Blackwood Obsession

 
 
dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. März 2020
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96087-796-7 (ISBN)
 

Du gehörst mir - mir allein! Dunkel und sinnlich - der romantische Thriller von Kate Dark

Als der FBI-Agent Lucas undercover in seine Heimat Blackwood zurück muss, hätte er nie daran gedacht, dass ausgerechnet dort sein Herz auf die Probe gestellt wird. In Blackwood trifft er nicht nur auf Freunde, die keine mehr sind, sondern auch auf Sadie, die ihn einst tief verletzt hat. Sadie hingegen kann sich kaum mit Lucas befassen, denn sie kämpft gegen ihre eigenen Dämonen: Dinge verschwinden, Türen sind unverschlossen, nachts kommt jemand in ihr Haus. Als Lucas und Sadie einander endlich wieder näherkommen, überschlagen sich die Ereignisse und jemand setzt alles daran, die beiden erneut zu trennen. Dabei geht er über Leichen, denn Sadie gehört nur einem - ihm allein.

Erste Leserstimmen "Der Roman hat mich von Anfang an gefangen genommen!" "Lucas und Sadie sind mysteriöse Charaktere, die mich nicht mehr losgelassen haben." "Spannend, düster und sexy ... Ich bin sprachlos." "Das war mein erster Roman von Kate Dark, aber sicher nicht der letzte!" "Achtung, Suchtgefahr, ich habe dieses Buch in wenigen Stunden weggelesen ..."

  • Deutsch
  • Digitale Ausgabe
  • 0,80 MB
978-3-96087-796-7 (9783960877967)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Kate Dark hat bereits 3 Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht, Blackwood Obsession - Du bist Mein ist ihr Romandebüt.

Kapitel 1


 

Gerade mal Mitternacht. Sadie Snow brauchte schleunigst einen anständigen Drink und etwas Ablenkung, um nicht allein mit ihren Gedanken zu sein und dem ständigen Grübeln zu entkommen. Dafür kam in Blackwood nur ein Ort infrage.

Sadie ignorierte die Menschenschlange vor dem Black's, ging direkt zum Eingang und nach einem knappen Nicken des Türstehers einfach hinein. Der Klub war der einzige, den Blackwood zu bieten hatte, demzufolge konnte er sich seine Gäste nach Belieben aussuchen. Es herrschte außerdem Kleiderordnung, Turnschuhe und schlabbrige Garderobe waren tabu. Sadie kannte den Besitzer und brauchte sich um solche belanglosen Dinge wie Eintritt oder Anstehen keine Gedanken zu machen. Es hatte eben alles seine Vorteile, wenn man in einem kleinen Ort aufwuchs und bei jedem bekannt war.

Schon im Flur bemerkte Sadie die Hitze, die ganzjährig im Black's herrschte. Deshalb hatte sie sich wohlweislich für ein Kleid entschieden.

Rot und Schwarz waren die vorherrschenden Farben im Inneren des Klubs. Er wirkte düster, die dämmrige Beleuchtung verlieh ihm aber eine erotische Note. Hinter der schwarzen Bar, die nur durch kleine Spots auf dem Boden und der Decke bestrahlt wurde, trennten rote Seidenvorhänge den normalen Bereich von dem für die VIPs. Links neben der Bar befand sich die Tanzfläche und rechts einige Sitznischen, die um diese Uhrzeit gut besetzt waren. Die Einrichtung war schlicht gehalten und doch ziemlich hübsch. Ein echter Hingucker war die mit sprudelndem Wasser gefüllte Glaswand im VIP-Bereich.

Deacon Williams, der Besitzer und langjähriger Freund ihrer Eltern, kam mit einem breiten Lächeln auf Sadie zu. Behangen mit Goldketten um Hals und Handgelenke, hatte er große Ähnlichkeiten mit einem Bordellbesitzer. Sadie vermutete, dass er sein Haar blondierte, denn er war um die sechzig Jahre alt, vielleicht ein, zwei Jahre jünger und damit im Alter ihrer Eltern. So genau wusste sie das nicht. Der dunkle Anzug saß perfekt, höchstwahrscheinlich Armani oder Prada. Die obersten zwei Knöpfe des weißen Hemds waren offen und zeigten leicht verschwitzte gebräunte Haut. Alter hin oder her, zumindest kleidete er sich elegant, auch wenn sie nicht verstehen konnte, warum er bei den hohen Temperaturen nicht auf das Jackett verzichtete.

"Deacon, wie ich sehe, hast du die Einlasskontrollen entschärft." Sadie deutete mit dem Kinn auf eine kleine Gruppe, darunter Callie Frey, ihre Ex-Beste-Freundin und jetzige Erzfeindin. Die dürre Blondine stand inmitten ihrer speichelleckenden Freunde und genoss deren geheuchelte Aufmerksamkeit.

Deacon lachte heiser, das Ergebnis seiner täglichen Zigarettenration, legte die Hände auf Sadies Oberarme und küsste sie zur Begrüßung auf beide Wangen. Er hatte zu viel Aftershave aufgetragen, das ihr in der Nase kitzelte. "Darling, sie bringen viel Geld in die Kasse, und du weißt, davon kann man nie genug haben."

Sie hob eine Augenbraue und stieß amüsiert Luft durch die Nase aus. "Als hättest du nicht genug davon. Wie geht es Noreen?"

Beim Namen seiner dritten Ehefrau begannen die blassblauen Augen zu leuchten. Noreen war mit vierundzwanzig nur knapp drei Jahre jünger als Sadie. "Wunderbar. Sie geht fast gar nicht mehr aus dem Haus, seit sie das Onlineshoppen für sich entdeckt hat. Nebenbei renoviert sie gerade unser Heim, brauchte dringend eine Beschäftigung, die Gute."

Das konnte Sadie nachvollziehen. Sie selbst hatte in der Stadt ein kleines Geschäft mit Kleidung, die sie oftmals selbst nähte oder weltweit in edlen Boutiquen erstand und in Blackwood an die Reichen veräußerte. Es war ihr wichtig, Einzelstücke zu verkaufen und nichts, was in jedem dritten Laden an der Stange hing.

Zwar waren Sadies Eltern nicht begeistert davon, dass sie ein eigenes Geschäft betrieb und nicht für sie arbeitete, aber sie sahen ein, dass der Laden gut lief und Blackwood so etwas brauchte. Außerdem hatte Sadie ein glückliches Händchen für Aktien und investierte Teile ihres Gewinns. Sie kam für ihren Lebensunterhalt selbst auf, was ihren Eltern Respekt abverlangte.

Sadies Blick schweifte zu ihrer ehemaligen Freundin. Sie war anders als Callie, die lieber den ganzen Tag großzügig das Geld ihrer Eltern ausgab, als sich selbst die Finger schmutzig zu machen. Seit vielen Jahren waren die beiden Frauen miteinander zerstritten, obwohl Sadie nicht mehr genau wusste, warum sie sich eigentlich hassten. Immerhin waren sie gute Freundinnen gewesen. Doch von einem Tag auf den anderen hatte Callie sie ignoriert und Lügen verbreitet.

Ihre große Liebe und die beste Freundin hatten sie zeitgleich verlassen.

"Wo bist du mit deinen Gedanken?" Deacon sah sie neugierig an. Er war wie ein altes Waschweib - ständig an Klatsch und Tratsch interessiert, den er wie eine Tageszeitung in Umlauf bringen konnte.

Mit einem Schulterzucken winkte Sadie ab. Sie war hier, um Spaß zu haben, nicht um sich den Abend verderben zu lassen. Nach so vielen Jahren konnte sie an der Situation nichts mehr ändern und wollte es gar nicht.

"Unwichtig", antwortete sie. "Ich werde mal sehen, ob ich jemanden finde, der mir einen Cocktail spendiert."

"Damit wirst du wohl keine Probleme haben, Darling", erwiderte Deacon heiser lachend und verschwand in Richtung der Büroräume.

Sadies mahagonifarbenes, lockiges Haar hing ihr bis zur Mitte des Rückens. Sie besaß Kurven an den richtigen Stellen, war dennoch schlank, aber kein Size-Zero-Model. Sie aß für ihr Leben gern und würde niemals hungern, um einem Ideal zu entsprechen. Mit knapp fünf Fuß fünfundsiebzig gehörte sie nicht zu den kleinen Frauen und trug trotzdem gerne Schuhe mit hohen Absätzen, auch wenn sie damit größer als einige Männer war - die meisten von ihnen konnten es nicht leiden, zu einer Frau aufsehen zu müssen.

