Sirius City of Vienna - Band 1

Delusion
 
 
novum pro Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 26. August 2015
  • |
  • 678 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-99038-681-1 (ISBN)
 
"Schwarze Zeiten" für den Crackmaster. Der einst gefeierte Held ist tief gefallen. Sein Erzfeind taucht wieder auf, die große Liebe seines Lebens wendet sich endgültig von ihm ab. Alkohol und Drogen übernehmen langsam, aber stetig das Kommando über den Mann mit dem Spinnennetz-Tattoo. Sein Cousin und treuester Freund Biber muss den Verfall seines Freundes mitansehen - bis Crack sogar den Bezug zur Realität verliert. Immer wieder begegnen ihm Menschen, die entweder gar nicht existieren oder bereits tot sind.
Biber beginnt, sich dem seriös wirkenden, aber zwielichtigen Dr. Nadelstreif anzuvertrauen. Er erzählt, wie sich der pazifistische Musiker Xaver in einen kriegerischen Vorreiter namens Crackmaster verwandelte und es sogar schaffte, in Sirius City of Vienna einzumarschieren - doch was genau passierte dort mit ihm? Ist die besiegt geglaubte Sekte der Sirianer verantwortlich für Cracks Wahnvorstellungen?
Der Leser wird auf eine Reise geschickt, bei der Schein und Sein sich auf ein Psychoduell der Sonderklasse einlassen. Hochspannung bis zur letzten Seite garantiert!
  • Deutsch
  • Neckenmarkt
  • |
  • Österreich
  • 0,79 MB
978-3-99038-681-1 (9783990386811)
3-99038-681-6 (3990386816)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Thomas Burger wurde 1976 in Wien, Österreich geboren. Bereits im Kindesalter schrieb er erste Kurzgeschichten, die sogar in höheren Schulklassen als positives Beispiel herausgehoben und präsentiert wurden. Nach dem Gymnasium absolvierte er eine Ausbildung zum Buchhändler und Großhandelskaufmann. Zunächst spezialisierte er sich für einige erfolgreiche Jahre auf die Vertriebsschiene. Ihm fehlte jedoch der "künstlerische Zugang", weswegen er abends eine Schauspiel- und Sprecherausbildung mit Schwerpunkt "professioneller Phonetik" absolvierte. Zusätzlich begann er, neben einigen literarischen Eigeninterpretationen von bereits vorhandenen Werken, an seinem Erstlingsroman, "Sirius City of Vienna" zu arbeiten. Bereits kurz nach Fertigstellung hinterließ der spannende Psychothriller bleibenden Eindruck in der Literaturszene.

1. DIE ERFÜLLUNG ALLER TRÄUME

Es war Frühling. Genau einer dieser Tage, an denen es nichts auszusetzen gibt. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen - nicht zu heiß und nicht zu kalt. So, dass man mit einer dünnen Jacke bekleidet nach draußen gehen konnte. Dazu wehte eine sanfte Brise, die angenehm die Gesichtshaut streichelte.

Auch die Umgebung war zum Niederknien. Saftiges Grün, wohin das Auge reichte. Volle Wiesen, blühende Blumen. Mächtige, alte Bäume, die ihre eigene, Jahrhunderte andauernde Geschichte zu erzählen schienen. Zwitschernde Jungvögel, deren lieblicher Gesang durch das gesamte Reich des Wohlbehagens hallte.

Ein junger Mann, ungefähr Mitte Dreißig, befand sich inmitten dieses Paradieses. Mit vielleicht etwas übertrieben festem Schuhwerk stapfte er über das klare Wiesengrün. Wohl wissend, dass ihm die Natur die zertretenen Grashalme verzeihen würde.

Es war einer der Tage, an denen man glücklich darüber war, am Leben zu sein. Wo Mensch und Natur noch eins waren.

Er sog die maßlose Energie, die vom Ursprung des Lebens ausging, in sich auf.

Alles war perfekt. Er genoss die intime Zweisamkeit mit der prachtvollen, universellen Umgebung.

Er nahm seine Sonnenbrillen ab, um nicht alles verfälscht betrachten zu müssen. Das Licht der Sonne blendete ihn nicht - es war äußerst angenehm, in den Himmel zu blicken.

