Mathe ohne Angst

Die besten Tricks, um das eigene Mathetrauma zu überwinden und den Spaß an Zahlen zu wecken
 
 
mvg (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. April 2021
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96121-611-6 (ISBN)
 
Auch wenn Postkartensprüche und die Schulzeit es uns weismachen wollen: Mathe ist kein Arschloch. In der Mathematik lassen sich viel Schönheit, Einfachheit und Eleganz finden. Sie kann sogar humorvoll und auch nützlich sein.
Empathisch und mit viel Liebe für die Wissenschaft der Zahlen führt der Nachhilfelehrer und Lebens- und Sozialberater Georg Burkhardt die Leser an die positiven Seiten der Mathematik heran. Dabei gibt er die besten Tricks an die Hand, mit denen man sein Mathetrauma überwinden und Spaß an der Mathematik finden kann. Ein großartiger Befreiungsschlag für jeden, der mit der Welt der Zahlen bisher auf dem Kriegsfuß stand.
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 1,71 MB
978-3-96121-611-6 (9783961216116)
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Georg Burkhardt arbeitet als Fitnesstrainer und Nachhilfelehrer und ist in Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater. Der Großteil seiner Kunden sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Im Vordergrund seiner Tätigkeit stehen dabei vor allem die Inspiration, Motivation und Aktivierung dieser Personen. Er lebt mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Töchtern in Graz.

Das Mathe-Trauma


»WENN DU ETWAS, DAS DU GERNE VERSTEHEN MÖCHTEST, NICHT VERSTEHST, DANN LIEGT ES WIRKLICH NIEMALS DARAN, DASS DU ZU DUMM DAFÜR BIST. ES LIEGT EINZIG UND ALLEIN DARAN, DASS ES FÜR DICH NOCH NICHT VERSTÄNDLICH ERKLÄRT WURDE.«

- Georg Burkhardt -

Als ich das erste Mal daran gedacht habe, dieses Buch zu schreiben, war es meine Motivation und mein Ziel, für all die Menschen eine Unterstützung zu schaffen, die in ihrem Leben mit Mathematik keine guten Erfahrungen gemacht haben. Wie ich dir ja bereits in der Einleitung erzählt habe, gibt es nicht wenige Personen, die glauben, für Mathematik absolut ungeeignet und unfähig zu sein. Aus meiner persönlichen Erfahrung in der Arbeit mit sehr, sehr vielen Schüler*innen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen weiß ich, dass das ein Irrglaube ist. Meist liegen die Ursachen und Gründe für diesen Mathematikfrust ganz woanders. In diesem Kapitel möchte ich mit dir gemeinsam betrachten, was es denn mit diesem Mathematik-Trauma auf sich hat und welche Möglichkeiten es gibt, damit umzugehen, die Perspektive zu verändern, Frieden mit dem Fach Mathematik zu schließen und es vielleicht sogar ein klein bisschen interessant und nützlich zu finden. Eine wunderbare Schülerin von mir, die zu Beginn unserer Zusammenarbeit keine ausgesprochene Mathematikfreundin war und an ihren Fähigkeiten in Mathe eher zweifelte, meinte zum Abschluss ihrer Schulzeit mit einem Lächeln in ihrem Gesicht zu mir: »Danke, Georg, für deine Unterstützung und deine Begeisterung für Mathematik. Auch wenn Mathematik noch immer nicht mein Lieblingsfach ist, ich habe jetzt manchmal Momente, in denen ich mir denke, Mathe mag ich.« Sie hatte einen vor Freude strahlenden Georg vor sich, als ich das hören durfte. Danke dir, liebe Elisa!

Schauen wir uns zunächst einmal an, worum es sich bei einem Trauma in diesem Zusammenhang überhaupt handelt.

Trauma, was ist das?


