Trinity - Tödliche Liebe

 
 
Ullstein Ebooks in Ullstein Buchverlage
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. Februar 2017
  • |
  • 450 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8437-1485-3 (ISBN)
 
Ein Kampf um Liebe und Tod.
Der dritte Band der Trinity-Serie

Gillian Callahan hat alles verloren: ihre große Liebe, ihre Freiheit - und vielleicht sogar bald ihr Leben. Ihr Körper ist in der Gewalt des Mannes, der von ihr besessen ist, der keine Skrupel kennt und der nur eines noch will: Gillians Herz. Doch niemand wird es je schaffen, die Liebe zwischen ihr und ihrem Verlobten Chase zu zerstören. Sie weiß, dass Chase sie verzweifelt sucht und die Polizei alles tun wird, um sie zu finden. Können sie das Rennen gegen die Zeit gewinnen?

Die neue Serie von der Autorin des Mega-Bestsellers Calendar Girl!
weitere Ausgaben werden ermittelt
Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und wurde daraufhin bald zur internationalen Bestseller-Autorin. Ihre Serien »Calendar Girl«, »Trinity« und »Dream Maker« stürmten auch in Deutschland die Charts. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.

KAPITEL 2

Ich träume wieder von ihr. Nur ist sie diesmal am Leben, strahlend und wunderschön. Ihr mahagonifarbenes Haar gleitet seidenweich durch meine Finger und breitet sich wie ein Fächer auf dem weißen Laken aus. »Baby«, raune ich und reiße plötzlich die Augen weit auf. Ein Hauch von Vanille liegt in der Luft, und ich blicke mich um. Voller Panik suche ich nach ihr. Die Stewardess bietet Jack ein Getränk an und geht dann an mir vorbei. Eine Duftwolke umgibt sie. Genau so riecht Gillian. Dieser Vanilleduft ist ein Teil von ihr, wie eine zweite Haut. Aber es ist nicht sie. Es war nur wieder ein Traum. Immer wieder nur ein Traum. Entweder wird sie gerade gefoltert, und ihr Körper besteht nur noch aus klaffenden Wunden, oder sie ist so schön wie eh und je, und ich bin es, der gefoltert wird, weil ich ständig ihr Bild vor mir sehe. Letzteres ist mir lieber.

Jack hat Dr. Madison, Gillians Therapeuten, darüber informiert, was mit ihr passiert ist, und um ein Rezept für ein Schlafmittel gebeten. Er kennt mich gut. Die einzigen Momente, in denen es mir gelingt, diese zwei kleinen Pillen herunterzuwürgen, sind die, wenn ich mich in eins meiner Flugzeuge setze. Wir sind auf dem Weg nach Hause. Ich habe das Gefühl, dass es das Richtige ist. San Francisco ist der Ort, wo wir jetzt sein sollten. Auch wenn Daniel McBride sein Opfer vielleicht nicht dorthin gebracht hat, sollten wir alle Kräfte an diesem Ort konzentrieren. Das FBI ist inzwischen mit einbezogen, weil McBride bei der Entführung sowohl Staats- als auch internationale Grenzen überschritten hat. Thomas Redding, Marias Freund, ist nach wie vor der leitende Ermittler. Dafür musste ich allerdings bei ein paar wichtigen Leuten in Washington meine Kontakte spielen lassen. Was soll's. Ich werde zum Ausgleich Geld spenden. Egal, welche Kampagne diese Blutsauger gesponsert haben möchten, solange ich nur meine Verlobte zurückbekomme.

Mein Gott. Meine Verlobte. Sie sollte längst meine Frau sein. Mrs Gillian Davis. Vor vier Tagen hätten wir heiraten sollen, bis dieser Dreckskerl sie mir gestohlen und meiner Mutter die Kehle durchgeschnitten hat. Der Knoten in meinem Magen zieht sich schmerzhaft zusammen, und ich beuge mich vor und presse die Hand auf den Bauch.

»Sir? Ist alles in Ordnung?« Jack greift besorgt nach meiner Schulter.

