Im Meer der Furcht

Australien-Thriller - Australian Heat 3
 
 
Australian-Heat (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. April 2021
  • |
  • 314 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96655-360-5 (ISBN)
 
Wenn die Suche nach der Wahrheit zur tödlichen Gefahr wird: Der Australien-Thriller »Im Meer der Furcht« von Sandy Curtis als eBook bei dotbooks. Dem Meer und seinen Gewalten kann sie trotzen - aber wenn es um ihre Gefühle geht, ist sie machtlos ... Ihr Vater soll ein Mörder sein? Niemals! Für die junge Sam Bretton steht fest, dass sie die Unschuld des schweigsamen Seemanns beweisen muss, und schmiedet einen gewagten Plan: Ab sofort wird sie seinen Job übernehmen und bei Wind und Wetter aufs Meer hinausfahren, um so unauffällig die Crew, aber auch die Kapitäne anderer Schiffe aushorchen zu können. Doch plötzlich gerät sie mehr als einmal in größte Gefahr - und immer ist es der neue Saisonarbeiter, der ihr zur Hilfe eilt. Aber welches Geheimnis verbirgt der ebenso raue wie attraktive Chayse vor Sam? »Sandy Curtis verwebt meisterhaft einen rasanten Thriller mit einer emotionsgeladenen Liebesgeschichte.« Australian Crime Fiction Jetzt als eBook kaufen und genießen: der temporeiche Australien-Thriller »Im Meer der Furcht« von Sandy Curtis wird Leserinnen und Leser von Karen Rose und Sandra Brown begeistern! Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.
  • Deutsch
dotbooks Verlag
  • 1,15 MB
978-3-96655-360-5 (9783966553605)
Sandy Curtis lebt an der Küste des australischen Bundesstaates Queensland. Die Mutter von drei erwachsenen Kindern hat in den verschiedensten Bereichen gearbeitet - doch seit sie als junges Mädchen ihre erste Geschichte geschrieben hat und es ihr sogar gelang, für die Recherche dazu von der örtlichen Polizei eingeladen zu werden, stand ihr Herzenswunsch fest, als Spannungsautorin erfolgreich zu werden. Mehr Informationen über die Autorin und ihre Thriller finden sich auf ihrer Website: www.sandycurtis.com Bei dotbooks erschienen Sandy Curtis' Thriller der locker zusammenhängenden Spannungsserie »Australian Heat« mit den unabhängig voneinander lesenswerten Bänden »Das Tal der Angst«, »Der Fluss des Vergessens«, »Im Meer der Furcht«, »Am Abgrund der Vergeltung« und »Im Sog der Täuschung« sowie der Einzelband »Der Sturm der Rache«.

Kapitel 1


Acht Wochen später

Chayse parkte seinen verbeulten Falcon vor einer kleinen Fischhandlung des kleinen Vorortes im Osten Brisbanes. Der abblätternde Anstrich wurde noch hervorgehoben von einem blinkenden Licht, das die Aufmerksamkeit auf die Angebote des Tages auf einem breiten Brett im Schaufenster lenkte. Menschen betraten den Laden, die Nachrichtenagentur nebenan und die wiederum daneben liegende Bäckerei.

Menschen. Ganz gewöhnliche Menschen. Ganz gewöhnliche Menschen, die alltägliche Dinge taten wie einkaufen, mit Bekannten plaudern und dem nicht abreißenden Strom von Autos zusehen, die die schmale Straße hinunterfuhren. Fremde Leute. So hatte er begonnen, sie zu sehen. Als wären sie mit ihrem durchschnittlichen Dasein Außerirdische von einem anderen Stern.

Er ging hinüber zur Fischhandlung, stieß die Tür auf, woraufhin prompt eine Glocke laut bimmelte, und trat ein. Eine junge Frau, deren üppige Hüften in einer zu engen schwarzen Lederhose steckten, bezahlte gerade. Sie zählte die letzte Münze ab, legte sie auf den Tresen, griff nach ihren Einkäufen und verließ den Laden. Sofort kam ein neuer Kunde herein.

Chayse seufzte und ließ dann den Blick über die Fische und Filets auf den Edelstahltabletts in der Kühltheke gleiten. Auf Eis gebettete Shrimps starrten ihn aus glasigen Augen an. Es roch stark nach Fisch und Meeresfrüchten. Chayse schaute den soeben eingetretenen jüngeren Mann an. »Gehen Sie nur vor, ich kann mich noch nicht entscheiden.«

Eine Minute später war der junge Mann wieder draußen, und Chayse nickte dem stämmigen Ladeninhaber zu. Der Mann zeigte mit dem Kinn flüchtig in Richtung Hinterzimmer, und Chayse glitt durch einen Perlenvorhang in einen größeren Raum. Er schenkte den Arbeitsflächen aus Edelstahl, den Filetiermessern und Sicherheitshandschuhen ebenso wenig Aufmerksamkeit wie den riesigen Kisten Eis, die an zwei Wänden gestapelt waren. Der weiß geflieste Fußboden war erst kürzlich gereinigt worden, und ein unangenehmer chemischer Geruch stieg ihm in die Nase.

