Methodik der juristischen Fallbearbeitung

Mit Aufbau- und Prüfungsschemata aus dem Zivil-, Strafrecht und öffentlichen Recht
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 3. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. Dezember 2016
  • |
  • 215 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-031823-6 (ISBN)
 
Die aktualisierte Neuauflage des Werkes vermittelt die Grundfertigkeiten für die Bearbeitung und Lösung von Rechtsfällen. Der erste Teil behandelt das typische "Ablaufprogramm" einer Fallbearbeitung: korrekte Erfassung des Sachverhalts und der Aufgabenstellung, die Arbeit am und mit dem Sachverhalt, die juristische Subsumtionstechnik und Fragen der äußeren und sprachlichen Gestaltung von Klausuren und Hausarbeiten. Der zweite Teil befasst sich mit dem sachrichtigen Aufbau einer juristischen Fallbearbeitung. Zunächst werden allgemeine, daran anschließend rechtsgebietsspezifische Aufbaufragen behandelt. Durchgängig wird auf mögliche Fehlerquellen und -risiken im Aufbau einer Fallbearbeitung aufmerksam gemacht und gezeigt, wie man beides vermeiden kann.
aktualisierte Auflage
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 2,12 MB
978-3-17-031823-6 (9783170318236)
3170318233 (3170318233)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Der Autor ist Universitätsprofessor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Wirtschaftsstrafrecht (Leuphana Universität Lüneburg). Er ist langjähriges Mitglied des Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamts und mit juristischer Fallbearbeitung bestens vertraut.
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • In eigener Sache
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Erster Teil: Allgemeines zur Anfertigung juristischer Hausarbeiten und Klausuren
  • A. Juristische Hausarbeiten und Klausuren, Leistungskontrolle und Berufsvorbereitung
  • B. Prüfungsgegenstand, Aufgabenstellung, Sachverhalt
  • I. Beispiele für Sachverhalte und Aufgabenstellungen aus dem Zivilrecht
  • II. Beispiele für Sachverhalte und Aufgabenstellungen aus dem Strafrecht
  • III. Beispiele für Sachverhalte und Aufgabenstellungen aus dem öffentlichen Recht
  • IV. Zusammenfassung
  • C. Methodik der Fallbearbeitung
  • I. Die Fallfrage - nicht mehr, aber auch nicht weniger
  • 1. Sachgerechtes Erfassen der Aufgabenstellung
  • a) Fehlerquellen
  • b) Besonderheiten in einzelnen Rechtsgebieten
  • aa) Strafrecht
  • bb) Zivilrecht und öffentliches Recht
  • 2. Von der abstrakten zur konkreten Fallfrage
  • a) Beispiel Zivilrecht
  • b) Besonderheit "Anwaltsklausur/-hausarbeit"
  • c) Strafrecht und öffentliches Recht
  • II. Die Arbeit am und mit dem Sachverhalt
  • 1. Sachverhalt mehrmals und genau lesen
  • 2. Sachverhalt vollständig erfassen
  • 3. Sachverhalt "richtig" erfassen
  • a) Laiensprache und rechtlicher Bedeutungsgehalt
  • b) Nebensächlichkeiten
  • c) "Normalfall" maßgebend
  • 4. Sachverhaltslücken schließen
  • a) Der Sachverhalt als "Sinneinheit"
  • b) Ausnahme: Die Sachverhaltsalternative
  • c) Erörterung der Rechtsfragen
  • 5. Sachverhalt nicht manipulieren
  • 6. Praktische Arbeitstechnik
  • a) Brainstorming, Stoffsammlung
  • b) Hilfsmittel für die Stoffsammlung
  • III. Die Subsumtionstechnik
  • 1. Das Aufsuchen "passender" Rechtssätze
  • a) Antwortnorm und Hilfsnorm
  • b) Gegennorm
  • c) Rechtsgutachtliche Anforderungen
  • d) Nur "einschlägige" Rechtssätze
  • 2. Die Anwendung der Rechtssätze