Ich stoße seine Hand weg. »Ja. Was zum Teufel habt ihr rausgefunden? Habt ihr irgendwas?«

»Chase, es ist erst ein paar Stunden her. Wir landen gleich am San Francisco International Airport. Dann werde ich mehr wissen.«

Dann wird er mehr wissen. Als würde damit der Schmerz, der in jeder einzelnen Zelle meines Körpers wütet, verschwinden. Wo ist sie? Endlos kreisen die Gedanken in meinem übermüdeten Gehirn. Sie ist nicht wirklich weg. Dieser Sadist hat sie irgendwo versteckt, und ich werde sie finden, und sie wird am Leben sein und gesund.

Wir verlassen das Flugzeug. Ein Wagen steht schon auf der Landebahn bereit. »Bring uns zur FBI-Zentrale«, sage ich zu Jack.

Er presst die Lippen zusammen. »Sir, wir werden uns mit Detective Redding und Agent Brennen an einem sicheren Ort ganz in der Nähe treffen. Falls wir gleich wieder losfliegen müssen, ist besser so, dachte ich.«

»Ja, danke, Jack. Gute Idee.« Gott sei Dank gibt es jemanden, der noch bei klarem Verstand ist. In meinem Kopf tobt ein Wirrwarr aus Gefühlen. Ein ganz neuer Zustand für mich. Gillian bringt viele unbekannte Saiten in mir zum Klingen, und die emotionale ist die schwierigste. Bevor ich ihr begegnete, habe ich nie einen Gedanken daran verschwendet, was die Leute von mir dachten, wofür ich mein Geld ausgab, was die Medien sagten oder schrieben, und ganz sicher war ich nicht daran interessiert, echte Freundschaften zu schließen. Das war mir einfach egal. Es war Gillians Einfluss, der mir bewusst machte, wie leer und oberflächlich mein Leben war, bis sie es mit Licht und Liebe erfüllte. Sie bringt mich dazu, dass ich der Mann sein will, auf den sie stolz sein kann.

Im Moment bin ich allerdings eher im Begriff, mich wieder in den gewieften Geschäftsmann, den anspruchsvollen, dominanten Milliardär zu verwandeln, der keine Bedenken hat, mit Geld um sich zu werfen, damit er bekommt, was er will. Solange es nur dazu führt, dass Gillian wieder in meinen Armen und in meinem Bett liegt und mein Leben wieder vollständig ist. Dafür werde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, ich werde jeden aus dem Weg räumen, der die Ermittlungen behindert, und so viel Macht und Einfluss und Geld aufwenden wie nötig. Ich will nur eines: Gillian, die zarte Rothaarige mit den Wahnsinnskurven. Ich gehöre ihr, mit Körper, Geist und Seele.

Jack bringt uns zum Flughafenhotel. Als wir die Lobby betreten, führt uns der Hotelmanager am Empfangstresen vorbei direkt zum Aufzug. »Mr Davis, danke für Ihren Besuch in unserem Haus. Als Ihr Mitarbeiter uns heute Morgen anrief, haben wir sofort sichergestellt, dass alles zu Ihrer Zufriedenheit vorbereitet ist. So wie angeordnet.« Ich ziehe die Brauen zusammen. Ich weiß nichts von irgendwelchen Anordnungen. Der Mann blickt zu Jack und dann wieder zu mir. »Äh, Computer, sichere Internetverbindung und permanenter Zugang zur Penthouse-Suite für einen gewissen Detective Thomas Redding und einen Agent Brennen.«

Ich nicke nur und richte den Blick auf das Display mit den Etagennummern. Im fünfunddreißigsten Stock hält der Aufzug an. Die Tür öffnet sich zu einem kleinen Flur hin. Links befindet sich eine zweiflügelige Tür, rechts ebenfalls. »Wie gewünscht haben wir Ihnen beide Zimmer reserviert. Sie werden völlig ungestört sein, Sir. Hier sind Ihre Schlüssel.« Er streckt mir die beiden Karten hin, nachdem er die Türen zu einem der Suiten geöffnet hat.

