Impress Reader Sommer 2020: Verliebe dich mit uns!

Romantische XXL-Leseproben
 
 
Carlsen (Verlag)
  • erschienen am 11. Juni 2020
  • |
  • 257 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-646-60597-6 (ISBN)
 
**Erlebe mit uns einen Sommer voller Herzklopfen!**
Sonnenbrille auf, Flip-Flops an, Lieblingsroman eingepackt und dann nichts wie raus auf den Balkon! Was gibt es Besseres, als einen warmen Sommertag mit der perfekten Lektüre zu verbringen? Und damit du dich auch wirklich in den Roman deines Herzens vertiefen kannst, stöberst du vorher am besten im kostenlosen XXL-Leseproben-Reader von Impress, der dir Kostproben von vier gefühlvollen Liebesgeschichten schenkt.
//Im Reader enthalten sind XXL-Leseproben von:
Viktoria Christians' "Alles und noch mehr. Loreen & Carter"
**Entdecke, dass du manchmal etwas riskieren musst, um glücklich zu werden, und überwinde deine Angst vor der Liebe.**
Loreen möchte sich nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Ex-Freund nie wieder verlieben. Doch bereits am ersten Schultag nach den Ferien trifft sie auf Carter, in dessen Augen derselbe Schmerz wie in ihren zu stehen scheint und der ihr zeigt, wie schön sich Liebe anfühlen kann .
Emma S. Roses "Unexpected Love"
**Lass dir salzige Nordseeluft um die Nase wehen und überzeuge dich davon, dass die besten Dinge meistens ungeplant passieren.**
Als Sophies perfekt strukturiertes Leben auf einen Schlag zusammenbricht, hilft nur eins: ab an die Nordsee zu ihrem Großvater, der seit Neuestem einen jungen Mitbewohner hat, der Sophies Herz ziemlich durcheinander bringt .
Lana Rotarus "Kiss Me Never"
**Begib dich auf eine alles verändernde Suche und verliere dein Herz an einen unverschämt gutaussehenden Bad Boy.**
Amanda glaubt nicht daran, dass ihr Bruder bei einem Motorradunfall ums Leben kam, und sucht auf eigene Faust nach der wahren Ursache. Dabei kommen ihr nicht nur seine Freunde, sondern auch ihre Gefühle immer wieder in die Quere .
Anja Tatlisus "Not Over You"
**Triff ein zweites Mal auf deine erste große Liebe und entscheide dich zwischen Herz und Verstand.**
Die aufstrebende Fotografin Hayley begegnet kurz vor ihrer Hochzeit ihrer ersten großen Liebe Noah wieder. Der Mann, der ihr einst das Herz brach und der sie nun um ein allerletztes Date bittet, bevor sie einem anderen das Ja-Wort gibt .
weitere Ausgaben werden ermittelt
Viktoria Christians, 1999 geboren, lebt schon seitdem sie denken kann mehr in ihren Fantasiewelten als in der Realität. Sie ist kein Fan davon, über sich selbst zu schreiben, sondern schreibt lieber über Möchtegern-Badboys, viel Herzschmerz oder turbulente Weltrettungsaktionen, getarnt hinter einer ordentlichen Portion Sarkasmus (und am liebsten über alles zusammen). Wenn sie nicht schreibt, trinkt sie viel Kaffee und verliert sich gerne selbst zwischen den Zeilen eines guten Buches.

Loreen


»Ich kann dich nur bis zur Ecke mitnehmen, den Rest musst du laufen«, sagt Lara trocken, als ich auf die Rückbank ihres älteren VW Passats rutsche.

Meine Schwester blickt über ihre Schulter und wirft mir wütende Blicke zu. »Und pass mit den Sitzen auf. Nicht, dass du sie komplett volltropfst.«

Unser Bruder Leon, der neben ihr auf dem Beifahrersitz sitzt, massiert sich die Nasenwurzel und stöhnt genervt auf. Er weiß schon, was jetzt kommt.

»Hast du mal rausgeguckt? Es schüttet wie aus Eimern. Wie soll ich denn da bitte nichts volltropfen?« Ich starre Lara genauso wütend an, wie sie mich ansieht. Wenn Blicke töten könnten, würde eine von uns jetzt umfallen.

»Könntest du vielleicht einmal tun, was man dir sagt, Loreen?«

»Ist doch okay, Lara. Das trocknet doch wieder.«

Sie wirft Leon einen genauso vernichtenden Blick zu wie mir. Auch er könnte jeden Moment zu Staub zerfallen. Dann hätte sie zumindest einen guten Grund, sich über den Dreck in ihrem Auto aufzuregen. Aber auch nur dann.

Lara lässt den Motor an und rollt rückwärts aus unserer Einfahrt. Mein bester Freund Rich hat ihr den Spitznamen Lara Croft gegeben, weil er findet, dass sie Angelina Jolie ein bisschen ähnelt. Allerdings ist er der Einzige, der das so sieht. Doch der Spitzname hat sich gehalten.

Für Laras Zwillingsbruder Leon ist ihm leider kein guter Spitzname eingefallen, obwohl Rich der König der Spitznamen ist. Und mir auch nicht. Obwohl, so ganz stimmt das nicht. Früher, als wir noch klein waren, hat Dad ihn immer Speedy Gonzales genannt, weil er den ganzen Tag nur herumgerannt ist. Um ihn zu ärgern, hat Dad dabei immer die Titelmelodie der schnellsten Maus von Mexiko gesungen. Zum achtzehnten Geburtstag hat er sogar eine DVD mit dem Best-of der Looney Tunes bekommen.

Somit bin ich die Einzige von uns dreien, die keinen Spitznamen hat. Rich und Sabrina nennen mich Lore, aber zu Hause bin ich nur Loreen. Bis jetzt hat es mich nicht gestört, aber in letzter Zeit versetzt es mir immer wieder einen schmerzlichen Stich. Es zeigt, dass ich nicht dazugehöre. Genau das, was Lara mir auch jeden Tag aufs Neue deutlich zeigt. Einfach weil ich über das reden will, was passiert ist. Weil ich mich nicht an Mom erinnern kann.

Leon blickt über seine Schulter zu mir nach hinten und lächelt aufmunternd. Ein Friedensangebot.

Wir haben alle das dunkelbraune Haar von Dad geerbt, aber nur die Zwillinge haben auch genauso wie Dad beruhigend grüne Augen. Ich habe Moms braune Augen bekommen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mich deshalb auch nicht gerne ansehen, weil ich als Einzige Moms Augen geerbt habe.

Aber jetzt sieht Leon mich direkt an.

Obwohl meine Geschwister mich quasi erzogen haben, verstehen wir uns nicht sonderlich gut. Das liegt vor allem daran, dass ich sie stundenlang mit Fragen über Mom löchere, aber sie nicht über Mom reden wollen - Dad genauso wenig. Und dann ist da noch diese Sache, über die ich mit absolut niemandem reden kann.

»Bist du aufgeregt?«, fragt Leon mich.

»Nö, warum sollte ich?«, entgegne ich trocken und schaue aus dem Fenster. Draußen ziehen die Häuser unserer Siedlung an uns vorbei sowie die Wipfel der Bäume, die zum Blue Forest gehören. In einer einschläfernden Stetigkeit prasselt der Regen auf Laras Passat, als wollte er nicht nur das Auto, sondern auch uns, die darin sitzen, durchnässen.

Im Augenwinkel sehe ich, wie Leon hilfesuchend zu Lara blickt. Zwischen den beiden besteht diese gruselige Zwillingsverbindung, seltsamerweise aber nur, wenn es um mich geht. Wenn der eine nicht weiterweiß und der andere ihm aus der Patsche helfen muss.

»Du könntest ruhig etwas enthusiastischer sein«, kommt Lara Croft ihm zu Hilfe. Sie biegt links auf die Hauptstraße ab, die einmal komplett durch die ganze Stadt führt. Blue Forest ist zwar eine Stadt, aber dennoch kleiner, als man für möglich halten würde.

»Schließlich ist es dein letztes Jahr an der Highschool. Glaub mir, wenn du erst einmal am College bist, wirst du dir wünschen, wieder zur Highschool gehen zu können und mit deinen Freunden zu chillen.«

Sie wirft mir im Rückspiegel vielsagende Blicke zu. Das ist ihr Mom-Blick, den sie in den letzten Jahren noch perfektioniert hat. Eigentlich kenne ich sie nur noch mit diesem Blick, auch wenn ich weiß, dass sie ihn selbst nicht leiden kann. Sie meint, ich würde sie dazu zwingen, ihn aufzusetzen, weil keine autoritäre Maßnahme bei mir wirken würde und sie die Einzige wäre, die in unserem Haushalt für die weibliche Ordnung sorge. Sie denkt, sie müsse Mom für mich ersetzen, weil Dad ihr irgendwann einmal gesagt hat, dass sie jetzt die Frau im Haus sei, kurz nachdem Mom gestorben ist. Das weiß ich aber nur, weil Leon mir einmal davon erzählt hat. Aber da wir zu Hause nie über Gefühle, geschweige denn über Mom und unsere Probleme reden, ist das ein Geheimnis, das keiner je laut ausspricht.

»Denkst du, das Leben eines Teenagers besteht nur aus chillen?«, frage ich sie, wobei ich mit meinen Fingern auf meiner Jeans herumtrommle.

Leon wendet sich indessen gekonnt von unserer aufkeimenden Diskussion ab und beginnt, auf seinem Handy herumzutippen.

»Unter Einbezug aktueller Studien, in denen die meisten jungen Erwachsenen wie du angegeben haben, ihre Hobbys wären Netflix und Feiern, ergibt sich für mich daraus das klare Bild, dass sich ein Großteil deiner Altersgenossen ausschließlich mit chillen beschäftigt«, antwortet Lara kühl.

Sie studiert Psychologie im letzten Semester und ich kann versichern, dass ihr das absolut gar nicht guttut. Darüber hinaus kann ich außerdem versichern, dass es auch niemandem sonst guttut, dass sie Psychologie studiert. Zumal sie, ironischerweise, mit fünfundzwanzig noch zu Hause wohnt. Sie schiebt das auf ein schweres Trauma in ihrer Kindheit, durch das sie sich dazu verpflichtet fühlt, bei ihrer Familie zu bleiben und sich um alle zu kümmern. Natürlich ist das kompletter Schwachsinn. In Wirklichkeit ist es einfach nur bequemer, sich von Daddy finanzieren zu lassen. Und Leon, der ebenfalls noch in seinem Kinderzimmer lebt und jeden Abend Videospiele spielt, ist einfach nur zu faul, um auszuziehen. Und das, obwohl er BWL studiert und ständig jammert, wie eng alles ist und wie sehr es ihn nervt, hinter mir herräumen zu müssen. Das hat schon oft zu kleinen Streitereien zwischen den Zwillingen und Dad geführt.

»Hat dir eigentlich schon einmal jemand gesagt, dass du ein ganz schöner Klugscheißer bist?«, fahre ich sie an. Ich kann es nicht haben, dass sie immer so wichtigtut. Ihr Gehabe macht mich total wütend.

Leider halten sich Lara und Leon beide für ziemlich cool, aber Lara treibt es heute ziemlich auf die Spitze. Jeden Tag aufs Neue darf ich mir von ihr anhören, wie wichtig ein guter Highschool-Abschluss sei und wie wichtig, sich tadellos zu benehmen und freundlich zu allen Mitmenschen zu sein. Und das alles, damit ich auch einmal auf ein so tolles College gehen kann, wie sie es tut. Mich würde es nicht wundern, wenn sie versuchen würde, mit Liebe Weltfrieden zu stiften. Nur dass das College gar nicht so toll sein kann, wie sie mir immer weißmachen will, sonst wäre sie ja auch schließlich längst schon ausgezogen, und Liebe versprüht sie auch nicht gerade.

»Ich bin kein Klugscheißer«, erwidert sie kühl. »Ich stelle lediglich die Fakten dar. Da gibt es einen gravierenden Unterschied, meine Liebe!«

»Können wir uns nicht einfach alle lieb haben? Nur für einen Morgen?«, hakt sich Leon in unsere Diskussion ein. »Kommt schon, Leute, es ist Donnerstag! Nur noch heute und morgen und dann ist schon wieder Wochenende.«

Diese erste Schulwoche ist tatsächlich sehr kurz, da es zum eigentlichen Beginn des Schuljahrs Probleme bei den Lehrkräften gab. Deshalb fängt die Schule dieses Jahr ausnahmsweise an einem Donnerstag an.

Ich stimme Leon da voll und ganz zu. Ein Morgen ohne Streitereien wäre wirklich toll, aber das ist schon rein aus Prinzip nicht möglich.

»Loreen hat halt aufgestaute Aggressionen, die sie an mir auslässt. Sie projiziert ihre ganzen negativen Gefühle auf ihr Umfeld und sucht sich einen Schuldigen - und das bin nun einmal ich, weil ich ihr Orientierung biete. Familie hat immer mit Orientierung zu tun und .«

»Halt bitte an. Ich halte das hier keine fünf Sekunden länger aus.« Ich schnappe mir meinen Rucksack, schnalle mich ab und mache Anstalten, die Tür zu öffnen, obwohl das Auto noch fährt. Der Regen ist mir egal - ich möchte einfach nur aus diesem viel zu engen Auto aussteigen und dieser Hölle entkommen. Der Psychologenhölle.

»Was ist falsch daran, dir die Gründe für dein angespanntes Verhalten aufzuzeigen?«, fährt Lara Croft mich an. Trotzdem fährt sie in die Haltebucht vor einem Bäcker, setzt den Warnblinker, legt den Leerlauf ein und dreht sich zu mir um. Anders als bei mir liegen ihre Haare perfekt. Ihr Long Bob umrahmt ihr Gesicht, das absolut symmetrisch wirkt. Als hätte Gott persönlich mit einem Lineal jeden Abstand genau abgemessen.

»Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass die Gründe für mein angespanntes Verhalten einfach etwas damit zu tun haben könnten, dass du dich für etwas Besseres hältst?«

Bevor sie noch etwas sagen kann, steige ich aus und knalle die Tür hinter mir zu. Binnen weniger Sekunden bin ich komplett durchnässt. Aber das ist mir egal. Dafür bin ich viel zu wütend. Ohne mich noch einmal umzudrehen, laufe ich auf dem Gehsteig weiter und bin dankbar für jeden einzelnen Tropfen, der auf mich niederprasselt. Als könnten sie das Feuer meiner Wut löschen, das auf dem Grund meines Herzens...

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