Julia Ärzte zum Verlieben Band 151

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. April 2021
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7515-0158-3 (ISBN)
 
SO ZÄRTLICH KLINGT DIE LIEBE von SUSAN CARLISLE Kann man sich in eine Stimme verlieben? Wenn Cynthia die medizinischen Berichte von Dr. Donavon abtippt, läuft ihr bei dem sexy Klang ein Schauer über den Rücken. Dabei hat sie ihn noch nie gesehen! Bis er sie in sein Büro ruft und ihr einen verführerischen Vorschlag macht ... SINGLE-DAD SUCHT ÄRZTIN FÜRS LEBEN von MARION LENNOX Eine medizinische Fortbildung in Shallow Bay, dann wieder wegziehen - das war Rachels Plan. Der mit einem Ball, der ihr Fenster zerschmettert, zerstört wird! Denn dahinter stecken drei kleine Jungen und deren umwerfend attraktiver Vater, ihr neuer Kollege Dr. Tom Lavery ... HERZ, KOPF - EIN HEIRATSANTRAG? von MEREDITH WEBBER An Liebe denkt Schwester Kenzie nicht, als sie in Thailand die Betreuerin einer alten, vermögenden Dame wird. Bis der attraktive Dr. McLeod in dem Tropenparadies auftaucht! Er ist entschlossen, seiner Großmutter ihren letzten Wunsch zu erfüllen: Er muss heiraten - Kenzie!
Als Susan Carlisle in der 6. Klasse war, sprachen ihre Eltern ein Fernsehverbot aus, denn sie hatte eine schlechte Note in Mathe bekommen und sollte sich verbessern. Um sich die Zeit zu vertreiben, begann sie damals damit zu lesen - das war der Anfang ihrer Liebesbeziehung zur Welt der Bücher. Die Liebe zum Lesen entwickelte Susan später zu einer Liebe zum Schreiben weiter, und heute begeistern ihre Bücher unzählige Fans! In ihren Geschichten ist der Held meist ein smarter, sexy Alphatyp, der sein Herz an eine starke Heldin verliert - ein beliebtes Konzept, das zum Träumen anregt. Susan lebt mit ihrem Mann, mit dem sie schon seit über dreißig Jahren verheiratet ist, in der Nähe von Atlanta in den USA. Gemeinsam haben sie vier Kinder, die schon erwachsen sind.

1. KAPITEL

Als Cynthia Marcum ihre E-Mails überflog und eine von Dr. Sean Donavon sah, hielt sie inne. Ein Prickeln überlief sie. Warum schrieb er ihr? Bisher hatte sie immer nur mit seiner Büroleiterin Kontakt gehabt. Hatte sie etwas falsch gemacht?

Sie arbeitete jetzt etwas mehr als einen Monat für ihn. Er war Hals-Nasen-Ohren-Arzt in einer Klinik und einer von fünf Ärzten im Stadtgebiet von Birmingham, Alabama, für die sie Schreibarbeiten erledigte. Die Bezahlung war so gut, dass sie ihn trotz ihres ohnehin hohen Arbeitspensums als Kunden aufgenommen hatte, zumal ihre Brüder Mark und Rick ständig Geld brauchten.

Dies war allerdings nicht der einzige Grund dafür, dass sie für den geheimnisvollen Arzt arbeitete. Sie hörte ihm so gern zu. Deshalb hob sie seine Bänder immer bis zum Schluss auf. Wenn sie seiner tiefen, klangvollen Stimme lauschte, stellte sie sich unwillkürlich vor, wie er sie an einem kühlen Abend, wenn der Regen ans Fenster fiel, an sich zog.

Da sie nicht genug davon bekommen konnte, hörte sie sich seine Aufnahmen oft mehr als einmal an. Selbst die medizinischen Fachausdrücke klangen aus seinem Mund erotisch. Oft fragte sie sich, ob er genauso verführerisch aussah, wie er sich anhörte.

Sie schnaufte. Wahrscheinlich war er klein und kahlköpfig. Sie hatte das bereits einmal erlebt, als sie einem Radiomoderator begegnete. Anhand seiner Stimme hatte sie ihn sich jung und attraktiv vorgestellt, doch er war mittleren Alters, klein und grauhaarig gewesen.