Das Zimmer, das wir betreten, ist geräumig und hat eine grandiose Aussicht. Aber ich mache mir nichts weiter daraus. Kann Gillian aus ihrem Käfig hinausschauen? Ist sie in einen Turm gesperrt, irgendwo hoch über den Wolken? Oder sitzt sie in einem verdreckten Verlies ohne Licht? Eine Gänsehaut überläuft mich. Ich werfe mein Jackett über die Lehne eines Sessels und gehe zur Bar, wo ich mir zwei Fingerbreit Macallan einschenke, in einem Zug austrinke und die nächsten zwei Fingerbreit in ein frisches Glas fülle. Ich sehe Jack an und deute auf das Glas. Er kommt, nimmt das Glas und leert es ebenfalls in einem Zug. Dann holt er tief Luft und gibt mir das Glas zurück.

»Noch einen?« Ich weiß, dass ich mehrere brauchen werde, um die Nacht zu überstehen. Jack schüttelt den Kopf. Um ehrlich zu sein, hat es mich überrascht, dass er überhaupt einen Drink angenommen hat. Er trinkt normalerweise gar nichts, wenn er arbeitet, aber so wie die Dinge stehen, bleibt er vorne mit dabei, bis Gillian gefunden ist. Ich kenne Jack sehr gut. Er wird es nicht wagen, mich im Stich zu lassen, bevor Gillian nicht in Sicherheit ist. Er ist mein Fahrer und mein Leibwächter, aber ich kenne den Mann seit meiner Kindheit.

Es klopft dreimal an der Tür, und Jack verlässt den Raum. Kurz darauf kommen Thomas, Maria und eine weitere Person, bei der es sich wahrscheinlich um Agent Brennen handelt, ins Zimmer. Der Agent ist ein unscheinbarer Typ in einem graubraunen Anzug, der etwas formlos an ihm hängt. Mit dem weißen Schnauzer und dem Vollbart, hinter dem die untere Hälfte seines Gesichts verschwindet, ähnelt er eher Colonel Sanders, dem bekannten Restaurantbesitzer, als einem seriösen Federal Agent mit jahrelanger Militärerfahrung. Ich schließe die Augen und bete, dass sich hinter diesem Großvatergesicht die Mentalität eines Samurai-Kriegers verbergen möge.

Marie stürmt an den beiden Männern vorbei, schlingt die Arme um mich und drückt mich an sich. Ich halte sie, ohne den Druck zu erwidern. Ich fühle mich innerlich tot. Es gibt keine Frau außer Gillian, die mich trösten könnte.

Maria weicht ein Stück zurück, hält aber mit ihren eisblauen Augen meinen Blick fest. »Sie lebt«, raunt sie so leise, dass nur ich es hören kann.

»Ja, du hast recht.«

Sie nickt und holt tief Luft.

Stirnrunzelnd blickt Jack zu dem italienisch-spanischen Temperamentsbündel hinüber. »Weshalb ist sie hier?«

Er spricht aus, was ich denke.

Maria wirbelt herum und stemmt eine Hand in die Hüfte. Ihre schwarze Mähne fliegt ihr um den Kopf, als wäre sie statisch aufgeladen. »Das ist mein Mann.« Sie deutet auf Thomas. »Und er«, sie deutet auf mich, »ist der Verlobte meiner besten Freundin. Die wiederum vermisst wird. Ich habe jedes Recht, hier zu sein. Sie haben Glück, dass ich entwischen konnte, ohne dass die anderen beiden was mitbekommen haben. Und jetzt cállate. Es gibt Neuigkeiten.« Sie setzt sich, beugt sich vor und presst die Handflächen aneinander. »Mach schon, Tommy.«

Thomas holt erst einmal tief Luft. »Chase Davis, Agent David Brennen.«

Ich schüttele dem Mann die Hand. Er hat einen ziemlich festen Griff. Starker Typ, starker Verstand . hoffentlich.

»Setzen Sie sich. Gehen wir erst mal die Informationen durch, die wir haben.« Wir setzen uns. Zwei Couches stehen sich gegenüber, mit einem Tisch dazwischen. Jack stellt sich in Sichtweite hinter die Couch, eine Gewohnheit, die er sich beim Militär zugelegt hat. Er...

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