Die Ausgestaltung der Grundrechte

Untersuchungen zur Grundrechtsbindung des Ausgestaltungsgesetzgebers
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. Mai 2020
  • |
  • 720 Seiten
 
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978-3-16-157997-4 (ISBN)
 
Matthias Cornils untersucht, inwieweit den Freiheitsrechten des Grundgesetzes Normgehalte zugeschrieben werden müssen, welche die Verhaltensspielräume des Gesetzgebers beschränken, ohne daß diese Bindung als prinzipielles Eingriffsverbot im Sinne der herkömmlichen Deutung der Grundrechte als Eingriffsabwehrrechte begriffen werden kann (Ausgestaltungsbindung). Er begründet, daß es leistungsgrundrechtliche Ausgestaltungsbindungen mit schwächerer Bindungswirkung gibt. Diese Bindungen erfassen aber die Ordnungs-Gesetzgebung nicht ausschließlich, sondern stets zugleich mit der Rechtfertigungslast aus den jeweils betroffenen Grundrechtsprinzipien negativer Freiheit. Der Autor wendet sich auf der Basis eingehender Einzelbetrachtungen der Grundrechtsgarantien der Rundfunkfreiheit, der Vertragsfreiheit, des Eigentums, der Ehe, der Vereinigungsfreiheit und des effektiven Rechtsschutzes gegen die verbreitete Auffassung, derzufolge alle oder einige Grundrechte mehr oder weniger weitgehend durch den Gesetzgeber inhaltlich geprägt würden. Gegen den Vorschlag einer einheitlichen Deutung aller Grundrechtsgehalte als Prinzipien wird eingewandt, daß die auf die Schaffung von Freiheits-Ausübungsvoraussetzungen gerichtete Ausgestaltungspflicht des Gesetzgebers nicht die für Optimierungsgebote charakteristische Finalität aufweist und daher in einer anderen normtheoretischen Struktur rekonstruiert werden muß.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 63,88 MB
978-3-16-157997-4 (9783161579974)
10.1628/978-3-16-157997-4
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  • Cover
  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil Vorbemerkung: Die Lehre von der Grundrechtsausgestaltung und das schrankendogmatische Modell der Grundrechtsbegrenzung
  • 1. Kapitel: Das Problem der Grundrechtsausgestaltung
  • I. Untersuchungsgegenstände
  • II. Zu Terminus und Begriff der Ausgestaltung
  • III. Zum Stand der Diskussion
  • IV. Insbesondere: Die Konzeption von Martin Gellermann
  • 1. Zu den grundrechtsdogmatischen Prämissen
  • 2. Fallgruppe der "normativen Konstituierung":
  • 3. Fallgruppe der "normativen Konturierung"
  • 4. Fallgruppe der "normativen Konkretisierung"
  • 5. Die Grundrechtsbindung des Ausgestaltungsgesetzgebers
  • 6. "Umgestaltung"
  • V. Jüngste Entwicklungen
  • 2. Kapitel: Grundannahmen
  • I. Prinzip negativer Freiheit
  • II. Mehrdimensionalität der Grundrechtsgewährleistungen
  • III. Präferenz der Außentheorie
  • 1. Normative Innentheorie
  • 2. Kritik
  • IV. Grundrechte und Prinzipienstruktur
  • 1. Klarstellungen
  • 2. Bemerkungen zur Rechtfertigung
  • Zweiter Teil Einzeluntersuchungen
  • 3. Kapitel: Veranstalterfreiheit und "positive Rundfunkordnung": Die Gewährleistung der Rundfunkfreiheit
  • I. "Sonderdogmatik" des Rundfunks
  • II. Ausgestaltungsvorbehalt und positive Ordnung
  • 1. Befugnis und Auftrag
  • 2. Typologie der Auftragsgehalte
  • a) Organisationsregelungen
  • b) Verfahrensregelungen
  • c) "materielle" Regelungen
  • 3. Umkehrung des rechtsstaatlichen Verteilungsprinzips?