Sadie wusste, was sie wollte, und versuchte immer, ihre Ziele zu erreichen. Aus diesem Grund wurde sie von vielen Menschen als arrogant abgestempelt. Vielleicht stimmte das. Doch warum sollte sie sich selbst etwas verweigern, nur damit sich andere besser fühlten? Oder immer darauf achten, niemanden vor den Kopf zu stoßen? Sie hatte aufgehört, ständig Rücksicht auf andere zu nehmen. Wer hätte das erwartet, wo sie vor zehn Jahren sogar zu schüchtern gewesen war, um vor ihrer Schulklasse ein Referat zu halten.

"Was darf's sein, Süße?" Der Barkeeper beugte sich über den Tresen.

"Einen Tequila Sunrise bitte." Ihr favorisiertes Getränk, wenn sie im Black's war.

"Der geht auf mich", ertönte eine tiefe Stimme neben ihr. Oliver Frey gab dem Barkeeper Geld und reichte ihr das Getränk. Das dunkelblonde Haar verwuschelt, als wäre er stundenlang mit den Fingern hindurchgefahren - oder gerade erst aus dem Bett aufgestanden -, lächelte er sie verschmitzt an. "Aber nicht meiner Schwester verraten."

"Terrorisiert sie immer noch alle in ihrem Umfeld?", erkundigte sich Sadie scheinheilig und nippte an ihrem Getränk.

"Nur die, die es zulassen", erwiderte Oliver lachend, dabei bildeten sich kleine Falten in seinen Augenwinkeln. Er umarmte sie herzlich und bestellte sich anschließend ein Bier. Früher, als Sadie und Callie noch Freundinnen gewesen waren, hatte sie viel Zeit bei den Freys verbracht und dadurch Oliver oft gesehen. Was hatte sie für ihn geschwärmt und sich kindlichen Fantasien über sie beide hingegeben. Aber irgendwie war alles anders gekommen.

"Wir sollten unbedingt mal miteinander ausgehen", sagte er entschlossen.

"Soso, sollten wir das?"

Er war attraktiv, daran bestand kein Zweifel. Damals war Sadie zu jung für ihn gewesen, und jetzt kam es einfach nicht infrage. Sie wollte sich nicht wegen einer einmaligen Bettgeschichte mit seiner Schwester auseinandersetzen müssen. Außerdem war sein bester Freund ihr Ex, die grausame erste Liebe. Beide Männer wohnten seit zehn Jahren nicht mehr in Blackwood. Sporadisch statteten sie der Kleinstadt einen Besuch ab, was Sadie meistens zu verdrängen versuchte. Doch seit Kurzem war Oliver zurück, hatte ein Haus am Wasser gekauft und lebte wieder in seiner Heimatstadt.

Oliver lehnte sich zu ihr herüber, das langärmelige Shirt umspannte dabei seine muskulösen Oberarme. Der herbe Duft seines Aftershave umhüllte sie. "O ja, ganz sicher, Sadie."

Ein Schauer rann über ihren Rücken. Ihr Name aus seinem Mund klang wie eine Versuchung. Gemischt mit dem sündigen Blick aus den braunen Augen begann sie, ernsthaft zu zweifeln, warum Oliver Frey tabu war.

"Was geht denn hier ab?"

Sadie blinzelte. Nützlich wie ein Eimer mit eiskaltem Wasser im Winter stand Callie neben ihnen, eine Hand in die schmale Taille gestützt. Abwartend sah sie von Oliver zu Sadie. Das lange blonde Haar hing glatt hinunter bis zum Ansatz ihrer kleinen Brüste.

"Nichts, was dich etwas angeht, Schwesterherz."

Ihre grünen Augen blitzten angriffslustig. "Oh, das sehe ich anders. Wenn du etwas mit der da zu tun hast, geht es mich sehr wohl was an."

"Fahr die Krallen ein, und zieh ab, Callie." Oliver zog die Augenbrauen zusammen und sah ernst zu seiner Schwester. Trotz des Zwielichts schien sich sein Blick gespenstisch zu verdunkeln.

Sadie stellte ihr leeres Glas auf die Theke. Dieses Getue der Geschwister wurde ihr zu blöd. Sie war da, um Spaß zu haben. Ganz bestimmt wollte sie sich nicht mit Callie anzicken. Das kam ohnehin viel öfter vor, als ihr lieb war. Mit den Worten "Viel Vergnügen noch", verabschiedete sie sich von den beiden.

"Warte!" Oliver hielt sie am Handgelenk fest, sah aber zu seiner Schwester. "Verschwinde endlich, Callie. Das geht...

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