Er schlenderte zu einer Treppe am anderen Ende des Raumes und klopfte Sekunden später an eine Tür. Er wartete die obligatorischen Sekunden ab, in denen er durch den Spion gemustert wurde. Dann schwang die Tür auf.

»Das Opfer hieß Ewan McKay, Seemann auf der Kladium, einem Fischerboot mit Heimathafen Bundaberg.« Peter, sein Vorgesetzter, reichte Chayse das Foto eines Mannes, der lang ausgestreckt auf dem Rücken lag. Aus seiner Brust ragte ein Messer.

»Er wurde im Kühlraum gefunden, und obwohl die Luke offen stand, konnte der Leichenbeschauer den Todeszeitpunkt aufgrund der niedrigen Temperatur nicht genau bestimmen. Der Besitzer des Hauses, vor dem das Boot festgemacht war, hörte zuvor Schreie und Geräusche, die auf einen Kampf schließen ließen, und schaute nach, was dort vor sich ging. Sein Haus liegt ein Stück oberhalb der Anlegestelle, aber als er vor Ort eintraf, sah er, wie dieser Mann ...«, er legte ein zweites Foto vor Chayse auf den Tisch, »... gerade versuchte, aus dem Kühlraum zu klettern.«

Chayse betrachtete das Foto eingehend. Mitte fünfzig, helles Haar mit grauen Schläfen, ein breites, sonnengebräuntes Gesicht. Keinerlei Aggression in den grünen Augen. »Wer ist er?«

»Allan Bretton, genannt Tug. Ihm gehört die Sea Mistress, ebenfalls ein Fischerboot.«

»Ist das sein Messer?«

»Nein. Das stammt von der Kladium. Ein Filetiermesser. Brettons Fingerabdrücke waren drauf, obwohl er schwört, er hätte das Messer nicht angerührt. Er sagt, ihm wäre die offene Luke aufgefallen. Als er hingeschaut und den Toten entdeckt habe, sei er hinterrücks niedergeschlagen worden und erst viel später mit gebrochenem Bein neben dem Toten wieder zu sich gekommen.«

»Was meinen die Kollegen?«

»Nun, er hatte tatsächlich eine Beule am Hinterkopf, aber die Jungs sind davon überzeugt, dass die beiden Männer miteinander gekämpft haben. Sie glauben, dass Bretton McKay erstochen hat, zusammen mit ihm in den Kühlraum gefallen ist und sich die Verletzung beim Sturz durch die Luke zugezogen hat.«

»Und jetzt steht Brettons Wort gegen ziemlich belastende Indizien.«

Peter nickte. »Die Spurensicherung hat nichts Gegenteiliges feststellen können, und alles spricht gegen ihn. Er ist übrigens auf Kaution draußen.«

»Und wo komme ich ins Spiel? Und warum?«

»Anfangs sah es nach einer Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang aus. Bretton weigerte sich zu sagen, was er an Bord der Kladium wollte, daher deutete alles darauf hin, dass der Fall gelöst ist. Aber dann hat irgendein Schlaukopf die Kladium überprüft und festgestellt, dass das Boot AGZ Investments gehört. Weitere Nachforschungen ergaben, dass diese Firma wiederum Eigentum einer Gesellschaft ist, die sich im Besitz dieses Mannes befindet.« Peter legte ein drittes Foto neben die ersten beiden. »Stefan Kosanovos.«

Der Mann Ende vierzig hatte schütteres, schwarzes Haar und eine Knollennase, die in scharfem Kontrast zu den schlitzförmigen, dunklen Augen und schmalen Lippen stand.

