Bianca Exklusiv Band 279

 
 
HarperCollins (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. Januar 2017
  • |
  • 384 Seiten
 
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E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-3279-0 (ISBN)
 
IMMER BIN ICH FÜR DICH DA von BENJAMIN, NIKKI
Am Tod ihres kleinen Sohnes ist ihre Ehe mit Jake zerbrochen. Doch als vor Megans Tür ein Baby ausgesetzt wird, ist Jake sofort zur Stelle. Er kümmert sich rührend um den Kleinen, ist immer für Megan da und nimmt sie zärtlich in den Arm, wenn die Erinnerungen zu stark werden .

DIE TOCHTER DES PRÄSIDENTEN von BROADRICK, ANNETTE
Ashleys Familie wurde entführt! Doch der erfahrene Agent Nick behält die Nerven. Gemeinsam mit der mutigen Präsidententochter kann er die Entführten befreien. Zum Dank winkt ihm ein heißer Kuss - und mehr. Denn Ashley will nur ihn als ihren ganz speziellen Leibwächter.

DIE ANTWORT IST: JA! von FERRARELLA, MARIE
So gut auszusehen müsste verboten sein, denkt April, als sie zufällig Dr. James Quintano kennenlernt. So schmeichelhaft es auch ist, dass er ständig ihre Gesellschaft sucht, für April kommt eine Affäre nicht infrage. Dass James es ernst meinen könnte, kommt ihr gar nicht in den Sinn .

1. KAPITEL

Megan Cahill wurde durch ein schrilles Klingeln aus ihrem tiefen, traumlosen Schlaf gerissen. Widerwillig rekelte sie sich und wollte den Alarm ihres Weckers abstellen. Als sie jedoch mit der Hand gegen das Rückenpolster ihrer Couch stieß, seufzte sie und setzte sich langsam auf.

Trotz ihrer Schlaftrunkenheit hatte sie bemerkt, dass das Klingeln von allein aufgehört hatte. Während sie versuchte, ihre Gedanken zu ordnen, rieb sie sich benommen die Augen und schaute sich dann in dem spärlich eingerichteten Wohnzimmer des Hauses um, das sie erst kürzlich von ihrer alten Freundin Emma Dalton Griffin gekauft hatte.

Der Fernseher lief. Auf dem Bildschirm sah man zwei Moderatoren einer Morgensendung, die nach Megans Geschmack zu dieser frühen Stunde bei Weitem zu gut gelaunt waren. Ich muss den Fernseher in der Nacht angelassen haben und davor eingeschlafen sein, dachte sie, als sie an ihrem zerknitterten weißen T-Shirt und den dunkelblauen Shorts hinunterschaute. So, wie sie es viele Nächte getan hatte, seit sie vor zwei Jahren nach Texas zurückgekehrt war.

Das schrille Klingeln zerriss erneut die morgendliche Stille und vertrieb auch den Rest von Megans Schläfrigkeit. Irgendjemand klingelte ungeduldig an ihrer Haustür. Aber warum? Was konnte man so früh am Morgen von ihr wollen?

Sie konnte sich nicht daran erinnern, irgendwelche Pläne für diesen Tag gemacht zu haben. Wahrscheinlich brauchte irgendjemand ihre Hilfe. Vielleicht war es das ältere Ehepaar, das ihr gegenüber wohnte.

Es klingelte ein drittes Mal, gefolgt von lautem Klopfen.

"Einen Moment", rief Megan und schluckte den aufkommenden Ärger über die unerwartete Störung in ihrem sonst so ruhigen Leben hinunter.

Seit ihrer Rückkehr in die Kleinstadt Serenity hatte sie stets darauf geachtet, dass sie keinem Menschen zu Dank verpflichtet war und dass sie niemandem Dank schuldete. Es war ein einsames Leben, das sie führte, aber auf lange Sicht weniger schmerzhaft. Niemand konnte einem Illusionen rauben, wenn man keine mehr hatte.

Doch jetzt schien jemand ihre Hilfe zu benötigen, und sie hatte ihre Gefühle noch nicht so weit abgeschottet, dass sie einen Menschen in Not einfach abweisen würde.