Lass uns zu Beginn dieses Abschnittes einen kurzen Blick auf die Definition des Wortes Trauma werfen. Ursprünglich stammt das Wort Trauma aus dem Altgriechischen (t?a?µa = trauma) und bedeutet so viel wie Verletzung, Verwundung, Wunde, Schaden oder Niederlage. Im Sinne von einer durch Unfall oder Gewalteinwirkung erlittenen Wunde und Verletzung wurde das Wort Trauma auch in die lateinische Wissenschaftssprache der Medizin übernommen und wird dort seitdem verwendet. Auch in die Sprache der Psychologie wurde der Begriff Trauma übernommen. Hier beschreibt das Wort Trauma Situationen, in denen wir von den äußeren Umständen massiv überfordert werden und in uns keine angemessenen, individuellen Bewältigungsstrategien dafür finden. Dadurch kommt es in traumatischen Situationen zu einer Erschütterung des Selbstbewusstseins und zu einem Gefühl der Hilflosigkeit. Personen fühlen sich in solchen Momenten den äußeren Bedingungen und Faktoren schutzlos ausgeliefert. Sie verfügen über keine passenden Verhaltensweisen oder Aktionsmöglichkeiten, um mit der Situation umzugehen und sie aktiv zu verändern. Je nach Individuum und durchlebter Situation können die Folgen von traumatischen Erlebnissen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Angefangen bei erhöhter Aufmerksamkeit und Angespanntheit in ähnlichen Situationen, über wiederkehrende Zustände der scheinbaren Paralyse und Handlungsfähigkeit bei Konfrontation mit gleichartigen Erlebnissen bis hin zu lang anhaltenden Spätfolgen, wie verminderte Resilienz, geringere Belastbarkeit oder Hypersensibilität, ist die Palette von Traumafolgesymptomen sehr breit gefächert.

Nun erleiden die meisten Menschen in der Schule (zum Glück) keine physischen Traumata, doch weiß man mittlerweile, dass die Folgen von psychischen Traumata auf unseren Alltag einen mindestens genauso großen Einfluss haben. In Bezug auf unser Thema »Mathe ohne Angst« betrachte ich in weiterer Folge Trauma als eine in der Schule erlebte Situation, die unsere Beziehung zu dem Fach nachhaltig negativ geprägt und beeinflusst hat, die sich negativ auf unseren Selbstwert und unser Selbstbild ausgewirkt haben. Schauen wir uns an, wie es zu einer Traumatisierung in diesem Sinne kommen kann.

Die Entstehung eines (Mathe-)Traumas


Zu Beginn unserer Schulzeit starten wir alle meist mit großer Freude, Begeisterung und Neugier in das neue Abenteuer. Wir fühlen uns groß und sind stolz, nun auch endlich in die Schule gehen zu dürfen. Dass ältere Kinder die Schule nicht so gerne mögen, können wir nur schwer verstehen. Auch freuen wir uns über all die schönen neuen Sachen, wie z. B. Schultasche, Hefte und Schreibzeug, die wir geschenkt bekommen. Mit Begeisterung beginnen wir diesen neuen Lebensabschnitt.

Im Laufe der Zeit, mit zunehmendem Alter und mehr Erfahrung wird das Neue zur Gewohnheit und zum Alltag. Wir erkennen immer wieder, dass es in der Schule auch Sachen wie Hausaufgaben, Prüfungen, Tests usw. gibt, die uns gar keine Freude bereiten und aus denen es aber trotzdem kein Entkommen gibt. Viele Kinder erleben in der Schule ein Gefühl der Machtlosigkeit und des Ausgeliefertseins. Allerdings ist dieses Erlebnis kein spontanes, bei dem sich die Kinder von einem auf den anderen Moment fremdbestimmt, machtlos oder bevormundet fühlen. Das passiert langsam und schleichend. Vor allem auch, weil wir zu Beginn unserer Schulzeit ja auch alles ausprobieren und mitmachen wollen, findet diese Enttäuschung langsam und meist eher unbewusst statt. Zwar spüren wir, dass es doch nicht ganz so toll ist, jeden Tag in der Früh in die Schule zu müssen, nur um dort ruhig zu sitzen und darauf zu warten, was uns zu tun befohlen wird, aber das passiert so schleichend, dass unser Wille zum Protest nur selten aktiviert wird. Meistens ist das Geschehen im gerade noch zu akzeptierenden Bereich. Selbstverständlich gibt es Kinder und Jugendliche, die da aktiver sind, sich besser kennen bzw. sehr genau auf sich achten - ohne es bewusst mitzubekommen. Diese Kinder und Jugendlichen gibt es in jeder Klasse. Meistens gelten sie als die auffälligen, wilden, unruhigen und lernschwachen Kinder. Was für eine Fehleinschätzung!

