Jerry Cotton - Folge 2831

Eine Geisel für das Schweigen
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. September 2011
  • |
  • 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1337-3 (ISBN)
 
Francis Clancy, Student am Webb Institute, wurde entführt. Als Phil und ich am Tatort eintrafen stießen wir auf eine Mauer des Schweigens und der Desinformation. Alles schien irgendwie nicht zusammenzupassen, sodass der Verdacht aufkam, die Entführung sei nur getürkt.

Unsere Nachforschungen führten uns nach Kanada, wo Francis' Vater innerhalb des Zeugenschutzprogramms der US-Staatsanwaltschaft versteckt wurde.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 0,85 MB
978-3-8387-1337-3 (9783838713373)
3838713370 (3838713370)
"(S. 8-9)

Zehn Minuten später durchkämmten Angehörige des Sicherheitsdienstes des Instituts zusammen mit Cops den gesamten Campus. »Und du bist dir absolut sicher, dass es Thomas Bosworth war?«, fragte Phil. Der Mann im Labor war eindeutig ein Vertrauter von James Gallagher, dem gefährlichen Anführer einer kriminellen Organisation. Gegen seine Unternehmen ermittelten Kollegen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft und standen meines Wissens kurz vor einem entscheidenden Durchbruch. »Kein Zweifel, Phil. Das war Bosworth, und damit dürfte klar sein, auf wessen Konto die Entführung des Studenten geht«, antwortete ich. Mein Partner nickte mit düsterer Miene. Keiner von uns konnte an einen Zufall glauben, wenn unmittelbar nach einem Kidnapping sich der Vertraute von Gallagher im Webb Institute herumtrieb. »Wir müssen uns nochmals alle sichergestellten Dinge aus dem Labor ansehen, Jerry.

Zum Glück hast du Bosworth daran gehindert, mögliche Beweise zu vernichten«, sagte Phil. Wir teilten uns die Arbeit. Mein Partner besprach sich mit den Kriminaltechnikern, während ich mich nochmals in aller Ruhe im Labor umsehen wollte. Die eingeleitete Fahndung nach Thomas Bosworth würde kaum sehr schnell zu einem Erfolg führen. Mit den Möglichkeiten von Gallaghers Organisation würde der abgebrühte Gangster sicherlich eine ganze Weile in New York untertauchen können. »Was hat Francis mit Gallagher zu schaffen?« Diese Frage schob sich ständig in den Vordergrund, sodass meine Suche im Labor nur schleppend vorankam.

»Hast du vielleicht danach gesucht?« Hätte ich nicht vorhin einige handschriftliche Notizen von Francis Clancy gesehen, die einer der Techniker neben einem Messgerät sichergestellt hatte, wären mir diese Zettel kaum aufgefallen. Der Student schrieb in einer sehr auffälligen Blockschrift, deren Buchstaben sich stark nach links neigten. Die Zettel waren von einem Ordner mit technischen Dokumentationen verdeckt worden, den ich nur durch Zufall verschoben hatte. Neugierig musterte ich die Notizen. Es gelang mir zwar, einige Sätze zu entziffern, doch der Sinn dahinter blieb unklar. Also suchte ich nochmals Andreas Burton auf.

»Gibt es Neuigkeiten, Agent Cotton? Wissen Sie, wo Francis ist?«, fragte der Fachbereichsleiter sofort. Ich verneinte seine Fragen und legte dann die Notizen auf seinen Schreibtisch. »Teilen Sie meine Auffassung, dass dies die Schrift von Clancy ist?« Burton setzte eine Halbbrille auf und studierte die Notizen gründlich, bevor er seinen Blick hob und nickte. »Ja, im oberen Drittel unbedingt. Wo haben Sie diese Aufzeichnungen her, Agent Cotton?« Ich erklärte den Fundort und wollte von Burton erfahren, um welchen Inhalt es sich bei den Sätzen handelte. »Im oberen Drittel hat Francis sich Messwerte zu einer Versuchsanordnung notiert, Agent Cotton.

Er schreibt eine Hausarbeit über Strömungsverhalten von Decksaufbauten, die einigen Einfluss auf den Energieumsatz eines Schiffes haben«, erklärte Burton. »Was ist mit den anderen Notizen, Sir? Können Sie mir dazu auch etwas sagen?« Der Fachbereichsleiter starrte auf die Zettel, fuhr sich mit der flachen Hand über die Halbglatze und murmelte leise vor sich hin. Gespannt wartete ich auf das Ergebnis seiner Anstrengungen. »Es scheint eine Abfolge von Uhrzeiten und Frequenzen zu sein. Wofür Francis sie sich allerdings aufgeschrieben hat, erschließt sich mir nicht, aber die Schrift ist auch anders«, lautete die Antwort. Ich dankte Burton und ging hinunter ins Büro des Sicherheitsdienstes, wo Phil und ich uns provisorisch einquartiert hatten. »Die Fahndungen haben bislang nichts ergeben. Keine Spur von Clancy oder Bosworth. Hast du etwas Neues?«, fragte Phil. Ich legte die gefundenen Notizzettel vor meinen Partner auf den runden Besprechungstisch."

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