Trinity - Gefährliche Nähe

 
 
Ullstein Ebooks in Ullstein Buchverlage
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 26. Januar 2017
  • |
  • 450 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8437-1484-6 (ISBN)
 
Er liebt sie. Doch kann er sie vor ihrer Vergangenheit beschützen?
Der zweite Band der Trinity-Serie

Gillian Callahan sollte glücklich sein. An ihrem Finger funkeln die Diamanten des Verlobungsrings, den Chase Davis ihr geschenkt hat. Sie wird die Ehefrau des heißesten Milliardärs der Welt sein. Niemand versteht, warum sie erst in einem Jahr heiraten will, am wenigsten Chase, der Gillian jeden Wunsch von den Augen abliest. Doch sie spürt, dass sich etwas in ihr gegen seine Kontrolle wehrt. Und kann Chase sie wirklich vor dem unbekannten Stalker beschützen, der jeden ihrer Schritte verfolgt? Zu spät wird klar, in welch tödlicher Gefahr nicht nur Gillian schwebt ...

Die neue Serie von der Autorin des Mega-Bestsellers Calendar Girl!
weitere Ausgaben werden ermittelt
Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und wurde daraufhin bald zur internationalen Bestseller-Autorin. Ihre Serien »Calendar Girl«, »Trinity« und »Dream Maker« stürmten auch in Deutschland die Charts. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.

Kapitel 1

In dem Moment, in dem Paparazzi davon Wind bekommen, dass man sich einen von Amerikas begehrtesten Junggesellen geschnappt hat, ist man selber auch berühmt. Leider. Ich hätte nie gedacht, dass das in meinem Leben eine Rolle spielen würde, als ich einwilligte, Chase Davis zu heiraten. Nein, mein Bild auf unzähligen Magazinen abgebildet zu sehen stand nicht besonders hoch auf der Liste der Dinge, die ich im Leben erreichen wollte. Schlimmer noch sind die Folgen des Ruhms. Die heftigen Gegenreaktionen. Die bösen Bezeichnungen, mit denen sie mich bedacht haben. Sie reichten von Goldgräberin bis hin zur ersten von Chases' zahlreichen Ehefrauen. Eine einzige Frau konnte doch unmöglich die Bedürfnisse eines Milliardärs und Geschäfts-Tycoons wie Chase Davis erfüllen. Dafür brauchte er sicher einen Haufen Nutten.

»Hör dir das mal an!« Meine beste Freundin und demnächst ehemalige Mitbewohnerin, Maria, lacht schallend und hält sich die Hand vor den Mund, während sie die aktuellen Klatschmagazine durchblättert. »Doppel M, Milliardärs-Mogul Chase Davis, heiratet Gillian Callahan, mit Doppel D ausgestattet.«

»Was?«, kreische ich. »Zeig mal her!« Maria wirft mir die Zeitschrift über den Berg von Umzugskartons zu. Ich überfliege die Seiten und sehe Chase, der den Arm um mich gelegt hat und besitzergreifend meine Hüfte umfasst. Er sieht einfach umwerfend gut aus, selbst auf einem ungeschönten Paparazzo-Foto wie diesem. Es wurde auf einer Wohltätigkeitsgala aufgenommen, die wir letztens besucht haben. Nur dass mein Busen auf dem Bild mindestens doppelt so groß wirkt wie der, den Mutter Natur mir geschenkt hat. In mir kocht es. »Sie haben meine Brüste vergrößert!«

Maria lacht, und ich bewerfe sie mit der Geschmacklosigkeit und schlage ihr damit auf den Kopf. »Puta!« Sie nennt mich Schlampe auf Spanisch.

»Ich hab den Mist so satt, der über mich geschrieben wird. Ich versuche, ihn gar nicht erst zu lesen. Chase ignoriert das Ganze einfach. Aber das ist nicht leicht.« Ein längst überfälliger Seufzer rutscht mir heraus, während ich weitere Bücher in einen Karton staple, der bereits überquillt.