  • a) Das Strukturmodell der Subsumtion
  • b) Subsumtionsbeispiele
  • 3. Die Mehraktigkeit der Subsumtion
  • 4. Normkonkretisierung und Subsumtion
  • a) Normkonkretisierung durch Gesetzesauslegung
  • b) Alternative Tatbestandsmerkmale
  • D. Sprachliche Darstellung
  • Gutachten- und Urteilsstil
  • I. Auf "gute" Schriftsprache achten
  • 1. Schachtel- und Kettensätze
  • 2. Satzdreh nach "und"
  • 3. Hauptwörterei und Streckverben
  • 4. Aktiv- und Passivform
  • 5. Kraftausdrücke und Übertreibungen
  • 6. Füll- und Fremdwörter
  • II. Unterschied Gutachten- und Urteilsstil
  • 1. Gutachtenstil
  • 2. Urteilsstil
  • 3. Sprachliche Erkennungszeichen für Gutachten- und Urteilsstil, Anwendungsempfehlungen
  • E. Gestaltung und Darstellung juristischer Hausarbeiten und Klausuren
  • I. Die juristische Hausarbeit
  • 1. Arbeitsweise
  • a) Einstieg: Den "roten Faden" erarbeiten
  • b) Literaturrecherche und sonstige Quellen
  • aa) typische Rechtsliteratur
  • bb) Rechtsprechung
  • cc) Elektronische Medien
  • c) Lösungsskizze und Schwerpunktbildung
  • d) Konzepterstellung, Problembearbeitung
  • aa) Fallprüfungskonzept
  • bb) Problembearbeitung
  • cc) Streitige Rechtsauffassungen
  • dd) Beispiel (aus dem Bereich des Strafrechts)
  • ee) eigene Begründung
  • ff) Bearbeitungsempfehlungen
  • e) Controlling und Niederschrift
  • 2. Äußere Gestaltung
  • a) Deckblatt
  • b) Aufgabenstellung: Sachverhalt und Fallfrage(n)
  • c) Literaturverzeichnis und Zitierweise
  • d) Abkürzungsverzeichnis
  • e) Gliederung
  • aa) Gliederungsebenen
  • bb) Gliederungssysteme
  • f) Fallbearbeitung/Niederschrift
  • aa) Formalien
  • bb) Zitate, nichtwörtliche Wiedergabe
  • cc) Nachweise und Belege in Anmerkungen/Fußnoten
  • g) Anmerkungsverzeichnis
  • h) Deckblatt
  • i) Keine losen Blätter
  • j) Weglassen von Vorwort, Nachwort, Widmungen
  • II. Die juristische Klausur
  • 1. Arbeitsweise
  • 2. Äußere Gestaltung
  • Zweiter Teil: Der Aufbau einer juristischen Fallbearbeitung
  • A. Allgemeine Aufbaufragen
  • I. "Historischer" Aufbau
  • II. "Teleologischer" Aufbau
  • III. Aufbaukombinationen
  • IV. Keine (Vor-)Bemerkungen zum Fallaufbau!
  • B. Der Aufbau einer zivilrechtlichen Fallbearbeitung
  • I. "Historischer" und/oder "teleologischer" Aufbau
  • II. Der Anspruchsaufbau
  • 1. Vorfragen und Voraussetzungen
  • a) Anspruchsteller und Anspruchsgegner: Wer von wem?
  • b) Anspruchsziele: Was?
  • c) Auf Grund welcher Anspruchsnorm?
  • 2. Verschiedenartige Anspruchsgrundlagen
  • a) Prüfungsreihenfolge
  • b) Ausnahmen
  • c) Beispiele zum Anspruchsaufbau
  • 3. Anspruchshäufung, Anspruchskonkurrenz
  • 4. Vorrang der vertraglichen Ansprüche - Prüfungsschema
  • 5. Grundschema für Anspruchsprüfungen
  • 6. Exemplarische Aufbauschemata
  • a) Berechtigte GoA, Aufwendungsersatz
  • b) Eigentumsherausgabe, §§ 985 ff. BGB
  • c) Ungerechtfertigte Bereicherung, §§ 812 ff. BGB
  • aa) Leistungskondiktion gem. § 812 Abs. 1, S. 1, 1. Alt. BGB (condictio indebiti)
  • bb) Leistungskondiktion gem. § 812 Abs. 1 S. 2, 1. Alt. BGB (condictio ob causam finitam)
  • cc) Leistungskondiktion gem. § 812 Abs. 1 S. 2, 2. Alt. BGB (condictio ob rem)
  • dd) Nichtleistungskondiktion gem. § 812 Abs. 1 S. 1, 2. Alt. BGB (Eingriffskondiktion: "in sonstiger Weise")
  • ee) Nichtleistungs-/Eingriffskondiktion gem. § 816 Abs. 1 S. 1 BGB (Verfügung eines Nichtberechtigten)
  • d) Deliktsrechtliche Ansprüche, §§ 823 ff. BGB
  • e) "Anfechtungsrechte"
