Das Portal der Dämonen

 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. August 2011
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06079-4 (ISBN)
 
Dämonisch gut, höllisch rasant, teuflisch komisch

Der 11-jährige Samuel ist ein ganz normaler Junge, na ja, vielleicht ein bisschen schlauer als der Rest, aber ansonsten alles im grünen Bereich. Bis, ja bis seinen gelangweilten Vorstadtnachbarn nichts Besseres einfällt, als mal eben ein wenig Dämonenbeschwörung zu üben. Das klappt dummerweise überraschend gut und nun sind die dämlichen Nachbarn nicht nur von Dämonen besessen, sondern diese fiesen Gestalten auch noch hinter Samuel und seinem Dackel Boswell her. Die waren nämlich unfreiwillige Zeugen als die Hobby-Satanisten das Portal im Universum auftaten, durch das der finstere Lord nun seine Voraustrupps in die Welt der Menschen entsendet. Tja und jetzt ist es also an Samuel, den Schlamassel wieder zu richten und den Untergang der Menschheit zu verhindern.



John Connolly, geboren in Dublin, wurde weltweit berühmt durch seine »Charlie Parker«-Thrillerserie. All seine Romane stürmten die Bestsellerlisten und als erster Nichtamerikaner gewann er den Shamus Award. »Das Portal der Dämonen« ist sein erstes Kinderbuch.
  • Deutsch
  • 2,67 MB
978-3-641-06079-4 (9783641060794)
3641060796 (3641060796)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Kapitel dreißig (S. 206-207)

in welchem Mrs Abernathy zwar eine Schlacht verliert, sich aber anschickt, den Krieg zu gewinnen Die Kinder drängten sich ans Fenster und starrten die Dämonen draußen an. »Puh«, sagte Maria und rümpfte die Nase, als sie die zehnbeinige Spinne und die Kröte erblickte. »Die sind ja entsetzlich.« »Das sind die Sklaven des Baal«, sagte Nurd. »Die sehen nicht nur entsetzlich aus, sie sind entsetzlich. Aber Baal ist so schlimm wie tausend von ihnen und so widerlich obendrein. Ich sitze ganz schön in der Patsche.« Samuel betrachtete die beiden Dämonen aufmerksam; irgendetwas an ihnen kam ihm bekannt vor.

Er brauchte einen Moment, bis ihm auffiel, dass sie immer noch die Reste ihrer schwarzen Umhänge trugen. »Sie sind nicht hinter dir her«, sagte er zu Nurd. »Ich bin mir nicht mal sicher, ob sie überhaupt wissen, dass du hier bist.« »Wen suchen sie dann?«, fragte Tom. »Mich«, antwortete Samuel. »Es sind zwei von den Leuten, besser gesagt den ehemaligen Leuten, die ich im Keller der Abernathys gesehen habe. Jede Wette, Mrs Abernathy hat sie hergeschickt.« »Weshalb?«, fragte Tom. »Du hast ihr doch gar nichts getan. Und jetzt ist das Portal offen. Diese Abernathy hat doch bekommen, was sie wollte.« »Ich bin ihr in die Quere gekommen. Ich glaube, sie mag es nicht, wenn sich andere Leute in ihre Angelegenheiten mischen. Ich weiß nicht, ob sie jemals jemand so verärgert hat wie ich. Sie will mich bestrafen und euch mit dazu, wenn sie uns gemeinsam erwischt.«

Er wandte sich zu Maria und Tom. »Es tut mir leid. Ich hätte euch niemals in diese Sache hineinziehen dürfen.« Tom klopfte ihm auf die Schulter. »Das stimmt, das hättest du nicht machen sollen.« »Tom«, rief Maria entsetzt. »War doch nur Spaß«, sagte Tom. »Wirklich«, versicherte er, als ihn Maria immer noch böse anfunkelte. »Was sollen wir jetzt machen?«, fragte Maria. »Weglaufen?« »Weglaufen klingt gut«, sagte Dr. Planck irgendwo unter seiner Decke.

»Nein«, widersprach Samuel. »Wir müssen ihnen die Stirn bieten.« »Wie soll denn das gehen?«, sagte Tom. »Auf fliegende Schädel einzuschlagen, war ja ganz okay, aber ich glaube nicht, dass einer von den beiden uns so nahe an sich rankommen lässt, dass wir ihnen mit dem Knüppel eins überziehen können.« »Wir verfolgen einfach weiter unseren Plan«, sagte Samuel. »Wir schicken Nurd durch das Portal.« »Da ist noch eine Kleinigkeit«, sagte Nurd.

»Mir wäre es lieber, sie wüssten nicht, dass ich es bin. Könnte Schwierigkeiten geben drüben, vorausgesetzt, ich werde nicht über das halbe Universum verstreut, wenn das Portal einstürzt. Habt ihr irgendeine Verkleidung, die ich benutzen könnte?« Mrs Johnson zog mit einem Ruck Dr. Planck das Tuch vom Kopf, schnitt mit der Schere zwei Löcher hinein und gab es Nurd. »Aber wo bekommen wir ein Auto her?«, fragte Tom. »Mam«, sagte Samuel, »behalte die beiden da draußen im Auge. Tom, du bleibst bei ihr. Nurd, Maria, ihr beiden kommt mit mir.«

»Was hast du vor?«, fragte Tom. »Ich klaue das Auto meines Vaters«, sagte Samuel und sah aus dem Augenwinkel, wie die Mundwinkel seiner Mutter zuckten. Samuel, Maria und Nurd standen in der Garage hinter dem Haus und betrachteten das Auto, das Samuels Vater in jahrelanger Arbeit liebevoll wieder hergerichtet hatte. »Aston Martin«, las Nurd. Er strich zärtlich mit der Hand über das Auto. »Wunderschön. Ist es so ähnlich wie ein Porsche?«"

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