Dr. Donavons Stimme zu lauschen hatte sich zu ihrer Flucht aus dem Alltag entwickelt. Da es momentan niemanden in ihrem Leben gab, füllte es diese Leere. Als ihre Eltern starben, war sie mit Dave zusammen gewesen, den sie auch heiraten wollte. Dann hatte sie jedoch das Erbe regeln und sich um ihre Brüder kümmern müssen und ihn zwangsläufig vernachlässigt.

Schon bald hatte er sich beschwert, dass sie nicht genug Zeit mit ihm verbrachte, und ihr schließlich klipp und klar gesagt, er wäre nicht daran interessiert, zwei Teenager mit großzuziehen. Schließlich hatte er ihr mitgeteilt, dass er eine andere hätte. In gewisser Weise war sie erleichtert gewesen, weil er sie und ihr Bedürfnis, ihre Familie um jeden Preis zusammenzuhalten, nicht verstanden hatte.

Nach der Trennung hatte sie sich nicht bemüht, einen neuen Freund zu finden. Sie war einige Male ausgegangen, hatte die Männer allerdings nie an sich herangelassen. Wenn diese erfahren hatten, dass sie für ihre jüngeren Brüder verantwortlich war, hatten sie immer schnell einen Rückzieher gemacht. So hatte sie sich schließlich damit abgefunden, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt für eine neue Beziehung war. Deshalb würde sie sich vorerst damit begnügen müssen, der Stimme von Dr. Donavon zu lauschen.

Cynthia zögerte, bevor sie die Mail öffnete und las.

Hallo Ms. Marcum,

meine Büroleiterin hat mir Ihren Namen gegeben, weil Sie die Schreibarbeiten für mich erledigen. Ich bin sehr beeindruckt von Ihrer Arbeit.

Ich schreibe Ihnen heute, weil ich gerade einen Antrag auf Forschungsgelder stelle und in den nächsten Wochen einige zusätzliche Berichte benötige. Deshalb möchte ich Sie fragen, ob Sie bereit sind, diese zusätzliche Arbeit zu übernehmen. Natürlich werde ich Sie dafür bezahlen.

Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

S. Donavon

Das klang zwar nicht verführerisch, aber nett. Cynthia las die Mail erneut. Noch mehr Arbeit anzunehmen, konnte sich als schwierig erweisen. Da Rick im letzten Jahr auf der Highschool war, brauchte er ihre Unterstützung. Andererseits konnte sie das Geld gut gebrauchen, weil die Collegegebühren für Mark bald fällig waren.

Außerdem stellte sie ihre Kunden gern zufrieden und war stolz auf ihre Arbeit. Und sie würde Dr. Donavons Stimme noch öfter hören. Wenn sie seine Bitte ablehnte, würde er dann jemand anders mit der gesamten Arbeit betrauen? Das durfte sie nicht riskieren.

Also klickte sie auf den Antwortbutton und begann zu schreiben.

Dr. Donavon,

freut mich, dass Sie mit meiner Arbeit zufrieden sind. Momentan ist meine Zeit knapp, aber ich werde mein Bestes tun, um die zusätzliche Arbeit einzuschieben.

Ich kann Ihnen nicht sagen, wie schnell ich die Berichte fertigstelle, aber ich werde mich beeilen.

Cynthia

Nachdem sie die Nachricht noch einmal gelesen hatte, schickte sie sie ab. Einerseits wollte sie Dr. Donavon nicht als Auftraggeber verlieren, andererseits wollte sie sich auch nicht zu viel aufbürden. Ihre Brüder standen für sie immer an erster Stelle. Doch vielleicht konnte sie sich durch das zusätzliche Geld endlich nach einem neuen Auto umsehen, denn ihres würde es nicht mehr lange machen.

Nachdem sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester abgebrochen hatte, um sich als medizinische Sekretärin selbstständig zu machen, hatte sie sich den Ruf erworben, fachkundig und professionell zu arbeiten. Da es nicht einfach gewesen war, sich einen Kundenstamm aufzubauen, hatte sie sich sehr darüber gefreut, Dr. Donavon dazuzugewinnen.

"He, Cyn." Rick, groß und schlaksig, erschien auf der Schwelle zu dem kleinen Raum vorn in ihrem Haus, den sie als Büro nutzte. Wie immer trug er ein ausgewaschenes T-Shirt und Jeans. "Ich gehe jetzt zu Joey."

Cynthia schwang den Drehstuhl herum. "Hast du das Projekt beendet?"

