Wie zähmt man einen Herzensbrecher?

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Februar 2020
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-1497-0 (ISBN)
 
Schon lange ist Merlina heimlich in den erfolgreichen Unternehmer Jake Devila verliebt. Doch sie weiß auch, dass sie mit einem Playboy-Boss wie ihm nie die ersehnte Familie haben wird. Selbst als er ihr nach einer sinnlichen Liebesnacht einen Antrag macht, scheint er bloß ein Spiel mit ihr zu treiben ...
Emma Darcy ist das Pseudonym des Autoren-Ehepaars Frank und Wendy Brennan. Gemeinsam haben die beiden über 100 Romane geschrieben, die insgesamt mehr als 60 Millionen Mal verkauft wurden. Frank und Wendy lernten sich in ihrer Heimat Australien kennen. Wendy studierte dort Englisch und Französisch, kurzzeitig interessierte sie sich sogar für Informatik, doch als sie ihren Mann Frank kennen lernte, war es um sie geschehen: Sie gab das Studium auf, um mit Frank die Welt zu bereisen. Nach der Geburt ihrer Söhne ließen sich die beiden in New South Wales nieder. Frank machte sich als Geschäftsmann selbständig, und Wendy beschloss, ein Buch zu schreiben. Sie entschied sich, dass ihr erstes Werk ein Liebesroman sein sollte. "Ich dachte mir, das kann doch nicht so schwer sein", erinnert sich Wendy. "Aber bald schon musste ich bemerken: Irrtum, nichts ist schwieriger, als einen guten Liebesroman zu schreiben." Also begann Wendy damit, Nacht für Nacht Romances zu lesen. Frank lag neben ihr im Bett und hörte sich geduldig Wendys Gedanken zu Handlung und Figuren an. Bis er eines Nachts selbst zu einem Roman griff. Von da ab arbeiteten Frank und Wendy als Team. Und dies sehr erfolgreich. Bereits ihr erster gemeinsamer Roman wurde von einem Verlag angenommen. Und seit jenem Tag vergrößert sich die Fan-Gemeinde von Emma Darcy mit jeder neuen Liebesgeschichte.

1. KAPITEL

Jake Devila legte den Rasierer beiseite und gab sich auf Kinn und Wangen etwas von dem exklusiven Aftershave, auf das alle Frauen so verrückt waren. Alle, außer seiner immer korrekten persönlichen Assistentin, der unbezwingbaren Merlina Rossi. Sie rümpfte jedes Mal die Nase, als wäre ihr der Duft unangenehm.

Er lächelte sich im Spiegel zu. Vergangene Nacht war ihm ein genialer Gedanke gekommen, wie er ihre normalerweise unerschütterliche Beherrschung sprengen könnte. Es bereitete ihm jedes Mal ein ungeheures Vergnügen, sie aufzuziehen und sich dann genüsslich zurückzulehnen und zu beobachten, wie in ihren goldbraunen Augen die Funken sprühten. Die Augen einer Tigerin, dachte er oft, wobei er sich fragte, ob sie ihm je die Krallen zeigen und sich auf ihn stürzen würde. Was möglicherweise ein aufregendes Erlebnis sein könnte, wenn all die unterdrückte Leidenschaft explodieren und über ihn hereinbrechen würde.

Leider würde ein solcher Verlust der Beherrschung das reizvolle Spiel vermutlich beenden, was er nicht wollte. Mel - sie hasste im Übrigen diese Abkürzung ihres Namens, weshalb er sie erst recht so nannte und sich darüber amüsierte, wie sie es von ihm ertrug - Mel jedenfalls war das Salz in seiner Suppe und als solches ein herzerfrischender Kontrast zu all den anderen, ihn umschwärmenden Frauen, die ihm das Leben versüßten. Er würde sie sehr vermissen, wenn sie ihn verließe. Dennoch konnte er das Spiel mit dem Feuer nicht sein lassen. Es war unwiderstehlich.

Es musste jetzt fast achtzehn Monate her sein, seit er sie eingestellt hatte. Sie war die perfekte Arbeitssklavin, die all seine Anweisungen buchstabengetreu umsetzte, sich unfehlbar um seine geschäftlichen wie privaten Termine kümmerte und ihn vertrat, wenn er anderweitig beschäftigt war.

Lächelnd erinnerte sich Jake daran, während er das Bad verließ und ins Ankleidezimmer ging. Er hatte damals Merlina Rossis Bewerbungen aus einer Vielzahl von Zuschriften ausgewählt, weil sie als persönliche Assistentin für die Herausgeberin eines Teenager-Magazins gearbeitet hatte, was nahelegte, dass sie wusste, was bei den Jugendlichen gefragt war, die für Jakes Geschäft - Klingeltöne - den wichtigsten Markt stellten.

Zu dem Vorstellungsgespräch war sie bekleidet mit einem konservativen schwarzen Business-Kostüm erschienen und hatte das lange braune Haar eher streng aus dem Gesicht gekämmt und mit Hornkämmen festgesteckt getragen. Vermutlich dank ihrer italienischen Gene besaß sie eine durchaus sinnliche Ausstrahlung: sanft gebräunter Teint, volle sinnliche Lippen, große ausdrucksvolle Augen und eine wohlgerundete Figur - aber sie gab sich anscheinend alle Mühe, diesen Eindruck durch ihr Outfit abzuschwächen.

Nicht mein Typ, war Jakes erster Gedanke gewesen. Er bevorzugte im Gegenteil große, superschlanke und langbeinige Blondinen, die darin geübt waren, ihre Wirkung zu maximieren - raffinierte Frauen, die alles daransetzten, den ersten Preis für Begehrlichkeit zu gewinnen. Jake war gern bereit, ihrem weiblichen Ego in dieser Hinsicht zu schmeicheln, obwohl ihm klar war, dass sie stets Ausschau nach jemandem hielten, der ihnen noch mehr bieten könnte. In dieser Welt war er aufgewachsen und hatte aus Beobachtung und persönlicher Erfahrung gelernt, sich nicht gefühlsmäßig mit den Frauen einzulassen, die dort seinen Weg kreuzten.

"Genieße sie, mein Junge", riet ihm sein Großvater einmal. "Die Kunst besteht darin, sie nicht zu ernst zu nehmen, sonst haben sie dich am Haken."

Da sein Großvater zu dem Zeitpunkt gerade mitten in seiner vierten Scheidung steckte, hatte Jake ihn gefragt: "Und warum heiratest du sie immer wieder?"

"Weil ich Hochzeiten liebe", lautete die heitere Antwort.

Nun, sein reicher Großvater konnte sich all diese Hochzeiten erlauben, ungeachtet der Kosten, die sie nach sich zogen.

Doch Jake hatte keine Lust, sein Vermögen auf diese galante Weise zu vergeuden. Zu schwer hatte er dafür gearbeitet, weshalb er nicht vorhatte, es irgendeiner Frau nachzuwerfen, nur weil sie sexuell attraktiv war. Denn seine Arbeit nahm er wirklich ernst. Er genoss seinen geschäftlichen Erfolg und suchte sich sorgfältig die Mitarbeiter aus, die ihm helfen sollten, diesen Erfolg zu wahren und auszubauen.

Merlina Rossi gehörte in diese Kategorie. Sie war in vieler Hinsicht eine unbezahlbare Entdeckung.

Gleich beim Vorstellungsgespräch war Jake klar geworden, dass sie mit ihrer schnellen Auffassungsgabe fraglos allen Anforderungen gerecht werden würde, die er an sie stellte. Lediglich ihr äußeres Erscheinungsbild galt es zu bemängeln. Es war ihm zu konservativ, zu altmodisch, passte nicht zu seiner Weltanschauung. Würde sie flexibel genug sein, etwas daran zu ändern?

"Wenn Sie den Job wollen, müssen Sie sich entsprechend kleiden", erklärte er unverblümt. "Sie vermitteln ein falsches Image."

Fasziniert beobachtete er, wie sie errötete und dennoch die Fassung bewahrte. "Es wäre hilfreich, zu erfahren, was für ein Image Ihnen vorschwebt", erwiderte sie steif.

"Nun, ganz bestimmt nicht das einer Vierzigjährigen", entgegnete er bewusst provozierend, weil er herausfinden wollte, ob Merlina Rossi Mumm besaß. "Laut Ihrem Lebenslauf sind Sie neunundzwanzig, richtig?"

"Ja."

Er kam langsam um seinen Schreibtisch herum, um sie ausgiebig von Kopf bis Fuß zu begutachten. "Sie sollten sich betont jugendlich kleiden. Wir verkaufen Klingeltöne für Handys, was bedeutet, dass die anvisierte Käufergruppe überwiegend jung ist. Wenn Sie mich und mein Unternehmen repräsentieren wollen, müssen Sie glaubwürdig und authentisch wirken."

Sie hielt seinem Blick unbewegt stand. "Meinen Sie Jeans und T-Shirt?"