  • III. Ursprünge und Entwicklungslinien
  • IV. Konstruktionserklärungen und Legitimationsfundamente in Rechtsprechung und Literatur: Von der Sondersituation zum Funktionsgrundrecht
  • 1. Ausgangspunkt: Technische und wirtschaftliche Sondersituation
  • 2. Die primär objektiv-rechtliche Deutung des Grundrechts der Rundfunkfreiheit
  • 3. Von der Pluralismusgewährleistung zum Kulturauftrag
  • 4. Integrationsfunktion
  • V. Gegenkonzept der Veranstalterfreiheit
  • 1. Rundfunkfreiheit als "natürliche" originäre Veranstalterfreiheit
  • 2. Grundrechtlich geforderter Voraussetzungsschutz durch Ausgestaltung
  • 3. Art. 10 EMRK
  • 4. Schrankenunabhängige Rundfunkausgestaltung in ausländischen Rechtsordnungen?
  • VI. Jüngere Entwicklungen und Perspektiven: Der Grundrechtsbeachtungsanspruch
  • VII. Inkonsistenzen: Die Abgrenzung von Ausgestaltung und Eingriff
  • 1. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
  • 2. Abgrenzungsformeln der Literatur
  • a) Ausgestaltungsrecht als Rundfunksonderrecht
  • b) Eingriff qua "Umgestaltung"
  • 3. Kritik
  • a) Bedeutungslosigkeit der Belastungswirkung
  • b) Problematik des Kriteriums der rundfunk- bzw. kommunikationsspezifischen Regelungstendenz
  • c) Unschärfe des Sonderrechts-Kriteriums
  • 4. Einzelprobleme der Abgrenzung
  • a) Die zweite Rundfunkentscheidung
  • b) Regelungen über die Zulassung und Programmaufsicht hinsichtlich des Privatrundfunks - Die dritte Rundfunkentscheidung des Bundesverfassungsgerichts
  • c) Materielle Programmvorgaben
  • d) Insbesondere: Werbung
  • e) Zugang, Zulassung und Auswahl privater Veranstalter
  • f) Beschränkungen des Programmumfangs
  • g) Finanzierungsregeln
  • h) Programmüberwachung und Staatsaufsicht: Befugnisse
  • i) Meinungsmacht und Konzentrationskontrolle
  • j) Vielfaltssichernde Ausgestaltung versus Informationsfreiheit der Rezipienten, insbesondere: Weiterverbreitung
  • VIII. Konsequenzen: Grundrechtsbindung und Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers
  • 1. Grundrechtsbindung und Rechtfertigungszwang
  • a) Grundrechts-Normzielkonformität
  • b) Intensität der Auftragsbindung
  • c) "Externe" verfassungsrechtliche Bindung der Ausgestaltungsgesetzgebung?
  • d) Verhältnismäßigkeit belastender Ausgestaltungsregelungen?
  • e) Exemtion der Ausgestaltungsgesetzgebung vom Vorbehalt der Allgemeinheit des Schrankengesetzes (Art. 5 Abs. 2 GG)
  • 2. Fazit
  • 4. Kapitel: Privatautonomie und heteronome Sanktionsordnung: Die Gewährleistung der Vertragsfreiheit
  • I. Vertragsfreiheit: Autonomie und rechtliche Anerkennung
  • II. Befund: Die dogmatische Erfassung der Vertragsrechtsgesetze in der verfassungsgerichtlichen Praxis
  • 1. Die Vertragsfreiheit als Eingriffsabwehrrecht
  • 2. Das Grundrecht der Vertragsfreiheit als Schutzgarantie gegen fremdbestimmte oder unangemessene Verträge?
  • a) Tatsächliche Voraussetzungen der Selbstbestimmung
  • b) Schutzpflicht zur Korrektur nicht-selbstbestimmter Verträge?
  • c) Eingriff in den nicht-selbstbestimmten Vertrag als Voraussetzungsschutz?
  • d) Zwischenergebnis
  • III. Konzeptionen der Vertragsfreiheit in der Wissenschaft
  • 1. Reine und weitgehende Ausgestaltungslehren
  • 2. Kritik
  • a) Handlungsfreiheit und Rechtsgeschäft
  • b) Handlungsfreiheit und Kompetenz
  • c) Grundrechtlicher Schutzbereich und Rechtsabhängigkeit der Vertragsfreiheit
  • 3. "Natürliche" Vertragsfreiheit?
