Schiedsverfahrensrecht in Antike und Mittelalter

Eine historische Grundlegung
 
 
Böhlau Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. Oktober 2020
  • |
  • 372 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-412-51934-6 (ISBN)
 

Schiedsverfahren waren auch in Antike und Mittelalter verbreitete Mittel der außergerichtlichen Konfliktlösung. Das römische Recht hat viele konzeptionelle Grundlagen gelegt, auf denen spätere Epochen aufgebaut haben. Aus dem Mittelalter stammt die Einbettung in das Verfahrensrecht. Auf diesen historischen Vorläufern beruhen selbst noch einige Grundsätze des modernen Schiedsverfahrensrechts. In diesem Buch wird ein weiter Bogen geschlagen, der erstmalig die entsprechenden Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Entwicklungslinien aufzeigt. Dabei werden die wichtigsten epochenübergreifenden dogmatischen Fragen des Schiedsverfahrensrechts thematisiert, aber auch die in der Praxis entwickelten Vertragsformulare in die Deutung mit einbezogen. Zeitlich umfasst die Darstellung die Periode vom 1. Jahrhundert v.Chr. bis zum 13. Jahrhundert n.Chr.



Wolfram Buchwitz ist Ordinarius für Bürgerliches Recht, Römisches Recht, Historische Rechtsvergleichung und Zivilprozessrecht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Richter am Oberlandesgericht Frankfurt.
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  • Intro
  • Schiedsverfahrensrecht in Antike und Mittelalter
  • Cover
  • Impressum
  • ISBN 978-3-412-51934-6
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • Erstes Kapitel: Das Schiedsverfahrensrecht in Antike und Mittelalter
  • A. Ein kirchliches Schiedsverfahren
  • B. Das Schiedsverfahrensrecht nach der Konzeption der römischen Juristen
  • I. Frühe dogmatische Weichenstellungen
  • 1. Die Privatautonomie als Geltungsgrundlage des Schiedsverfahrens
  • 2. Schiedsrichter und Schiedsgutachter
  • 3. Schiedsrichter und Mediatoren
  • 4. Schiedssprüche und Zwischenverfügungen
  • 5. Zusammenfassung
  • II. Die Funktion des prätorischen Edikts
  • III. Die Funktion des Ediktskommentars
  • 1. Ulpian
  • 2. Labeo, Pedius, Pomponius, Gaius
  • 3. Paulus
  • 4. Zusammenfassung
  • IV. Die Funktion der sonstigen Juristenschriften
  • V. Der Vergleich von Schiedsverfahren und Prozess in den Juristenschriften
  • VI. Zusammenfassung
  • C. Systematisierung im Mittelalter
  • I. Spätantike und Frühmittelalter
  • II. Die justizielle Einbettung des Schiedsrichters um 1100
  • III. Die Systematik des Bulgarus
  • IV. Die Systematik Gratians
  • V. Entwicklungen im 12. Jahrhundert
  • VI. Entwicklungen im 13. Jahrhundert
  • 1. Dogmatische Neuerungen
  • 2. Konsolidierung in den späten ordines iudiciarii
  • VII. Zusammenfassung
  • Zweites Kapitel: Die schiedsrechtliche Kautelarpraxis
  • A. Die typischen Klauseln des antiken Schiedsvertrags
  • I. Streitparteien
  • II. Streitgegenstand
  • III. Einigung auf einen Schiedsrichter
  • IV. Erbenklausel
  • V. Bestimmung des Verhandlungstermins
  • VI. Strafversprechen
  • VII. Arglistklausel
  • VIII. Zusammenfassung
  • B. Die Struktur der Schiedsverträge des Mittelalters
  • I. Quellenauswahl
  • II. Streitparteien
  • III. Streitgegenstand
  • IV. Einigung auf einen Schiedsrichter
  • V. Erbenklausel und weitere Verfahrensregeln
  • VI. Strafversprechen
  • VII. Kostenerstattung
  • VIII. Rechtsmittelverzicht
  • IX. Besonderheiten des kirchlichen Schiedsverfahrens
  • X. Zusammenfassung
  • Drittes Kapitel: Die Schiedseinrede
  • A. Römisches Recht
  • I. Schiedseinrede nach Erlass des Schiedsspruchs
  • 1. Schiedsverträge mit Vertragsstrafenklausel
  • 2. Schiedsverträge ohne Vertragsstrafenklausel
  • II. Schiedseinrede vor Erlass des Schiedsspruchs
  • III. Zusammenfassung
  • IV. Veränderungen im justinianischen Recht
  • B. Mittelalter
  • I. Schriften mit enger Quellenbindung
  • II. Schriften mit Neuerungen
  • C. Fazit: Vertragsstrafen und Vertragsfreiheit
  • Viertes Kapitel: Die Vollstreckung aus Schiedssprüchen
  • A. Klassisches Römisches Recht
  • I. Rechtsnatur der Vollstreckung
  • II. Keine Überprüfung der Entscheidung des Schiedsrichters
  • III. Vollstreckung ohne Vertragsstrafenklausel
  • IV. Zusammenfassung
  • B. Justinianisches Recht
  • I. Der beeidete Schiedsvertrag
  • II. Der nachträgliche Anerkennungsvertrag
  • III. Die Vollstreckungsklagen und die Zuständigkeit
  • IV. Parallele zum Schenkungsversprechen
  • V. Zusammenfassung
  • C. Mittelalter
  • I. Die Übernahme der antiken Vollstreckungsklagen im 12. Jahrhundert
  • II. Neue Formen des Schiedsvertrags im 13. Jahrhundert
  • III. Die gewillkürte Vollstreckung
  • IV. Zuständigkeit
  • V. Zusammenfassung
  • D. Fazit: Fortschreitende Ausweitung der Vollstreckbarkeit
  • Fünftes Kapitel: Die Kontrolle des Schiedsverfahrens durch ordentliche Gerichte
  • A. Römisches Recht
  • I. Ausschluss der Appellation
  • II. Gründe für den Ausschluss von Rechtsmitteln
  • III. Andere inhaltliche Kontrollmöglichkeiten
  • 1. Kontrolle der Schiedsvereinbarung
  • 2. Kontrolle des Schiedsverfahrens
  • 3. Kontrolle des Schiedsspruchs
  • 4. Kontrolle durch die Arglisteinrede
  • IV. Justinianisches Recht
  • V. Zusammenfassung
  • B. Mittelalter
  • I. Ausschluss der Appellation
  • II. Gründe für den Ausschluss von Rechtsmitteln
  • III. Anfechtbarkeit durch reductio ad arbitrium boni viri
  • IV. Einschränkung der Schiedsfähigkeit
  • V. Nichtigkeit von Schiedssprüchen
  • VI. Kontrolle durch die Arglisteinrede
  • C. Fazit: Erweiterung der gerichtlichen Aufsicht über Schiedsgerichte
  • Sechstes Kapitel: Die Begründungen für den Einsatz des Schiedsverfahrens
  • A. Flexibilität des Verfahrens und der Entscheidung
  • B. Dauer des Verfahrens
  • C. Ausschluss der Öffentlichkeit
  • D. Auswahl der Schiedsrichter
  • E. Vermeidung der Infamitätsfolgen
  • F. Fazit: Ein fruchtbares Konkurrenzverhältnis
  • Ergebnisse
  • Verzeichnis der Quellenausgaben
  • I. Nach Autor
  • II. Nach Herausgeber
  • Verzeichnis der Sekundärliteratur
  • Quellenregister
  • Sach- und Namensregister

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