Mitch - Herz im Dunkeln

Romantic Suspense
 
 
MIRA Taschenbuch (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Juli 2011
  • |
  • 256 Seiten
 
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E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86278-068-6 (ISBN)
 
Operation Heartbreaker: Besiege die Gefahr, vertraue deinen Freunden - und verschenke nie dein Herz.

Wer ist er? Als Navy SEAL Mitch eines Morgens erwacht, ist sein Gedächtnis wie ausgelöscht. Nur einen Zettel mit einer Adresse hat er bei sich - und eine Waffe. Ist er auf der Flucht? Hat er jemanden umgebracht? Es gibt nur eine Möglichkeit: Mitch fährt zu der angegebenen Adresse. Aber auch die schöne Becca Kayes kennt ihn nicht. Allerdings ist sie bereit, ihm eine Chance zu geben. Auf ihrer Ranch zu arbeiten - und mehr. In Beccas Augen entdeckt Mitch die Zuversicht, dass alles gut wird, und die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft . Was für ihn undenkbar ist, solange seine Vergangenheit im Dunkeln liegt. Denn noch weiß er nicht, was es mit der Waffe auf sich hat. Und ob Becca sich gerade in einen Mörder verliebt.
  • Deutsch
  • Köln
  • 0,63 MB
978-3-86278-068-6 (9783862780686)
3862780686 (3862780686)
weitere Ausgaben werden ermittelt

2. KAPITEL


Becca war gerade draußen, wo sie Belinda und Dwayne dabei half, eine Busladung Gäste zu begrüßen, als sie ihn entdeckte.

Man hätte ihn leicht übersehen können - die Gestalt eines Mannes, der langsam die Straße entlangging. Doch selbst aus der Ferne erkannte sie, dass er anders war. Sein Gang war nicht lässig wie der eines Cowboys von einer benachbarten Ranch. Er trug auch keine Taschen und Beutel mit Kunsthandwerk und Schmuck, die viele Indianer aus der Gegend in Santa Fe verkauften. Dieser Mann trug nur eine einzelne kleine Tasche bei sich, die er sich unter den Arm geklemmt hatte.

Er bog in die lange Auffahrt zur Lazy Eight Ranch ein. Irgendwie hatte Becca gewusst, dass er genau das tun würde.

Während er näher kam, sah sie, dass er auch nicht die typischen Westernsachen trug, die hier im Südwesten üblich waren. Zwar kam er in Jeans daher, aber statt des typischen langärmeligen Westernhemds trug er ein neu aussehendes T-Shirt. Seine Arme waren tief gebräunt, als würde er viel Zeit draußen verbringen.

Seine schwarzen Stiefel waren nicht von der Sorte, wie echte Cowboys sie trugen. Außerdem hatte er eine Baseballkappe auf dem Kopf statt eines Stetsons.

Aus der Entfernung hatte er groß und beeindruckend gewirkt. Aus der Nähe wirkte er nur noch beeindruckend. Es war wirklich eigenartig. Er war höchstens eins achtzig groß und schlank, beinah schmal. Und doch strahlte er eine stille Kraft aus.

Vielleicht lag es an seiner Haltung oder dem markanten Kinn. Möglicherweise sah Becca etwas in seinen dunklen Augen, das in ihr den Impuls auslöste, lieber Abstand zu ihm zu halten. Er ließ den Blick über die Auffahrt wandern, über den Van und das Gepäck und die Gäste, von dort zum Ranchhaus und zum Paddock, auf dem Silver ungeduldig auf den nächsten Ausritt wartete. Dann sah er zu Belinda und Dwayne, ehe er den Blick schließlich auf sie richtete. Er musterte sie kurz, fällte sein Urteil und hakte sie ab.

Becca versuchte, woandershin zu sehen, aber sie schaffte es nicht.

Er war sehr attraktiv - vorausgesetzt natürlich, eine Frau stand auf den dunklen, gefährlichen Typ. Sein Gesicht war ein wenig wettergegerbt, mit hohen Wangenknochen, auf die selbst Johnny Depp neidisch gewesen wäre. Seine Lippen waren schön geschwungen, wenn auch einen Tick zu schmal. Sein dunkles Haar war länger, als sie zuerst gedacht hatte, und im Nacken zusammengebunden, sein Gesicht glatt rasiert. Eine Narbe am Kinn unterstrich seine bedrohliche Ausstrahlung. Und diese Augen .