Er war bekleidet mit einer dunklen Jeansjacke und einer dunkelblauen Hose aus gleichem Material. Ein sorgfältig ausrasiertes Bärtchen - rund um den Mund und das Kinn - schmückte sein Gesicht. Seine Haare waren kurz geschnitten.

Man sah ihm an, dass er glücklich war. So lange hatte er auf einen Moment wie diesen hingearbeitet. Nun konnte er die Früchte dieser Arbeit, seines Lebenskampfes, ernten. Seine stattliche Größe erlaubte es ihm, einen guten Überblick über die Landschaft zu haben. Aus der Ferne erkannte er, dass er nicht allein war.

Da war ein Spielplatz, ausgestattet mit Rutschen und Schaukeln. Er war sehr belebt, viele Kinder tummelten sich an dem unschuldig und rein wirkenden Ort.

Seine Vorfreude stieg mit jedem Schritt. Denn er wusste, dass er dort hingehörte - dass seine Freunde mit ihren Familien auf ihn warten würden.

Je näher er kam, desto klarer wurde für ihn, dass dies ein Platz des Glücks und der Vollkommenheit war. Die Kinder winkten ihm zu, einige liefen ihm entgegen.

Ein kleines Mädchen mit geflochtenen Zöpfen und bunten Haarbändern öffnete schon von Weitem seine Arme. Er lächelte vor Freude und tat es ihm gleich.

"Onkel Xaver, Onkel Xaver! Endlich bist du da! Wo warst du so lange?", fragte die Kleine, als er sie bereits im Arm hielt.

"Ich habe noch einiges erledigen müssen, mein Engel. Aber jetzt ist alles gut, jetzt bin ich ja da."

"Der Papa und alle anderen warten schon auf dich!" Die Kleine begann, verschmitzt zu lächeln.

"Was ist denn so lustig, Schätzchen?"

Sie begann, ihm ins Ohr zu flüstern. "Ich darf es dir eigentlich nicht sagen - aber die Tante Lisa ist auch da. Sie hat Kuchen gebacken und belegte Brote gemacht. Nur für dich, Onkel Xaver!"

"Tatsächlich? Das ist ja toll. Sie will mich also überraschen!"

"Ja, aber jetzt habe ich alles kaputtgemacht!" Das kleine Mädchen begann zu weinen.

"Aber Schätzchen, das ist doch nicht so schlimm. Sie braucht doch nichts davon zu erfahren. Ich tu halt so, als wäre ich überrascht!"

Er wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht.

"Aber Onkel Xaver, du willst doch nicht etwa lügen, oder?"

Er zwickte die Kleine leicht in die Nase.

"Schätzchen, pass mal auf. Du hast mir etwas im Vertrauen erzählt. Das bleibt unser Geheimnis. Und ein Geheimnis darf man nicht weitererzählen. Also ist es auch keine Lüge, oder?"

Es folgte eine Kitzelattacke des Onkels. Sie lachte lautstark.

"Also, alles halb so wild. Wer ist denn sonst noch alles da?"

"Alle von der Band. Und der Biber mit seiner neuen Freundin!" Wieder stieß die Kleine einen herzzerreißenden Lacher aus, der auf den Heimkehrer sehr ansteckend wirkte.

"Na, dann gehen wir mal hin, oder?"

Er ging relativ steil bergauf, der Weg zum Spielplatz. An einem Holztisch konnte er alle seine Freunde erkennen.

Xaver begrüßte sie sehr herzlich und gesellte sich zu ihnen.

"Wie schaut's aus? Wann rock ma wieder amal gscheit ab?", fragte nach einiger Zeit der Drummer der Band, der auch der Vater der Kleinen war.

"Schon bald, mein Freund, schon bald. Ich möchte jetzt einfach nur den Moment genießen. Darauf habe ich so lange gewartet."

"Des is a Red! Also Prost!", pflichtete der Drummer ihm bei. Es wurde mit Bier angestoßen, das direkt aus dem mitgebrachten Fass gezapft wurde.

Xavers Blick schweifte nun wieder umher. "Schätzchen, wo ist denn Tante Lisa eigentlich?"

Die Kleine zeigte zu einer Lichtung, die von einem großen, mächtigen Baum flankiert wurde.

