Baccara Gold Band 18

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. September 2020
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-2690-4 (ISBN)
 
WENN DU DENKST, DU HAST MICH SCHON ... von ANNETTE BROADRICK Auf rein geschäftlicher Basis war Megans Ehe mit dem attraktiven Rodeo-Reiter geplant. Was für ein Irrtum! Schon bald erliegt sie Travis' überwältigender Anziehungskraft - und gibt sich seiner Liebe hemmungslos hin. Bis Kitty auftaucht, seine bildhübsche Assistentin ... KÜHLER BROKER, HEISSES HERZ von LEANNE BANKS Zwei Jahre lang soll Amy die Frau des vermögenden Brokers Justin Langdon sein, dann sind ihre verwaiste Nichte und die Neffen für alle Zeit versorgt. Ein kühler Deal, bis Amy erstmals Justins fordernde Lippen auf ihren spürt - und heißes Verlangen erwacht ... EIN SCHLOSS, EIN EHEMANN - UND LIEBE? von AMY JO COUSINS Bis über beide Ohren hat Addy sich verliebt. Wenn bloß ihr Ehemann nichts merkt! Schließlich hat sie den attraktiven Spencer nur zum Schein geheiratet - als Geschäftspartner sozusagen. Dass sie ihn jetzt leidenschaftlich begehrt, ist vertraglich gar nicht vorgesehen ...
Bis Annette Broadrick mit sechzehn Jahren eine kleine Schwester bekam, wuchs sie als Einzelkind auf. Wahrscheinlich war deshalb das Lesen immer ihre liebste Freizeitbeschäftigung. Mit 18 Jahren, direkt nach ihrem Abschluss an der Highschool, heiratete sie. Zwölf Monate später wurde ihr erster Sohn geboren, und schließlich wurde sie in sieben Jahren vierfache Mutter von prächtigen Jungen. Leserinnnen, die Kinder haben, muss sie nicht erklären, wie ihr Leben in den nächsten zwanzig Jahren aussah. Und Leserinnen ohne Kinder wollen es nicht wissen! Sobald die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, nahm sie eine Stelle als Sekretärin an, um etwas zum Familieneinkommen beizutragen. Später wurde Annette Broadrick Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin und arbeitete in verschiedenen Kanzleien in Arizona, Texas, Illinois und Oregon. Ihre Liebe zu Büchern blieb ihr auch während den stressigsten Zeiten erhalten. Und als ihr jüngster Sohn schließlich seinen Schulabschluss in der Tasche hatte, entschloss sie sich, es selbst mit dem Schreiben zu versuchen. Sechs Monate lang machte sie sich in einem Heft Notizen. Dann lieh sie sich eine Schreibmaschine und schrieb alles noch einmal um. Als sie damit fertig war, zeigte sie es einer Freundin, die kreatives Schreiben lehrte. Sie hörte sich aufmerksam die Kritik an und schrieb ihr Buch wieder um. Daraufhin zeigte sie es einer begeisterten Leserin von Romances, akzeptierte deren Änderungsvorschläge, setzte sich hin und veränderte das Manuskript entsprechend. Dann schickte sie ihr Werk an den Verlag Silhouette. Zwei Monate später erhielt sie einen Anruf und wurde gefragt, ob sie sich vorstellen könne, das Buch zu überarbeiten und 100 Seiten zu streichen. Sie sagte Ja. Das war im Januar 1984. Als ihr erstes Buch im November 1984 erschien, kam es Annette Broadrick vor, als hätte sie sechs Bücher geschrieben! Seit Oktober 1984 lebt sie allein und finanziert ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch ihre Honorare. Jetzt endlich hat sie die Zeit zu lesen, und sie ist mit ihrem ruhigen, zurückgezogenen Leben in Texas ausgesprochen zufrieden. Kürzlich vollendete sie ihre 51. Romance und arbeitet zur Zeit an zwei weiteren. Sie ist fest entschlossen weiterzuschreiben, solange ihre Bücher den Leserinnen gefallen.

1. KAPITEL

"He, was, zum Donnerwetter, soll das da werden?"

Der plötzliche Klang einer Stimme erschreckte Megan O'Brien so sehr, dass sie ins Wanken geriet. Sie hatte geglaubt, in dieser Gegend allein zu sein. Halt suchend klammerte sie sich an den Holzrahmen der Windmühle, mit deren Reparatur sie gerade beginnen wollte, ehe sie die fünfzehn Meter in die Tiefe schaute, die sie vom Boden entfernt war.

Ein gutes Stück weiter weg stand ein älterer Kleinlaster. Der heftige Wind, mit dem das Frühjahr Einzug in die Berge von Texas hielt, musste das Geräusch des Motors verschluckt haben. Sonst hätte Megan rechtzeitig mitbekommen, dass sie auf dem Grund und Boden ihrer Ranch nicht länger allein war.