Becca beobachtete, wie er sich Belinda näherte. Er sprach leise - zu leise, als dass Becca seine Worte hätte hören können. Während er redete, zog er einen Zettel aus der Hosentasche.

Belinda drehte sich um und zeigte direkt auf Becca. Der Mann schaute ebenfalls in ihre Richtung. Erneut taxierten sie diese kühlen Augen.

Dann kam er auf sie zu.

Becca ging die Stufen vor dem Büro der Ranch hinunter und ihm entgegen. Dabei schob sie ihren zerbeulten Stetson, der ihre kurzen braunen Locken bedeckte, noch weiter in den Nacken. "Kann ich Ihnen helfen?"

"Sie sind Rebecca Keyes." Seine Stimme war sanft und ohne Akzent. Obwohl er seine Worte nicht als Frage formuliert hatte, antwortete sie.

"Das ist richtig." Seine Augen waren gar nicht dunkelbraun, wie sie zuerst vermutet hatte, sondern hellbraun - nein, das stimmte auch nicht ganz. Es war eine äußerst ungewöhnliche Mischung aus Grün, Braun und Blau. Sie starrte ihn an. Sie wusste, dass sie ihn anstarrte, aber sie konnte offenbar nicht damit aufhören.

"Haben Sie mir dieses Fax geschickt?"

Diesmal war es eine Frage. Becca riss sich vom Anblick seines Gesichts los und betrachtete den Zettel in seinen Händen. Es handelte sich tatsächlich um Faxpapier. Becca erkannte die übliche Wegbeschreibung zur Ranch und darunter ihre krakelige Handschrift. "Sie müssen Casey Parker sein."

Er wiederholte den Namen langsam. "Casey Parker."

Sein Aussehen passte irgendwie nicht zu der Stimme, mit der sie das telefonische Bewerbungsgespräch geführt hatte. Becca hatte ihn sich größer vorgestellt, älter, kräftiger gebaut. Aber egal. Sie brauchte dringend einen Helfer, und seine Referenzen waren alle überprüft.

"Können Sie sich irgendwie ausweisen?", fragte Becca und fügte mit freundlichem Lächeln hinzu: "Es geht eher um die Steuerformulare für unsere Angestellten und weniger um die Bestätigung, dass Sie der sind, der zu sein Sie behaupten."

Er schüttelte den Kopf. "Tut mir leid, aber das kann ich nicht. Mir wurde letzte Nacht die Brieftasche gestohlen. Ich geriet in eine Schlägerei und ."

Wie zum Beweis nahm er seinen Hut ab, sodass sie eine lange Schramme an seiner rechten Schläfe sehen konnte. Die Wunde verschwand unter seinem gewellten dunklen Haar. Auf dem Wangenknochen war zudem eine Prellung zu erkennen, die ihr anfangs nicht aufgefallen war, weil sie wegen der Sonnenbräune kaum sichtbar war.

"Ich hoffe, es gehört nicht zu Ihren Gewohnheiten, sich zu prügeln."

Er lächelte. Obwohl er nur die Mundwinkel leicht hob, wurden seine harten Züge dadurch gleich weicher. "Das hoffe ich auch."

"Sie kommen eine Woche zu früh", informierte Becca ihn, in der Hoffnung, dass ihre Forschheit die Wirkung seines Lächelns und seiner eigenartigen Worte aufhob. "Aber das ist ganz gut, denn gestern hat schon wieder ein Helfer gekündigt."

Er schwieg und stand einfach nur da, während er sie mit diesen Augen betrachtete, denen nichts zu entgehen schien. Einen Moment lang war sie beinahe überzeugt, dass er in die Vergangenheit schauen konnte. Dass er zum Beispiel Beccas katastrophale Unterhaltung mit Justin Whitlow sehen konnte. Oder, noch weiter zurück, Rafe McKinnons schlichte Kündigung. Einen Moment lang war sie sogar davon überzeugt, dass er sowohl ihren Kummer als auch ihre Frustration und ihre Niederlage sehen konnte.