»Cara bonita, lass nicht zu, dass du dich wegen irgendwelcher Fremden schlecht fühlst. Dafür solltest du dir zu schade sein.« Sie unterstreicht ihre Bemerkung, indem sie mich am Pferdeschwanz zieht. »Ah, das Kama Sutra. Das Buch gehört mir!« Mit langen Fingern schnappt Maria es sich von dem Stapel, den ich gerade durchsehe. »Gott bewahre, dass ich aus Versehen dein Sex-Buch mitgehen lasse.« Ich verdrehe die Augen und strecke ihr die Zunge heraus.

Sie beachtet mich nicht weiter und tänzelt stattdessen in die Küche. »Weißt du, was dieser Party fehlt? Mehr Mädels und Wein! Ohhhh . und Pizza!« Blitzschnell ist sie am Telefon und wählt. Eine unserer Freundinnen geht anscheinend sofort ran, denn Maria hält sich gar nicht erst mit einer Begrüßung auf, sondern redet gleich drauflos. »Warum bist du nicht da und unterstützt deine beste Freundin beim Umzug, puta perezosa? . Ja, ich habe dich gerade eine faule Schlampe genannt. Lass Carsons polla los, schwing deinen culo rüber und hilf uns.« Ohne einen Abschiedsgruß legt sie auf.

»Hast du zu Kat gerade gesagt, sie soll Carsons Schwanz loslassen?«, kichere ich.

»Ja, das habe ich tatsächlich. Bree ist die Nächste.« Rasch wählt sie. Während sie wartet, trommelt sie mit den Fingern auf die Küchentheke, dann streckt sie ihr langes Tänzerinnenbein nach hinten, beugt es und umfasst den Knöchel. Mit einem Arm zieht sie es an der Rückseite ihres Körpers nach oben. Sie sieht aus wie eine verdrehte Ballerina oder wie eine Brezel. Es hat etwas Beängstigendes. Graziös senkt sie das Bein wieder. »Musst du nicht zum Unterricht?«, fragt Maria zuckersüß in den Hörer. Viel zu nett für unser italienisch-spanisches Temperamentsbündel. Arme Bree. Sie ahnt nicht, was ihr bevorsteht.

Maria fährt fort:

»Nein?« Sie wartet einen Moment. Dann zischt sie mit ihrer schärfsten, gemeinsten Stimme ins Telefon: »Schwing gefälligst deinen geschmeidigen kleinen culo hierher und hilf deinen hermanas, ihr Zeug zusammenzupacken. Und versuch erst gar nicht, dich damit rauszureden, dass du Zeit mit Philipp verbringen willst.« Maria verstummt und hört einen Moment zu. »Mierda! Wir wissen alle, dass deine va-jay-jay schon seit Monaten keinen Spaß mehr hatte. Bring Wein mit.« Sie legt auf.

Ein Glucksen steigt in meiner Kehle hoch und platzt in einer Mischung aus Prusten und Luftholen aus mir heraus. Himmel, diese Frau tut mir einfach gut. Sie weiß genau, wie sie einem das Leben leichter machen kann. Außerdem lenkt sie das erdrückende Scheinwerferlicht von mir ab, in dem ich seit der Bekanntgabe meiner Verlobung mit Chase letzte Woche stehe. Wegen dieser Hürde sind wir bei der Suche nach meinem Stalker auch noch keinen Schritt weiter. Nachdem wir unsere bevorstehende Hochzeit öffentlich angekündigt hatten, wurden Chase und ich mit Glückwünschen und Blumen überhäuft. Nur eine Person schickte ein Dutzend verwelkter Rosen mit einer Karte. Von den Worten bekomme ich jetzt noch eine Gänsehaut.

Gillian,

das ist die schlechteste Entscheidung, die du je getroffen hast. Lass dir das gesagt sein!

Du gehörst mir . Schlampe!

Bei der Erinnerung fange ich an zu frösteln, und mein Magen verkrampft sich schmerzhaft. Ein Schauer kribbelt über meine Haut, und ich hole tief Luft. Ein paar Yoga-Atemübungen reichen, um die negative Energie zu vertreiben und meinen Kopf mit positiven Gedanken zu füllen. Chase. Mein Verlobter. Der Diamantring an meinem Finger fängt das Licht ein und erinnert mich mit seinem Funkeln daran, worauf ich mich freuen darf. Ein Leben mit dem Mann meiner Träume.

