Gabler / MLP Berufs- und Karriere-Planer Life Sciences 2007/2008

Für Studenten und Hochschulabsolventen
 
 
Gabler, Betriebswirt.-Vlg (Verlag)
  • 5. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Dezember 2008
  • |
  • XIV, 322 Seiten
 
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978-3-8349-9588-9 (ISBN)
 
Fit for Competition - die besten Starthilfen rund um den Berufseinstieg! Effiziente Insider-Tipps und erstklassiges Bewerbungs-Know-how sichern Hochschulabsolventen den entscheidenden Vorsprung beim Karrierestart.

Extra: Themen-Special + Pharma-Industrie +



Die Autoren sind erfahrene Fachjournalisten und ausgewiesene Experten für Berufs- und Karrierefragen in den Bereichen Bio- und Naturwissenschaften.
5Aufl. 2008
  • Deutsch
Bibliographie
  • 2,14 MB
978-3-8349-9588-9 (9783834995889)
3834995886 (3834995886)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Einführung [Seite 8]
2 - Inhalt [Seite 9]
3 - DIE LETZTE STUDIENPHASE [Seite 14]
3.1 - 1.1 Durchstarten zum Examen [Seite 14]
3.2 - 1.2 Finanzierung des Studiums [Seite 15]
3.3 - 1.3 Selbstorganisation in der Examensphase [Seite 27]
3.4 - 1.4 Die besten Lern- und Schreibtipps für die Abschluss- und Prüfungsphase [Seite 37]
3.5 - 1.5 Zusatz- und Weiterqualifikation [Seite 48]
3.6 - 1.6 Persönliche Qualifikationen [Seite 66]
3.7 - 1.7 Netzwerke öffnen Türen [Seite 70]
3.8 - 1.8 Weiterführende Literatur [Seite 73]
4 - ARBEITSMARKT DER ZUKUNFT [Seite 76]
4.1 - 2.1 Biologie und Life Sciences [Seite 77]
4.2 - 2.2 Perspektiven für Biowissenschaftler [Seite 87]
4.3 - 2.3 Ausgewählte Bio-Branchen [Seite 92]
4.4 - 2.4 Perspektiven für Chemiker [Seite 95]
4.5 - 2.5 Perspektiven für Physiker [Seite 123]
4.6 - 2.6 Perspektiven für Geographen [Seite 127]
4.7 - 2.7 Top-Arbeitgeber - Wer sind die besten? [Seite 130]
4.8 - 2.8 Karrierestart per Zeitarbeit [Seite 133]
4.9 - 2.9 Option Ausland [Seite 135]
4.10 - 2.10 Alternative Lehramt [Seite 137]
4.11 - 2.11 Der Weg in die Selbstständigkeit [Seite 138]
4.12 - 2.12 Literatur [Seite 139]
5 - DIE BEWERBUNG [Seite 140]
5.1 - 3.1 Bewerbungsphilosophie [Seite 140]
5.2 - 3.2 Formen der Bewerbung [Seite 159]
5.3 - 3.3 Vorstellungsgespräche [Seite 191]
5.4 - 3.4 Job-Messen [Seite 211]
5.5 - 3.5 Auswahlverfahren/Assessment Center [Seite 225]
5.6 - 3.6 MLP Assessmentcenter Pool [Seite 232]
5.7 - 3.7 Bewerben im Ausland [Seite 246]
5.8 - 3.8 MLP Career Services [Seite 259]
5.9 - 3.9 Nachhaken [Seite 261]
5.10 - 3.10 Nach der Zu- oder Absage [Seite 265]
5.11 - 3.11 Die Gehaltsverhandlung [Seite 266]
5.12 - 3.12 Die wichtigsten Dos & Don'ts für Ihre Bewerbungsstrategie - Tipps der Bewerbungsprofils Hesse/Schrader [Seite 277]
5.13 - 3.13 Weiterführende Literatur [Seite 280]
6 - DIE EINSTIEGSPHASE [Seite 281]
6.1 - 4.1 Die erfolgreiche Probezeit [Seite 281]
6.2 - 4.2 Karrieretools [Seite 294]
6.3 - 4.3 Kleiner Business-Knigge [Seite 311]
6.4 - 4.4 Weiterführende Literatur [Seite 320]
7 - UNTERNEHMENSPROFILE VON A-Z [Seite 321]
8 - DIE AUTOREN [Seite 324]
9 - STICHWORTVERZEICHNIS [Seite 328]
3 DIE BEWERBUNG (S. 129-130)

3.1 Bewerbungsphilosophie

Die Berufseinstiegsphase ist aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage auch für Akademiker nicht immer einfach. Viele Berufsanfänger müssen sich am Anfang schon glücklich schätzen, einen Werkvertrag, einen schlecht bezahlten Praktikantenplatz oder eine "freie" Mitarbeit zu ergattern, immer in der Hoffnung, nach ein bis zwei Jahren in eine feste Anstellung übernommen zu werden. Die "Generation Praktikum" lässt grüßen. Dennoch: Wenn Sie darauf achten, vor allem im für Sie richtigen Tätigkeits- oder Berufsfeld zu arbeiten, werden Sie in all diesen Beschäftigungsverhältnissen wichtige Erfahrungen sammeln und damit Ihrem Traumjob ein Stück näher kommen.