"Fast." Als sie etwas sagen wollte, hob er die Hand. "Ich mache es morgen fertig, und der Abgabetermin ist erst in einer Woche. Keine Angst, ich habe überall Bestnoten."

"Ja, aber dabei soll es auch bleiben, sonst bekommst du das Stipendium nicht."

Er machte eine abwehrende Geste. "Du machst dir zu viele Sorgen. Bis dann."

Sekunden später wurde die Hintertür geöffnet und wieder zugeknallt.

Tatsächlich machte sie sich rund um die Uhr Sorgen, seit ihre Eltern bei jenem furchtbaren Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren. Obwohl sie nur wenige Jahre älter war, hatte sie die Vormundschaft für ihre Brüder übernommen. Es war nicht einfach für sie alle, doch sie schafften es.

Ihr Vater hatte ihr mehr als einmal gesagt, dass die Familie alles war und man seine Familie unterstützen musste. Nach diesem Motto lebte sie. Sie war es ihren Eltern schuldig, ihren Brüdern den bestmöglichen Start ins Leben zu bieten. Sobald sie das geschafft hatte, würde sie ihre Ausbildung fortsetzen und sich Gedanken um ihre eigene Zukunft machen.

Sie und ihre Brüder hatten ihr Elternhaus geerbt, doch sie musste für die laufenden Kosten aufkommen, und die deckte sie mit ihrem Gehalt. Ihre Eltern hatten ihnen etwas Geld hinterlassen, aber das sollten ihre Brüder fürs Studium oder als Grundstock für ein Eigenheim bekommen.

Cynthia zwang sich, sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren, und stellte fest, dass Dr. Donavon schon geantwortet hatte. Sie öffnete die Mail.

Ich kann Ihnen gar nicht genug danken.

Ich schicke Ihnen das Diktat heute Nachmittag und brauche die Berichte bis Montagmorgen. Falls Sie es bis dahin schaffen, bin ich Ihnen etwas schuldig.

S. Donavon

Er musste es wirklich eilig haben. Dann wusste sie ja, was sie an diesem Abend und am nächsten Morgen zu tun hatte.

Dr. Donavon,

ich werde mein Bestes tun, um die Berichte bis Montag fertigzustellen.

Cynthia

Sekunden später kam seine Antwort.

Sie sind meine Rettung.

S. Donavon

Cynthia war sich nicht sicher, ob sie einem weiteren Menschen das Leben retten konnte. Wenn sie noch jemanden in ihr Boot nahm, könnte dieses sinken. Sie fragte sich, wie es wäre, wenn sich zur Abwechslung mal jemand um sie kümmern würde.

Im nächsten Moment wurde die Küchentür geöffnet und wieder zugeknallt. "Cyn?", rief Mark, der nur drei Jahre jünger war als sie.

"Ich bin hier."

Er kam herein und sank auf den Sessel neben ihrem Schreibtisch, wobei er ein Bein über die Lehne legte.

"Und, wie ist es heute gelaufen?", fragte Cynthia.

"Ich höre auf."

Seine Worte verblüfften sie. Sie beugte sich zu ihm hinüber und umfasste die Armlehnen ihres Drehstuhls. Ihre Eltern hatten gewollt, dass sie alle aufs College gingen. Schon seit Monaten setzte sie sich mit Mark auseinander, weil er keine Lust dazu hatte, und das zermürbte sie. "Warum?"

"Das bringt doch nichts", erwiderte er, den Blick auf den Boden gerichtet.

"Du weißt, dass Mom und Dad das nicht gutheißen würden", sagte sie mühsam beherrscht.

"Ja. Aber es ist nichts für mich."

"Und was willst du dann machen?"

Er zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung."

"Du musst dir aber etwas überlegen."

Nun sprang Mark auf. "Hör auf, mich zu nerven. Du bist nicht meine Mutter. Wir können nicht alle wie Rick sein." Dann stampfte er aus dem Zimmer.

Cynthia seufzte. Auch sie vermisste ihre Eltern schmerzlich. Deshalb nahm sie ihre Verantwortung ja auch so ernst. Und natürlich wäre es ihr lieber gewesen, wenn sie einfach nur seine Schwester hätte sein können.

Kurz vor dem Abendessen traf Dr. Donavons Diktat im System ein. Doch sie führte die Tradition ihrer Eltern fort, sich abends immer gemeinsam an den Tisch zu setzen, und ihre...

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