man zerrte sie auf das Feuer zu. Aber man stieß sie noch nicht hinein. Ich sah im Traum drei weitere Männer, wobei nur einer von ihnen sprach. Er hatte ein glattes Gesicht und eine schimmernde Glatze, auf der sich der schwache Widerschein der Glut spiegelte. So sah er aus wie ein menschlicher Teufel, doch er war es nicht.

Er war jemand, der folterte und mordete und daran Freude hatte, und so war er nicht besser als der Teufel. Während des Traums spürte ich meine innere Erregung. Sie brachte mich in einen seltsamen Zustand, ich schlief nicht richtig, ich war auch nicht richtig wach. Ich hörte eine Männerstimme und stellte wenig später fest, dass ich selbst es war, der sprach. Die Frau wurde nach vorn gestoßen und direkt auf das Feuer zu. In diesem Moment wachte ich wieder auf! Im Traum hatte ich die Glut gesehen. Jetzt sah ich sie nicht mehr. Dafür starrte ich gegen das schwache Grau der Schlafzimmerdecke, die wie ein starrer Himmel über mir lag. Mein Herz schlug schneller als gewöhnlich, und ich hörte mich leise stöhnen.

Erneut war mein Mund ausgetrocknet. Diesmal musste ich nicht in die Küche gehen, um mir etwas zu trinken zu holen. Die Flasche stand neben dem Bett. Ich hob sie an und setzte mich zugleich auf die Kante. Dann trank ich und war erneut froh, als das kühle Wasser durch meine Kehle rann. Der Traum war vorbei. Ich wusste nur nicht, ob endgültig, was ich mir nicht vorstellen konnte, denn die fünf Hexenjäger hatten ihr Ziel noch nicht erreicht. Sie wollten die Frau brennen sehen, und das war noch nicht passiert. Ich stellte die Flasche wieder zur Seite, blieb aber weiterhin auf dem Bett sitzen und schüttelte den Kopf, ohne es richtig wahrzunehmen. Was war nur los? Warum schickte man mir diesen Traum von einem Ereignis, das sich in der Vergangenheit abgespielt hatte? Was hatte ich getan, um so etwas zu erleben? Lag der Grund in meinem persönlichen Umfeld?

Das war möglich, aber ich wollte nicht näher darüber nachdenken, denn es gab einfach zu viele Dinge, die ich dabei berücksichtigen musste. Hinlegen oder nicht? Ich wollte plötzlich wissen, wie das Geschehen endete, denn mir war ein völlig verrückter Gedanke gekommen. Ich dachte daran, dass dieser Traum mir aus einem bestimmten Grund geschickt worden war. Dass die Verbrennung der Hexe etwas Besonderes war und ich deshalb davon geträumt hatte.

Und so wollte ich auch das Ende miterleben, und ich dachte daran, dass es kein normales sein würde. Ich legte mich wieder zurück. Diesmal war ich schon innerlich aufgewühlt. Eine Folge meiner eigenen Überlegungen, aber das war jetzt nicht so interessant. Ich wollte schlafen. Ich bettelte förmlich darum, aber ich schaffte es nicht sofort. Es gab nur die Möglichkeit, mich selbst zur Ruhe zu zwingen. Wäre ich Suko gewesen, hätte ich damit kein Problem gehabt, so aber musste ich mich schon sehr anstrengen, um endlich die Augen zu schließen. Ich sackte weg. Und ich hatte richtig kalkuliert, denn der Traum setzte sich fort …

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

1,49 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen