Das habe ich im Koma gedichtet

Autoren. die die Welt zum Glück nie lesen musste
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. August 2011
  • |
  • 128 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06446-4 (ISBN)
 
'Das habe ich im Koma gedichtet ...'

Die Briefe, die an einen Verlag geschickt werden, stecken oft voller Komik: da fragt jemand gleich nach dem Vorschuss, ohne überhaupt von seiner Buchidee zu erzählen, da glaubt ein völlig unbekannter Autor, den Stoff für einen Weltbestseller zu haben und da findet sich auch ein Mensch, der die Naturgesetze komplett neu erfindet, denn, so heißt es in seinem Brief: 'Gott ist die Schwerkraft'. Absurd und urkomisch: die besten Briefe und Zitate aus der Sammlung der verrücktesten Anschreiben an einen Verlag.



Rolf Cyriax, der sich nach 13 nicht immer konfliktfreien Schuljahren der deutschen Sprache angenommen hat, liebt das Kabarett. In seinen rund 30 Berufsjahren hat er selber mehrfach auf der Bühne gestanden sowie viele Bücher der berühmtesten deutschen Kararettisten betreut.
  • Deutsch
  • 1,04 MB
978-3-641-06446-4 (9783641064464)
3641064465 (3641064465)
weitere Ausgaben werden ermittelt
„Mein Konto bei der Kreissparkasse Hannover“ (S. 56-57)

oder Schnorrer


Schnorrer sind auf das schnelle Geld konzentriert, wobei die Inhalte ihrer Angebote sehr stark variieren. Der Kranke fleht, der Obszöne übertreibt, und einer sagt gar nichts. Immer wieder geht es um Millionen; da hebt sich positiv ab, wer trotz Vollglatze für Berichte zur Verfügung steht und wer für 1000 Seiten Handgeschriebenes erst mal nur etwas Geld für Kaffee und Tabak will. Das bevorzugte Stilmittel des Schnorrers ist der Superlativ. Sein Werk preist er als den Erfolgsbringer schlechthin. Der Schnorrer wird von Erfolgsphantasien gejagt, die sich in teils schlichten, teils verwirrten, immer superlativisch aufgeladenen Angeboten niederschlagen. Die landen auf dem Schreibtisch des Lektors. Da auch der Lektor bisweilen von Millionen-Phantasien heimgesucht wird, muss er nein sagen.

Ein kurzer Brief wie der von Harald wurde gern entgegengenommen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich suche einen Verlag, der ein Buch veröffentlichen möchte, was mit Sicherheit weltweit gelesen wird und Ihnen Millionen einbringen kann. Über den Inhalt des Buches sage ich nichts, bevor ich eine Bestätigung Ihres Interesses sowie ein attraktives Angebot erhalten habe.

Mit freundlichem Gruß


„Der arme Poet“ ist ein Meisterwerk von Spitzweg. Heutzutage wollen junge Poeten nicht arm bleiben, was man verstehen kann, und so schreiben sie Bücher, für die sie ein attraktives Angebot erwarten. Dass Harald auch dem Verlag Millionen in Aussicht stellte, hat uns direkt dankbar gestimmt. Das war’s aber auch. Wir haben ihm den Erhalt des Briefes bestätigt, mehr aber auch nicht. Und dann schrieb uns Matthias: Hiermit bitte ich Sie höflichst den beiliegenden Text zu veröffentlichen. Es handelt sich hier um die größte Entdeckung des Jahrhunderts, wenn nicht Jahrtausends.

Diese Entdeckung kann Millionen Menschen das Leben retten, Millionen Menschen die Freiheit schenken und Millionen Menschen von lebenslänglicher Sklaverei befreien. Ausserdem kann sie alle Wissenschaften revolutionieren und mir in meiner ausweglosen, hoffnungslosen und katastrophalen Situation helfen. Schließlich geht es hierbei auch um Demokratie und Menschenrechte. Ich bitte Sie höflichst, schreiben Sie mir, ob es möglich wäre, meinen Text zu veröffentlichen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür.

Wir müssen zugeben: Ab und an waren wir trotz guten Willens unfähig, den Bittsteller zu befriedigen. Da schreibt ein junger Mann, er habe die größte Entdeckung des Jahrhunderts gemacht… usw…, die ihm aus einer katastrophalen Situation helfen kann. Wohlgemerkt: nicht hilft, nicht geholfen hat, nein, nur helfen kann. Seine großartige Entdeckung scheint wohl doch nicht so wirkungsvoll gewesen zu sein. Demokratie hin, Menschenrechte her. Wir jedenfalls entschieden demokratisch, uns das Recht einzuräumen, den Text nicht zu veröffentlichen.
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