Da oben saß sie, die Frau seiner Träume. Durch den Lichteinfall konnte er zwar nur ihre Silhouette erkennen. Aber er wusste, dass es sich nur um sie handeln konnte. Sie hatte sich tatsächlich das hübscheste Plätzchen der ganzen, unendlich wirkenden Naturumgebung gesucht.

"Okay, Freunde, ich werd' dann mal!" Verständnisvolle Blicke seiner Kumpanen begleiteten ihn auf seinem Weg.

Kurz machte er noch halt, bei einem sympathisch wirkenden Typen, der den Spitznamen Biber trug.

"Ich habe dir doch gesagt, dass alles gut wird", sagte ihm dieser und lächelte ihn mit seinem leichten Überbiss an.

"Ich weiß. Und ich bin dir ewig dankbar für deine Unterstützung."

Dann ließ er seinen sicherlich besten Freund der anwesenden Truppe die Zweisamkeit mit dessen neuer Flamme genießen und machte sich auf den Weg zu seiner eigenen.

Er genoss die Vorfreude, seine geliebte Freundin bald in die Arme schließen zu können. Mit jedem Schritt konnte er ihr hübsches Gesicht besser erkennen, ihre stahlblauen Augen funkelten in der sanften Sonneneinstrahlung. Ihr Lächeln verzauberte ihn immer noch - vor allem nach all der Zeit der Dunkelheit und des Kampfes.

Sie hatte sich sehr viel Mühe gegeben und reichlich aufgedeckt. Erlesener Wein, Ei-Aufstrichbrötchen und Schokoladenkuchen.

"Sie hat's dir gesagt, oder?"

"Was denn?"

"Komm schon!" Lisa lächelte und griff nach der Hand ihres Freundes. "Ich hoffe, du freust dich trotzdem."

"Natürlich! Aber meine größte Freude ist, dass du hier bist. Das ist das Wichtigste. Mit Ausnahme des Schokoladenkuchens natürlich", fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

"Hey, du Gfrast!" Lachend zog sie ihn zu sich und küsste ihn zärtlich. "Wo bist du so lange gewesen?"

"Tut mir leid mein Schatz, dass ich erst jetzt komme. Aber ich musste mit einigen Dingen endgültig abschließen - mit meiner Vergangenheit, du weißt. Aber jetzt ist alles gut."

"Ist es das? Ist es das wirklich?", fragte Lisa etwas unsicher.

"Vertrau mir. Ich war mir einer Sache noch nie so sicher. Ich kann es fühlen, hier und jetzt, hier mit dir - das ist der perfekte Moment."

"Aber Momente vergehen", meinte Lisa immer noch nicht überzeugt.

"Dieser nicht! Ich werde diesen verdammten Moment einfrieren, wenn es sein muss! Ich verspreche es dir."

"Das kannst du doch gar nicht!" Irrtümlich rutschte ihr die Weinflasche aus der Hand, als sie ihrem Freund ein Glas einschenken wollte. Etwas Rotwein ergoss sich über ihr zartes Handgelenk. Schnell reichte er ihr ein Taschentuch.

"Aber wieso nicht? Wenn ich es dir doch sage!", versicherte er mit Nachdruck.

"Weil du keine Macht darüber hast!"

Er verstand ihren Unmut. Zu oft hatte er ihr schon Ruhe und Frieden versprochen, ein geordnetes Leben. Ein Leben ohne Angst. Er sah wieder hinunter zu den spielenden Kindern, zu seinen singenden und lachenden Freunden. Ungetrübt war ihr Glück, den Himmel zierte immer noch ein sattes Blau. Ein einziges Wölkchen war am Himmel zu erkennen.

"Natürlich habe ich nicht die Macht, die Dinge zu kontrollieren. Aber ich habe mit meinem früheren Leben abgeschlossen, das musst du mir glauben!"

Lisa blickte ihm nicht mehr in die Augen. Ihr kurz zuvor noch fröhlicher Blick hatte sich verflüchtigt. Sie starrte ins Leere.

Er kam ein Stückchen näher und nahm sie in den Arm. Passiv ließ sie es zu.

"Was ist denn los mit dir? Du weißt, dass ich dich nie verlassen werde!"

...

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