Geschichte schreiben

Ein Modell zum Prozess literarhistorischer Epochenbildung
 
 
Ergon (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. Mai 2021
  • |
  • 373 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95650-830-1 (ISBN)
 
Wie kommt es zur Herausbildung literarhistorischer Epochenkonstruktionen und welche Funktion haben sie? Warum setzen sich einige Epochenbegriffe dauerhaft durch, während andere frühzeitig wieder aus dem Diskurs verschwinden? Das vorliegende Werk nimmt sich dieser von der Forschung in letzter Zeit nur noch peripher behandelten Fragen nach dem Prozesscharakter literaturgeschichtlicher Epochenbildung an. Mithilfe von performativitäts- und feldtheoretischen Annahmen sowie Theorien der unsichtbaren Hand untersucht es die komplexen Mechanismen, die bei der Entstehung und Konsolidierung zeitgenössischer, das heißt aus der Interpretation und Bewertung gegenwärtiger Kulturphänomene hervorgegangener Zäsursetzungen wirksam werden.
  • Deutsch
  • Baden-Baden
  • |
  • Deutschland
  • 6,60 MB
978-3-95650-830-1 (9783956508301)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • 1. Einleitung
  • 2. Das Problem der Epochenbildung. Eine wissenschaftshistorische Standortbestimmung
  • 2.1. Das Ideal literaturwissenschaftlicher Ex-post-Epochenbildung
  • 2.2. Epochenbildung als Prozess I: Ein alternativer Ansatz in den 1980er Jahren
  • 2.3. Epochenbildung als Prozess II: Zum aktuellen Stand der Debatte
  • 3. Der Prozess der Ex-nunc-Epochenbildung
  • 3.1. "Making History Go". Zur Performativität literaturgeschichtlicher Epochenkonstruktionen
  • 3.1.1. Die drei Kernkonzepte des Performativen und ihre Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Literaturgeschichtsschreibung
  • 3.1.2. Zur Performativität von Prozessen der Ex-nunc-Epochenbildung
  • 3.1.3. Fallbeispiel: Zur Performativität der expressionistischen Epochenbildung
  • 3.2. Akte der Epochenbildung. Über Merkmale und Funktionen einer ritualisierten Handlungsform im literarischen Feld
  • 3.2.1. "Epoche machen". Ex-nunc-Epochenbildung als Folge von Distinktionskämpfen im literarischen Feld
  • 3.2.2. Merkmale von Akten der Ex-nunc-Epochenbildung
  • 3.2.3. Fallbeispiel: Der Poetische Realismus als Ex-nunc-Epochenkonstruktion
  • 3.2.4. Gelingensbedingungen von Akten der Häresie
  • 3.3. Der Zusammenhang zu Theorien der Kanonisierung und Wertung: Die Konsolidierung von Epochenkonstruktionen als 'Phänomen der dritten Art'
  • 3.3.1. Theorien der unsichtbaren Hand und ihre Anwendung im Bereich der Kanonforschung
  • 3.3.2. Zur Konvergenz von Prozessen der Kanon- und Epochenbildung
  • 3.3.3. Die unsichtbare Hand sichtbar machen: Indikatoren der Konsolidierung einer Epochenkonstruktion auf Makroebene
  • 3.3.4. Fallbeispiel: Prozesse der romantischen Kanonisierung und Epochenbildung
  • 4. "Das Gespenst der Postmoderne". Zur besonderen Konstitution von Zeitgeist-Begriffen am Beispiel der Postmoderne
  • 4.1. Der besondere Status von Zeitgeist-Begriffen
  • 4.2. Zur Einführung und Konsolidierung der Epochenkonstruktion 'Postmoderne' im deutschsprachigen Raum
  • 4.2.1. Einführung: Postmoderne als Zeitgeist-Begriff
  • 4.2.2. Die 'Fiedler-Debatte' als Vorspiel
  • 4.2.3. Die erste Phase postmoderner Epochenbildung (1978-1984)
  • 4.2.4. Die Konsolidierung der Epochenkonstruktion 'Postmoderne' (1985-1990)
  • 4.3. "Schluss mit lustig!" Zur Verabschiedung der Postmoderne seit dem Ende der 1990er Jahre
  • 4.3.1. Stagnation und beginnende Verabschiedung: Die Postmoderne-Debatte in den 1990er Jahren
  • 4.3.2. Zur Rückkehr des Manifests in der literarischen Debatte
  • 4.3.3. Epochenumbruchs-Szenarien in Richtung einer Ästhetik nach der Postmoderne als Folge eines neuerlichen Wandels dominanter literarischer Wertmaßstäbe
  • 5. Resümee
  • Literaturverzeichnis
  • Danksagung

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