  • 4. Abwehrrechtlicher Normbestandsschutz
  • 5. Integrierende Ansätze
  • IV. Der negatorische Grundrechtsgehalt: Dialogische Selbstbestimmung
  • 1. "Formale" vs. "materiale" Vertragsfreiheit
  • 2. Ausgestaltungsbedürftigkeit des Tatbestandes der Selbstbestimmung?
  • 3. Insbesondere: Die Vorschriften über die Geschäftsfähigkeit
  • 4. Ausgestaltung des der Autonomie zugeordneten Rechtskreises?
  • V. Grundrechtliche Leistungspflicht: Die Ausgestaltung der Rechtssanktion
  • 1. Der Zusammenhang von Vertragsfreiheit und Vertragssanktion
  • 2. Die materiell-rechtliche Ebene: Leistungsstörungsrecht und Vertragsstrafe
  • a) Mindestgewährleistung, nicht Optimierung
  • b) Funktionsadäquanz der Ausgestaltung
  • 3. Klagbarkeit und Vertragsfreiheit: Das Beispiel der Natural-verbindlichkeiten
  • 4. Die Durchsetzungsebene: Zwangsvollstreckung und Privatautonomie
  • a) Vollstreckungsrecht als grundrechtlich gebotene Ausgestaltung
  • b) Vollstreckung als Grundrechtseingriff
  • c) Reichweite der grundrechtlichen Bindung des Vollstreckungsrechts
  • aa) Insbesondere: Privatautonomie und Vollstreckungsverträge
  • bb) Grundrechtsprinzip auf vertragliche Gestaltung des Vollstreckungsverfahrens?
  • VI. Fazit
  • 5. Kapitel: Eigentümerfreiheit, Bestimmung definitiver Eigentumsrechte und Praktikabilitätsordnung: Die Gewährleistung des Eigentums
  • I. Eigentumsgarantie als Maßgabegrundrecht?
  • 1. Unhaltbarkeit einer strikten Normprägungs- oder Ausgestaltungsthese
  • 2. Bestandsschutzlehren
  • a) Vertrauensschutzbegründeter Bestandsschutz
  • b) Eigentums-Normbestandsschutz als Konsequenz materiellgrundrechtlicher Bindung des Inhaltsbestimmungsgesetzgebers
  • II. Eigentum und Freiheit: Verliehene Befugnis oder anerkannte Autonomie?
  • 1. Eigentum als außentheoretisch konstruiertes Freiheitsrecht
  • 2. Eigentum als "Produkt der (einfachgesetzlichen) Rechtsordnung"
  • 3. Das Freiheitsargument
  • III. Verfassungsrechtliche Bindung der Gesetzgebung und Gesetzgebungsspielraum
  • 1. Bestandsschutz-Grundrecht und Institutsgarantie
  • a) Absolute Kernbereichstheorie
  • b) Relative Kernbereichstheorie
  • c) Insbesondere: Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum "Versuchsprivileg" des § 11 Nr. 2 PatG
  • d) Kernbereichsvorstellung und legalistischer Ansatz
  • 2. Bestandsschutz, Institutsgarantie und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
  • 3. Eigentumsbegriff und Eigentumsinhalt
  • a) Verfassungsrechtlicher Eigentumsbegriff als Zuweisungsbegriff
  • b) Doppelfunktion des verfassungsrechtlichen Eigentumsbegriffs
  • 4. Eigentumsprinzipien und definitive Eigentumsrechte
  • a) Sozialbindung: Immanenzlehre oder Schrankenvorstellung
  • b) Verfassungseigentum und Konkretisierungsbedürftigkeit
  • aa) Eigentum als Recht
  • bb) Insbesondere: Die Unterscheidung verschiedener Eigentumsarten
  • cc) Die Unterscheidung von verfassungsrechtlicher Anerkennung als Eigentum und gesetzlicher "Praktikabilisierung"
  • (1) Eigentumsgegenstände
  • (2) Eigentumsgegenstände des Staates
  • (3) Abgrenzbarkeit von Eigentumsgegenständen
  • (4) Rechtliche Abgrenzungsordnung und Eigentumsgarantie
  • (5) Eigentumsrechte
  • (6) Insbesondere: Prinzip der Nutzungsfreiheit
  • (7) Grundrechtsunmittelbare Eigentumsrechte
  • (8) Zuordnung von Eigentumsrechten
  • (9) Prinzip eigener Leistung und privatautonome Zuordnung
  • (10) Probleme der Erstbegründung von Eigentumsrechten
  • 5. Fazit
  • 6. Kapitel: Institut und Autonomie: Die Gewährleistung der Ehe
  • I. Struktur der grundrechtlichen Garantie
  • 1. Institutsgarantie
  • 2. Freiheitsrecht
  • 3. Wertentscheidende Grundsatznorm
  • a) Förder- und Schutzpflicht
  • b) Beeinträchtigungsverbot
  • II. Die Ehe als soziales Phänomen und rechtsgeprägte Form
  • III. Ausgestaltung und Schranken
  • 1. Gesetzesfunktionen bzw. -wirkungen im Schutzbereich von Ehe und Familie
  • a) Ehedefinitionsrecht: Ehevoraussetzungen und Verfahrensrecht der Eheschließung und -auflösung
  • b) Staatliche Ordnung der Ehe
  • aa) "Wesensprägende" Rechtsbindung
  • bb) Konfusion positiver und negativer Grundrechtsbindung des Gesetzgebers?