  • C. Der Aufbau einer strafrechtlichen Fallbearbeitung
  • I. Fallbezogene "Aufbautechnik"
  • 1. Alleintäter verwirklicht einen Tatkomplex
  • 2. Alleintäter verwirklicht mehrere Tatkomplexe
  • 3. Mehrere Tatbeteiligte verwirklichen einen Tatkomplex
  • 4. Mehrere Tatbeteiligte verwirklichen mehrere Tatkomplexe
  • 5. Gemischte Fallkonstellationen
  • II. Deliktsbezogene "Aufbautechnik"
  • 1. Grundtatbestand und Qualifikation
  • 2. Spezialtatbestand i.d.R. vor Grunddelikt
  • III. Materiellrechtliche Voraussetzungen der Deliktsprüfung
  • 1. Dreigliedriger Straftatbegriff
  • a) Tatbestandsmäßigkeit
  • aa) objektive und subjektive Tatbestandsmerkmale
  • bb) objektive Bedingungen der Strafbarkeit
  • cc) Tatvorsatz als Verhaltens- und Schuldform
  • b) Rechtswidrigkeit
  • c) Schuld
  • aa) Schuldfähigkeit, actio libera in causa
  • bb) Tatvorsatz, Tatumstandsirrtum
  • cc) Unrechtsbewusstsein, direkter und indirekter Verbotsirrtum
  • dd) Exkurs: Erlaubnistatbestandsirrtum
  • ee) Schuldausschließungs-/Entschuldigungsgründe
  • d) Persönliche Strafausschließungs- oder Strafaufhebungsgründe
  • e) Strafverfolgungsvoraussetzungen/-hindernisse
  • 2. Der Versuch
  • a) Straftat nicht vollendet und Versuch strafbar, §§ 23 Abs. 1, 12 StGB
  • b) Sonderregeln für den Versuchsaufbau
  • 3. Besondere Aufbauregeln für das (unechte) Unterlassungsdelikt
  • a) objektive Tatbestandsmäßigkeit, Nichtvornahme der gebotenen Handlung
  • b) objektive Tatbestandsmäßigkeit, Garantenstellung
  • c) subjektive Tatbestandsmäßigkeit, Unterlassungsvorsatz
  • d) Besonderheiten bei Rechtswidrigkeit und Schuld
  • 4. Die Fahrlässigkeitstat
  • a) Tatbestandmäßigkeit
  • aa) objektive Sorgfaltspflichtverletzung
  • bb) Objektive Erfolgszurechnung
  • cc) Rechtswidrigkeit und Schuld
  • 5. Tatbeteiligung
  • a) Prüfung der Täterschaft
  • aa) Mittäterschaft
  • bb) mittelbare Täterschaft
  • b) Anstiftung und Beihilfe
  • IV. Aufbaumuster und Prüfungsschemata
  • 1. Vollendetes, vorsätzliches Begehungsdelikt
  • 2. Vorsätzliches, vollendetes, unechtes Unterlassungsdelikt
  • 3. Versuchtes Begehungsdelikt
  • 4. Versuchtes unechtes Unterlassungsdelikt
  • 5. Fahrlässiges Begehungsdelikt
  • 6. Fahrlässiges unechtes Unterlassungsdelikt
  • 7. Vorsätzliches echtes Unterlassungsdelikt
  • 8. Fahrlässiges echtes Unterlassungsdelikt
  • 9. Tatbeteiligung (nur Tatbestandsmäßigkeit)
  • D. Der Aufbau einer öffentlich-rechtlichen Fallbearbeitung
  • I. Inhalt und Problematik
  • II. Sachgebiete und Einteilung
  • 1. Verfassungsrechtliche Streitigkeiten
  • a) Prüfungsschema: Individualverfassungsbeschwerde
  • aa) Zulässigkeit
  • bb) Begründetheit
  • b) Prüfungsschema: Organstreitverfahren
  • aa) Zulässigkeit
  • bb) Begründetheit
  • c) Prüfungsschema: Abstrakte Normenkontrolle
  • aa) Zulässigkeit
  • bb) Begründetheit
  • 2. Nichtverfassungrechtliche Streitigkeiten
  • a) Zulässigkeits-/Sachurteilsvoraussetzungen
  • aa) Eröffnung des Verwaltungsrechtsweges
  • bb) Statthaftigkeit der Klage/Klageart
  • cc) Allgemeine Sachurteilsvoraussetzungen
  • dd) Besondere Sachurteilsvoraussetzungen
  • b) Begründetheit
  • aa) Begründetheit einer Anfechtungsklage
  • bb) Begründetheit der Verpflichtungsklage
  • cc) Begründetheit der allgemeinen Leistungsklage
  • dd) Begründetheit der Feststellungsklage
  • 3. Öffentlich-rechtliche Ansprüche (Amtshaftungsanspruch)
  • Stichwortverzeichnis

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