Sie fuhr sich mit den Händen durch die kinnlangen dunklen Locken, die sie nie bändigen konnte, und lief mit nackten Füßen über den kalten Holzboden zur Tür hinüber. Als sie den Schlüssel im Schloss herumdrehte, hörte sie, wie sich jemand eilig von der Veranda entfernte.

Plötzlich wurde ihr klar, dass sich vielleicht einige Teenager einen Scherz mit ihr erlaubten. Die Sommerferien hatten vor einer Woche begonnen, und einige Lehrer der Serenity Highschool waren bereits Opfer von übermütigen Schülern geworden.

Ärgerlich riss Megan die Tür auf und trat hinaus. In aller Frühe von einem Hilfe suchenden Menschen geweckt zu werden war eine Sache. Von ausgelassenen Teenagern durch einen Streich geweckt zu werden, das war dagegen eine völlig andere Angelegenheit.

Die Sonne war noch nicht am Horizont aufgegangen, als Megan hinaus auf die Veranda trat. Da sie niemanden entdecken konnte, lief sie rasch die Treppe hinunter, um noch einen Blick auf den oder die Störenfriede zu erhaschen. Da sie als Erstes über den Rasen schaute, bemerkte sie den Kinderwagen nicht sofort, der direkt neben der Verandatreppe abgestellt worden war. Erst als das herzzerreißende Schreien eines Säuglings in der morgendlichen Stille ertönte, wurde sie auf den Wagen aufmerksam.

Megan schaute in den Wagen und sah ein winziges Baby, das verzweifelt mit den Fäustchen hin- und herfuchtelte. Ihr Herz machte einen Satz, und ihr Atem stockte.

"Oh, nein! Nein!", flüsterte sie, während sie sich erneut im Vorgarten umsah, um vielleicht doch noch irgendwo die Person zu entdecken, die das Baby hier an der Treppe abgestellt hatte.

"Kommen Sie zurück!", rief sie laut. "Bitte, kommen Sie zurück."

Megan gab sich keine Mühe, die Verzweiflung in ihrer Stimme zu unterdrücken. Panik stieg in ihr auf. Irgendeine verantwortungslose Person hatte ein Baby vor ihrem Haus abgestellt. Jemand, dem offensichtlich nicht bewusst war, was er tat. Sie war der letzte Mensch auf Erden, dem man die Fürsorge für ein Kind anvertrauen sollte!

Doch so laut sie auch rief, das Zwitschern der Vögel und das Schreien des Babys waren die einzige Antwort, die sie erhielt. Dabei konnte die Person, die das Baby hier ausgesetzt hatte, noch nicht weit gekommen sein. Andererseits konnte sie den Säugling nicht allein lassen, während sie nach ihr suchte.

Sie atmete tief durch und beugte sich dann entschlossen über den Kinderwagen. "Nicht weinen, Kleines", murmelte sie sanft. Die Worte waren ihr so vertraut, dass sie ihr ganz natürlich über die Lippen zu kommen schienen. Wie oft hatte sie diese Worte früher benutzt. "Nicht weinen."

Megan beugte sich vor, schob die Hände unter das Köpfchen und den Rücken des Säuglings und hob ihn vorsichtig aus dem Wagen heraus. Als sie ihn an sich schmiegte, verstummten langsam die Schreie des Säuglings. Sie fühlte einen schmerzhaften Stich in ihrer Herzgegend, als das Baby den Kopf an ihre Brust legte.

"Lieber kleiner Will, süßer kleiner Will, Mom ist hier. Mom ist ja hier", flüsterte Megan, obwohl sie wusste, dass das Baby, das sie in ihren Armen hielt, nicht ihr Sohn war. Es war nicht ihr geliebter Will, und er würde es auch nie sein.

Trotzdem drückte sie das Kind noch ein wenig fester an sich und hauchte kleine Küsse auf die zarte Haut seiner Wange. Das Gefühl, einen Säugling im Arm zu halten, war ihr so vertraut, dass sie nicht anders konnte, als einen Moment lang einen Schritt zurück in die Vergangenheit zu machen.

In eine Zeit, als sie noch in sich ruhte und stark gewesen war.

In eine Zeit, als sie nur eines hatte sein wollen: Mutter und Ehefrau.

Ein Geräusch in den Büschen am anderen Ende der Veranda holte sie wieder in die Gegenwart zurück. Sie hörte, wie jemand über den Rasen seitlich neben dem Haus rannte und dann auf die Straße lief. Sie drückte das Baby fest an sich und eilte zur Seite des Hauses hinüber.

"Bleiben Sie hier!", schrie sie. "Bitte . gehen Sie nicht."

Doch sie war nicht schnell genug. Sie konnte nur noch sehen, wie eine hoch gewachsene schlanke Gestalt den Gehweg hinunter in eine Seitenstraße verschwand. Instinktiv wusste sie, dass es eine Frau gewesen war - eine junge Frau, die sich - aus welchen Gründen auch immer - entschlossen hatte, ihr Baby zurückzulassen.

Megan wusste, dass sie mit dem Baby im Arm keine Chance hatte, die Frau einzuholen, und schüttelte resigniert den Kopf. Langsam ging sie den Weg zur Veranda zurück, der von pinkfarbenen und weißen Blumen gesäumt war.

Es musste einen Grund geben, warum diese junge Frau, die soeben davongelaufen war, ihr Kind ausgerechnet in der Bay Leaf Lane bei ihr gelassen hatte. Aber sosehr sie sich auch den Kopf darüber zerbrach, es ergab einfach keinen Sinn.

Obwohl sie noch nicht mal Zeit gehabt hatte, sich das Baby genauer anzusehen, wusste sie, dass es höchstens zwei Monate alt sein konnte. Megan kannte niemanden, der vor Kurzem ein Kind zur Welt gebracht hatte. Wer also außerhalb der kleinen Gruppe von Freunden - von Bekannten - um genauer zu sein, würde so verzweifelt sein, einen Säugling ausgerechnet bei ihr zu lassen.

Und was sollte sie jetzt tun?

Sie ging wieder zu dem Kinderwagen zurück und zog ihn mit einer Hand die Verandatreppe hinauf. Die Sonne war inzwischen aufgegangen, und sie bemerkte jetzt, dass die Frau auch eine Windeltasche aus Jeansstoff hinterlassen hatte. Sie hing am Griff des Kinderwagens, und an einem der Henkel der Tasche war ein zusammengefaltetes Blatt Papier mit einer Sicherheitsnadel befestigt, auf dem ihr Name stand.

Sie nahm das Blatt Papier mit einer Hand ab und faltete es auf.

"Mrs. Cahill. Bitte, sorgen Sie für mein Baby. Der Junge ist erst zwei Monate alt. Sein Name ist Matthew", las sie murmelnd.

Mit einem Stirnrunzeln faltete Megan das Papier wieder zusammen und steckte es in die Seitentaschen ihrer Shorts. Das Baby immer noch auf dem Arm, schob sie den Kinderwagen samt Windeltasche ins Haus.

Im Wohnzimmer ließ sie den Wagen neben der Couch stehen, ging zum Fernseher hinüber und stellte ihn aus. Dann öffnete sie die Rollläden der Wohnzimmerfenster, um die Sonne hereinzulassen, und setzte sich schließlich mit dem Baby auf die Couch.

"Also gut, jetzt schaue ich mir dich mal genauer an."

Megan legte den Säugling in ihren Schoß und betrachtete ihn ausgiebig. Er hatte daunenweiches blondes Haar, rosige Porzellanhaut und himmelblaue Augen. Mit anderen Worten: Matthew war ein Bilderbuchbaby.

Will war ebenfalls ein schönes Baby gewesen, aber er hatte dunkle Locken und die braunen Augen seines Vaters gehabt. Außerdem war er etwas kompakter als Matthew gewesen. Das hatte es noch unbegreiflicher gemacht, dass er nicht stark genug gewesen war, gegen die Krankheit anzukämpfen, die ihm schließlich das Leben gekostet hatte.

Dabei wäre er wahrscheinlich dazu in der Lage gewesen wäre, wenn sie die Krankheit früher erkannt hätte!

Megan schob diesen schmerzvollen Gedanken rasch beiseite und konzentrierte sich auf die Dinge, die jetzt erledigt werden mussten. Es würde weder ihr noch dem kleinen Matthew helfen, wenn sie erneut die schmerzlichen Wunden der Vergangenheit aufriss.

Sie betrachtete das Baby, das auf ihrem Schoß lag, und bemerkte, dass der Kleine lebhaft und gesund zu...

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