Die Zwölf

Passage-Trilogie 2 - Roman -
 
 
Goldmann (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Januar 2013
  • |
  • 864 Seiten
 
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978-3-641-09279-5 (ISBN)
 
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Zu Anfang waren es zwölf Kriminelle, die auf die Todesstrafe warteten. Doch dann wurden sie auserwählt für ein geheimes Experiment. Es sollte den Fortschritt bringen, aus ihnen sollten mehr als nur Menschen werden. Doch es schlug fehl. Jetzt sind es diese Zwölf, die das Leben auf der Erde bedrohen und das Ende der Menschheit bedeuten könnten. Und die letzte Hoffnung ruht auf einem Mädchen. Amy ist die Einzige, die sich der Macht der Zwölf entgegenstellen kann. Aber der Gegner ist stark, und ihre Kraft scheint mehr und mehr zu schwinden .

  • Deutsch
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  • Deutschland
Goldmann
  • 7,52 MB
978-3-641-09279-5 (9783641092795)
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Justin Cronin stammt aus New England und studierte in Harvard. Er besuchte den berühmten Iowa Writers' Workshop und lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Houston, Texas, wo er an der Rice University Englische Literatur unterrichtet. Er veröffentlichte zwei Romane, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Übersetzungsrechte an seiner Passage-Trilogie, die mit »Der Übergang« begann, wurden innerhalb kürzester Zeit in 23 Länder verkauft.

Prolog

Aus den Schriften des Ersten Chronisten (»Das Buch der Zwölfe«)

Vorgelegt auf der Dritten Internationalen Tagung zur Nordamerikanischen Quarantäne-Periode

Zentrum zur Erforschung menschlicher Kulturen und Konflikte

University of New South Wales, Indo-Australische Republik

16.-21. April 1003 n. V.

Erstes Kapitel

1. Denn es begab sich, dass die Welt im Argen lag und der Krieg Einzug gehalten hatte in die Herzen der Menschen. Sie schändeten alles, was lebte, sodass die Welt ward zu einem Traum des Todes.

2. Und Gott blickte auf Seine Schöpfung mit großem Kummer, denn Sein Geist wohnte nicht länger in den Menschen.

3. Und der HERR sprach: Wie zu Zeiten Noahs soll eine große Flut über die Erde kommen, und es soll eine Flut aus Blut sein. Die Ungeheuer in den Herzen der Menschen sollen Fleisch werden und alles verzehren auf ihrem Weg. Und man soll sie Virals heißen.

4. Die Erste dieser Kreaturen soll unter euch wandeln in Gestalt eines tugendhaften Mannes und das Böse in sich verbergen, und es soll ihn befallen eine Krankheit, sodass er einem Dämon gleiche, furchtbar anzusehen. Er soll der Vater der Zerstörung sein und auf den Namen Zero hören.

5. Und die Menschen werden sagen: Wäre ein solches Wesen nicht der Mächtigste unter den Soldaten? Und würden die Heerscharen unserer Feinde nicht die Waffen niederlegen und ihre Augen bedecken vor seinem Anblick?

6. Und ein Erlass soll ergehen von höchster Stelle, dass man zwölf Verbrecher wähle, die das Blut des Zero teilen und gleichfalls Dämonen werden. Und ihre Namen sollen sein wie ein einziger: Babcock-Morrison-Chaves-Baffes-Turrell-Winston-Sosa-Echols-Lambright-Martínez-Reinhardt-Carter, genannt Die Zwölf.

7. Aber ich will auch eine unter euch erwählen mit reinem Herzen und lauterem Sinn, ein Kind, das bestehen kann gegen die listigen Anläufe des Bösen. Und ich werde ein Zeichen schicken, auf dass alle es wissen, und dieses Zeichen soll sein eine große Unruhe unter den Tieren.

8. Und dieses Kind war Amy, deren Name von Liebe kündet: Amy, die Hüterin der Seelen, das Mädchen von Nirgendwo.

9. Und das Zeichen erging am Orte Memphis, da die Tiere heulten und kreischten und trompeteten, und eine, die dies sah, war Lacey, eine Schwester in den Augen Gottes. Und der HERR sprach zu Lacey:

10. Auch du bist erwählt, denn eine Helferin sollst du sein für Amy und ihr den Weg weisen. Wo sie hingeht, da sollst auch du hingehen, und deine Reise soll beschwerlich sein und viele Generationen währen.

11. Du sollst sein wie eine Mutter für das Kind, das ich hervorgebracht habe, die zerbrochene Welt zu heilen. Denn in ihr will ich eine Arche bauen für die Seelen der Gerechten.

12. Und Lacey gehorchte und tat, was Gott ihr befohlen hatte.

Zweites Kapitel

1. Und es begab sich, dass Amy in das Land Colorado gebracht wurde als Gefangene ruchloser Menschen, denn dort weilten Zero und die Zwölf in Ketten. Die aber Amy gefangen hatten, trachteten danach, dass sie werde wie die Zwölf und sich zu ihnen geselle im Geiste.

2. Und dort bekam sie das Blut des Zero und versank in eine Ohnmacht, als wäre sie tot, doch starb sie nicht und nahm auch nicht an die Gestalt der Ungeheuer. Denn es war nicht Gottes Vorsehung, dass sich solches begeben sollte.

3. In dieser Ohnmacht lag Amy etliche Tage, bis ein großes Unheil geschah, auf dass es gebe eine Zeit Davor und eine Zeit Danach. Die Zwölf entkamen und auch der Zero, und sie brachten den Tod über die Erde.

4. Ein Mann aber ward Freund mit Amy und hatte Mitleid mit ihr, und er stahl sie fort von jenem Ort. Er hieß mit Namen Wolgast und war ein Gerechter und ein Geliebter des HERRN.

5. Und zusammen begaben Amy und Wolgast sich in das Land Oregon, das tief in den Bergen lag, und dort weilten sie in der Zeit, die da hieß das Jahr Null.

6. Denn in jener Zeit suchten die Zwölf das Angesicht der Welt heim mit ihrem großen Hunger und töteten alle Lebewesen. Die aber, an denen sie sich nicht sättigten, wurden befallen und gesellten sich zu ihnen. So mehrten die Zwölf sich millionenfach und bildeten die Zwölf Stämme der Virals, ein jeder mit seinen Vielen, die über die Erde streiften ohne Namen und ohne Gedächtnis und die alles verwüsteten, was da lebte.

7. So vergingen die Jahreszeiten, und Wolgast wurde einem Vater gleich für Amy, die keinen Vater hatte wie auch er kein eigenes Kind, und genau so liebte er sie und sie ihn.

8. Er aber sah, dass Amy nicht war wie er noch wie irgendein anderer Mensch auf Erden, denn sie alterte nicht, litt keinen Schmerz, brauchte weder Nahrung noch Schlaf. Und es graute ihm, was aus ihr werden würde, wenn er dahingegangen wäre.

9. Als ein Fremder zu ihnen kam aus dem Ort Seattle, tötete Wolgast ihn, auf dass der Mann nicht werde zum Dämon in ihrer Mitte. Denn die Welt war eine Heimstatt der Ungeheuer, wo niemand lebte außer ihnen.

10. Und so kam es, dass sie lebten wie Vater und Tochter und füreinander sorgten bis zu der Nacht, da ein gleißendes Licht den Himmel erfüllte, so hell, dass man es nicht anblicken konnte. Am Morgen danach war die Luft faul von Gestank, und Asche fiel auf alles.

11. Das Licht indes war das Licht des Todes, und es warf Wolgast nieder mit einer todbringenden Krankheit. Fortan streifte Amy allein durch das verwüstete Land, und niemand war ihr Gesellschaft als die Virals.

12. Und so vergingen vier Mal zwanzig und zwölf Jahre.

Drittes Kapitel

1. Als Amy aber im achtundneunzigsten Jahr ihres Lebens war, kam sie im Lande Kalifornien in eine Stadt, die da hieß die Erste Kolonie. In ihren Mauern weilten vier Mal zwanzig und zehn Seelen, die Nachkommen der Kinder, die hierhergefunden hatten aus der Stadt Philadelphia in der Zeit Davor.

2. Doch die Menschen fürchteten sich, als sie Amy erblickten, denn sie wussten nichts von der Welt, und manches böse Wort ward gegen die Fremde gesprochen, und sie sperrten sie ein. So erhob sich mancherlei Wirrnis, und Amy musste fliehen zusammen mit etlichen anderen.

