Unser Wunder der Liebe

 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-735-4 (ISBN)
 
Der erfolgreiche Bauunternehmer John Davis wundert sich über sich selbst: Was hat Diane nur an sich, das ihn so fasziniert? Warum lädt er sie ständig ein und träumt von ihr wie ein verliebter Teenager? Dabei ist sie nicht mal sein Typ Frau: Dazu ist sie viel zu familienbewusst! Denn wenn John eins nicht will, ist es heiraten oder gar eine Familie. Eine heiße Affäre mit der begehrenswerten Schönheit dagegen wäre perfekt - und sein sinnlicher Wunsch geht in Erfüllung. Doch eine ihrer zärtlichen Nächte hält eine kleine süße Überraschung für John bereit .

2. KAPITEL

Ein kurzer Ton wies Diane darauf hin, dass sie eine neue E-Mail bekommen hatte. Sie öffnete ihr Mailprogramm. Mark Golan, ein Kollege aus der Kreditabteilung schrieb, dass einer seiner Klienten gern eine Million Dollar anlegen würde. Ob Diane sich wohl mit ihnen zum Essen treffen würde? Sie atmete hörbar aus.

Dann tippte sie: "Ja, sehr gern. Wann denn? Morgen zum Lunch?"

Mark reagierte sofort. "Mein Klient möchte am liebsten gleich heute Abend darüber sprechen", schrieb er. "Wäre das möglich? Vielleicht überlegt er es sich sonst anders."

Diane erkundigte sich noch nach Zeit und Ort. Sobald alles geklärt war, schaltete sie ihren Rechner aus, immerhin hatte die Bank längst geschlossen.

Erst als sie schon im Auto nach Hause fuhr, fiel ihr auf, dass sie sich gar nicht nach dem Namen des Klienten erkundigt hatte. Vielleicht war es ja John Davis? Sie verdrängte den Gedanken daran sofort wieder. Mark würde bestimmt kein Treffen mit jemandem vereinbaren, der in Wirklichkeit nicht vorhatte, so viel Geld anzulegen.

Weil Mark ihr ein edles Restaurant genannt hatte, schlüpfte sie schnell in ein schlichtes schwarzes Kleid und suchte ein paar Diamantohrringe heraus, die sie sich nach ihrer letzten Beförderung gegönnt hatte.

Das Ergebnis im Spiegel gefiel ihr: edel und gleichzeitig dezent. Jetzt hatte sie noch eine Viertelstunde Zeit, also setzte sie sich gleich wieder ins Auto.

Im Restaurant warteten Mark und seine Frau auf sie. Diane hatte sich schon öfter mit Elizabeth unterhalten und mochte sie sehr.

"Ich habe dich noch gar nicht gefragt, um welchen deiner Klienten es sich handelt", sagte sie zu Mark. "Kenne ich ihn vielleicht sogar?"

Statt einer Antwort fixierte ihr Kollege einen Punkt hinter ihr. Sie fuhr herum und erblickte John Davis, der gerade neben ihr Platz nahm. Statt ihn zu begrüßen, sah sie Mark durchdringend an.

"John hat mir ernsthaft versichert, dass er das Geld investieren will", beteuerte er. "Das ist wirklich kein Trick."

Diane runzelte die Stirn, dann nickte sie. Trotzdem vermied sie es, John anzusehen.

"Guten Abend, Miss Black", begrüßte er sie. "Sie sehen wunderschön aus."

"Danke", gab sie kühl zurück.

"Du übrigens auch, Elizabeth", wandte er sich an Marks Frau. "Viel besser als bei unserem letzten Treffen." John grinste.

Jetzt sah Diane ihn doch an. "Sie sind ja ganz schön unverschämt."

"Ach, überhaupt nicht", warf Elizabeth ein. "Wir haben uns zuletzt bei einem Picknick gesehen, da hat mir meine Kleine einmal quer über das Oberteil gespuckt. Ich konnte machen, was ich wollte, ich bin den Geruch nicht mehr losgeworden. Die anderen sind mir für den Rest des Nachmittags aus dem Weg gegangen."

"Oje, du Arme. War das Kind krank?"

Elizabeth lachte. "Nein, wahrscheinlich hat sie einfach etwas gegessen, was ihr nicht geschmeckt hat. In dem Alter übergeben sich Kinder häufiger mal, das ist alles nicht so schlimm."

Entsetzt sah Diane sie an.

"Sie haben wohl selten etwas mit Babies zu tun?", erkundigte sich John.

"Nein." Einen Moment lang betrachtete sie ihn nachdenklich, dann fügte sie hinzu: "Und Sie?"

"Na ja, meine diversen Stiefmütter haben jeweils einen Sohn in die Welt gesetzt, um meinen Vater noch fester an sich zu binden. Ich habe auf die Jungen zwar nicht aufgepasst, war aber immerhin öfter zu Hause als meine Stiefmütter. Da habe ich mitbekommen, wie die Nanny sich um die Kleinen gekümmert hat."

"Ach, dann gab es also immer eine Nanny? Und Ihre Stiefmütter haben nicht selbst ." Diane unterbrach sich und sammelte sich ein paar Sekunden lang, dann sagte sie: "Dann haben Sie also vier Geschwister?"

"Bisher sind es nur drei Brüder. Aber der vierte ist bestimmt schon unterwegs, ich rechne jeden Moment mit einem entsprechenden Anruf." John betrachtete sie aufmerksam. "Wie ist es denn bei Ihnen?"

"Ich war ein Ausrutscher, so etwas wollten sich meine Eltern nicht noch mal antun", erwiderte sie. Sofort bereute sie, was sie da gesagt hatte. "Vergessen Sie das am besten gleich wieder. Ich habe gehört, dass ich Ihnen helfen soll, eine Million Dollar anzulegen?"

