Folge deinem Herzen - Maggie!

 
Helen Brooks (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 1. Mai 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-722-4 (ISBN)
 
In ihrem malerischen Cottage auf dem Land beginnt die hübsche Maggie ein neues Leben. Doch wie soll sie zur Ruhe kommen, wenn ihr arroganter Nachbar Matthew Wright sie so aufregt? Ständig bietet er ihr ungefragt seine Hilfe an. Er mag aussehen wie ein Filmstar, in einem exklusiven Herrenhaus wohnen und ein Vermögen besitzen - aber sie will nichts von ihm wissen! Bis er sie überraschend in seine Arme zieht und mit einem zärtlichen Kuss ihre Sehnsucht weckt. Kann sie es wagen, ihr Herz noch einmal der Liebe zu öffnen? Oder muss sie fürchten, dass Matthew nur mit ihr spielt?
Julia Romane
Deutsch
0,50 MB
978-3-86349-722-4 (9783863497224)
3863497228 (3863497228)

1. KAPITEL

Sie hatte es geschafft! Es gehörte endlich ihr. Ein Ort, an dem sie nach den traumatischen und unglücklichen vergangenen beiden Jahren sozusagen die sprichwörtliche Zugbrücke hochziehen und dann in ihrer eigenen kleinen Welt sein konnte. Wo sie niemandem Rechenschaft schuldete. Es machte ihr auch nichts aus, dass es Jahre dauern würde, bis das Cottage hergerichtet wäre - sie würde sich Zeit lassen und hätte gleichzeitig etwas zu tun, womit sie ihre Abende und Wochenenden ausfüllen konnte. Das war genau das, was sie wollte. Außerdem, wenn es in tadellosem Zustand gewesen wäre, hätte sie niemals die finanziellen Mittel gehabt um es zu kaufen.

Maggie Landon seufzte zufrieden und drehte sich mehrmals im Kreis, bevor ihr schwindlig wurde und sie lachend innehielt. Dieses Cottage war das äußere Zeichen, dass sie ihr Leben endlich wieder unter Kontrolle hatte. Diese Unabhängigkeit würde sie niemals wieder aufgeben.

Noch etwas ungläubig blickte sie sich in dem kleinen, leeren Wohnzimmer um. Dem hingerissenen Ausdruck auf ihrem Gesicht nach zu urteilen hätte man glauben können, das Zimmer mit der sich ablösenden Tapete und den staubigen Dielenbrettern wäre ein Palast. Langsam ging sie hinüber zu der schmutzigen Terrassentür, in der das Glas gesprungen war und von deren Rahmen die Farbe abblätterte, und öffnete sie. Dahinter lag ein verwilderter Garten, der eher einem Dschungel glich. Riesige Brennnesseln und Dornensträucher schlugen ihr entgegen. Gemeinsam mit dem hüfthohen Unkraut und dem Efeu, der sich über Büsche und Bäume geschlungen hatte, bildeten sie praktisch eine grüne Wand. Es war schier unmöglich, den Rasen oder die Wege auszumachen, aber Maggie glaubte so etwas wie einen alten Geräteschuppen zu erkennen, der am Ende des Grundstücks an einer Steinmauer lag. Wenn man der Maklerin glauben durfte, blickte Maggie hier auf ein Grundstück von rund tausend Quadratmetern.

Ihr Handy klingelte, und als Maggie es aus ihrer Jeanstasche gefischt hatte und auf dem Display die Nummer erkannte, seufzte sie innerlich. Ihrer Stimme merkte man das allerdings nicht an. "Hi Beth!", begrüßte sie die Anruferin freundlich.

"Maggie." Der Name klang wie ein einziger Vorwurf. "Ich habe gerade in deiner Wohnung angerufen, und eins der Mädchen hat mir gesagt, dass du heute ausgezogen bist. Ich kann es nicht fassen, dass du uns nicht gesagt hast, dass du dieses Wochenende umziehst. Du weißt doch, dass Peter und ich dir helfen wollten."