Das eben gezeichnete Bild mag sehr düster oder vielleicht sogar deprimierend auf dich wirken, doch ich will damit nur zeigen, was bei vielen jungen Menschen im Laufe ihrer Schulzeit passiert. Das heißt selbstverständlich nicht, dass alle diese Kinder Schäden davontragen oder gar traumatisiert werden. In unserem Kulturkreis gehört die Schulzeit zu den prägenden Phasen in der Entwicklung von uns Menschen. Abgesehen von den fachlichen Inhalten können wir dort viel für unser Leben lernen und auf unserem Weg mitnehmen. Die (unbewussten) Erfahrungen, die wir im Laufe unserer Schulzeit - abseits von fachlichen Inhalten - machen, können durchaus hilfreich, förderlich und charakterbildend sein. Dennoch fördert bzw. erleichtert das oben beschriebene Klima die Entstehung von traumatischen Situationen.

Im Kapitel Mathematik-Theorie haben wir besprochen, welche Rolle eine positive Beziehung zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen sowie das gegenseitige Vertrauen gerade in einem Fach wie Mathematik spielen. Genau diese Punkte spielen auch bei der Entstehung von traumatischen Erfahrungen im Zusammenhang mit Schule eine wesentliche Rolle. Da Mathematik gerade zu Beginn ein aufbauendes Fach ist, kann es rasch dazu kommen, dass wir den Anschluss verpassen und im Unterricht nicht mehr mitkommen. Je früher so etwas passiert, desto massiver sind die Folgen. In den meisten Grundschulen haben die Lehrer*innen zum Glück die Zeit, die Möglichkeiten und auch den Willen, auf diese Tatsache einzugehen und darauf zu achten, dass alle ihre Schützlinge gut mitkommen und dem Unterricht folgen können. Nicht zuletzt deshalb schaffen es die meisten von uns ganz passabel, die ersten Schuljahre in Mathematik erfolgreich zu bestehen. Mit Fortschreiten unserer Schulkarriere werden aber die Anforderungen an uns größer, die Aufgabenstellungen umfangreicher und die Inhalte komplexer und abstrakter. Auch der Handlungsspielraum der Lehrer*innen, auf individuelle Bedürfnisse und Befindlichkeiten einzugehen, schwindet. Der Druck auf die Schüler*innen steigt.

Dieser steigende Druck, das Gefühl der Ohnmacht in Bezug auf die Selbstbestimmung in der Schule und die physischen und psychischen Herausforderungen beim Wechsel in die Pubertät setzen uns in dieser Zeit teilweise enorm zu. Je nach individueller Resilienz, nach den äußeren Umständen und nach der Unterstützung, die sie bekommen, schaffen es viele Schüler*innen dennoch, gut mit dieser Situation umzugehen. Doch ermöglichen es diese Gegebenheiten auch, dass wir bereits in sehr jungen Jahren in eine Überforderung geraten und chronisch geschwächt und verunsichert sind. Dadurch wird auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass wir Situationen in unserem Schulalltag als traumatisierend erleben.

Nun gilt dies natürlich nicht nur für das Fach Mathematik, sondern im Grunde für jedes Unterrichtsfach. Doch stellt gerade die Mathematik für viele Kinder und Jugendliche eine Herausforderung dar, eben, weil ihre Aussagen, Regeln, Schlussfolgerungen und Gesetzmäßigkeiten für uns nicht immer empirisch nachvollziehbar sind, weil wir sie im Alltag so gut wie nicht beobachten können und besonders in diesem Fach das Vertrauen sowie die Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung eine enorm wichtige Rolle spielen.

Dass es darüber hinaus auch in anderen Schulfächern zu traumatischen Erfahrungen kommen kann, möchte ich dir mit der folgenden Geschichte zeigen, die ich am eigenen Leib erfahren habe.

In meiner Schulzeit stellten Schularbeiten und Tests in den Sprachenfächern, für mich in Deutsch, Englisch und Latein, eine besondere Herausforderung dar....

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