"Ganz genau. Ich vertraue da ganz auf Ihre Kenntnisse."

"Dann erzählen Sie doch mal, was Sie sich in etwa vorgestellt haben. Gigantische Gewinne kann ich Ihnen nicht versprechen, aber ein stetiges Wachstum sehr wohl. Kommt so etwas für Sie überhaupt infrage?"

"Natürlich. Ich sehe das Ganze als eine Sicherheitsmaßnahme."

"Und wie haben Sie das Geld bisher angelegt?"

"Im Moment liegt es noch auf einem Konto."

Irgendwie kam Diane die Sache spanisch vor. "Haben Sie Ihr Geld denn überhaupt schon mal gewinnbringend angelegt?"

"Ja, schon oft, aber ich habe dabei schon einiges verloren. Jetzt würde ich das gern einem Profi überlassen und mich ausschließlich um meine Geschäfte kümmern."

Das klang zwar durchaus logisch, trotzdem war sie immer noch auf der Hut. "Dann lassen Sie uns mal sehen, welche Anlagemöglichkeiten für Sie in Betracht kommen", sagte sie gedehnt.

John schenkte ihr ein strahlendes Lächeln. "Gut. Aber erst bestellen wir etwas zu trinken."

John konnte nicht aufhören, über sich selbst zu staunen. Unglaublich, welche Hebel er schon in Bewegung gesetzt hatte, um an Diane heranzukommen. Aber was genau wollte er eigentlich von ihr? Wollte er sie als Geschäftspartnerin? Als gute Freundin? Oder als Liebhaberin?

Bingo, dachte er. Auf den ersten Blick war sie zwar keine Schönheit, sie machte viel zu wenig aus ihrem Typ . aber je länger er sie betrachtete, desto attraktiver wirkte sie auf ihn.

Am liebsten hätte er ihr die Haarklemmen aus der Frisur gezogen, um dann mit beiden Händen durch ihr langes blondes Haar zu fahren. Er wollte sie an sich ziehen, ihren Atem spüren, sie auf den Hals küssen . und ihren Duft einatmen.

Warum hatte sie bloß so eine Wirkung auf ihn? Wahrscheinlich, weil sie ihm im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen nicht hinterherlief. Im Moment sah es sogar eher so aus, als würde sie vor ihm Reißaus nehmen.

Und dann diese Bemerkung, die sie über ihre Eltern gemacht hatte . gern hätte er ihr ein paar Fragen zu ihrer Kindheit gestellt. Wahrscheinlich hatten sie einiges gemeinsam.

Stattdessen beobachtete er sie den ganzen Abend lang aufmerksam, ihre Gestik und Mimik, ihre geschmeidigen Bewegungen. Kaum zu glauben, dass sie keinen Partner hat, dachte er.

Aber Moment - woher wollte er das eigentlich so genau wissen? Wahrscheinlich gab es doch einen Mann in ihrem Leben! Und wenn ja, was dann?

Als es gerade kurz still am Tisch war, wandte er sich ihr zu. "Entschuldigen Sie, hätten wir vielleicht auch Ihren Partner einladen sollen?"

Sofort senkte sie den Kopf. "Nein, nicht nötig."

"Warum nicht? Weil Sie gerade nicht gebunden sind?"

Ihr Blick traf ihn wie ein Giftpfeil. "Weil das ein reines Geschäftsessen ist."

Sofort sprang Mark ihr zur Seite. "Allerdings. Es geht hier allein darum, deine Anlagestrategie mit einer Expertin zu besprechen."

"Natürlich." Langsam fragte sich John, ob Diane überhaupt so etwas wie ein Privatleben hatte. "Fahren Sie eigentlich Ski, Miss Black?", erkundigte er sich aus heiterem Himmel.

Erstaunt schaute sie ihn an. "Hier in Texas? Wie soll das denn gehen?"

"Bis Colorado ist es doch gar nicht so weit. Da kann man in den Ferien schon mal rüberfahren."

"Nein, ich bin noch nie Ski gelaufen."

"Ich mache das sogar mehrmals im Jahr."

"Wir waren letztes Jahr mit den Kindern dort", schaltete sich Mark ein. "Da haben wir allerdings eine ältere Schülerin mitgenommen, damit sie auf die Kleinen aufpasst."

"Ja, das war meine Idee", erklärte Elizabeth. "Ich wollte nämlich nicht die ganze Zeit im Hotel bei den Kindern bleiben, während Mark auf der Piste ist. Sosehr ich meine Kinder auch liebe."

"Du bist eine tolle Mutter", sagte John zu ihr. "Was man leider nicht von jeder Frau behaupten kann. Mein Vater hat ein unglaubliches Talent dafür, sich Frauen auszusuchen, die dieses Gen nicht haben."

"Aha, dann glauben Sie also, dass Frauen entweder dazu geboren sind oder nicht?", hakte Diane nach.

John grinste sie herausfordernd an. "Klar. Da können einem die armen Kinder mit den falschen Müttern nur leidtun."

"Das sehe ich aber ganz anders", warf Elizabeth ein. "Ich musste nämlich erst lernen, wie ich mich als Mutter am besten verhalte. Zum Glück haben mir ein paar gute Freundinnen dabei geholfen, und von meiner eigenen Mutter habe ich mir auch einiges abgeguckt."

"Es gibt ja sogar Elternkurse", fügte Diane hinzu.

John ließ sich nicht beirren. "Schon, aber das setzt schon voraus, dass die Leute auch wirklich etwas über den Umgang mit Kindern lernen wollen. Bei meinen Stiefmüttern war das nicht so, die haben ihre Söhne nur deswegen in die Welt gesetzt, weil sie damit nach der...

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