Rein wie der Tod

Norwegen-Krimi
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. August 2011
  • |
  • 370 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0640-5 (ISBN)
 
Oslo. In einem Müllcontainer liegt die Leiche einer jungen Frau. Ihr Körper wurde offenbar mit kochendem Wasser verbrüht und danach sorgsam in eine durchsichtige Folie gehüllt. Kriminalkommissar Frank Frølich erkennt die Frau. Er hatte sie kurz zuvor dabei beobachtet, wie sie sich bei einem Dealer Kokain besorgte. Unterdessen stößt sein Kollege Gunnarstranda auf einen viele Jahre zurückliegenden Fall an der norwegischen Westküste, der dem aktuellen Mord stark ähnelt. Der Täter war damals nie gefasst worden ...
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • 1,02 MB
978-3-8387-0640-5 (9783838706405)
3838706404 (3838706404)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"25 (S. 141-143)

Der Traum wollte ihn nicht loslassen. Starke Farben und die Nähe von Wasser und Haut. Iselin Gravs Haut. Besonders ein Traumbild hatte sich ihm eingeprägt. Der Moment, als ihr Körper ins Wasser sank. Frank Frølich konnte sich nicht erinnern, ob sie durch ein Unglück ins Wasser gerutscht oder ob sie absichtlich hineingesprungen war. Er erinnerte sich nur noch an das tiefe grüne Wasser, in dem ihre Gestalt blitzschnell mit geschlossenen Beinen versank. Ihr blondes Haar hatte den Körper umwallt wie eine Gardine in einer Zeitlupenaufnahme. Er konnte sich nicht erinnern, ob sie bekleidet gewesen war oder nicht, aber er war hinterhergesprungen. War getaucht, hatte nach ihr gegriffen und sie völlig ohne Anstrengung an Land gehoben.

Dann hatte er sie über einen riesigen Baumstamm gelegt, damit das Wasser aus ihrem Mund laufen konnte. Damit sie atmen konnte. Vollkommen verrückter Traum. Aber die Gedanken an Iselin Grav rissen auch tagsüber nicht ab. Die kryptische Mitteilung. Ich glaube nicht, dass sie tot ist. Er war sicher, dass sie ihm etwas verheimlichte. Nach dem Lunch konnte er sich nicht zurückhalten. Er fuhr vom Polizeipräsidium in Richtung Urtegata. Ging zielstrebig auf den Block zu, in dem Andreas Langeland wohnte. Klingelte. Keine Reaktion. Er holte das Handy aus der Tasche und wählte die Handynummer des Jungen. Wurde direkt mit einer Mailbox verbunden. Wenn Andreas bei der Arbeit war, dann war es verständlich, dass er sein Handy ausgeschaltet hatte.

Wieder im Büro angekommen, setzte er sich daran, noch einmal die Papiere über die Ortungen von Langelands Handy durchzugehen. Die Schwierigkeit war die Nähe zwischen den Ortungsstationen. In Oslo gab es extrem viele solcher Stationen. Das Merkwürdige war, dass das Handy nicht jeden Tag im Osloer Raum geortet worden war. Hatte Andreas es bei der Arbeit liegen lassen? Flughafen Oslo Gardemoen, dachte er und betrachtete die Liste der Ortungen. Das Handy befand sich nicht nördlich von Oslo wie der Flughafen, sondern es war nach Westen und Süden gereist. Frølich begann zu schwitzen.

Wie bescheuert konnte man eigentlich sein? Er rief noch einmal Langelands Handy an. Es war immer noch ausgeschaltet. Konnte es sein, dass es sich außerhalb des Ortungsbereichs befand? Er betrachtete die Karte der Ortungsstationen. Die am weitesten von Oslo entfernte Ortung war die einer Station in Buskerud. Zwischen Filtvet und Tofte, ungefähr hundert Kilometer von der Stadt entfernt. Die Stationen folgten dem Riksvei nach Süden. Frølich studierte die Karte genauer. Dort im Inland, westlich von Filtvet und Tofte gab es Wald, Waldarbeiterstraßen und kleine Seen. Røskestandsvannet. Keine Ortungsstation im Umkreis von vielen Kilometern.

Er rief beim Flughafen an. Wurde von einem zum anderen weiterverbunden. Andreas Langeland war nicht zu finden. Wo konnte er sein? Andreas Langeland hatte Urlaub genommen. Frølich studierte die Papiere vor sich auf dem Tisch. Er verglich die Uhrzeiten. Sah auf seine Armbanduhr. Rosalinds erste Begegnung mit einem Norweger: Andreas Langeland. Zwei Tage später: Rosalind lernt Mattis Langeland kennen. Sie verschwindet. Andreas Langeland im Kreuzverhör mit ihm und Ståle Sender. Keine Reaktion. Andreas Langeland nimmt Urlaub. Kurz darauf taucht eine Sozialarbeiterin vom PPS-Dienst auf, die sein Verhalten besorgniserregend findet und voller beunruhigender Signale ...

Er betrachtete die Liste der Ortungen von Langelands Handy. Es musste möglich sein, darin ein Muster zu erkennen. Er studierte die Papiere. Die Daten verschwammen. Er rieb sich die Augen, sah wieder auf die Papiere. Suchte nach Verbindungen, aber ohne Erfolg. Er rief beim norwegischen Mobile-Funk-Anbieter Telenor an und bat um die letzten Ortungen von Langelands Handy. Er legte auf. Wartete. Ging hinaus und kaufte sich aus reiner Frustration eine Cola."

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