Lucky - Nur eine Frage der Zeit

Operation Heartbreaker
 
 
Mira Taschenbuch Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. April 2011
  • |
  • 304 Seiten
 
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978-3-86278-036-5 (ISBN)
 
Operation Heartbreaker: Besiege die Gefahr, vertraue deinen Freunden - und verschenke nie dein Herz.

Mit diesem Mann soll sie zusammenarbeiten? Bei der Journalistin Sydney Jameson schrillen alle Alarmglocken. Denn Navy SEAL Lucky O'Donlon ist gefährlich sexy. Ein Verführer - der dann geht, ohne sich noch einmal umzudrehen ... Aber Sydney hat keine Wahl: Nur mit Lukes Hilfe kann sie einen Artikel über den Serientäter schreiben, der Kalifornien in Angst und Schrecken versetzt.

Die international erfolgreiche Bestsellerautorin Suzanne Brockmann hat über 45 packende Romane veröffentlicht, die vielfach preisgekrönt sind. Ehe sie mit dem Schreiben begann, war sie Regisseurin und Leadsängerin in einer A-Capella-Band. Mit ihrer Familie, zu der seit Neuestem zwei Schnauzer-Welpen gehören, lebt sie in der Nähe von Boston.
  • Deutsch
  • 0,81 MB
978-3-86278-036-5 (9783862780365)
3862780368 (3862780368)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - PROLOG [Seite 8]
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3 - 2. KAPITEL [Seite 34]
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12 - 11. KAPITEL [Seite 215]
13 - 12. KAPITEL [Seite 236]
14 - 13. KAPITEL [Seite 250]
15 - 14. KAPITEL [Seite 263]
16 - 15. KAPITEL [Seite 281]
17 - 16. KAPITEL [Seite 292]

1. KAPITEL


Es wurde schlagartig still in Captain Joe Catalanottos Bürovorzimmer, und alle drehten die Köpfe, um Lucky anzuschauen.

Hochgezogene Augenbrauen, offene Münder. Der Grad der Verwunderung hätte kaum größer sein können, wenn Lieutenant Luke "Lucky" O'Donlon seinen Kameraden eröffnet hätte, er wolle den Dienst quittieren und ins Kloster gehen.

Cowboy, Blue und Wes starrten ihn an, und selbst auf Crash Hawkens immer betont gleichmütigem Gesicht zeigte sich kurzfristig Überraschung. Frisco war auch da. Er hatte an einer Besprechung mit Joe und dem Senior Chief der Alpha Squad, Harvard, teilgenommen. Lucky hatte sie alle überrumpelt. Es war eigentlich zum Brüllen komisch - aber leider war ihm gar nicht nach Lachen zumute.

"Kommt schon, Leute! So schlimm ist das nun auch wieder nicht!", sagte Lucky und zuckte die Achseln. Dumm nur, dass er selbst das ganz und gar anders empfand. Die Sache ließ ihn keineswegs so kalt, wie er vorgab.

Niemand sagte ein Wort. Selbst der kürzlich erst zum Chief beförderte Wes Skelly, der sonst nie die Klappe halten konnte, schwieg. Lucky brauchte allerdings keine telepathischen Fähigkeiten, um zu wissen, was seine Kameraden dachten.

Er hatte sich intensiv darum bemüht, am aktuellen Einsatz der Alpha Squad teilnehmen zu können, einer verdeckten Mission, über die nicht einmal Joe Cat Näheres wusste. Man hatte ihm nur mitgeteilt, er solle ein Fünfmannteam zusammenstellen, das irgendwo in Osteuropa eingesetzt werden würde, sehr kurzfristig und auf unabsehbare Zeit.

Also ein Einsatz der Art, der das Herz höherschlagen ließ und den ultimativen Adrenalinkick verhieß. Ein Einsatz der Art, für den Lucky alles getan hätte.

Er hatte es auch tatsächlich in das Einsatzteam geschafft. Erst am Morgen zuvor hatte er einen Freudentanz aufgeführt, als Joe ihm mitteilte, er solle seine Ausrüstung zusammenpacken und sich bereithalten. Trotzdem stand er jetzt, keine vierundzwanzig Stunden später, vor dem Captain und erklärte, er wolle von diesem Auftrag entbunden werden. Obendrein bat er ihn, alle seine Beziehungen spielen zu lassen, um ihm vorübergehend eine weit weniger aufregende Stelle in der SEAL-Basis hier in Coronado zu verschaffen. Und zwar so schnell wie möglich.

Lucky zwang sich zu einem Lächeln. "Du wirst keine Probleme haben, mich zu ersetzen, Captain." Er warf einen Blick hinüber zu Cowboy und Wes, die offensichtlich nur allzu bereit waren, seine Stelle einzunehmen.

Der Captain deutete kurz auf die Tür zu seinem Büro. Er ließ sich durch Luckys demonstrative Gleichgültigkeit nicht täuschen. "Möchtest du mir unter vier Augen sagen, was eigentlich los ist?"

Lucky legte keinen Wert auf ein Vieraugengespräch. "Daraus brauche ich kein Geheimnis zu machen, Cat. Meine Schwester heiratet in ein paar Wochen. Wenn ich an diesem Einsatz teilnehme, laufe ich Gefahr, nicht rechtzeitig wieder hier zu sein."

Wes Skelly konnte seine Klappe keine Sekunde länger halten. "Ich dachte, du wärst gestern Abend nach San Diego gefahren, um ihr die Leviten zu lesen?"

Genau das hatte Lucky tatsächlich vorgehabt. Er war zu Ellen und ihrem Verlobten gefahren, einem dämlichen College-Professor namens Gregory Price. Er wollte den großen Bruder herauskehren und seiner gerade mal zweiundzwanzig Jahre alten kleinen Schwester klarmachen, dass sie mindestens noch ein Jahr warten sollte, bevor sie einen so schwerwiegenden Schritt tat und heiratete. Er war wild entschlossen gewesen, sie umzustimmen. Sie konnte doch noch gar nicht bereit sein, einem Mann die ewige Treue zu schwören! Noch dazu einem Mann, der sich so lächerlich konservativ kleidete . Sie hatte doch noch gar nicht richtig gelebt!

Aber Ellen war nun mal Ellen, und sie hatte ihre Entscheidung getroffen. Sie war sich ihrer Sache so sicher und hatte kein bisschen Angst. Lucky sah, wie sie den Mann anstrahlte, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen wollte, und wunderte sich zum wer weiß wievielten Mal, wie verschieden zwei Menschen sein konnten, die doch dieselbe Mutter hatten. Natürlich konnte ihre Bindungsfähigkeit beziehungsweise seine Bindungsunfähigkeit auch darauf zurückzuführen sein, dass sie unterschiedliche Väter hatten. Denn während Ellen schon mit zweiundzwanzig reif genug war, um zu heiraten, konnte Lucky sich durchaus vorstellen, dass er sich auch mit zweiundachtzig noch zu jung fühlen würde, um sich an eine Frau zu binden.

Dennoch hatte er schließlich die Waffen gestreckt.

Überzeugt hatte ihn letztlich Greg. Die Art, wie er Ellen anschaute, die unverkennbare Liebe, die sich in seinen Blicken zeigte. Das hatte den SEAL schließlich dazu bewogen, den beiden seinen Segen zu geben - und das Versprechen, bei der Hochzeit dabei zu sein und die Braut zu ihrem Bräutigam zu führen.

Obwohl er dafür auf den vermutlich aufregendsten Einsatz des Jahres würde verzichten müssen.

"Sie hat niemanden außer mir", sagte Lucky leise. "Wenn ich kann, muss ich einfach bei ihrer Hochzeit dabei sein. Ich muss es wenigstens versuchen."

Der Captain nickte. "Okay." Diese Erklärung reichte ihm. "Cowboy, pack deine Ausrüstung zusammen!"

Wes Skelly stöhnte enttäuscht auf, hielt aber den Mund, als ihn ein scharfer Blick des Senior Chief traf. Er wandte sich hastig ab.

Captain Catalanotto schaute kurz zu Frisco hinüber, der als Ausbilder auf der Navy-Basis arbeitete, wenn er nicht mit organisatorischen Aufgaben beschäftigt war. "Was hältst du davon, Lucky für dein kleines Projekt einzusetzen?"

Alan Francisco und Lucky waren Schwimmkumpel. Vor Jahren hatten sie gemeinsam das BUD/S-Training - Basic Underwater Demolition/SEAL, die Kampfschwimmerausbildung für angehende SEALs - und die Höllenwoche durchlitten. Anschließend nahmen sie gemeinsam an zahllosen Einsätzen teil. Bis zur Operation Desert Storm. Lucky war kurz davor gewesen, mit der Alpha Squad in den Nahen Osten abzurücken, als er vom Tod seiner Mutter benachrichtigt wurde. Er blieb zurück, während Frisco in den Einsatz zog - und ihm bei einem Antiterroreinsatz in Bagdad das Bein zerfetzt wurde. Obwohl Frisco daher nicht mehr aktives Mitglied der Alpha Squad war, hatte die Freundschaft der beiden Männer überdauert.

Lucky hatte sich sogar bereit erklärt, die Patenschaft für Friscos und Mias erstes Baby zu übernehmen, das bereits unterwegs war.

Frisco nickte. "Gute Idee", sagte er. "O'Donlon ist genau der Richtige für diese Aufgabe."

"Was für eine Aufgabe?", fragte Lucky. "Wenn es darum geht, ein weibliches SEAL-Team auszubilden - jederzeit gern. Ich bin dein Mann."

Na also, ging doch, er konnte immer noch Witze reißen. Jetzt fühlte er sich schon ein wenig besser. Zwar konnte er nicht mit der Alpha Squad ins Feld ziehen, aber dafür erhielt er eine Chance, wieder einmal mit seinem besten Freund zusammenzuarbeiten. Außerdem gewann sein natürlicher Optimismus die Oberhand. Er wusste einfach, dass ihm in naher Zukunft ein Victoria's-Secret-Model über den Weg laufen würde. Er lebte schließlich in Kalifornien! Und sein Spitzname lautete nicht grundlos Lucky.

Aber Frisco lachte nicht. Im Gegenteil. Er wirkte ausgesprochen ernst, ja geradezu grimmig, als er sich die Morgenzeitung unter den Arm klemmte. "Weit gefehlt", antwortete er. "Die Aufgabe wird dir ganz und gar nicht gefallen."

Lucky schaute dem Mann, den er besser kannte als einen Bruder, in die Augen. Er brauchte nichts zu sagen. Frisco wusste, dass es überhaupt keine Rolle spielte, was sein Kumpel in den nächsten Wochen zu tun bekam. Verglichen mit der verpassten Gelegenheit für den Spitzeneinsatz, den er gerade abgelehnt hatte, würde alles andere unbedeutend sein.

Frisco bedeutete ihm, mit nach draußen zu kommen.

Lucky schaute sich noch einmal im Büro der Alpha Squad um. Harvard kümmerte sich schon um den Papierkram, der ihn für befristete Zeit Frisco unterstellte. Joe Cat führte eine hitzige Diskussion mit Wes Skelly, dem die Enttäuschung, wieder einmal nicht zum Zuge zu kommen, immer noch anzusehen war. Blue McCoy, der befehlshabende Offizier der Alpha Squad, sprach leise ins Telefon. Wahrscheinlich telefonierte er mit Lucy. Er wirkte besorgt, wie so oft in letzter Zeit, wenn er mit seiner Frau sprach. Sie arbeitete bei der Polizei von San Felipe und hatte dort mit einem Fall zu tun, der den sonst so unerschütterlichen Blue offenbar ziemlich nervös machte.

Crash hockte vor seinem Computer. Cowboy war eiligst verschwunden, kam aber gerade mit seiner Ausrüstung zurück. Offenbar hatte er schon am Abend zuvor gepackt, nur für den Fall der Fälle, wie ein kleiner Pfadfinder. Seit der Mann geheiratet hatte, zog es ihn bei jeder Gelegenheit nach Hause, statt mit Lucky, Bob und Wes einen draufzumachen. Harlan Jones' Spitzname war immer noch Cowboy, aber seine wilden Tage, in denen sie Drinks gekippt und Frauen hinterhergejagt hatten, waren schon lange vorbei. Lucky hatte in dem wortgewandten und gut aussehenden Mann immer einen Rivalen gesehen, im Krieg wie in der Liebe. Inzwischen aber war Cowboy ausgesprochen umgänglich geworden und lief ständig mit einem Lächeln auf den Lippen herum, als wüsste er um ein Geheimnis, das Lucky nicht kannte.

Sogar als Lucky den Platz im aktuellen Sondereinsatzkommando bekommen hatte - den Platz, den er gerade wieder geräumt hatte -, hatte Cowboy ihm lächelnd gratuliert.

Die Wahrheit war: Lucky ärgerte sich über Cowboy. Von Rechts wegen müsste ein Mann wie er sich doch erbärmlich fühlen: von der Ehe überrumpelt, gefesselt an ein sabberndes Kind in Windeln.

...

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