Das Piepsen meines Handys holt mich in die Gegenwart zurück. Ich schnappe es mir vom Tisch und schaue aufs Display. Als ich Chases' Namen sehe, bin ich sofort glücklich.

Von: Chase Davis

An: Gillian Callahan

Marias Wohnung steht bereit. Sie kann jederzeit einziehen - je eher, desto besser. Ich will dich und deine verrückte Schwester in Sicherheit wissen.

»Ria, Chase sagt, deine Wohnung ist fertig!«, brülle ich, während ich meinem Liebsten einen Dank zurücksende.

Sie quietscht vor Freude und vollführt mitten in unserer kleinen Küche ein Tänzchen. Das ist besonders lustig, weil sie nur winzige Hotpants und einen Sport-BH trägt, der ihre übergroßen Brüste aufreizend hüpfen lässt.

»Verdammt, Schwester! Pass auf deine Dinger auf, dass sie dir nicht ein Auge ausschlagen!«, witzle ich. Sie grinst durchtrieben.

»Wirklich toll, dass Chase mir eine Wohnung ganz in der Nähe eures Penthouses besorgt hat. Aber eins ist komisch; er will mit mir nicht über dinero sprechen.« Ich zucke zusammen und beiße mir auf die Lippe. »Was? Aber sie ist mit Mietpreisbindung, oder?« Maria stampft trotzig mit dem Fuß auf. »Du hast mir versprochen, dass es so sein wird. Ich werde nicht wieder mit einer verrückten chica zusammenwohnen. Und ich werde auch nicht mit Tommy zusammenziehen, selbst wenn er immer wieder davon anfängt«, schimpft sie.

»Nein, die Wohnung wird bestimmt nicht teuer sein.« Ich bemühe mich, vage zu klingen. Trotzdem wirft Maria mir einen fragenden Blick von der Seite zu und hebt ihre perfekt geformte Augenbraue. Ich beneide sie sehr, dass sie das kann. Es wirkt einfach wahnsinnig cool.

»Und wie viel werde ich im Monat zahlen, Mrs Davis?« Als Maria meinen künftigen Nachnamen ausspricht, wird ihre Stimme unerträglich süßlich. Kein gutes Zeichen. Wenn Maria in diesen sanften Tonfall verfällt, bedeutet das normalerweise, dass um die Ecke ein Bär mit riesigen Tatzen lauert und einen Überraschungsangriff vorbereitet.

»Äh, also weniger als deinen Anteil hier«, sage ich und hoffe, dass sie das für den Moment akzeptiert und die Details mit Chase klärt.

Maria lehnt ihre zarte Hüfte gegen die Kochinsel, neigt den Kopf zur Seite und kräuselt die Lippen zu einem falschen Lächeln. »Wie viel weniger, bonita? Cien? Doscientos

»Äh, wahrscheinlich weniger.« Ich springe auf und schiebe die übervolle Bücherkiste mit einem Fuß in die Ecke. Dann tue ich, als würde ich Maria nicht mehr beachten, und verschließe und beschrifte den Karton. Der hier ist fürs Penthouse.

»Cuatro? Wie viel, Gigi?« Sie nimmt die Hand nicht von der Hüfte.

Ich verziehe das Gesicht, murmele hastig »Nichts« und verdrücke mich in die Küche, um nach Wein zu suchen. Plötzlich fühle ich mich wie ausgedörrt. »Ich habe einen solchen Durst. Wo haben wir noch mal den Wein hingetan?«, versuche ich das Thema zu wechseln. Da packt mich eine kalte Hand am Arm und reißt mich herum.

»Nada? Wie, keine Dollars? Gratis? Umsonst?« Ihre Stimme schraubt sich immer mehr in die Höhe und wird so durchdringend, dass mir die Zähne klappern.

Ich nicke. »Sei nicht böse. Bitte! Chase will es so. Er möchte kein Geld von dir. Immerhin hat er mehr Geld als der liebe Gott . und Oprah!«

Maria schüttelt heftig den Kopf. »Bonita, das geht nicht. Ich nehme keine Almosen.«

Ich umfasse ihren Bizeps, und sie zuckt zusammen. Wir reagieren beide auf diese Weise, wenn wir grob behandelt werden. Das...

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