Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelband 8 - Krimi-Serie

Folgen 22-24
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. Oktober 2018
  • |
  • 240 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7325-7032-4 (ISBN)
 
Sammelband 8: Drei actiongeladene Fälle und über 250 Seiten Spannung zum Sparpreis!

G-Man Jerry Cotton hat dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärt! Von New York aus jagt der sympathische FBI-Agent Gangster und das organisierte Verbrechen, und schreckt dabei vor nichts zurück!

Damit ist er überaus erfolgreich: Mit über 3000 gelösten Fällen und einer Gesamtauflage von über 850 Millionen Exemplaren zählt er unbestritten zu den erfolgreichsten und bekanntesten internationalen Krimihelden überhaupt! Und er hat noch längst nicht vor, in Rente zu gehen!

Die Jerry Cotton Sonder-Edition ist der echte Klassiker. Sie bietet dem Leser die Romane aus der Frühzeit der Serie und schickt ihn auf Zeitreise in die frühen 60er Jahre bis in das neue Jahrtausend.

In diesem Sammelband sind 3 Krimis um den "besten Mann beim FBI" enthalten:

22: Das Mörder-Spiel

23: Der eiskalte Tod

24: Letzter Ausweg: Mord

Jerry Cotton ist Kult - und das nicht nur wegen seines roten Jaguars E-Type.

Jetzt herunterladen und garantiert nicht langweilen!

1

»Hier spricht Dave Daffer! Sie haben bestimmt schon von mir gehört. Mit wem spreche ich bitte?«

Natürlich war mir sein Name geläufig. Dave Daffers Aktionen vor den Kameras in Hollywood hatten ihm zwei Oscars, eine geschiedene und eine bereits wieder brüchige Ehe sowie einen Zehnjahresvertrag mit seiner Filmgesellschaft eingebracht.

»Cotton«, sagte ich kurz. »Was kann das FBI für Sie tun, Mister Daffer?«

»Ich werde bedroht. Ich wohne im Gladstone House, Central Park South. Man hat gedroht, mich zu ermorden, wenn ich nicht zahle. Ich habe nicht gezahlt, und jetzt sitzen zwei von denen unten in der Hotelhalle!«

»Wir kommen sofort!«, versprach ich. »Kennen Sie die beiden? Wie sehen sie aus?«

»Sie standen schon vor drei Stunden auf der anderen Straßenseite. Ich konnte sie von meinem Fenster aus beobachten. Jetzt sind sie ins Hotel gegangen. Der Portier hat mich vorhin angerufen, zwei Herren wollten mich sprechen.«

Im Hintergrund hörte ich etwas läuten, wahrscheinlich das Zimmertelefon.

»Versperren Sie Ihre Tür, Daffer! Wir sind in zehn Minuten da!«

***

Als ich den Wagen vor dem Gladstone House stoppte, sah Phil auf seine Uhr.

»Acht Minuten«, verkündete er und riss die Tür auf. Ich steuerte direkt auf die Rezeption zu.

»Sieh dich inzwischen in der Halle um!«, sagte ich halblaut zu Phil. Dem Empfangschef legte ich meine FBI-Marke auf den Tresen.

»Welches Zimmer bewohnt Mister Daffer?«

»318, 3. Stock. Ich möchte aber .«

»Sparen Sie sich die Bitte um Diskretion!«, unterbrach ich ihn. »Rufen Sie an und bestellen Sie, ich käme sofort hinauf!«

Er drehte sich um, wählte die Nummer und presste den Hörer ans Ohr.

»Mister Daffer meldet sich nicht.«

»Rufen Sie sofort das Revier an, und lassen Sie das Hotel sperren!«

Ich rannte auf den Fahrstuhl zu. Phil baute sich am Eingang auf. Mit mir fuhr noch ein Mann nach oben, der ebenfalls im 3. Stock ausstieg. Ich flitzte den Gang entlang und stoppte vor 318. Der Mann aus dem Fahrstuhl kam hinter mir her. Ich wollte ihn noch vorbeilassen, aber er blieb hinter mir stehen.