  • cc) Ehe als positiv geprägter Lebensentwurf in frei wählbarer Alternativität zu anderen Lebensformen
  • c) Institutsfolgenrecht
  • d) Nicht spezifisch die Ehe betreffende Beeinträchtigungen
  • e) Scheidungsfolgenrecht
  • 2. Schrankenvorbehalt?
  • a) Ehestatusrecht
  • b) Inhaltsbestimmungen der ehelichen Lebensgemeinschaft
  • c) Institutsfolgenrecht
  • IV. Die Grundrechtsbindung des Gesetzgebers
  • 1. Garantieinhalt und Bindung
  • 2. Bindung und Gewährleistungsdimensionen
  • 3. Positive und negative Bindung
  • a) Strikte negatorische Bindung durch das prinzipielle Benachteiligungsverbot
  • b) Positive prinzipielle Bindung durch das Verbot relativer Schlechterstellung: Teilhaberechte an staatlichen Leistungen
  • c) Schwache positive Bindung durch das Förderprinzip
  • d) Schwache positive Bindung durch die Schutzpflicht
  • e) Starke positive und negative Prinzipien- oder sogar Regelbindung hinsichtlich der Ehemerkmale Monogamie, Verschiedengeschlechtlichkeit
  • f) Schwächere prinzipielle Bindung durch den Definitionsauftrag des Art. 6 Abs. 1 GG betreffend die sonstigen Gewährleistungsgehalte
  • g) Strikte negatorische prinzipielle Bindung hinsichtlich des Prinzips der Eheinhaltsbestimmungsfreiheit (Autonomie)
  • 7. Kapitel: Gesellschaftsrecht, binnengrundrechtliche Funktionssicherung und Tarifautonomie: Die Gewährleistungen der Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit
  • I. Gründe für die Annahme einer notwendigen Ausgestaltung der Vereinigungs- bzw. Koalitionsfreiheit
  • 1. Kein Grundrechtsschutz nach gesetzlicher Maßgabe
  • 2. Ausgestaltung als Schaffung notwendiger rechtlicher Voraussetzungen
  • 3. Ausgestaltung als Koordinationsauftrag
  • a) Rechte Dritter und der Allgemeinheit
  • b) Kollision antagonistischer Berechtigung aus Art. 9 Abs. 3 GG
  • c) Funktionssicherung als Gewährleistungsinhalt?
  • d) Gesetzgebungsauftrag aus Art. 9 Abs. 3 GG?
  • II. Ausgestaltungsvorbehalt als ungeschriebener Schrankenvorbehalt
  • III. Grundrechtsbindung im Ausgestaltungsbereich
  • 1. Die These vom Freiheitsrecht ohne Einrichtungsauftrag (kraft Institutsgarantie oder grundrechtlicher Organisations-Leistungspflicht)
  • 2. Mindestgewährleistung oder Optimierungsgebot?
  • a) Prinzip gesellschaftsrechtlicher Privatautonomie
  • b) Grundrechtsdogmatische Konsequenzen
  • aa) prima-facie-Gebot umfassender Anerkennung gesellschaftsvertraglicher Selbstorganisation
  • bb) Reichweite und Qualität grundrechtlich garantierter Tarifvertrags-kompetenz
  • cc) Gebot funktionsadäquater Ausgestaltung der dispositiven staatlichen Ordnung des Gesellschaftsrechts
  • 3. Fazit
  • 8. Kapitel: Ausgestaltung und Leistungsgrundrechte: Die Rechtsschutzgarantie, Art. 19 Abs. 4 GG
  • I. Art. 19 Abs. 4 GG als "normgeprägtes" Grundrecht
  • II. Die Verfassungsbindung des Gesetzgebers durch Art. 19 Abs. 4 GG
  • 1. Bestandsaufnahme: Verfassungsrechtliche Effizienzanforderungen
  • 2. Art. 19 Abs. 4 GG als Prinzip mit auf Optimierung angelegtem Gehalt?
  • a) Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
  • b) Schrifttum: Der Ausgestaltungsauftrag als "Mindeststandard"
  • 3. Das Bindungsproblem: Kritik und eigene Anmerkungen
  • a) Negatorischer Grundrechtsschutz gegen "Beschränkungen" des Rechtschutzes?
  • b) Intensität der Grundrechtsbindung des Ausgestaltungsgesetzgebers
  • aa) Grundrechtliches Finalprogramm und gesetzgeberisches Handlungsermessen
  • bb) Unterschiedliche Bindungsgehalte
  • cc) Erkenntnisspielraum?
  • dd) Kein Optimierungsgebot bezüglich Gerichtsorganisation und Prozeßrecht
  • ee) Effektivitätspostulate
  • ff) Insbesondere: Interne Kollision verschiedener Effektivitätspostulate?
  • gg) "Externer Abgleich": Strikte Verhältnismäßigkeitsbindung bei Rechtsschutzbeschränkungen aus rechtsschutzfremden Gründen?
  • hh) grundrechtlich begründete Budgetaufsicht?
  • ii) Fazit: Art. 19 Abs. 4 GG als Rechtsweg-Vereitelungsverbot und Ermessensauftrag
  • c) Negatorischer Grundrechtsschutz gegen Verkürzungen des einfachgesetzlichen Rechtsschutzstandards?
  • 4. Leistungsgrundrecht und objektive Verfassungsbindung des Gesetzgebers
  • Dritter Teil Überlegungen zu einer Dogmatik der Grundrechtausgestaltung
  • 9. Kapitel: Die Ausgestaltungsfunktion des Gesetzes - zu den Begründungen einer Dogmatik der Grundrechtsausgestaltung
  • I. Unterschiedliche Perspektiven von Ausgestaltungstheorien
  • 1. Ausgestaltung aufgrund von Gewährleistungspflichten
  • 2. Ausgestaltung von Gewährleistungsnormen
  • 3. Paradox und Bindungsproblem
  • II. Die Reichweite der Ausgestaltung: Starke und schwache Ausgestaltungstheorien
  • III. Die "institutionelle" Sicht: "Aktualisierungs"- und Konkretisierungsbedürftigkeit aller Grundrechte
  • IV. Freiheitsförderung durch Freiheitsordnung
  • V. Freiheitsförderung durch Voraussetzungsschutz
  • 1. Garantie faktischer Freiheitsvoraussetzungen
  • 2. Garantie rechtlicher Freiheitsvoraussetzungen
  • VI. Das Argument der Normprägung: mehr oder weniger notwendige Ausgestaltung grundrechtlicher Schutzbereiche
  • 1. Inhaltsbestimmung durch Gesetz
  • a) Gesetzlich konstituierte Schutzgegenstände
  • b) "Wechselwirkung": Grundrechtsprägung durch Gesetz
  • c) Modelle der Rekonstruktion der Grundrechtsbindung
  • aa) Anknüpfung an den unterverfassungsrechtlichen Bestand
  • bb) Institutsgarantie
  • cc) Leistungsrechtliche Prinzipien auf Einführung von Rechten als Gewährleistungsgegenständen
  • 2. "Natürliche" und konstituierte Freiheit: konstruktive Gleichsetzung prinzipieller und definitiver Gewährleistungsgehalte
  • 3. Abwehrrechtlich konzipierter Bestandsschutz einfachrechtlich konstituierter Rechte
  • VII. Das Spielraumargument
  • VIII. Flexibilisierung oder Durchbrechung des Systems grundrechtlicher Schrankenvorbehalte
  • IX. Aktualisierung nicht textexpliziter Grundrechtsschranken
  • 10. Kapitel: Grundrechtliche Gewährleistungspflichten und Ausgestaltung
  • I. Unterscheidung grundrechtlicher Handlungspflichten (Leistungsfunktionen) und Unterlassungspflichten (Abwehrfunktion)
  • 1. "Essentialität" oder "Fundamentalität" der Unterscheidung von Tun und Unterlassen
  • 2. Verhaltensformneutrale Grundrechtsgewährleistungspflicht?