"Und ich habe dir gesagt, dass ich das nicht möchte. Du bist schließlich im siebten Monat schwanger. Außerdem seid ihr ja selber noch dabei, euch einzurichten." Beth und ihr Ehemann waren erst vor zwei Wochen aus ihrer kleinen Wohnung in eine Doppelhaushälfte mit drei Schlafzimmern umgezogen. "Ich hatte außerdem massenhaft Angebote für Hilfe beim Umzug, aber ich benötige gar keine. Ich möchte lieber alles in meinem eigenen Tempo sauber machen und einräumen. Mein Bett und ein paar Möbelstücke werden heute Nachmittag geliefert, aber hier ist noch so viel zu tun, dass ich erst einmal nicht so viele neue Sachen brauche. Zuerst muss ich jedes Zimmer komplett renovieren. Ich bin froh, wenn ich dabei so wenig wie möglich im Weg stehen habe."

"Aber dass du ganz allein umziehst." Beth ließ es so klingen, als ob Maggie zu einer Expedition nach Borneo oder in die tiefste Mongolei aufgebrochen wäre. "Hast du genug zu essen für das Wochenende?"

Bevor Maggie antworten konnte, hörte sie jemanden im Hintergrund sprechen. Danach war wieder Beths Stimme am Telefon, schrill und empört: "Peter sagt, ich verhalte mich, als ob du 8 Jahre alt wärst statt 28. Das stimmt doch nicht, oder?"

Maggie lächelte reumütig. Sie liebte ihre Schwester sehr, und seit ihre Eltern vor fünf Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren, standen sie und Beth sich noch näher als zuvor. Trotzdem musste Maggie zugeben, dass sie froh war, dass ihre Schwester bald ihr Baby haben würde, um das sie sich kümmern konnte. Mit ihren dreißig Jahren war Beth definitiv für das Mutterdasein bereit. Besänftigend - wenn auch nicht ganz wahrheitsgemäß - murmelte Maggie: "Natürlich nicht. Ich habe ein paar Tage Urlaub genommen, um hier die ersten Dinge zu renovieren, aber ich komme demnächst auf einen Tee vorbei."

"Prima. Komm doch am Montag und bleibe zum Abendessen", schlug Beth vor.

Maggie seufzte leise auf. Das Planungsbüro in Redditch, wo sie seit ihrem Uniabschluss arbeitete, war nur einen Steinwurf von Beths neuem Heim entfernt und nicht weit von dem Haus, dass sie sich während der letzten zwölf Monate mit drei Freundinnen geteilt hatte. Das Cottage hingegen befand sich eine ganze Fahrstunde vom Wohnort ihrer Schwester weg, und die letzten 15 Meilen des Weges führten über kurvenreiche Landstraßen. Solange sie sich mit der Strecke noch nicht richtig auskannte, wollte sie lieber nicht nachts hierher fahren.

Jetzt, Ende September, wurde es schon früh dunkel. Aber wenn sie Beth vorschlagen würde, dass sie sich stattdessen zum Mittagessen treffen könnten, würde sie praktisch einen ganzen Arbeitstag für das Cottage verlieren. "Prima", entgegnete Maggie deshalb pflichtbewusst.

Sie sprachen noch eine Weile miteinander, bevor Maggie sich damit entschuldigte, dass sie noch tausend Sachen zu erledigen hätte. Trotzdem machte sie sich nicht sofort an die Arbeit, nachdem sie aufgelegt hatte. Stattdessen setzte sie sich auf die Steinstufen, die von der Terrassentür in den Garten führten. Sie drehte ihr Gesicht der Sonne zu und atmete die warme Morgenluft ein. In den Bäumen zwitscherten die Vögel, und der Himmel zeigte sich in einem tiefen Kornblumenblau. Es mochte töricht sein, aber sie hatte das Gefühl, dass sich die Natur mit ihr verbündet hatte, um ihr endlich eine Atempause zu gönnen und den Umzugstag so einfach wie möglich zu gestalten. Es war auf jeden Fall ein guter Anfang für den ersten Tag vom Rest ihres Lebens.

Das war es, was das Cottage für sie darstellte: den Beginn vom Rest ihres Lebens. Die Vergangenheit war vorbei. Maggie konnte damit ihren größten Fehler, sich mit Piers eingelassen zu haben, nicht ungeschehen machen. Aber sie hatte sich von ihm befreit, und die Gegenwart und die Zukunft gehörten jetzt ihr. Sie konnte jetzt ihr Leben so gestalten, wie sie es wollte.

Sie hob ihre schlanken Arme und zwang sich, ihre Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, während sie sich ausstreckte und schließlich aufstand. Es hatte eine Weile gedauert, aber sie konnte es jetzt schaffen, und dafür war sie dankbar. Vermutlich hatte sie sich durch den Kauf dieses Cottage sogar ihren Verstand bewahrt. Egal, sie war auf jeden Fall wieder sie selbst, wenn gleich auch älter und weiser.

Maggie drehte sich um, ging zurück ins Haus und durchquerte das Cottage bis zur Haustür. Ihr zuverlässiger kleiner Ford Fiesta stand auf dem Grasstreifen am Ende des kleinen Vorgartens, der, genau wie der Garten hinterm Haus, aus einem Wirrwarr von Unkraut, Brennnesseln und Dorngestrüpp bestand. Das Auto war bis unters Dach vollgepackt mit ihrer Kleidung und ihren persönlichen Dingen, und außerdem einer Kiste mit Putzutensilien sowie einem neuen Staubsauger, den sie am Vortag gekauft hatte. Maggie blieben noch ungefähr vier Stunden, bevor ihr Bett und die Möbel geliefert werden sollten, und sie würde jede einzelne Minute davon benötigen. Die ältere Dame, die hier gewohnt hatte, bevor sie endlich überredet werden konnte, in ein Pflegeheim umzuziehen, hatte offensichtlich in den letzten Jahren große Mühe gehabt, das Haus in Schuss zu halten. Ihr Neffe hatte ihr beim Auszug aus dem Cottage geholfen und es ausgeräumt. Übrig geblieben waren nur Staub, Schmutz und Spinnweben.

Vier Stunden später hatte Maggie den Staubsaugerbeutel bereits unzählige Male geleert, aber zumindest war der Staub, der sich unter dem Teppichboden angesammelt und sich inzwischen in feinen Puder verwandelt hatte, verschwunden, und auch die meisten Oberflächen waren relativ sauber. Das Cottage war nicht groß; es bestand aus einem Wohnzimmer, der Küche und dem Bad auf der unteren Etage und zwei Zimmern in der oberen. Zentralheizung gab es nicht, und der alte Herd in der Küche war die einzige Möglichkeit zum Kochen. Es hatte jedoch erst relativ kürzlich neue Stromleitungen erhalten, was angesichts all der anderen Arbeit, die auf Maggie wartete, ein unverhofftes Plus war. Außerdem gab es fließend Wasser.

Der Möbelwagen fuhr vor, und der gut gelaunte Fahrer half Maggie, ihr Bett und eine Kommode nach oben zu tragen. In dem Zimmer, das sie sich als Schlafzimmer ausgesucht hatte, gab es einen eingebauten Wandschrank. Ein kleines Sofa, ein dicker Sessel und ein Couchtisch für das Wohnzimmer stellten ihre anderen Einkäufe dar; im Auto befanden sich noch ihr tragbarer Fernseher und ihre Mikrowelle.

In dieser Nacht fiel Maggie ins Bett und schlief ein, sobald ihr Kopf das Kissen berührte. Zum ersten Mal, seit sie Piers verlassen hatte, wurde sie nicht von Albträumen geplagt.

Als sie am Morgen erwachte und das Sonnenlicht durch das vorhangfreie Fenster hereinfiel, lag sie lange einfach nur da, lauschte dem Gesang der Vögel vor dem Fenster und sog ein Gefühl des Friedens und des Alleinseins in sich auf. Das Haus, das sie sich während der letzten Monate mit ihren Freunden geteilt hatte, lag an einer Hauptstraße, und trotz der Doppelverglasung war der Verkehrslärm bis ins Haus gedrungen. Allerdings war das nichts im Vergleich zu dem Lärm gewesen, der manchmal innerhalb des...

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