»Sie verschwinden besser«, sagte ich leise. »Hier könnte es gleich gefährlich werden!«

Meine FBI-Marke beeindruckte ihn nicht im Mindesten. Im Gegenteil, er grinste über das ganze Gesicht. »Ich bin Reporter und will ein Interview mit unserem Star. Ich habe ja genau den richtigen Riecher gehabt!«

Widerwillig zog er sich dann ein paar Schritte zurück. Ich konnte nicht länger warten.

Den Revolver in der Hand, riss ich die Tür auf und sprang ins Zimmer. Es war anscheinend leer. Langsam ging ich weiter, marschierte um die Rückenlehnen der großen Sessel herum und hob die Tischdecke hoch.

Draußen auf dem Gang stand der Reporter, sah zur Tür herein und lachte. »Schade, dass ich keine Kamera dabei habe«, sagte er.

Ich warf die Tür zu. Vielleicht hielt sich Daffer im Bad auf. Ich rief seinen Namen, bekam aber keine Antwort. Das Badezimmer war leer. Der Kleiderschrank war voll gestopft mit Anzügen und Wäsche. Daffer konnte sich unmöglich in seinem Apartment befinden.

Vom Wohnzimmer aus rief ich die Hotelhalle an. »Rufen Sie Agent Decker an den Apparat!«, sagte ich dem Empfangschef.

»Was ist los, Jerry?«, fragte mein Freund.

»Daffer ist nicht in seinem Apartment. Sind die Cops schon da?«

»Eben trudeln sie ein. Von den beiden Gangstern habe ich nichts bemerkt.«

»Dann komm rauf, Phil!«

Phil kam herauf und brachte den Manager mit. Als der den Reporter sah, griff er nach seinem Taschentuch und wischte sich die Stirn. »Auch das noch!«

»Agent Cotton, wir sind ruiniert«, jammerte der Manager. »Ein solches Polizeiaufgebot in meinem Haus! Die Gesellschaft, der das Gladstone House gehört, wird mich feuern!«

»Wir können nichts dafür, dass Ihre Gäste bedroht werden«, knurrte ich, »Wir sollten lieber feststellen, wo Dave Daffer geblieben ist, statt um den Ruf Ihres Hauses zu bangen.«

Er schwieg betreten.

Ich wandte mich an den Etagenkellner. »Wann haben Sie den Schauspieler zuletzt gesehen?«

»Kurz bevor Sie kamen, Agent Cotton. Er ging auf dem Gang auf und ab, als erwarte er jemand. Ich ging dann in die Teeküche und kam erst wieder heraus, als Sie aus dem Fahrstuhl stiegen.«

»Er muss noch auf diesem Stockwerk sein«, vermutete ich. »Vielleicht hat er sich verkrochen und traut sich nicht mehr aus seinem Versteck!«

»Er kann aber auch die Haupt- oder Feuertreppe hinunter sein«, warf Phil ein.

»Kümmere dich um die Ausgänge im Erdgeschoss, Phil! Ich werde einstweilen das Stockwerk durchsuchen.«

Zusammen mit dem Manager klopfte ich an den Türen der einzelnen Apartments. Niemand protestierte. Die Leute standen stumm herum und warteten auf das Ende der Durchsuchung.

Wir gelangten ans Ende des Gangs. Dort gab es eine Tür, die schmaler war als die übrigen.

»Eine Besenkammer«, erklärte der Manager. Die Tür hatte keine Klinke, sondern einen blank polierten Messingknopf. Ich drückte dagegen und suchte hinter dem Türrahmen nach dem Lichtschalter. Eine matte Glühbirne flammte auf.

Ich hatte Dave Daffer gefunden.

Hinter mir hörte ich den Manager röcheln. »Nein!«, presste er mühsam heraus. »Das darf doch nicht wahr sein!«

Daffer lag auf dem Fußboden der engen Kammer zwischen Besen, Bohnermaschinen, Papptonnen und Putzmitteln. Der Kopf war halb abgetrennt. Auf dem Fußboden hatte sich eine große Blutlache gebildet.

»Rufen Sie aus der Halle ein paar Cops herauf!«, befahl ich dem Manager.

Gleichzeitig mit den Polizisten kam Phil. Ich stellte zwei Uniformierte vor die Tür und schärfte ihnen ein, niemand in die Nähe zu lassen. Zwei andere postierte ich vor Apartment 318, das der Ermordete bewohnt hatte. Von dort aus rief ich die Mordkommission der City Police an.

In der Halle stauten sich die Menschen, die das Hotel verlassen wollten, und von einer Reihe Cops zurückgehalten wurden.

Die Mordkommission erschien unter der Leitung von Lieutenant Dieckerson. Der Manager stellte uns ein Office zur Verfügung. Ich instruierte Dieckerson, bevor ich ihm alles Gute wünschte und mich mit Phil verabschiedete.

***

Es war am Nachmittag, als das Telefon schrillte. Ich nahm den Hörer ans Ohr.

»Ich werde erpresst«, sagte eine dunkle Stimme.

»Wer sind Sie?«

»Mike Mallory, der Senator .«

»Wo wohnen Sie?«

»Ich bin im Barbizon Garden abgestiegen.«

Diesmal dauerte es ein bisschen länger. Auch im Barbizon Garden empfingen uns die gleichen verdutzten Gesichter wie im Gladstone House. Ich stürzte auf die Rezeption zu. Diesmal stellte sich mir eine ältere Dame in den Weg, die ihrem Unwillen über die Unerzogenheit der jüngeren Generation Luft machte.

»Schnell«, sagte ich zu dem Mann im schwarzen Frack und hielt mir die wütende Lady mit dem linken Arm auf Distanz. »Welches Zimmer hat Senator Mallory?«

Meine Jacke war nicht zugeknöpft. Er konnte den Querriemen des Schulterhalfter sehen, vielleicht auch meinen 38er, Seine Wangen färbten sich grau.

»Hier ist mein Ausweis«, fauchte ich. »FBI! Welches Zimmer?«

»Hundertsechzehn«, stotterte er. Er fuchtelte noch mit den Armen, als ich in den Lift sprang. Phil rannte die Treppe hinauf. Ich erwischte den Liftboy, als er mir unter der Achsel durchwischen wollte. Seine Augen waren schreckhaft geweitet. Ich zog ihn in die Kabine.

»Nicht schießen!«, bettelte er, und an der hellen Stimme erkannte ich, dass es sich um ein Girl handelte. Sie hatte meinen Revolver gesehen.

»Keine Angst, FBI!«

Ich drückte auf den Knopf für den ersten Stock. Der Aufzug bremste wenige Augenblicke später.

»Fahren Sie sofort wieder hinunter, und blockieren Sie den Aufzug!«, sagte ich zu dem Girl. Dann stand ich im Gang. Nummer 116 lag schräg dem Aufzug gegenüber. Ich riss die Tür auf.

Der erstaunte Blick eines etwa 50-jährigen Mannes traf mich.

»Senator Mallory?«, fragte ich.

»Allerdings. Was wünschen Sie?«

»Ich bin Jerry Cotton vom FBI. Sie haben mich vorhin angerufen. Vor zwei Stunden rief mich ein Mann an, der ebenfalls erpresst wurde. Er ist jetzt tot.«

»Ich verstehe«, sagte Mallory zu einem jungen Mann hinter einem Schreibtisch. »Würden Sie uns einen Augenblick allein lassen, Bink? Mister Bink ist mein Sekretär«, erklärte der Senator. »Er weiß in meinen Angelegenheiten fast besser Bescheid als ich und ist auch mein Vertrauter. Aber was ich Ihnen jetzt zu eröffnen habe, ist eine Privatsache, die nicht einmal er zu wissen braucht. Ich kann mich doch auf Sie verlassen?«

»Ich bin FBI-Beamter, Senator!«

»Entschuldigen Sie, Agent Cotton. Vielleicht überrascht es Sie, dass ein Senator der Vereinigten Staaten . Nun, ich bin mit einer Dame befreundet, Agent Cotton, einer Dame, die verheiratet ist. Annabelle . Also die Dame und ich haben immer geglaubt, es sei unser Geheimnis. Irgendjemand scheint trotzdem dahinter gekommen zu sein .«

»Der Ehemann?«, fragte ich kühl.

»Nein, bestimmt nicht. Mit dem ließe sich vielleicht ein Arrangement treffen. Dem Ehemann der Dame bin ich sehr nützlich gewesen, und ich glaube nicht, dass er es sich leisten könnte, meine politische Karriere anzusägen. Es muss sich um einen Erpresser...

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