  • 3. Möglichkeiten der Unterscheidung anhand normativer Kriterien
  • 4. Objektive Gewährleistungspflichten und subjektive Rechte
  • 5. Individuelles Recht und generalisierte Rechtsgutbestimmung
  • 6. Finalität der Handlungsgebote vs. Konditionalstruktur der Handlungsverbote, Universalität des Handlungsverbots, Existentialität des Handlungsgebots?
  • a) Die bestimmtheitsbezogene Unterscheidung
  • b) Final- vs. Konditionalstruktur
  • II. Grundrechtliche Leistungspflichten und Optimierung
  • 1. Das Problem der Optimum-Bestimmung
  • 2. Interdependenz von Rechtsgutdefinition und Optimierungsidee
  • a) Inadäquanz der Optimierungsidee bei ausschließbarer Rationalität von Abwägungsdiskursen
  • b) Inadäquate Einheitskonzeption für alle grundrechtlichen Gewährleistungsgegenstände
  • c) Leistungsrechte und Optimierung: Das Bestimmtheitsargument
  • d) Normstruktur und Gewährleistungsgehalt
  • e) Negative Freiheit und Prinzipienstruktur
  • 3. Schutzpflichten
  • a) Primäre Schutzpflicht: Rechtskreisabgrenzung
  • b) Sekundäre Schutzpflichten
  • 11. Kapitel: Die Grundrechtsbindung des Ausgestaltungsgesetzes
  • I. Ausgestaltungsbindung
  • 1. Rationalitätsgrenzen einer Bindungsdogmatik der Leistungsrechte
  • 2. Negativabgrenzungen
  • a) Nichtexistenz von grundrechtlichen Ausgestaltungsaufträgen im engeren Sinne?
  • b) Redundanz der Annahme spezifischer Ausgestaltungsaufträge
  • aa) Grundrechtspflicht zur Förderung faktischer Grundrechtsvoraussetzungen als Nebenwirkung grundrechtlicher Prinzipien?
  • bb) Grundrechtspflicht zur rechtlichen Freiheitsförderung als Nebenwirkung grundrechtlicher Prinzipien?
  • c) "Harte" Auftragsbindung
  • d) Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
  • aa) Entsprechungsverhältnismäßigkeit vs. Verhältnismäßigkeit im technischen Sinne
  • bb) Folgerungen
  • e) Prozedurale Anforderungen statt inhaltlicher Bindung
  • 3. Positive Auftragsbindung und Gesetzgebungsermessen
  • a) Evidenzgrenze
  • b) Partielle grundrechtliche Zweckvorgabe und gesetzliche Zweckvervollständigung
  • c) Externe Spielraumbegrenzungen
  • II. Eingriff und Ausgestaltung
  • 1. Möglichkeit der Abgrenzung?
  • a) Unschärfe der Abgrenzung
  • b) Funktionale Überschneidungen: Unmöglichkeit exklusiver Abgrenzung
  • aa) Das Schrankengesetz als Eingriff und primäre Ausgestaltung
  • bb) Sekundäre Ausgestaltungen mit Eingriffscharakter
  • 2. Notwendigkeit der exklusiven Abgrenzung?
  • a) Perplexität von Grundrechtsnormen
  • b) Kollision von Ausgestaltungsgebot und Eingriffsverbot
  • 3. Ergebnis
  • Literaturverzeichnis
  • Sachverzeichnis

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