"Sie wollen den Job doch noch?", fragte sie. Plötzlich befürchtete sie, ihm könne nicht gefallen, was er sah. Schließlich waren aller schlechten Dinge drei.

Er ließ den Blick über das Tal schweifen und kniff dabei wegen des blendenden strahlend blauen Himmels die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. Becca war überzeugt davon, dass er im Gegensatz zu den meisten Leuten die karge Landschaft New Mexicos wirklich sah. Sie war sich sicher, dass er mit seinen intensiven Augen die beinah schmerzliche Schönheit des Landes erkannte.

"Gehört Ihnen diese Ranch?", erkundigte er sich mit seiner ruhigen Stimme.

"Schön wär's." Die Worte kamen automatisch heraus - und waren nur allzu aufrichtig. Als er seine Augen wieder auf sie richtete, kam sie sich ausgeliefert vor - als hätte sie mit diesen zwei kleinen Worten viel zu viel von sich preisgegeben.

Doch er nickte bloß, und die Andeutung eines Lächelns huschte über sein Gesicht.

"Wem gehört sie dann?", fragte er. "Ich wüsste gern den Namen des Mannes, für den ich arbeite."

"Der Name des Besitzers ist Justin Whitlow", erklärte Becca. "Er zahlt Ihren Lohn. Aber der Boss bin ich. Sie werden für mich arbeiten."

Er nickte erneut und richtete den Blick wieder auf die Landschaft. Doch ihr entging der Anflug von Amüsiertheit in seinen Augen nicht. "Damit habe ich kein Problem", sagte er.

"Manche Männer schon."

"Ich bin nicht wie die." Er richtete den Blick wieder auf sie, und Becca wusste ohne den geringsten Zweifel, dass es stimmte. Dieser stille, schlanke Mann mit den wachsamen Augen war nicht irgendein Mann.

Aber was genau für ein Mann er war, vermochte sie auch nicht zu sagen.

"Hey, Ronnie! Lange nicht gesehen." Lieutenant Luke "Lucky" O'Donlon schloss Veronica Catalanotto in der Küche seines Captains in die Arme und küsste sie zur Begrüßung.

"Luke! Hat Frank dich reingelassen?" Ronnie schenkte ihm ein warmes Lächeln und schien sich wirklich zu freuen, ihn zu sehen. Und da sie zu den zehn schönsten, nettesten und klügsten Frauen gehörte, denen er je begegnet war, bildete er sich auf dieses Lächeln etwas ein. Nur schenkte sie im nächsten Augenblick Bobby und Wes, die hinter ihm hereinkamen, das gleiche Lächeln. "Wie war euer Ausflug, Jungs?", erkundigte sie sich mit ihrem vornehmen britischen Akzent.

Captain Joe Catalanottos Frau nannte die extrem gefährlichen und streng geheimen Operationen der Eliteeinheit Alpha Squad stets "Ausflüge". Als wären die Navy-SEALs unterwegs, um sich Sehenswürdigkeiten und Museen anzuschauen.

Wes verdrehte die Augen. "Diesmal waren wir wirklich nah dran ."

Bobbys Ellbogen der Größe XXL fuhr seinem Schwimmkumpel in die Rippen.

"Bestens", verbesserte Wes sich rasch. "Es war toll! Wie immer. Danke der Nachfrage, Ronnie."

Veronica ließ sich nicht zum Narren halten. Ihr Lächeln erstarb, was ihre Augen riesig aussehen ließ. "Ist alles in Ordnung? Ich habe zwar Joe schon gefragt, aber ich bin mir nicht sicher, ob er mir erzählen würde, wenn jemand verletzt worden ist."

Seit anderthalb Jahren, als der Captain beinah während eines Trainingseinsatzes von Terroristen getötet worden wäre, wirkte Veronica noch ängstlicher, wenn das Team zu einem Einsatz geschickt wurde. Sie war nie damit zurechtgekommen, dass ihr Mann wieder zu gefährlichen Missionen verschwand, manchmal völlig ohne Vorwarnung. Jetzt, nachdem sie gesehen hatte, wie Joe in einem Krankenhausbett um sein Leben kämpfte, war es für sie noch schwieriger.

"Alle sind...

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