Selbst eine Vorwarnung hätte sie jedoch nicht auf den unerwarteten Anblick des Mannes vorbereitet, der direkt unter ihr stand. Er hatte den Stetson weit in den Nacken geschoben und die Hände in die schmalen Hüften gestemmt. Nicht im Traum hätte sie daran gedacht, dass Travis Kane hier auftauchen würde, und das ausgerechnet noch, während sie sich in gewagter Höhe an das alte Relikt klammerte, das den Viehherden auf diesem Teil der Circle-B-Ranch Wasser lieferte - wenn es funktionierte.

Empört und entsetzt starrte Megan ihn an. Was hatte Travis Kane auf ihrer Ranch zu suchen? Was wollte er von ihr?

"Willst du deinen nächsten Geburtstag noch erleben, junge Dame?"

Zorn über seine anmaßende, arrogante und überhebliche Art flammte in ihr auf. Für wen hielt er sich eigentlich, dass er sie einfach so anschrie und kritisierte? Sie lehnte sich mit der Stirn an eine der Querverstrebungen und bemühte sich, ihre aufwallenden Gefühle unter Kontrolle zu bekommen.

Was konnte sonst noch passieren, womit sie fertig werden musste? Sie seufzte verärgert. In den vergangenen Wochen hatte sie einen Schicksalsschlag nach dem anderen hinnehmen müssen und fühlte sich weiteren Katastrophen nicht mehr gewachsen.

Dass die Zahnräder der Windmühle festsaßen, hatte sie für das Ende einer Reihe unglückseliger Missgeschicke gehalten. Offenbar hatte sie sich geirrt, und ihre Pechsträhne wollte nicht abreißen, wie Travis Kanes Auftauchen ihr zeigte.

Megan kannte niemanden, den sie noch weniger ausstehen konnte als Travis. Schon früher hatte es ihm riesigen Spaß gemacht, sie so lange zu triezen, bis sie in Tränen ausbrach. Nun konnte er sich freuen, denn mit der Übernahme der Ranch hatte sie sich genügend Kummer eingehandelt, und das ganz ohne sein Dazutun. Zusätzlichen Ärger brauchte sie weiß Gott nicht.

Sie sah sich die verrosteten Zahnräder an. Das eine war hinüber - es ließ sich nicht mehr reparieren. Irgendwie musste sie etwas Kleingeld zusammenkratzen, um ein Ersatzteil dafür zu besorgen. Die Viehherde konnte nicht ohne Wasser auskommen, so viel stand fest.

Mit einem Schulterzucken über die unausgesprochene Frage, woher sie das nötige Kleingeld nehmen sollte, gab sie auf und begann hinunterzuklettern.

"Hast du keine einfachere Art gefunden, dir das Genick zu brechen?", wollte Travis unwirsch wissen, als sie ihn fast erreicht hatte. Er legte seine Hände um ihre Taille und hob sie schwungvoll herunter.

Kaum hatte sie wieder festen Boden unter den Füßen, entzog sie sich ihm, musste aber jetzt zu dem großen dunkelhaarigen Mann aufschauen, der sie als Junge so oft zur Weißglut gebracht hatte. Sie kannte ihn bereits ihr ganzes Leben lang - vierundzwanzig Jahre. Seine Eltern besaßen die Nachbarranch.

Ausgerechnet Travis Kane hatte ihr an einem so hundsmiserablen Tag gefehlt, der das Ende eines noch schlimmeren Monats in einem vollkommen tristen Jahr war. Seit zwei Jahren hatte sie Travis nicht mehr gesehen, und ihretwegen hätten es ruhig zwanzig sein können.

"Was machst du hier? Was willst du?", erkundigte sie sich hitzig, nahm den Strohhut vom Kopf und fuhr sich mit den Fingern durch das kurze blonde Haar.

Auch wenn es erst April war, schwitzte sie trotz der kühlen Brise schon mächtig in der Sonne und spürte, wie sich Feuchtigkeit zwischen ihren Brüsten bildete.

Megan setzte ihren Hut wieder auf und musterte Travis wenig begeistert, während sie auf eine Antwort wartete. Sie hatte keine Zeit für diesen Mann.

Obwohl ihn ihre Reaktion ganz offensichtlich reizte, reagierte Travis mit einem amüsierten Lächeln und schüttelte den Kopf. Er schob seinen Hut nach vorn, sodass ihm die Krempe tief in die Stirn hing. Damit zog er ihre Aufmerksamkeit auf seine unvergesslichen Augen, die tiefblau waren wie die Kornblumen, die in einem besonders feuchten Frühjahr in Texas wuchsen. Leider hatte es schon seit Langem keinen Tropfen Regen mehr in Texas gegeben.

"Na, hallo", erwiderte er belustigt und musterte ihren schmutzigen Overall und das abgetragene Hemd, an dem bereits die Ärmel herausgerissen waren. "Mein Herz schlägt direkt höher, wenn ich merke, wie begeistert du bist, mich wiederzusehen." Er lehnte sich gegen die Windmühle und stützte sich mit einem Fuß an den senkrechten Balken ab. "Hast du nicht wenigstens ein paar nachbarschaftliche Gefühle für einen alten Freund übrig, meine Liebe?"

Megan streifte ihre Arbeitshandschuhe ab und steckte sie in die Gesäßtasche ihres Overalls. "Du warst immer schon eine furchtbare Plage, Kane. Ich wüsste nicht, was sich daran geändert haben sollte, seit ich dich zuletzt gesehen habe."

Er schaute ihr offen in die Augen und wurde ernst. "Weißt du, ich dachte, du wärst ein bisschen vernünftiger. Wie kannst du hier allein herumklettern? Wenn du ausrutschst und hinfällst, merkt niemand was davon."

Sie wandte sich ab und ging auf Daisy zu, die sie hatte grasen lassen.

"Um mich brauchst du dir keine Sorgen zu machen." Als sie sah, dass er ihr folgte, fügte sie hinzu: "An deiner Stelle würde ich mich an meine eigene Nase fassen. Soviel ich gehört habe, nimmst du immer noch an Rodeoveranstaltungen teil, was bestimmt keine sichere Beschäftigung ist."

"Wir arbeiten mit kalkulierten Risiken, Megan, während das, was du da machst ." Er machte eine hilflose Geste, als könnte er sie nicht verstehen.

Sie griff nach den Zügeln ihres Pferdes. "Hör mal, Kane, ich habe weder die Zeit noch die Energie, hier ein Plauderstündchen abzuhalten. Ich habe zu viel Arbeit."

"Verdammt, Megan. Ich will nur, dass du Vernunft annimmst. Wirst du mir mal zuhören?"

"Ich habe keine Zeit für dich", murmelte sie vor sich hin.

Er packte sie am Arm und drehte sie zu sich herum. "Das hast du noch nie gehabt. Solange ich mich erinnern kann, hast du mich abblitzen lassen oder mich behandelt, als wäre ich unsichtbar. Schön, früher war ich vielleicht mal unmöglich. Das gebe ich gern zu. Es hat mir Spaß gemacht, dich zu reizen. Du bist so leicht in die Luft gegangen." Er deutete auf die Windmühle. "Das hier ist etwas anderes, Megan. Du solltest nicht allein hier draußen herumhantieren und so leichtsinnig dein Leben aufs Spiel setzen. Wenn dir das niemand anders sagt, dann will ich das auf jeden Fall tun!" Seine Augen funkelten vor unterdrücktem Zorn.

Megan wich seinem Blick aus, ehe sie antwortete: "Ich bin tief gerührt, dass du dir solche Sorgen um meine Sicherheit machst. Vielen Dank auch für den guten Rat, wie ich die Ranch führen soll, Kane. Ich werde es ebenso wenig vergessen wie die vielen anderen weisen Sprüche, die ich mit den Jahren zu hören bekommen habe." Sie riss sich von ihm los und schwang sich in den Sattel.

"Warte mal, ja?", bat er und griff nach ihren Händen. "Nicht so hastig. Ich bin extra hergekommen, weil ich etwas mit dir besprechen wollte."

Genug war genug! Sie konnte es nicht leiden, angefasst zu werden, und nun tat er das schon zum dritten Mal, seit er hier uneingeladen aufgetaucht war.

Verärgert starrte sie auf seine Hand und schob sie angewidert beiseite. "Tatsächlich? Nun, es freut mich, dass du mir einen nachbarschaftlichen Besuch abgestattet hast, aber ich habe leider noch zu tun. Entschuldige, Travis, vielleicht ein andermal", setzte sie hinzu und dachte im Stillen, da kannst du warten, bis du schwarz wirst.

"Was ist mit der Windmühle los?", erkundigte er sich und ignorierte, was sie gerade gesagt hatte. Er hatte die Daumen in die hinteren Taschen seiner eng anliegenden Jeans gesteckt und deutete mit dem Kopf hinter sich.

Sie brauchte seinem Wink nicht erst zu folgen. "Das Zahnrad ist abgenutzt, wie alles hier. Ich werde ein neues bestellen müssen."

"Warum hast du Butch nicht nach der Windmühle sehen lassen? Ist er nicht dafür eingestellt, solche Arbeiten zu erledigen?"

Megan wollte ihn anfahren, aber sie tat es nicht. Sie hielt sich zurück, was ihr ganz und gar nicht leichtfiel, aber sie hatte vor längerer Zeit gelernt, dass ihr Gegenüber im Vorteil war, wenn sie aus der Haut fuhr. Besonders bei Travis wollte sie den Vorteil auf ihrer Seite wissen. Denn gerade er besaß die Fähigkeit, sie bis aufs Äußerste zu reizen.

Absichtlich gleichmütig erwiderte sie deshalb: "Es geht dich zwar nichts an, aber ich will dir gern deine Frage beantworten. Ich bin dort hinaufgeklettert, weil ich die Verantwortung für die Ranch trage. Wenn jemand ein Risiko eingeht, dann ich. Außerdem ist Butch zu alt, um da hochzuklettern."

Travis wandte sich ihr zu. "Lass ihn das bloß nicht hören. Er glaubt nämlich nicht, dass es etwas gibt, was er nicht mehr machen könnte."

Natürlich wusste Megan, dass Travis recht hatte. Butch war ein zäher Mann. "Mag sein, aber ich weiß...

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