Das hätte natürlich genügt, aber die absolut gleichgültige Art, wie sie ihn betrachtete, weckte den Teufel in ihm. "Nein, das ist okay für die männlichen Mitarbeiter." Ihn selber eingeschlossen, wie ihr natürlich nicht entgangen war. "Ich möchte, dass Sie mit Ihrer Kleidung jeweils die neuesten Trends der jungen Mode widerspiegeln. Gehen Sie aus sich heraus . tragen Sie Ihr Haar offen und zeigen Sie Instinkt, Miss Rossi."

"Ich trage mein Haar offen", erklärte sie schroff.

Was Jake sofort veranlasste, noch einen Schritt weiterzugehen. "Ach ja, was Ihr Haar betrifft . Wie wär's mit einer moderneren Frisur? Ich denke, ein frecher Kurzhaarschnitt würde zum Beispiel eher zu dem Image passen, das wir propagieren."

Sehr zu Jakes Vergnügen färbten sich ihre Wangen tiefrot. Die spannende Frage war: Würde sie mitspielen oder passen?

"Erwarten Sie, dass ich mir eine Stachelfrisur zulege?", fragte sie, wobei ihre goldbraunen Augen Funken sprühten.

Obwohl die Versuchung groß war, die Glut noch weiter anzufachen, erkannte Jake, dass die Grenze erreicht war und Merlina Rossi verschwinden würde, wenn er noch weiterging. Also nahm er sich zurück, denn auf lange Sicht würde er mehr Spaß mit ihr haben, wenn er sie für sein Unternehmen gewinnen konnte.

"Nein", antwortete er deshalb und betrachtete sie nachdenklich. "Vielleicht einen Pony und Fransen. Am besten besprechen Sie das mit Ihrem Friseur. Sie brauchen einen modischen Schnitt, der Sie etwas aufpeppt. Verstanden?"

Ohne seinen Vorschlag zu kommentieren, kam sie direkt zum Punkt: "Bieten Sie mir den Job also an?"

"Ja, vorausgesetzt ."

"Ich entspreche dem Image." Sie stand auf und streckte ihm geschäftsmäßig die Hand entgegen. "Ich habe verstanden und bin einverstanden, Mr. Devila. Wann soll ich anfangen?"

In puncto Image hatte sie ihm dann eine Lehrstunde verpasst, wie Jake sich amüsiert erinnerte, während er sich wie üblich sportlich lässig für die Arbeit kleidete. An ihrem ersten Arbeitstag war Merlina Rossi hereinstolziert . absolut up to date und sehr sexy: Ihr jetzt stufig geschnittenes Haar wippte schwungvoll mit jeden Schritt ebenso wie die Fransen an den hochhackigen Stiefeln, ganz zu schweigen von dem sexy Minirock auf ihren wohlgerundeten Hüften. Und die große kunstvoll verzierte Gürtelschnalle an ihrem breiten Gürtel saß so tief, dass sie alle männlichen Mitarbeiter der Firma auf Gedanken brachte, die alles andere als geschäftlich waren.

Und dennoch verrichtete sie ihre Aufgaben kühl und unpersönlich, als trüge sie nicht mehr und nicht weniger als eine vorgeschriebene Uniform. Sie flirtete nicht, sondern war die Tüchtigkeit in Person. Jake blieb nichts anderes übrig, als mit dem zu leben, was er sich aufgehalst hatte.

Also hatte er ein Spiel entwickelt. Der Kampf der Geschlechter: aufregend, anregend und überaus befriedigend. Man hätte es auch so formulieren können, dass Mel Sex für ihn war, wenn er gerade keinen Sex hatte. Alles spielte sich im Kopf ab, und genau dort musste es auch bleiben. Egal, wie sehr er auch manchmal versucht war, es wäre ein großer Fehler, sich auf eine Affäre mit ihr einzulassen. Unzählige Frauen waren bereit, mit ihm ins Bett zu gehen, aber es gab nur eine Mel Rossi, und er wollte nicht auf diesen wundervoll belebenden Wettstreit mit ihr verzichten.

Und die Idee, die ihm vergangene Nacht gekommen war, übertraf alles Bisherige. Damit würde er Mel zur Weißglut bringen. Jake konnte es kaum erwarten, in das Gefecht des Tages einzusteigen.

Merlina überprüfte noch einmal ihr Aussehen in der Spiegeltür ihres Kleiderschranks. Fließende, fast knöchellange Röcke waren augenblicklich absolut in und als solche eine angenehme...

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