Jerry Cotton - Folge 2829

Die Geheimnisse von Rikers Island
 
Jerry Cotton (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 6. September 2011 | 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1335-9 (ISBN)
 
Alan Sherman saß in Rikers Island wegen dem Mord an einem FBI-Agent ein. Dann wurde er von seinem Zellengenossen Pablo Mendez eines Nachts erstochen. Es gab kein Motiv für den Mord und Mendez war zum Tatzeitpunkt mit Drogen vollgedröhnt. Als Phil und ich begannen, in der Sache zu ermitteln, zweifelten wir immer mehr an der Täterschaft von Mendez, doch wer sonst konnte Sherman in einer verriegelten Zelle in einem Hochsicherheitstrakt ermordet haben¿
Luebbe Digital Ebook
1. Aufl. 2011.
Deutsch
Breite: 125 mm
0,10 MB
978-3-8387-1335-9 (9783838713359)
3838713354 (3838713354)
"(S. 23-24)

Sobald wir an der Federal Plaza waren, fuhren wir unsere Computer hoch. Wie sich herausstellte, war ein gewisser Bradley Keen in der NYSIIS-Datenbank mit zwei Vorstrafen wegen Körperverletzung und Widerstands bei der Festnahme eingetragen. Und er hatte Rikers auch eifrig als Besucher angesteuert, zuletzt zwei Tage vor Shermans Tod. Phil pfiff durch die Zähne. »Das sieht mir aber nicht nach einem Zufall aus, Jerry. Hier, Brad Keen hat immer einen gewissen Arnold Roberts besucht, der im gleichen Zellenblock wie der Ermordete sitzt.« Ich nickte. Ob der eine der beiden Liebhaber Larissa Abners seinen Rivalen hatte aus dem Weg räumen lassen?

Mit dieser Frage im Hinterkopf betrat ich gemeinsam mit Phil den Verhörraum, wo bereits Brad Keen auf uns wartete. June Clark musste sich momentan wieder anderen Aufgaben widmen. Keen begehrte sofort auf, als er uns erblickte. »Ich weiß gar nicht, warum ich überhaupt hier bin. Das ist doch Polizeiwillkür!« Phil runzelte die Stirn. »Vielleicht, weil Sie Agent Cotton mit einer abgebrochenen Flasche ein Muster ins Gesicht schneiden wollten? Haben Sie sich überlegt, dass Sie damit womöglich gegen geltende Gesetze verstoßen können?« Die ironische Bemerkung meines Freundes ließ den Kriminellen einstweilen verstummen.

Keen war ein Gewaltmensch, der erst zuschlug und dann fragte – wenn überhaupt. Ich konnte mir vorstellen, dass eine Frau wie Larissa Abner Gefallen an einem solchen Rohling fand. Es fragte sich nur, wie er auf seinen Nebenbuhler reagiert hatte. Wir nahmen ihm gegenüber an dem Metalltisch Platz. Nachdem ich uns noch einmal vorgestellt hatte, sagte ich: »Sie haben uns mit einem gefährlichen Gegenstand angegriffen, Keen. Daher können Sie sich auf eine Anklage gefasst machen. Es sieht nicht gut für Sie aus, gerade angesichts Ihrer Vorstrafen. Sie können Ihre Lage nur verbessern, indem Sie uns alles sagen, was Sie wissen.« Keen verzog das Gesicht. »Was soll ich Ihnen denn noch sagen, G-man? Sie und Ihr Kollege haben doch selbst erlebt, wie ich auf Sie losgestürmt bin. Ich dachte, Larissa braucht Hilfe. Aber das zählt wahrscheinlich nicht, oder?«

»Stellen Sie sich nicht dümmer, als Sie sind«, sagte ich scharf. »Von dem Angriff auf uns rede ich überhaupt nicht. Es geht mir um Alan Sherman und um seine Ermordung.« »Alan Sherman? Was soll das denn? Ich habe noch nie von dem Kerl gehört. Und den soll ich umgelegt haben?« Keen wirkte ernsthaft überrascht. Ob er den Namen seines Rivalen nicht kannte? Aber falls das so war, konnte er den Rikers-Mordauftrag auch nicht erteilt haben. Auf alle Fälle legte ich ihm ein erkennungsdienstliches Foto von Alan Sherman vor. Der Gewalttäter zuckte nur mit den Schultern. »Das ist Sherman? Ich habe ihn noch nie gesehen, ehrlich.«

»Dann wussten Sie auch nicht, dass Larissa Abner regelmäßig mit ihm ins Bett ging?«, fragte Phil. Kaum hatte mein Freund ausgesprochen, als Keens Kopf so rot wie ein gekochter Hummer wurde. Er spannte seine Muskeln an und riss an seinen Handschellen. »Wo ist der Mistkerl? Ich bringe ihn sofort um!« »Hören Sie eigentlich gar nicht zu, Keen?«, fragte ich ruhig. »Sherman ist ermordet worden, und zwar in Rikers. Sie haben dort selbst eingesessen, und außerdem besuchen Sie Ihren Freund Roberts dort regelmäßig. Da liegt doch der Verdacht nahe, dass Sie Shermans Tod sozusagen in Auftrag gegeben haben.«"

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