3. Die da hießen Peter, Alicia, Sara, Michael, Hollis, Theo, Mausami und Hightop, acht an der Zahl, und jeder trug die gerechte Sache im Herzen und verlangte, die Welt zu sehen, die außerhalb der Stadt lag.

4. Und unter ihnen war Peter der Erste und Alicia die Zweite. Sara war die Dritte und Michael der Vierte. Und desgleichen waren die anderen gesegnet in den Augen des HERRN.

5. Gemeinsam verließen sie den Ort im Schutze der Dunkelheit und wollten das Geheimnis entdecken, das die Welt ins Verderben geführt hatte und verborgen war im Lande Colorado. Ein halbes Jahr zogen sie durch die Wildnis und erlitten mancherlei Drangsal, die größte von allen an einem Ort, welcher der »Hafen« geheißen wurde.

6. Denn in der Stadt Las Vegas waren sie in Gefangenschaft geraten und zu Babcock gebracht worden, dem Ersten der Zwölf, der im »Hafen« lebte mit seinen Vielen. Diese waren wie Sklaven und opferten ihm zu jedem Neuen Mond zwei aus ihrer Zahl, auf dass die anderen am Leben blieben.

7. Amy und die anderen wurden dort auf die Opferstätte geworfen und kämpften gegen Babcock, der schrecklich anzuschauen war, und viele der Seinen fanden dabei den Tod. Amy und ihre Gefährten aber flüchteten von diesem Ort, weil sie nicht gleichfalls sterben wollten.

8. Nur einer von ihnen fiel, und das war der Junge, der Hightop hieß, und sie begruben ihn und setzten ein Mal auf die Stelle zu seinem Gedenken.

9. Und eine große Trauer lag auf ihnen, denn Hightop war allen der Liebste in ihrer Zahl, doch sie konnten nicht säumen, denn Babcock und seine Vielen verfolgten sie.

10. Als aber noch mehr Zeit vergangen war, kamen Amy und ihre Gefährten zu einem Haus, das die Zeit nicht angerührt hatte, denn Gott hatte es gesegnet und seinen Grund geheiligt. Es war eine Farm, und dort rasteten sie und waren in Sicherheit sieben Tage lang.

11. Zwei von ihnen beschlossen, an diesem Ort zu bleiben, denn die Frau war gesegneten Leibes. Das Kind ward geboren und bekam den Namen Caleb, und Gott liebte es.

12. So zogen die anderen weiter, die zwei aber blieben mit dem Kind zurück.

Viertes Kapitel

1. Und es begab sich, dass Amy und ihre Gefährten Tag und Nacht wanderten bis in das Land Colorado, wo sie Soldaten fanden, fünf Mal zwanzig an der Zahl. Sie hießen »Expeditionsbataillon« und kamen aus dem Land Texas.

2. Denn Texas war in jener Zeit ein Ort der Zuflucht auf der Erde, und die Soldaten waren ausgezogen, gegen die Virals zu kämpfen, und ein jeder hatte gelobt, zu sterben für seine Kameraden.

3. Und eine von ihnen beschloss, sich einzureihen in die Expedition und Soldat zu werden, und das war Alicia, genannt Blades, die...

"..telefonbuchdick und so fesselnd, dass man ihn nur ungern aus der Hand gibt."
 
"Atemberaubender Nervenkitzel!"
 
"'Die Zwölf' ist eine wunderbare Fortsetzung von 'Der Übergang', die dem Vorgänger in Sachen Spannung in nichts nachsteht."
 
"Grusel-Saga mit Blutsaugern, die sogar Stephen King den Glauben an die Vampire wiedergegeben haben."
 
"Cronin-Fans wird auch der zweite Band hochwertigen Science-Fiction-Horrors gefallen."
 
"Allezeit durchdacht, spannend, mitreißend und emotional dicht zeigt Cronin in seiner epischen Trilogie auch im zweiten Band keine Schwächen. Eine hoch empfehlenswerte Lektüre für alle Liebhaber des Genres."
 
",Die Zwölf' ist eine fantastische Fortsetzung, in der Cronin die Spannung wieder durchgehend auf hohem Niveau hält. Er liefert ein dermaßen spannendes Zwischenfinale, dass ich mir für den letzten Band wohl Baldrian besorgen sollte."

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