Froschzauber

 
C. J. Busby (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 17. März 2011 | 160 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0628-3 (ISBN)
 
Max Pendragon will kein Ritter werden. Im Gegensatz zu seiner Schwester Olivia findet er Lanzentraining ziemlich öde, liebt es aber zu zaubern. Beim Zauberernachwuchswettbewerb auf Schloss Camelot wird er allen sein Talent beweisen. Als Max allerdings übt, einen Zaubertrank zuzubereiten, geht das ziemlich schief. Eine falsche Zutat landet im Kessel und ¿ Bäng! Alles spritzt heraus und Max, Olivia und ihre Ratte Grimm werden in Frösche verwandelt. Doch eigentlich genial! Noch nie hat es jemand geschafft, einen Menschen in einen Frosch zu verwandeln. Mit diesem Zauber wird er alle seine Konkurrenten in den Schatten stellen. Max ahnt nicht, dass der Froschzauber einer noch viel wichtigeren Aufgabe dienen muss. Zusammen mit Olivia, Grimm und dem kleinen verschusselten Drachen Adolphus wird Max auf Schloss Camelot in das Abenteuer seines Lebens verwickelt.
weitere Ausgaben werden ermittelt
n/a
Entführt! (S. 81-82)

Sir Richard Hogsbottom rieb sich vor Freude seine dicken Hände. Lady Morgana le Fay, die mächtigste Zauberin des Landes und Halbschwester des Königs, war sein Gast. Sie trank seinen teuersten Wein und behandelte ihn wie ihresgleichen. Fast jedenfalls. Denn während sie in dem großen, mit Schnitzwerk verzierten Eichenstuhl saß, musste er stehen. Und während sie sagte, was er tun sollte, sagte er bloß: »Ja, Mylady« oder »Nein, Mylady«. Und doch – sie befanden sich in demselben Raum! Und er war bei dem Komplott dabei!

Er war Lady Morganas vertrauter Mitverschwörer. Teil ihres Plans, König Artus zu stürzen! Sir Richard lächelte in sich hinein. Es hatte ihn gewundert, wie sehr sie ihren Halbbruder hasste, wie innig sie sich wünschte, seinen Platz einzunehmen und Königin zu werden. Doch jetzt kannte er die Wahrheit. Und wenn sein Sohn Adrian erst seinen Teil getan hätte, würde er, Sir Richard, der Günstling der neuen Königin sein. Reich, berühmt. Und wenn er wollte, könnte er diesen schrecklichen Sir Bertram Pendragon an den Zehennägeln von der Burgmauer baumeln lassen, warum nicht? Und ganz bestimmt würde er größere und teurer möblierte Zimmer zugewiesen bekommen, wenn er in Camelot bliebe.

Dies hier war winzig und irgendwie roch es auch ziemlich nach Froschtümpel hier drinnen ... »Sir Richard!« Lady Morganas Stimme weckte ihn aus seinen Tagträumen. »Aber ja, Mylady, aber ja, unbedingt. Ganz meine Meinung«, stotterte er, ohne genau zu wissen, wovon die Rede war. »Ich habe gefragt, wann Ihr Euren Sohn zurückerwartet«, sagte Lady Morgana kühl. »Oh, äh, ja, Verzeihung, gewiss – nun, also, jeden Augenblick, Verehrteste. Er sollte gleich hier eintreffen. Adrian ist ein guter Junge, sehr schlau – und selbst schon ein kleiner Fachmann in Sachen Magie, wisst Ihr. Hat zweimal in Folge den Zauberer-Nachwuchs-Wettbewerb gewonnen!«

Max – versteckt unter dem Wandteppichsaum – schäumte vor Wut. Adrian Hogsbottom! Es war nicht Adrians magisches Talent, es war dessen Talent zum Lügen und Betrügen gewesen, das ihm zum Sieg verholfen hatte. Noch einmal würde das bestimmt nicht passieren. Vorausgesetzt natürlich, dass es Max gelänge, rechtzeitig vor dem Wettbewerb zu türmen und Olivia aufzutreiben. Was durch Sir Richards und Lady Morganas Auftauchen arg erschwert worden war. Und was in diesem Augenblick noch ärger erschwert wurde.

Sir Richards Lobeshymnen auf seinen Sohn wurden durch ein lautes Klopfen unterbrochen. Beinahe im selben Augenblick flog die Tür auf. Auf der Schwelle erschien ein mit einer strampelnden, um sich tretenden Olivia kämpfender Adrian. Dahinter wurde Jakob sichtbar, der unter dem Gewicht eines leblosen, kleinen, blaugrünen Drachens stöhnte. »Adrian!«, platzte Sir Richard heraus. »Was zur Hölle ist los? Was macht die hier?« Olivia versuchte, etwas zu sagen, aber Adrian hatte sie mit einem Tuch geknebelt und mehr als »Mmmpff ... Mmmpff!« brachte sie nicht heraus. Adrian stieß sie brutal in den Raum und Olivia fiel der Länge nach hin, genau vor Lady Morganas Füße. Die Zauberin sah auf Olivia hinab wie auf eine besonders schleimige Schnecke.

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

9,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen