Ein Ausflug ins Glück

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. November 2019
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-2852-6 (ISBN)
 
Der reiche Kanadier Zac Lawson sieht aus wie ein Filmstar! Für einen wie ihn bin ich garantiert nicht schön genug, glaubt Rachel. Zu einem Wochenende auf dem Land lädt er sie bestimmt nur ein, weil er sich gern mit ihr unterhält. Doch dann geraten sie unterwegs in einen Schneesturm ...
Bereits seit über 20 Jahren veröffentlicht die britische Autorin unter dem Pseudonym Helen Brooks Liebesromane, unter ihrem richtigen Namen Rita Bradshaw schreibt sie seit 1998 historische Romane. Weit über 40 Bücher sowie einige andere Werke sind bisher unter dem Namen Helen Brooks erschienen, von Rita Bradshaw gibt es 14 Romane. Erst im Alter von 40 Jahren begann die Autorin im Jahr 1990 mit dem Schreiben von Liebesromanen, bis dahin war sie als Sekretärin tätig. Bereits zwei Jahre später wurde ihr erster Roman vom Verlag Mills & Boon veröffentlicht. Helen Brooks lebt gern in England, obwohl sie mehrere Reisen auf das europäische Festland unternommen hat und dort unvergessliche Ferien verbrachte, möchte sie nirgendwo anders leben. Sie liebt ihr Heimatland, lediglich könnte sie sich vorstellen, etwas näher an der Küste zu wohnen. In ihrem Leben hatte sich Helen Brooks zwei Ziele gesetzt, sie wollte Bücher schreiben und eine Führerscheinprüfung machen. Durch die Hektik des Alltags waren diese Ziele verloren gegangen, im Alter von 40 Jahren fand sie, dass es höchste Zeit wäre, ihre Ziele endlich umzusetzen. Die Führerscheinprüfung erwies sich als Albtraum, das Schreiben machte ihr viel Freude. Während ihrer Freizeit ist sie in der Kirche sehr aktiv und sie beschäftigt sich liebevoll mit ihren Tieren. Mit ihrem Mann geht sie gelegentlich ins Theater oder ins Kino, außerdem unternehmen sie ausgedehnte Spaziergänge. Zu ihren Hobbys zählt das Lesen, sie geht regelmäßig schwimmen und auf die gemütlichen Abende mit ihrem Mann und ihren Freunden will sie nicht verzichten. Gern sitzt die Autorin in dem verwilderten Garten ihres Hauses bei einem Glas Wein in der Sonne, dabei fallen ihr natürlich die besten neuen Romanzen ein. Das Schreiben bringt ihr viel Spaß und es erstaunt Helen Brooks immer wieder, wie viel Eigenleben die Hauptfiguren in ihren Romanen entwickeln. Fasziniert ist sie vom Handeln der Menschen, deshalb ist sie überzeugt, dass der Spruch - "das Leben schreibt die seltsamsten Geschichten" - absolut wahr ist. Geboren wurde Helen Brooks 1950 in Northampton in England. Bereits im Alter von 16 Jahren lernte sie ihren Mann kennen. Zusammen mit ihrem Mann und den drei gemeinsamen Kindern Cara, Faye und Benjamin lebt sie in Northampton.

1. KAPITEL

Das also war die romantische Vorweihnachtszeit! Strömender Regen, ein bitterkalter Wind und Passanten, die verbissen vor sich hinblickten und die Ellenbogen gebrauchten, um sich einen Weg durch das Gedränge zu bahnen. Stellte man sich so den Tag vor, an dem die Kinder das erste Türchen ihres Adventskalenders öffneten?

Rachel Ellington warf einen kurzen Blick in eines der Schaufenster, die sie täglich passierte. Darin stand ein riesiger Weihnachtsmann mit einem Sack voller bunt verpackter Geschenke, der den Betrachter breit angrinste. Schon seit Oktober stand er dort neben einer künstlichen Tanne mit Dekoschnee und grell blinkenden Lichtern.

Werde ich schon wie meine Mutter, die sich nach ihrer Kindheit zurücksehnt, weil man damals den Weihnachtsbaum erst kurz vor der Bescherung schmückte? fragte sich Rachel. Wünschte auch sie sich Zeiten zurück, in denen Süßigkeiten und ein kleines Spielzeug reichten, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen? Nach Zeiten, in denen Männer Frauen noch liebten, statt einzig und allein auf Sex aus zu sein?

Erschrocken über diese Gedanken, blieb sie abrupt stehen und zog sich damit den Unmut der Menschen zu, die direkt hinter ihr gingen. Schnell murmelte sie eine Entschuldigung und hastete weiter.

Was war nur in sie gefahren, woher kam diese Verbitterung? Über die Geschichte mit Giles war sie doch schon seit Monaten hinweg. Zugegeben, der Sommer war hart gewesen. Die ersten Wochen hatte sie es einfach nicht fassen können, dass sie von dem Mann, mit dem sie den Rest ihres Lebens hatte verbringen wollen, hintergangen worden war. Nur langsam war in ihr eine Erkenntnis gereift: Sie litt nicht an gebrochenem Herzen, sondern an gekränktem Stolz.

Diese Einsicht ließ sie an sich selbst zweifeln. Wie konnte sie eben noch bereit sein, sich für immer an einen Mann zu binden, und kurz darauf erleichtert aufatmen, weil er aus ihrem Leben wieder verschwunden war? Durfte sie ihren Gefühlen in Zukunft überhaupt noch trauen?

Die Tatsachen zu akzeptieren lernen war ein schmerzlicher Prozess gewesen. Sie hatte mehr geweint als geschlafen und stark abgenommen. Ohnehin schon nicht mit üppigen Rundungen bedacht, erschrak sie eines Morgens beim Blick in den Spiegel. Um nicht länger wie eine Bohnenstange auszusehen, schwelgte sie von Stund an in Pralinen, Sahnetorte und anderen Kalorienbomben. Jennie und Susan, ihre Mitbewohnerinnen, hatten ihr über den Rand ihrer Salatteller neidische Blicke zugeworfen, was Rachel weitaus besser getan hatte als das Mitleid davor.

Sie bog in die kleine Seitenstraße in Kensington ein, in der sie sich mit den Freundinnen aus der Studienzeit schon seit fünf Jahren eine Wohnung teilte. Regen peitschte ihr ins Gesicht, und der böige Wind blies sie fast um. Den fünfzehnminütigen Weg zwischen Arbeitsplatz und Zuhause, den sie sonst so genoss, hatte sie diesmal als reinste Tortur empfunden.

Als sie endlich die Tür zu der Parterrewohnung öffnete, war sie nass bis auf die Haut. Ihr war eiskalt, das Haar lag wie angeklatscht am Kopf, Wassertropfen liefen ihr übers Gesicht und in den Nacken, und wahrscheinlich war ihre Wimperntusche verschmiert. In der Vorfreude auf ein heißes Bad achtete sie nicht auf ihre Schritte, blieb an der Türmatte hängen, stolperte und wäre beinahe gefallen. Einen Moment lang blieb sie mit geschlossenen Augen mitten im Flur stehen. Der Tag war einfach nur schrecklich gewesen!

Rachel war Marktleiterin, liebte ihren Job, hatte eine blendende Karriere gemacht und verdiente ausgezeichnet. Die vergangene Projektwoche allerdings war wegen unhaltbarer Versprechungen in der Werbung nicht so erfolgreich verlaufen, wie es sich das obere Management vorgestellt hatte. Die Schuld am Misserfolg hatte man dann ihr in die Schuhe geschoben.

Ohne sich ihre Argumente auch nur anzuhören, hatte Jeff, ihr direkter Vorgesetzter, ihr eine Standpauke gehalten. Eigentlich hätte sie Anfang des kommenden Jahres seinen Posten übernehmen sollen, weil Jeff versetzt wurde. Das stand Rachels Meinung nach jetzt allerdings in den Sternen.

Sie hängte ihren tropfenden Mantel auf den Bügel und streifte sich die Schuhe, in denen das Wasser stand, von den Füßen. Wenn die Weihnachtszeit doch nur schon vorbei und Sylvester wäre! Rachel seufzte.

In der Adventszeit des vergangenen Jahres hatten Giles und sie sich auf dem offiziellen Weihnachtsempfang der Firma kennengelernt, und so war das Fest für sie unauslöschlich mit Herzklopfen, Schmetterlingen im Bauch und romantischen Dates verbunden.

"Hallo."

Eine tiefe männliche Stimme schreckte Rachel aus ihren Gedanken auf, und erschrocken drehte sie sich um. In der offenen Wohnzimmertür stand ein fremder Mann, erschreckend groß und dunkelhaarig. Das Herz schlug ihr bis zum Hals.

"Wer sind Sie? Was machen Sie in meiner Wohnung?" In der Nachbarschaft war in der letzten Zeit mehrmals eingebrochen worden, und Rachel geriet in Panik. Krampfhaft umklammerte sie ihre Handtasche. Würde sie sich damit verteidigen können?

"Bitte beruhigen Sie sich!" Der Fremde machte einige Schritte auf sie zu.

"Ich habe Pfefferspray dabei, und wenn Sie auch nur einen Zentimeter näher kommen, sprühe ich es Ihnen ins Gesicht", log sie, denn außer ihrem Parfümzerstäuber hatte sie nichts dabei.

Da sie das Licht nicht eingeschaltet hatte und der Flur nur durch den Schein der Stehlampe im Wohnzimmer erhellt wurde, konnte sie die Gestalt des Mannes nur schemenhaft erkennen. Trotzdem war ihr klar, dass sie ihm kräftemäßig keinesfalls gewachsen war.

"Darf ich Ihnen einen Tipp geben?", erkundigte er sich höflich. "Wenn Sie das nächste Mal Pfefferspray einsetzen wollen, kündigen Sie das bitte nicht an. Gerade der Überraschungseffekt ist nämlich der Trick bei der Sache."

Als er langsam näher kam, hielt sie erstaunt den Atem an. Der Fremde glich eher einem Leinwandhelden als einem Einbrecher! Wie sie bereits schemenhaft ausgemacht hatte, war er groß und breitschultrig, sein schwarzes Haar, die gerade Nase und die sinnlich geschnittenen Lippen erkannte sie erst jetzt. Besonders seine Augen übten eine magische Wirkung auf sie aus, dunkelbraun und von dichten Wimpern umrandet, waren sie einfach faszinierend.

"Wenn Sie meinen .", begann sie.

"Ich bin Zac Lawson", unterbrach er sie in einem Ton, als würde sein Name alles klären. "Jennies Cousin", ergänzte er, als Rachel ihn lediglich fragend ansah. "Jennie hat Sie und Susan doch angerufen, um mich anzukündigen, das hat sie mir bestätigt."

"Ich arbeite und war heute zu beschäftigt, um mein Handy abzuhören." Von oben herab sah sie ihn an.

In Wahrheit hatte sie es vor ihrer Besprechung mit Jeff auf stumm geschaltet, in ihre Handtasche gesteckt und es hinterher völlig vergessen. Trotzdem brauchte dieser Zac Lawson nicht mit ihr zu sprechen, als sei sie ein begriffsstutziges Kind.

"Dann erkläre ich es Ihnen", fuhr er in jenem ruhigen, geduldigen Tonfall fort, der ihr so gegen den Strich ging. "Ich heiße also Zac Lawson und bin Jennies Cousin. Bis Jennie elf und ich sechzehn wurden, waren wir beide unzertrennlich, doch dann wanderten meine Eltern nach Kanada aus, und wir haben uns nie wieder gesehen. Jetzt bin ich für drei Wochen auf Geschäftsbesuch hier in England, und Jennie hat darauf bestanden, dass ich gleich am ersten Tag hierherkomme und wir zusammen essen."

Zac Lawson war also Kanadier, das erklärte den sexy Akzent, der ihn noch attraktiver machte. Noch attraktiver? Rachel runzelte die Stirn. Mit Männern seines Schlages hatte sie doch abgeschlossen, für ihren Geschmack waren sie zu gutaussehend und arrogant, um beständig zu sein.

"Gleich nach meiner Ankunft bin ich daher mit dem Taxi zu Jennie ins Büro gefahren. Sie gab mir ihren Wohnungsschlüssel und meinte, der Jetlag sei in einer gemütlichen Wohnung besser zu überwinden als im Hotel. Wahrscheinlich hatte sie recht, denn ich habe den ganzen Tag tief und fest geschlafen." Er reckte sich.

"Prima." Rachel rang sich ein Lächeln ab, besann sich dann aber plötzlich auf ihre Pflichten als Gastgeberin. "Darf ich Ihnen jetzt vielleicht einen Kaffee oder Tee anbieten?" Sie ging zum Schalter, knipste die Flurbeleuchtung an - und bemühte sich, ihre Überraschung zu überspielen.

Hatte sie Jennies Cousin schon im Halbdunkel als attraktiv eingeschätzt, wirkte er bei hellem Licht geradezu atemberaubend. Erste Silberfäden durchzogen sein dunkles Haar an den Schläfen und machten ihn noch charismatischer. Und seine Augenfarbe war auch im Hellen faszinierend und einmalig, denn das tiefe Braun wies goldene Sprenkel auf. Seine Kleidung und die goldene Rolex am Handgelenk zeugten von Geschmack und Geld.

Im Vergleich mit ihm kam Rachel sich wie eine aus dem Wasser gezogene Straßenkatze vor. Trotzdem lächelte sie tapfer und ignorierte Schüttelfrost und die kleine Pfütze, in der sie mittlerweile stand. "Wir haben, glaube ich, auch Kognak, auf alle Fälle aber Wein im Hause, wenn Ihnen das lieber ist." So souverän sie sich auch zu geben versuchte, ein Niesanfall machte den beabsichtigten Effekt zunichte.

"Ein heißes Getränk wäre angebrachter, besonders für Sie." Wieder sprach er zu ihr, als müsse er ein bockiges Kind beschwichtigen. "Was halten Sie davon, wenn ich uns einen Kaffee mache, während Sie sich erst einmal abtrocknen und umziehen?"

Es wäre das Vernünftigste, das musste Rachel widerwillig zugeben, denn mittlerweile schlugen ihr vor Kälte die Zähne aufeinander. Was musste dieser weltgewandte Kanadier nur von ihr denken? Schon in normalem Zustand fand...

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