Wenn Sie sich um einen Arbeitsplatz bewerben, egal ob Praktikum oder Festanstellung, wollen Sie Ihre Arbeitskraft und Ihr Potenzial auf dem Arbeitsmarkt verkaufen. Sie bieten also etwas an und treffen dabei auf eine bestimmte Nachfrage. Als Anbieter werden Sie also versuchen, Ihre Berufsziele bestmöglich zu verwirklichen. Sie müssen sozusagen zum Unternehmer in eigener Sache werden und sich bemühen, den besten Preis für Ihre Ware Arbeitskraft zu erlangen. Daneben sind noch andere Ziele wie Selbstverwirklichung, Weiterentwicklungs- und Aufstiegschancen oder geogra. sche Wünsche (innerhalb von Deutschland/Ausland) zu berücksichtigen.

Um Ihr Ziel zu erreichen, müssen Sie aktiv werden. Das bedeutet, ausreichend Informationen einzuholen, die Bewerbungen gezielt zu versenden und sich auch auf Vorstellungsgespräche gut vorzubereiten. Die besten Voraussetzungen für Ihre Bewerbungsaktivitäten schaffen Sie, indem Sie Ihr Angebot erst einmal analysieren: Was kann ich (formale Ausbildung, sonstige Kenntnisse), was will ich? Anschließend informieren Sie sich über die Erwartungen des Marktes (zum Beispiel durch die Analyse von Zeitungsanzeigen oder Stellenbörsen im Internet) und stellen diese Ihrem Angebot gegenüber. Nach diesen Vorarbeiten erstellen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen und versenden sie.

3.1.1 Grundlagen des Selbstmarketing

Sie wollen den bestmöglichen Preis für Ihr Angebot, also Ihre Arbeitskraft, erzielen. Dazu müssen Sie sich über Ihre Stärken und Schwächen im Klaren sein, wissen, was der Markt verlangt, und sich dann so präsentieren, dass Ihr Angebot auf Interesse stößt. Für viele Studenten mit durchaus vermarktbaren Eigenschaften ist das oft schwierig. Denn nach wie vor lernen die wenigsten Menschen (schon gar nicht im Studium), ihre positiven Eigenschaften deutlich hervorzuheben und sich ernsthaft mit ihrer eigenen Person auseinanderzusetzen. Selbstmarketing ist bei der Jobsuche jedoch unerlässlich. Angenommen, Sie wollen Ihr gebrauchtes Auto verkaufen, und zwar zu einem möglichst guten Preis. Wie gehen Sie vor? Sie werden sich zuerst einen Überblick über den Markt verschaffen. Welche Autos sind gerade gefragt, welche Einflüsse bestimmen den Gebrauchtwagenmarkt etc.?

Dann untersuchen Sie Ihr Auto auf Eigenschaften, die Sie in einem Verkaufsgespräch positiv hervorheben können. Gleichzeitig werden Sie aber auch die Schwächen Ihres Angebots in Augenschein nehmen. Vielleicht fahren Sie in eine Werkstatt und investieren noch einmal ein paar Euros, um die nötigsten Dinge reparieren zu lassen. Wahrscheinlich werden Sie Ihr Auto zumindest einer gründlichen Reinigung unterziehen, um potenziellen Käufern einen besseren Gesamteindruck zu vermitteln. Und für das Verkaufsgespräch werden Sie sich eine Verhandlungsstrategie zurechtlegen. Entsprechende Überlegungen gelten auch für Ihre Stellensuche. Je besser Ihre Vorbereitung, desto besser sind Ihre Chancen. Spätestens, wenn Sie im Vorstellungsgespräch mit der berühmt-berüchtigten Frage: "Welche sind Ihre fünf größten Stärken und Schwächen?" konfrontiert werden, macht sich Ihre Vorbereitung bezahlt.

Und um zu diesem Vorstellungsgespräch überhaupt erst eingeladen zu werden, benötigen Sie überzeugende Bewerbungsunterlagen. Wenn Sie sich bis dahin jedoch noch kein genaues Bild von Ihrer Persönlichkeit gemacht haben, wird Ihre Antwort nicht sehr überzeugend ausfallen. Schlimmstenfalls werden Sie Standardantworten aus Bewerbungsratgebern verwenden, von denen Sie annehmen, dass sie positiv klingen.

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