Geteilte Arbeit

Praktiken künstlerischer Kooperation
 
 
Böhlau Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. Oktober 2020
  • |
  • 284 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-412-51683-3 (ISBN)
 

Die Kunstgeschichte tendiert dazu, Artefakte einzelnen Künstlerpersönlichkeiten zuzuschreiben und als 'eigenhändig' zu qualifizieren. Dabei sind sie seit jeher das Produkt mehrerer Akteure, die einer Werkstatt angehören, in temporären Konstellationen zusammenarbeiten oder auf einzelne Arbeitsschritte spezialisiert sein können. Der Band nimmt die Hierarchisierung der arbeitsteiligen Produktion aus historischer und aktueller Perspektive kritisch in den Blick. Er stellt unterschiedliche Formen geteilter Arbeit vor, von den Werkstattkooperationen des Mittelalters bin hin zu den partizipatorischen Konzepten unserer Tage, und fragt nach den Akteuren, der Organisation des Zusammenarbeitens und dem kreativen Potenzial der Teamarbeit.

  • Deutsch
  • Gottingen
  • |
  • Deutschland
  • 47,72 MB
978-3-412-51683-3 (9783412516833)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Title page
  • Copyright
  • Table of contents
  • Body
  • Magdalena Bushart und Henrike Haug: Vom Mehrwert geteilter Arbeit
  • Henrike Haug: (K)ein Thema. Zum Motiv der Zusammenarbeit in mittelalterlichen Künstlerinschriften
  • Anmerkungen
  • Tamara Tolnai: Geteilte Aufträge an römischen Wandgrabmälern der zweiten Quattrocentohälfte. Phänomenologie und Deutungsversuche
  • Skulptur in Rom im Quattrocento - Aufträge für das wiedererstarkende Papsttum
  • Das Phänomen geteilter Aufträge - Formen künstlerischer Kollaboration
  • Drei Meister, drei Grabmäler
  • Die Praxis der Auftragsteilung zwischen Werkstattorganisation und Rezeptionsästhetik
  • Oltre la maniera
  • Anmerkungen
  • Birgitt Borkopp-Restle: Plurale Autorschaft. Aufgaben und Anteile von Auftraggebern, Malern und Wirkern in der Gestaltung von Tapisserien
  • Anmerkungen
  • Stefania Girometti: Guido Reni Inventor? Zur Entstehung kreativen Potentials in Renis Bologneser Werkstatt
  • Organisation der Werkstatt
  • Zur Hierarchisierung der arbeitsteiligen Produktion und Verbreitung der Modelle außerhalb der Werkstatt
  • Jenseits der Werkstattwände - Das Fallbeispiel Michele Desubleo
  • Nachahmung vs. Eigenständigkeit
  • Fazit: Von Werkstattmitarbeit zur eigenen Karriere
  • Anmerkungen
  • Tafelteil
  • Jan Mende: Dirigismus, Kompromiss und Kooperation. Karl Friedrich Schinkels Zusammenarbeit mit Bildhauern und Kunsthandwerkern
  • Die Handwerksmeister
  • Die Bildhauer
  • Die Großunternehmer
  • Schlussbetrachtung
  • Anmerkungen
  • Liane Wilhelmus: Wenn ich Beethoven wäre, dann wärst Du Yehudi Menuhin. Zur Zusammenarbeit von Georg Meistermann und den Glaswerkstätten
  • Georg Meistermann und seine Annäherung an die Glasmalerei
  • "Da muss die Chemie stimmen"
  • Verteilte Kreativität im Arbeitsprozess
  • "Mir sind die Kartons lieber als die Fenster"
  • Anmerkungen
  • Sonja Hnilica: Entwerfen als Ping-Pong-Spiel. Zu den Kooperationen des Ingenieurs Stefan Polónyi mit den ArchitektenJosef Lehmbrock und Fritz Schaller
  • Aufbruch zu neuen Ufern im Kirchenbau und im Betonbau
  • Eine Hyparschale für St. Suitbert in Essen-Überruhr
  • Ein Faltwerk für St. Paulus in Neuss-Weckhofen
  • Schalen im Kirchenbau
  • Die Arbeitsteilung und das Selbstverständnis der Tragwerksplaner
  • Anmerkungen
  • Kirsten Maar und Fiona McGovern: Gemeinsam zwischen den Künsten. Kollaborative Ansätze in Produktion und Präsentation von Musik, Tanz und bildenden Künsten seit den 1960er Jahren
  • Geteilte Arbeit - geteilte Wissenschaft
  • Institutionalisierung und Rekurse: Sattelzeit 1960er Jahre
  • San Francisco Dancer's Workshop und die Judson Church Gruppe
  • Loftkonzerte, Events und Festivals
  • Neue Medien, Verfahren und Arbeitsmodelle
  • Dispositive
  • Kanonisierung und Institutionalisierung
  • Anmerkungen
  • Jee-Hae Kim: "Hallo? ... Hallo! ..." oder wie man durch den Eisernen Vorhang hindurch musiziert. Kooperative Praktiken in Telefonmusik: Wien-Berlin-Budapest (1983)
  • Telefonmusik. Wien-Berlin-Budapest (1983): Eine Projektbeschreibung
  • Telefonmusik als zu wartende Infrastruktur
  • Das Telefon als ein Medium der Kooperation
  • Die Bedeutung des "unterstützenden Personals" (support personnel)
  • Zusammenarbeit über geografische Distanzen hinweg als subversive Taktik
  • Anmerkungen
  • Luigi Kurmann: Arbeiten für und mit Dennis Oppenheim
  • Bricolage-Modus zu Beginn in Basel
  • Kooperationen mit lokalen Handwerkern in Otterlo
  • Die Fabrikation der Feuerwerksskulptur für die Fattoria di Celle in Santomato di Pistoia
  • Anmerkungen
  • Hanna Baro: Von Künstlern und Kollaborateuren. Das Beispiel der Kunstgiesserei St. Gallen
  • Die Geschichte der Kunstgiesserei St. Gallen und der Stiftung Sitterwerk
  • Kunstgießer oder Künstler?
  • Die Kunstgiesserei St. Gallen: Von der Schweiz nach Shanghai in alle Welt
  • Ein Material- und Wissensarchiv der besonderen Art: Kunstbibliothek und Werkstoffarchiv
  • Anmerkungen
  • Rachel Mader: Neue Verbindlichkeit. Kunstkollektive im 21. Jahrhundert
  • Konturen des neuen 'Wir'
  • Das 'Wir' als Programm und Praxis
  • Neue Verbindlichkeit des 'Wir' und dessen Anerkennung
  • Anmerkungen
  • Bildnachweise

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

37,99 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen