Jerry Cotton - Folge 2828

Zweimal stirbt man nicht
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. August 2011
  • |
  • 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1318-2 (ISBN)
 
Alfred Benton war schon so gut wie tot. Er hatte sich mit dem großen Boss Canetti angelegt und der hatte ihm seine Killer auf den Hals gehetzt. Zuerst hatte Benton versucht zu fliehen, doch dann entschied er sich dafür, nicht alleine zu sterben.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • Breite: 125 mm
  • 0,86 MB
978-3-8387-1318-2 (9783838713182)
3838713184 (3838713184)
"(S. 10-11)

Die schwarzen Gewitterwolken waren vorbeigezogen, ohne dass der Himmel seine Schleusen geöffnet hatte. Alfred Benton bedauerte das. Die Sterne standen hell und klar am Himmel und die große runde Scheibe des Mondes spendete genug Licht, um die Küste deutlich sehen zu können. Benton wusste, dass man von den Häusern am Ufer aus auch sein Segelboot sehen konnte. Noch war die Sonne längst nicht aufgegangen. Der kleine Küstenort auf Long Island, östlich von New York, schien zu schlafen. Bei den Booten in dem kleinen Hafen war kein Mensch zu sehen. Aber das beruhigte Benton nicht. Er wusste, dass die Leute, die ihn suchten, erst im letzten Augenblick aus der Dunkelheit auftauchen würden.

Eine Sekunde, bevor sie ihn erschossen. Vielleicht würden sie ihn auch von hinten abknallen, wie sie es bei anderen getan hatten. Aber Benton war nicht wie andere. Seine einstigen Freunde fanden ihn nicht bloß lästig, nein, sie hassten ihn. Sie würden ihn töten, aber sie würden ihm nicht die Gnade eines schnellen Todes erweisen. Er sollte nicht ahnungslos zur Hölle fahren, sondern zitternd vor Angst. Benton hatte den Motor schon abgeschaltet. Das Segelboot glitt jetzt langsam und unhörbar an einem hölzernen Bootssteg entlang und lag dann still. Benton rückte die Pistole, die in seinem Gürtel steckte, zurecht. Dann trat er entschlossen auf den Steg und band das Boot fest. Die hölzernen Planken zitterten und knarrten, als er auf das Ufer zuging.

Die Schritte mussten in der Stille der Nacht weit zu hören sein. Benton atmete erleichtert auf, als er endlich festes Land unter seinen Füßen spürte. Die Erleichterung dauerte nicht lange. Er hatte kaum zehn Schritte in Richtung auf die Häuser gemacht, als er hinter sich eine Männerstimme hörte. »Ich wusste doch, dass du hierherkommen würdest.« Benton kannte die Stimme. Er kannte sie schon sein ganzes Leben lang. Mit Dave Gorman hatte er schon als kleines Kind auf den Straßen der Bronx gespielt. Und mit ihm war er schon im Alter von vierzehn Jahren in Mathew Canettis Gang eingetreten.

Benton blieb reglos stehen. Nur seine rechte Hand bewegte sich langsam, fast unmerklich, der Pistole in seinem Gürtel entgegen. »Lass die Kanone ruhig stecken«, sagte Gorman hinter ihm. »Du brauchst sie nicht.« Langsam drehte Benton sich um. Gorman hatte sich offenbar hinter dem Wrack eines uralten Fischerboots verborgen gehabt, das hier am Ufer langsam vermoderte. Benton sah von ihm nicht viel mehr als die kurze, breite Gestalt. Gorman hatte seinen Hut tief ins Gesicht gezogen. »Wie die Gangster in alten Schwarzweißfilmen«, dachte Benton. Gormans Hände steckten tief in den Taschen seines Mantels.

Wie Benton ihn kannte, hielt er eine entsicherte Pistole in der linken Faust. Gorman war ein vorsichtiger Mann, auch gegenüber seinen Freunden. »Wenn ich dich umlegen wollte, wärst du längst tot«, sagte Gorman mit leichtem Spott in der Stimme. »Ich hätte es schon tun können, als du noch auf dem Steg warst – ein Ziel, das ich auf diese kurze Entfernung unmöglich verfehlen kann. Aber ich suche dich nicht aus den gleichen Gründen wie die anderen.« »Canetti hat also seine Höllenhunde schon auf meine Fährte gesetzt«, sagte Benton. »Die ganze Meute«, nickte Gorman. »Alle, die für ihn arbeiten, und etliche, die er angeheuert hat."

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