»Kosanovos«, fuhr Peter fort, »ist eine Schlüsselfigur im Melbourner Drogenhandel. Vor etwa vier Monaten hat seine Firma eine Fischereilizenz erworben und dazu einem Fischer von der Gold Coast die Kladium abgekauft. Ein Kapitän aus Brisbane und ein Decksmann wurden angeheuert.«

»Und besagter Decksmann war dieser McKay, nehme ich an.« Chayse lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und streckte die langen Beine unter dem Tisch aus. Manchmal fragte er sich, ob Peter die unbequemen harten Plastikstühle ausgewählt hatte, um zu verhindern, dass irgendjemand darin einschlief. Er war versucht, um einen Kaffee zu bitten, wusste aber aus Erfahrung, dass die Qualität miserabel war und das Gebräu zudem so brühend heiß, dass er den Becher nicht würde austrinken können, ehe es ihn drängte, aus diesem schmucklosen, ungemütlichen Zimmer zu verschwinden. Nicht einmal der Pin-up-Kalender an der Tür des altmodischen Kühlschranks und die bunten, nicht zusammen passenden Tassen neben dem Spülbecken konnten die Kälte und Sterilität mildern.

»Wir wollten einen Mann einschleusen, der den Toten ersetzte, aber der Kapitän der Kladium, Karl Folter ...«, das nächste Foto wurde auf den wachsenden Stapel gelegt, »... wollte vor Ort zuerst niemanden anheuern. Als das Boot allerdings nach der Beschlagnahme wieder freigegeben wurde, hatte er ganz schnell einen neuen Mann.«

»Aus Brisbane?«

Peter zog die buschigen Brauen zusammen und schüttelte den Kopf. »Nein, Melbourne. Wir überprüfen den Mann gerade.«

»Und Folter?« Das quadratische, gerötete Gesicht auf dem Bild, eingerahmt von unordentlichen, braunen Locken, wirkte vollkommen unschuldig, aber Chayse hatte schon vor langer Zeit gelernt, dass sogar Serienmörder unglaublich charmant und sympathisch sein konnten - bis man zu einem ihrer Opfer wurde.

»Wir haben nicht viel über ihn. Seine Frau hat eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt, weil er sie mehrfach verprügelt hat. Sie hat ihn nicht angezeigt, hat sich aber vor sieben Jahren scheiden lassen und ist ins Landesinnere gezogen. Dann ist er nach einer Kneipenschlägerei wegen Körperverletzung verknackt worden, aber mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Ansonsten haben wir nur noch eins herausgefunden: Vor ein paar Jahren war Folter Kapitän auf einem Fischerboot mit Heimathafen Gladstone.«

»Dann kennt er die Gegend also.«

Peter nickte. »Wahrscheinlich hat Kosanovos ihn deshalb ausgewählt.«

»Was schlagen Sie also vor?«

»Unseren Jungs in Melbourne zufolge war Kosanovos in letzter Zeit sehr aktiv. Scheint, als wäre er plötzlich äußerst flüssig, aber bisher sind die Kollegen nicht dahinter gestiegen, wo das Geld herkommt. Wir müssen rausfinden, ob er die Kladium benutzt, um Drogen ins Land zu schmuggeln, und ob Bretton mit der Sache zu tun hat. Die Kladium fällt aus, aber wir möchten, dass Sie auf Brettons Boot, der Sea Mistress, anheuern. Als Seemann.«

»Wenn der Skipper auf Kaution draußen ist und dazu noch ein gebrochenes Bein hat, kann er wohl kaum arbeiten.«

»Stimmt, aber ein gewisser Bill Marvin, der seit mehr als zwanzig Jahren für ihn arbeitet, wird vermutlich einspringen. Normalerweise hat das Boot zwei Seeleute an Bord, und wir wollen, dass Sie einer davon werden.«

Chayses Bedürfnis nach einem Kaffee wurde immer stärker, allerdings nicht so stark wie der Drang, den Stapel Fotos vom Tisch zu fegen und das seelenlose, kleine Zimmer auf der Stelle zu verlassen. Er wusste, was Peter von ihm erwartete: dass er mehr Fragen stellte. Das war typisch für den Älteren, der gern mit seinem Wissen spielte, das er nur bröckchenweise an seinen gehorsamen Oliver Twist weitergab. Das Gleiche mit den Fotos. Viele Instruktoren stellten Infoblätter zu einer Person mit Bild und den wichtigsten Informationen zusammen. Sie legten den gesamten Fall dar. Die verdeckten Ermittler hörten nur zu, machten sich Notizen und versuchten, sich alles zu merken.

Aber Chayse war es leid, Spielchen zu spielen, und so verschränkte er die Arme und wartete.

»Die örtliche Polizei hat uns wissen lassen, dass sie die Sea Mistress im Auge behalten wird«, teilte Peter ihm schließlich mit, »und das scheint jedwedes Interesse an einer Stellung an Bord im Keim erstickt zu haben.«

»Hat Bretton Familie?«

»Er hat eine Frau, Marcy, einen 30-jährigen Sohn, Brendon, eine 29-jährige Tochter, Samantha, und eine 20-jährige Tochter, Tina, die an der Universität von Bundaberg studiert....

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