Julia Platin Band 12

Unvergessene Emma Darcy
 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Mai 2021
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7515-0308-2 (ISBN)
 
Mit diesem Band erinnern wir an unsere kürzlich verstorbene Autorin Emma Darcy (1940-2020). Ihre Romane führen die Leserinnen und Leser in die romantischsten Länder der Welt, spielen aber auch häufig in Emma Darcys Heimat Australien. 3 UNVERGESSLICH SCHÖNE ROMANE VON EMMA DARCY DIE VERSTOSSENE BRAUT Wegen ihrer angeblichen Untreue hat ihr Bräutigam die hübsche Skye aus seinem Leben verbannt. Nun ist Luciano von ihrer Unschuld überzeugt und will sie zurück. Schon liegt Skye in seinen Armen - doch ihr Glück gerät in Gefahr, als seine Familie dahinterkommt ... ABER MONSIEUR! Die Übernachtung in Paris war nur als Zwischenstopp auf ihrem Weg nach Genf gedacht. Doch was Kristy hier erlebt, ist so abenteuerlich, dass es ihr ganzes Leben verändern soll: Im Hotel bekommt sie ungefragt die Luxussuite - und ein gut aussehender Fremder küsst sie voller Leidenschaft! IM BANN DES FALKEN Bethany gerät in den Bergen - mitten im Jagdgebiet des Scheichs von Bayrar - in Gefahr. Zu ihrem Glück wird sie gerettet und in den Palast des attraktiven Scheichs gebracht. Schon nach einem Blick in seine dunklen Augen weiß sie, dass ein sinnliches Abenteuer auf sie wartet ...
1. Auflage
  • Deutsch
  • 1,29 MB
978-3-7515-0308-2 (9783751503082)
Emma Darcy ist das Pseudonym des Autoren-Ehepaars Frank und Wendy Brennan. Gemeinsam haben die beiden über 100 Romane geschrieben, die insgesamt mehr als 60 Millionen Mal verkauft wurden. Frank und Wendy lernten sich in ihrer Heimat Australien kennen. Wendy studierte dort Englisch und Französisch, kurzzeitig interessierte sie sich sogar für Informatik, doch als sie ihren Mann Frank kennen lernte, war es um sie geschehen: Sie gab das Studium auf, um mit Frank die Welt zu bereisen. Nach der Geburt ihrer Söhne ließen sich die beiden in New South Wales nieder. Frank machte sich als Geschäftsmann selbständig, und Wendy beschloss, ein Buch zu schreiben. Sie entschied sich, dass ihr erstes Werk ein Liebesroman sein sollte. "Ich dachte mir, das kann doch nicht so schwer sein", erinnert sich Wendy. "Aber bald schon musste ich bemerken: Irrtum, nichts ist schwieriger, als einen guten Liebesroman zu schreiben." Also begann Wendy damit, Nacht für Nacht Romances zu lesen. Frank lag neben ihr im Bett und hörte sich geduldig Wendys Gedanken zu Handlung und Figuren an. Bis er eines Nachts selbst zu einem Roman griff. Von da ab arbeiteten Frank und Wendy als Team. Und dies sehr erfolgreich. Bereits ihr erster gemeinsamer Roman wurde von einem Verlag angenommen. Und seit jenem Tag vergrößert sich die Fan-Gemeinde von Emma Darcy mit jeder neuen Liebesgeschichte.

2. KAPITEL

Skye holte ihren fünfjährigen Sohn nur zu gern zu Fuß von der Vorschule ab. Matt sprudelte dann förmlich über in seinem Bemühen, ihr alles zu erzählen, was er erlebt hatte: Was sie in der Klasse gemacht hatten, wie die Lehrerin ihn gelobt hatte, was er mit seinen neuen Freunden gespielt hatte. Heute berichtete er stolz, dass die Lehrerin ihn gebeten habe, seiner ganzen Klasse eine Geschichte vorzulesen.

"Und wovon handelte die Geschichte?", erkundigte sich Skye.

"Von einem Kaninchen. Es hieß Jack und ."

Lächelnd hörte Skye zu, wie er ihr die Geschichte in allen Einzelheiten noch einmal erzählte. Matt war ungewöhnlich weit für sein Alter. Anfangs hatte sie Sorge gehabt, ob er sich in die Vorschulklasse einfügen würde, wo die meisten seiner Altersgenossen erst noch lernen mussten, was er sich ganz nebenbei angeeignet hatte, während seine Mutter ihm jeden Abend eine Gutenachtgeschichte vorgelesen hatte. Aber im Grunde war er vor allem ein kleiner Junge, der es liebte, möglichst viele Spielkameraden zu haben.

Seit einem Monat ging er jetzt zur Schule, und es hatte von Anfang an nicht ein einziges Mal Tränen gegeben, weil er einen Großteil des Tages von seiner Mutter fortmusste. Im Gegenteil, seine blauen Augen funkelten jedes Mal, wenn er ihr zum Abschied zuwinkte, als könnte er es gar nicht erwarten, diese neue, abenteuerliche Welt für sich zu erkunden. Und bisher war sie ihm sehr freundlich gesinnt gewesen.

Worüber Skye sehr froh war. Es war nicht leicht, als alleinerziehende Mutter ein Kind großzuziehen, ohne einen nahestehenden Menschen zu haben, den man um Rat fragen konnte. Bislang war Matt mit ihrer Situation gut klargekommen . ungewöhnlich gut sogar. Selbst als er noch kleiner gewesen war, hatte er sie kaum einmal gestört, wenn sie in ihrer kleinen Praxis als selbstständige Masseurin mit einem Patienten arbeitete. Jetzt allerdings würde er in der Schule mit vielen Kindern aus vollständigen Familien zusammenkommen. Was sollte sie antworten, wenn er sie nach seinem Vater fragte? Und früher oder später würde er das unausweichlich tun.

Bisher gab es für Matt eigentlich nur sie beide. An seine Großmutter konnte er sich nicht mehr erinnern, denn Skyes Mutter war nur achtzehn Monate nach seiner Geburt gestorben. Weitere Verwandte besaß Skye nicht. Die alten Freunde aus dem Studium waren nach und nach verschwunden, weil sie zunächst mit der Schwangerschaft und Geburt und dann mit der Pflege ihrer krebskranken Mutter restlos eingespannt gewesen war. Und dann war es ein hartes Stück Arbeit gewesen, sich die kleine Massagepraxis aufzubauen, da war für gesellschaftliche Kontakte keine Zeit geblieben.

Ja, wenn sie sich irgendwo eine Anstellung gesucht hätte mit Kollegen . aber sie hatte Matt nicht einem Babysitter überlassen oder in einen Hort geben wollen. Er war ihr Kind. Deshalb hatte sie es vorgezogen, zu Hause zu arbeiten. Allerdings hatte sie dadurch in den letzten Jahren ein sehr zurückgezogenes, einsames Leben geführt. Die Vorschule öffnete für Matt nun völlig neue Perspektiven, und es war an der Zeit, neue Zukunftspläne zu formulieren. Vielleicht sollte sie den Physiotherapiekurs an der Universität, den sie hatte abbrechen müssen, wieder aufnehmen. Auf diese Weise würde sie auch wieder unter Menschen kommen, um vielleicht einen möglichen Ehemann für sich und Vater für Matt kennenzulernen.

Als sie in die Straße einbogen, wo sie wohnten, verstummte Matt unvermittelt und deutete aufgeregt voraus. "Wow! Sieh dir das rote Auto da vorn an, Mummy!"

Ein roter Ferrari, wie Skye auf einen Blick erkannte, denn Luciano Peretti hatte genau so einen besessen. Der Anblick traf sie wie ein Stich ins Herz. Schmerzliche Erinnerungen stiegen in ihr hoch.

"Können wir uns so ein Auto kaufen?", fragte Matt arglos. Seine Augen leuchteten begeistert.

"Wir brauchen kein Auto, Matt."

Sie hätte sich auch gar keines leisten können. Der größte Teil der Einnahmen aus ihrer kleinen Praxis ging für die Miete für das kleine Vierzimmerhaus und die üblichen Lebenshaltungskosten drauf. Was übrig blieb, legte sie für Notfälle zurück. Und sie fragte sich, was ein Luxusauto wie dieser Ferrari in ihrer bescheidenen Wohngegend machte, die nicht zuletzt so preiswert war, weil sie in der Einflugschneise des Mascot Airport lag.

"Die meisten anderen Mummys holen ihre Kinder mit dem Auto von der Schule ab", wandte Matt ein.

Skye seufzte. Das Vergleichen fing also schon an. "Ich nehme an, die Kinder wohnen einfach nicht so nahe an der Schule wie wir, Matt. Wir haben Glück, dass wir zu Fuß gehen und die Sonne genießen können."

"Und was ist, wenn es regnet?", gab Matt unbarmherzig zu bedenken.

"Ich dachte, du ziehst deine gelben Gummistiefel so gern an."

"Ja, das stimmt."

Skye lächelte ihren Sohn an. "Und springst damit in die Pfützen."

"Hm ." Sein Blick schweifte nachdenklich zu dem roten Ferrari. "Aber das Auto gefällt mir auch."

Skye folgte dem Blick ihres Sohnes und blieb wie angewurzelt stehen. Die Fahrertür stand jetzt offen, und gerade in dem Moment stieg ein Mann aus. Das ist unmöglich! dachte sie entsetzt. Doch im nächsten Augenblick drehte der Mann sich um, und es gab keinen Zweifel mehr. Es war Luciano Peretti! Unverkennbar diese markanten, attraktiven Gesichtszüge, die unergründlichen dunklen Augen und das dichte schwarze Haar, das ihm in einer Welle in die Stirn fiel genau wie bei Matt.

Matt! Panik durchzuckte Skye. Hatte Luc irgendwie herausgefunden, dass sie damals ihr Baby behalten und das Geld nicht für eine Abtreibung benutzt hatte? Aber warum sollte er nach einem Kind suchen, das nach der schlechten Meinung, die Luc von ihr hatte, weder seins noch Robertos sein musste, sondern von irgendeinem anderen Mann stammen konnte? Denn immerhin hatte er sie für ein Flittchen gehalten, das mit jedem ins Bett ging!

Er wandte sich jetzt halb ab, um seinen Wagen abzuschließen. Vielleicht machte sie sich ja auch ganz umsonst Sorgen, und Luc wollte gar nicht zu ihr. Gut möglich, dass er nur zufällig in ihre Richtung geschaut und sie gar nicht erkannt hatte, denn bekleidet mit ihrer Arbeitskleidung, bestehend aus einer weißen Baumwollhose und einem schlichten weißen T-Shirt, das lange blonde Haar zu einem dicken Zopf geflochten und ohne Make-up bis auf einen Hauch rosa Lippenstift, war sie nicht gerade ein auffälliger Anblick. Irgendeine junge Mutter, die ihr Kind von der Schule abholte. Ja, möglicherweise war Luc gar nicht hier, weil sie in dieser Straße wohnte.

"Mummy?"

Sie wandte sich ihrem Sohn zu. "Ja?"

"Warum bist du stehen geblieben?"

Weil ich starr vor Angst bin. Skye atmete tief ein. "Ich . mir ist gerade eingefallen, dass ich etwas vergessen habe."

"Was denn?"

"Ich . wollte etwas für einen meiner Patienten besorgen. Aber ich mache es jetzt morgen", schwindelte sie rasch und sandte ein Stoßgebet zum Himmel, Luciano Peretti möge endlich in die andere Richtung gehen.

"Am besten schreibst du es auf deine Liste", riet Matt ihr altklug, denn er kannte ihre Angewohnheit, für alles sorgfältig Listen anzulegen.

"Ja . ja, das werde ich tun, sobald wir zu Hause sind."

"Dann komm schon." Matt nahm sie bei der Hand und zog sie weiter.

Widerstrebend setzte Skye einen Fuß vor den anderen. Ein verstohlener Blick voraus verstärkte ihr Unbehagen. Luc Peretti überquerte gerade die Straße, um auf ihre Seite zu kommen, wobei er sie und Matt nicht aus den Augen ließ. Wenn Matt sie nicht weitergezogen hätte, wäre sie wieder stehen geblieben. Aber ihr zitterten die Knie.

Wie es aussah, ließ sich eine Konfrontation nicht vermeiden. Luc Peretti ging zielstrebig auf das Gartentor vor ihrem Haus zu und blieb dort abwartend stehen. Während sie immer näher kamen, ruhte sein Blick aufmerksam auf Matt. Wahrscheinlich sucht er nach Ähnlichkeiten, dachte Skye erneut voller Panik. Die Familie Peretti war so reich und mächtig. Wenn Luc sich entschied, seine Rechte auf Matt geltend zu machen . Hatte sie nicht schmerzlich genug erfahren, mit welch schmutzigen Tricks diese Familie zu operieren bereit war? Für die fingierten Fotos damals hatte man extra eine Frau gesucht, die ihr ähnlich sah, und dann ihr Armband entwendet und rechtzeitig wieder zurückgelegt, sodass sie es trug, als Luc sie zur Rede stellen wollte . und er hatte sie einer Untreue bezichtigt, die sie niemals begangen hatte, und deswegen sofort fallen gelassen.

Die Perettis waren rücksichtslos. Grausam. Gefühllose Menschen, denen andere gleichgültig waren.

Doch wie sollte er sich sicher sein, dass Matt sein Kind war? Gut, ihr Sohn besaß den gleichen dunklen Teint und ebenso schwarzes Haar wie sein Vater, aber er hatte auch ihre blauen Augen, ihren Mund und ihr sonniges Wesen. Nein, Luc würde schon einen DNA-Test machen lassen müssen, um sicherzugehen. Würde sie ihn verweigern können?

"Kennst du den Mann da an unserem Tor, Mummy?"

Es hatte keinen Sinn, es zu leugnen, denn Luc würde sie zweifellos ansprechen. "Ja, Matt."

"Kann ich ihn fragen, ob ich mal in seinem roten Auto mitfahren darf?"

"Nein!" All ihre Angst entlud sich in diesem allzu heftigen Ausruf. Sofort blieb sie stehen, hockte sich vor Matt hin und sah ihn eindringlich an. "Du darfst niemals in seinen Wagen einsteigen. Niemals mit ihm irgendwohin fahren. Hast du mich verstanden, Matt?"

Ihr ungewöhnlich scharfer Ton ängstigte ihren kleinen Sohn....

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